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Beitrag |
Harald
Anmeldung: 12.05.99 Beiträge: 7521 fol. SD-CA 97 Berlin  40+ |
Beitrag:  (p62903)
Verfasst am: 22. Aug 2008, 11:39 |
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Hallo Kater,
meine Infos zur Sarkoidose habe ich über die Seite der AOK
AOK - Sarkoidose der Lunge
Die Sarkoidose hat eine sehr hohe Rate an Spontanheilungen. Wenn keine Beschwerden da sind, ist dann die beste Therapie nichts zu tun und an die Heilung zu glauben.
Nur wenn Beschwerden auftreten, gibt man Cortison, um die Beschwerden zu lindern. Und erst bei schweren Beschwerden werden dann Medikamente eingesetzt, die das das Immunsystem unterdrücken.
Da es bei der Sarkoidose eine sehr hohe Rate an Spontanheilungen gibt, wirst Du daher ein Vielzahl von Berichten im Internet finden, in denen Betroffene ihre Erfahrung mit den unterschiedlichsten Therapien schildern, die ihnen nach ihrer Meinung nach geholfen haben.
So findest Du auch unzählige Erfahrungsberichte von Betroffenen, die glauben ihnen habe die Mistel geholfen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind diese jedoch auf die Spontanheilungen und der Glaube an Heilung zurückzuführen.
Nichtstun und der bloße Glaube an Heilung hätte mit hoher Wahrscheinlichkeit den selben Effekt gehabt.
Um so wichtiger finde ich es, dass Du Dir mit einer Therapie der Sarkoidose keinen Schaden zu fügst.
Bei "hoch-potenten" Homöopathika zum Beispiel (siehe Globuli ) ist ja glücklicherweise kein Wirkstoff drin der schaden kann.
Mit der Mistel-Therapie bringst Du aber auf jeden Fall ein Fremdstoff in Deinen Körper, worauf das Immunsystem reagieren muss und eine Antikörperbildung ausgelöst wird (Dies passiert bei jedem körperfremden Stoff so, den man direkt in den Körper durch Spitzen einbringt).
Gerade vor dem Hintergrund Deiner Krankengeschichte finde ich dies äußerst bedenklich.
Jegliche weitere Interpretation der Reaktion des Immunsystems also "aktiviert" bzw. "geordnet" ist schlichtweg eine pure Behauptung und nur guter Glaube der Anthroposophen (wenn man ein wohlwollendes Urteil zur anthroposophischen Medizin hier abgeben möchte; ich persönlich finde es ....).
Da die Misteltherapie zur anthroposophischen Medizin gehört muss sie nicht wie andere Therapien ihre Wirkung nach den neusten wissenschaftlichen Erkenntnismethoden nachweisen, sondern wurde vom Gesetzgeber ausgenommen, hier reicht der "Nachweis" nach dem "Standard" entsprechend der anthroposophischen Medizin. (Diese Bevorzugung der Anthroposophie in einem staatlichen Gesundheitssystem durch die Politik finde ich einfach ungeheuerlich und nicht hinnehmbar.)
Ich würde an Deiner Stelle einen einfach nur behaupteten Nutzen und einen eventuell möglichen Schaden hier nochmal genau und in Ruhe abwägen.
Mehr kann ich dazu nicht sagen.
In Puncto Schulmedizin soll ja man auch immer hinterfragen, und auch nicht einfach alles blind befolgen, was empfohlen wird.
Mich würde interessieren, warum die Nuklearmediziner dringend eine weitere RJT empfehlen, und wie die aktuellen Werte aussehen.
Viele Grüße
Harald _________________ Als Verein sind wir stärker:
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Kater Anmeldung: 06.02.07 Beiträge: 267 1980 Morbus Hodgkin/... Potsdam  50+ |
Beitrag:  (p62907)
Verfasst am: 22. Aug 2008, 12:24 |
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Hallo Harald,
die Prozente für die Spontanheilungen beziehen sich aber auf die akute Form.
Ich habe aber die chronische und hatte mit starker Müdigkeit und Luftnot zu kämpfen. Diese Symptome machten eine Therapie notwendig.
Meine neuen Werte kann ich in der nächsten Woche schreiben, denn ich war gestern erst zum Bluabnehmen und die Werte von vor 1 Monat sind ja schon Geschichte.
Danke für Deine Gedanken, aber ich habe die Vorteile dieser und jener Therapie schon genau abgewogen.
Im Gegensatz zu Dir stimme ich der anthroposophischen Philosophie des Heilens (zB auch die Heileurythmie, die ich mache) voll und ganz zu und vertraue der Mistel, dass sie nicht nur meine Sarkoidose im Zaum hält, sondern auch die anderen Belange "in Ordnung" bringt.
Herzlich grüßt Katrin _________________ Die Hoffnung aufgeben bedeutet, nach der Gegenwart auch die Zukunft preisgeben.
Pearl S. Buck, 1892-1973, Literatur-Nobelpreisträgerin 1938 |
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Kater Anmeldung: 06.02.07 Beiträge: 267 1980 Morbus Hodgkin/... Potsdam  50+ |
Beitrag:  (p62944)
Verfasst am: 23. Aug 2008, 13:23 |
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Liebe Esther,
ich habe Deine zweite gestern leider übersehen, weil er auf der vorigen Seite war.
Schade, dass es Dir immer noch nicht besser geht und auch die Docs scheinbar nicht so richtig mitspielen.
Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du da bald einen Weg findest.
Herzlich umärmelt Dich Katrin |
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