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Sönnchen scheine!
Anmeldung: 09.05.07 Beiträge: 648 fol. CA onkozytär bei Ulm  40+ |
Beitrag: (p67693)
Verfasst am: 17. Jan 2009, 14:16 |
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Vortrag Prof. Dr. Bernhard O. Böhm, am 25.11.08
Zentrum für Innere Medizin, Schwerpunkt Endokrinologie, Diabetes und Stoffwechsel
Universitätsklinikum Ulm
Schilddrüsenhormone sind lebenswichtig – was ändert sich für den Patienten nach der Operation?
Funktionen der Schilddrüsenhormone
Was sind SD-Hormone?
• Stoffe, die an allen Zellen des Körpers wirken.
Wie wirken SD-Hormone?
• Sie steuern direkt die Aktivität unserer Gene – wirken direkt an der sog. DNA.
Ersetze was fehlt!
• Murray führte 1891 die erste erfolgreiche Therapie des Myxödems mit Schilddrüsenextrakten durch – Thyreoidea sicca.
• Heute: genau definierte Produkte.
• WICHTIG: Präparate sind nicht beliebig austauschbar!!• Sind Sie auf einem bestimmten Präparat gut eingestellt, dann sollten SD-Tabletten nicht getauscht werden.
• Welche Präparate gibt es?
• LT4: Thyroxin (z.B. L-Thyroxin®, Euthyrox®, L-Thyrox®, L-Thyroxin Henning Tropfen®).
• LT3: Liothyronin (z.B. Thybon®).
• Mischpräparate: T4 und T3 (z.B. Novothyral®, Prothyrid®).
Die Schilddrüse setzt täglich T4 (ca. 90 ug) und T3 (8 ug) frei.
Ersetze was fehlt … und noch etwas mehr!
Ziele:
TSH-Kontrolle – TSH-Suppression
• Wir kennen einen wichtigen Wachstumsfaktor für Schilddrüsenzellen und auch für das Schilddrüsenkarzinom (papillär/follikulär), das Thyreoida-stimulierende Hormon (TSH).
• Durch TSH-Unterdrückung (TSH-Suppression) mit Schilddrüsenhormon gelingt es, einen sehr wichtigen Wachstumsreiz von den Schilddrüsenzellen zu nehmen
• Das periphere Gewebe kann sich aus T4 das stoffwechsel-wirksame T3 selbst „herstellen“.
…. Deshalb wird eine T3-Gabe nicht zwingend zu einer Dauerbehandlung benötigt ...
FAZIT
• Die Dosis ist entscheidend – welches Therapieziel.
• Regelmäßige Verlaufskontrollen notwendig.
• Grundsätzlich: Kombi aus T4 und T3 ist ungewöhnlich, nicht die Regel.
• Kein Wechsel der Präparate – falls doch, bitte Ihren Arzt informieren.
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Zuletzt bearbeitet von Sönnchen scheine! am 17. Jan 2009, 20:39, insgesamt einmal bearbeitet |
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| Jasmin |
Beitrag: (p94927)
Verfasst am: 21. Nov 2010, 01:21 |
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Hallo,
ich stelle mir die Frage, ob es möglich und sinnvoll wäre, bei mir die Schilddrüse, nachdem sie fast ganz entfernt wurde (wegen einer Vielzahl gutartiger Knoten), zumindest etwas nachwachsen zu lassen. Denn ich habe den Eindruck, dass eine gute Einstellung nicht gelingt, und das nach bereits 3 Jahren.
Nachdem ich trotz angeblich guter Einstellung lange Zeit unter Haarausfall und einem Gefühl von Unruhe litt, wurde auf meinen Wunsch hin die Dosis ein wenig reduziert (statt 125 nun 100/125 im Wechsel). Der Haarausfall ist nun weg, aber ich fühle mich zunehmend schlechter: schlapp mit Schwierigkeiten entspannt zu atmen und auch lustloser. Wahrscheinlich wäre unter diesen Umständen eine Dosiserhöhung sinnvoll (laut der urprünglichen Blutwerte ja- Ich frage mich nur, wieviel solche Durchschnittswerte über meinen persönlichen Bedarf aussagen)
Falls einem Nachwachsen nichts im Wege stünde, bestünde die Möglichkeit, die Schilddrüse zum Nachwachsen mit Selen z.B. zu stimulieren?
Gruß
Jasmin |
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meerblau Anmeldung: 09.05.04 Beiträge: 5000 Pap. SD-Ca, follikul... Hannover  40+ |
Beitrag:  (p94930)
Verfasst am: 21. Nov 2010, 13:50 |
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Hallo Jasmin,
es würde kein gesundes Gewebe nachwachsen und ein gesundes Organ leider auch nicht! Im Gegenteil, es bestünde die Gefahr, dass sich Knoten bilden, die eventuell noch einmal operiert werden müssten oder sich im schlimmsten Fall auch in Krebs umwandeln könnten.
Bist du bei einem guten Endokrinologen oder Nuklearmediziner in Behandlung?
Wie sehen deine SD-Werte unter der aktuellen Dosierung aus? Wie waren sie vorher? Bitte TSH, fT3 und fT4 und mit den Normwerten des Labors.
Es reicht oft nicht, die SD-Werte irgendwo im Normbereich zu haben. Man muss die individuell passende Dosierung herausfinden. Das erfordert Geduld und einen guten Arzt. Und manchmal ist auch nicht die SD die Ursache für die Probleme... Aber die SD-Werte sollte man gut einstellen und dann weiter sehen.
Viele Grüße
Esther _________________ _________________
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| Jasmin |
Beitrag:  (p95174)
Verfasst am: 27. Nov 2010, 15:04 |
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Hallo Esther,
danke für die Antwort. Werde mir einen anderen Nuklearmediziner suchen. Habe auch schon einen empfohlen bekommen, der sich nicht nur an Blutwerten orientiert.
Habe den Eindruck, dass ich mich weder in einer Unterfunktion noch in einer Überfunktion befinde. Wenn dann überhaupt so ein hin und her. Mein Körper spielt einfach verrückt seit 2-3 Wochen. Vielleicht ist es auch was anderes. Die Blutwerte sind wohl "traumhaft", aber schlecht geht's mir leider trotzdem, wobei gestern fast alles wieder gut war. Heute wieder diese Übelkeit. Vielleicht ist es einfach nur ein Virus
Viele Grüße
Katja |
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| Jasmin |
Beitrag:  (p95175)
Verfasst am: 27. Nov 2010, 15:07 |
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Hallo Esther,
danke für die Antwort. Werde mir einen anderen Nuklearmediziner suchen. Habe auch schon einen empfohlen bekommen, der sich nicht nur an Blutwerten orientiert.
Habe den Eindruck, dass ich mich weder in einer Unterfunktion noch in einer Überfunktion befinde. Wenn dann überhaupt so ein hin und her. Mein Körper spielt einfach verrückt seit 2-3 Wochen. Vielleicht ist es auch was anderes. Die Blutwerte sind wohl "traumhaft", aber schlecht geht's mir leider trotzdem, wobei gestern fast alles wieder gut war. Heute wieder diese Übelkeit. Vielleicht ist es einfach nur ein Virus
Viele Grüße
Jasmin |
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