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Kostenerstattung von Thyrogen bei RJT als Kassenpatient

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Biegie
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BeitragKostenerstattung von Thyrogen bei RJT als Kassenpatient

 
Verfasst am: 02. Apr 2008, 14:05
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Hallo

wer kann mir helfen? Habe schon mehrere RJT hintermir, jedesmal mit Thyrogen. Habe dieses auch gut überstanden. Nun bekam ich von meinem Arzt mitgeteilt das dieser mit für die nächste RJT kein Thyrogen mehr aufschreiben kann, da dieses zu teuer ist und er es von der KV nicht erstattet bekommt. Möchte aber nicht auf Thyrogen verzichten, da ich ein SD-Karzinom zwischen dem 3. und 4. Halswirbel sitzt und auf das Rückenmark drückt.

Kann mir jemand helfen?

Schönen Gruß
Biegie
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HaraldOffline
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 (p57934)
Verfasst am: 02. Apr 2008, 19:32
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Hallo Biege,

wenn eine Metastase zwischen dem 3. und 4. Halswirbel sitzt, dann bedeutet dies, dass Thyrogen für diese Form der RJT keine Kassenzulassung hat, d.h. nicht erstattet wird.

Thyrogen wird gleich wohl von einigen Kliniken auch zur Therapie von Metastasen eingesetzt:
  • im Rahmen von Studien (Kosten für Thyrogen sind über die Studie finanziert)
  • oder die Klinik zahlt es auf eigene Kosten, weil die Ärzte zum Entschluss kommen, dass Dir keine RJT in Unterfunktion zugemutet werden kann.
    (weil Du noch andere Krankheiten hast; oder keine Zeit zu warten, bis Du in der Unterfunktion bist).

Nun gibt es die Möglichkeit, dass Du Dich selber direkt an die Krankenkasse wendest, und um Kostenerstattung bittest.
Dazu müsstest Du genau Deinen Fall schildern, am besten mit Deinen Nuklearmedizinern, die sich ja bislang anscheinend sehr für Dich eingesetz haben.
Bist Du sicher, dass es reine Kostengründe sind?
Bei Metastasen wird manchmal auch beides versucht: eine RJT in Unterfunktion und mit Thyrogen.

Bei der Therapie von Metastasen gibt es einfach noch zu wenig Studien und Langzeiterfahrungen.
Siehe auch die Link innerhalb des ForumsEuropäische Leitlinie im Abschnitt: Bedeutung der Diagnostik:
Zitat:
Die rhTSH Stimulation ist gleich dem Hormonentzug, mit Ausnahme weniger Patienten mit einem metastierenden Schilddrüsenkarzinom. Bei diesen Patienten zeigt der Hormonentzug besser Ergebnisse (Literatur-Angabe: Fallbeschreibung von 2 Patienten Driedger/Kotowycz 2004).


Wieviele RJT hast Du dennn schon gehabt?
Bist Du an einer größeren Klinik?

Viele Grüße
Harald
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biegie
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 (p57959)
Verfasst am: 03. Apr 2008, 10:36
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Hallo Harald

vielen Dank für deine Antwort.

Die Sache ist das ich das Thyrogen seit 2001 bekommen habe. Die Klinik bzw. die NUK-Mediziner sagen auch das die Behandlung weiter mit Thyrogen erfolgen soll, da das Risiko bei mir sehr hoch ist. Man weiß ja auch nicht wie schnell das SD-Gewebe mit den Metastasen wächst wenn ich die SD-Hormone absetze. Dann besteht ja die Gefahr, durch erhöhten Druck auf das Rückenmark (habe jetzt schon neurologische Beschwerden) das dieses noch weiter geschädigt wird. In der Klinik können sie mir das Thyrogen nur stationär verabreichen. Und das wollen die Ärzte nicht so gerne.

Jetzt die Antwort auf deine Frage zu der Anzahl der RJT. Seit 1993 habe ich insgesamt 24 RJT hintermir. Zur Zeit bekomme ich alle halbe Jahre eine RJT. Soweit werde ich in der Klinik gut betreut. Geben sich echt Mühe mir zu helfen und erklären alles sehr gut, nur eben die Geschichte mit dem Thyrogen.

Viele Grüße
Biegie
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HaraldOffline
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 (p57962)
Verfasst am: 03. Apr 2008, 11:54
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Hallo Biegie,

das ist ja eine ernorme Zahl von RJT.
Wobei ich davon ausgehe, dass darunter auch ein paar Radio-Jod-Diagnostiken (=RJD) waren. Die RJD wir mit einer geringeren Strahlendosis gemacht.

Ich denke, wenn Du einen entsprechenden Antrag mit Unterstüzung Deiner Ärzte bei der Krankenkasse stellst, dass hier die Krankenkasse entgegenkommt.

Bei so vielen RJT ist die Gesamt-Strahlenbelastung ja bereist sehr hoch.
Und unter Thyrogen ist die Strahlenbelastung geringer, weil anders wie in einer Schilddrüsenunterfunktion die Nieren normal arbeiten, und das überschüssige radioaktive Jod so schnell wieder ausgeschieden wird.

Also ein weiterer Grund für Thyrogen.

Viele Grüße
Harald

PS: Und falls die Krankenkasse ablehnen sollte, so können wir danach als Verein noch zuästzlichen Druck ausüben.
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biegie
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 (p57966)
Verfasst am: 03. Apr 2008, 12:06
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Hallo Harald

das ist eine Menge. Hinzu kommt noch eine Radio-Jod-Diagnostik. Deswegen bekomme ich ja mittlerweile nur noch alle halbe Jahre ein RJT damit die Belastung nicht ganz so groß ist. Die 25. RJT steht für September an. Somit habe ich noch ein bisschen Zeit.

Werde mir jetzt einen neuen Hausarzt suchen, der ein wenig Verständnis für meine Lage hat und diesen Antrga bei der KV stellt. Die stellt sich quer.

Die Krankenkasse übernimmt die Kosten aber nur solange das Thyrogen auf einem kassenärztlichen Rezept aufgeschrieben ist. Werde aber auch dort noch einmal nachhaken.

Viele Grüße
Biegie
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Kostenerstattung von Thyrogen bei RJT als Kassenpatient

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