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Beitrag |
Harald
Anmeldung: 12.05.99 Beiträge: 7346 fol. SD-CA 97 Berlin  40+ |
Beitrag: (p63277)
Verfasst am: 05. Sep 2008, 08:37 |
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Update: 4.10.2011: Engpass behoben und Übergangsreglung bezüglich PET ausgelaufen.
siehe: Beitrag
Hallo,
der Berufsverband Deutscher Nuklearmediziner e.V. (BDN) teilt mit, dass es in den nächsten vier Wochen zu einem Engpass bei der Technetium-Szintigraphie kommt.
Die Technetium-Szintigraphie wird bei der Schilddrüse zur Unterscheidung von heißen und kalten Konten gemacht.
Technetium 99m hat eine Halbwertszeit von nur 6 Stunden, so dass es immer auf Bedarf hergestellt werden muss. Für die Herstellung von Technetium 99m braucht man das Ausgangsisotop Molybdän 99.
Molybdän 99 wir jedoch weltweit nur in fünf Reaktoren hergestellt, von denen 4 zur Zeit u.a. wegen Wartungsarbeiten nicht zur Verfügung stehen.
Der Engpass soll in vier Wochen wieder behoben sein, in dieser Zeit sollen nur dringend notwendige Technetium-Szintigraphien durchgeführt werden.
Der BDN bietet auf seiner Internetseite einen Dienst für Ärzte und Patienten eingerichtet, um nach Postleitzahlen nachschauen zu können, wo derzeit die Technetium-Szintigraphie möglich ist:
http://www.notfallplan.nuklearmedizin-life.de/
Viele Grüße
Harald
PS: Der Hinweis auf diese Meldung kam von Birgitt. Danke. _________________ Als Verein sind wir stärker:
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Zuletzt bearbeitet von Harald am 04. Okt 2011, 09:08, insgesamt einmal bearbeitet |
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Harald
Anmeldung: 12.05.99 Beiträge: 7346 fol. SD-CA 97 Berlin  40+ |
Beitrag:  (p66276)
Verfasst am: 04. Dez 2008, 16:59 |
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Hallo,
der Engpass besteht immer noch, daher: | PM der DGN vom 4.12.08 hat folgendes geschrieben: | PET-Untersuchung mit 18-Fluorid bleibt bis Februar 2009
kassenärztliche Leistung
(Göttingen, 4.12.2008) Die bisher nicht als Kassenleistung anerkannte
Positronen-Emissions-Tomographie (PET) mit 18-Fluorid kann nun bis
Ende Februar 2009 als alternative Untersuchungsmethode in der
Nuklearmedizin eingesetzt werden. Dies haben die KBV und der
GKV-Spitzenverband in der Sitzung des Bewertungsausschusses am
vergangenen Dienstag beschlossen. Mit dieser Entscheidung für eine
vorübergehende Kostenerstattung soll der aktuelle Versorgungsengpass
in der nuklearmedizinischen Diagnostik und Therapie überbrückt werden.
Mit der 18-Fluorid-PET wird derzeit die Skelettszintigraphie mit dem
Isotop Technetium-99m ersetzt. “Durch diese Maßnahme können die
nuklearmedizinischen Einrichtungen eine ausreichende Notversorgung
sicherstellen", so Professor Andreas Bockisch, Präsident der
Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V. “Parallel dazu müssen
langfristige Lösungen gefunden werden, die einen erneuten Engpass
verhindern." Die Produktion des Nuklids 18-Fluor erfolgt in
Zyklotronen, die aufgrund der hohen Forschungsaktivität der deutschen
Nuklearmedizin flächendeckend installiert sind.
Seit September fallen in Deutschland tausende von
Routineuntersuchungen aus. Grund dafür ist der zeitgleiche Ausfall
mehrerer Forschungsreaktoren in Belgien, Frankreich und den
Niederlanden. Diese versorgen die nuklearmedizinischen Einrichtungen
in Europa und darüber hinaus mit den für die Untersuchungen
notwendigen radioaktiven Isotopen. Die Versorgungslage wird sich
frühestens im Februar 2009 wieder normalisieren.
Aktuelle Informationen stehen auf der Homepage der DGN
www.nuklearmedizin.de zur Verfügung. |
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dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 1902 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p84223)
Verfasst am: 07. Feb 2010, 22:02 |
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Hallo,
hier ein aktueller Bericht des Deutschlandfunks dazu:
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/wib/1115610/
Ab 19 Februar muss neben dem kanadischen Reaktor, der schon länger steht, wohl auch der niederländische für längere Zeit runtergefahren werden.
Ob der kanadische überhaupt wieder hochgefahren werden kann, steht noch nicht fest.
Gruß Karl _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
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dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 1902 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p87052)
Verfasst am: 09. Apr 2010, 19:01 |
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Hallo,
die Ärztezeitung berichtet von einer weiteren Zuspitzung des Engpasses:
Nuklid-Engpass spitzt sich offenbar zu - Ärztezeitung 9.4.2010
Offenbar kann man sich auch immer noch nicht entscheiden, den Umbau von Garching zu betreiben, um dort eine Möglichkeit für die Erzeugung von Molybdän-99 zu schaffen, die sowieso erst frühestens 2013 produzieren könnte.
Gruß
Karl _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
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Nordmann Anmeldung: 26.06.08 Beiträge: 31 40+ |
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dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 1902 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p88409)
Verfasst am: 11. Mai 2010, 20:13 |
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Hallo,
wobei man sagen muss, dass der Artikel für Spiegelverhältnisse erschreckend schlecht recherchiert ist (Technetium = Kontrastmittel etc.), was aber nichts an der Tatsache ändert, dass es ein Skandal ist, dass eine Lösung für das Problem, die seit Jahren bekannt ist, nämlich den Um-/Ausbau von Garching, dessen Kosten siche vergleichweise in der Größenordnung von Peanuts bewegen würden, immer wieder verzögert wurde, obwohl man sogar Geld damit verdienen hätte können. Offenbar, ist das Problem dessen Zuspitzung ebenfalls seit vielen Jahren bekannt ist, nicht populär genug, um daraus eine wahlwirksame Aktion zu machen.
Gruß
Karl _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
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stepphuhn Anmeldung: 02.03.07 Beiträge: 76 Südhessen |
Beitrag:  (p92233)
Verfasst am: 27. Aug 2010, 11:13 |
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Darf ich auch mal senfen?
Bisher ist nie "mal eben schnell" Geld für Forschungsvorhaben locker gemacht worden, obwohl das sicher in manchen Fällen kostengünstiger gekommen wäre.
Daß Kernreaktoren schlecht gepflegt und veraltet sind, ist auch nichts neues.
Ich wage zu bezweifeln, daß bei der meines Erachtens immer noch aktuellen Atomausstiegsdiskussion es politisch leicht ist, Geld für medizinisch genutzte Kernreaktoren einzufordern. Deshalb wird das sicher nicht zu einem wahlwirksamen Thema werden. |
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Harald
Anmeldung: 12.05.99 Beiträge: 7346 fol. SD-CA 97 Berlin  40+ |
Beitrag:  (p106094)
Verfasst am: 04. Okt 2011, 09:06 |
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Hallo,
die Übergangsregelung, dass so lange eine Technetium-Engpass besteht, die PET an Stelle erstattet wird, ist am 30. Juni ausgelaufen.
Die Versorgungssituation mit Technetium ist wieder hergestellt, allerdings immer noch prekär, so dass es nach Einschätzung der DGN jederzeit wieder zu einem Versorgungsengpass kommen kann.
Das Bundesministerium für Gesundheit sowie die Krankenkassen wiederum versichern, dass wenn es wieder zu einem Engpass kommt, erneut eine Übergangsregelung in Kraft tritt.
Näheres dazu in der Pressemitteilung der DGN vom 22.6.2011:
Durchführungsempfehlung für 18-Flourid-PET wird nicht verlängert
Viele Grüße
Harald _________________ Als Verein sind wir stärker:
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