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katja14 Anmeldung: 24.07.09 Beiträge: 3  30+ |
Beitrag: (p75868)
Verfasst am: 26. Jul 2009, 20:30 |
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Hallo,
ich hoffe mir kann hier jemand weiterhelfen und mir ggf. kurz die Hintergründe zur Kostenerstattung von Thyrogen erläutern.
Ich hatte im Februar eine SD-OP (positiver Krebsbefund), im März dann eine Radiojodtherapie. Jetzt soll ich im Oktober als Kontrolle zum Ganzkörperszintigramm mit folgendem Ablauf laut Klinik:
Montag: 1. Thyrogen
Dienstag: 2. Thyrogen und stationäre Aufnahme
Mittwoch: Kapsel
Freitag: Szintigrafie und Entlassung
Da ich beruflich und familiär recht eingebunden bin würde ich gern erst Mittwoch stationär aufgenommen werden, was aber nach Aussagen der Klinik nicht geht.
Es würde wohl sonst keine Kostenübernahme des Thyrogens erfolgen können.
Für mich alles nicht ganz klar, denn so muss die Kasse ja die ca. 500 € für die Übernachtung auch noch aufbringen.
Nach Aussagen der Klinik dürfte meine Hausärztin mir auch das Thyrogen geben, diese hat aber bereits wegen ihrem Budgt abgelehnt.
Bei meiner Nachfrage bei der Krankenkasse herrschte dort Ratlosigkeit.
Bei nochmaliger Nachfrage in der Klinik erhielt ich die patzige Antwort, dass ich dann eben ohne Thyrogen die 6 Wochen Unterfunktion wieder aushalten muss. Bei weiteren Nachfragen erfuhr ich, dass wohl kein ambulantes Budget für Thyrogen da ist und daher muss man auf die Station. Mir wurde noch gesagt, dass ich wenn ich noch weiter nachhacke eine Lawine auslösen könnte und dann vielleicht kein Patient mehr in den Genuss von Thyrogen mehr kommt.
Das will ich natürlich auch nicht, aber die Hintergründe möchte ich gern verstehen.
Vielleicht kann mir jemand die Zusammenhänge der Kostenübernahme mal erklären, würde mich freuen.
Grüße
Katja |
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Jan
Anmeldung: 06.06.01 Beiträge: 1540 Follik. SD-Ca; OP 04... Düsseldorf  60+ |
Beitrag:  (p75874)
Verfasst am: 26. Jul 2009, 21:56 |
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Liebe Katja,
wirklich erklären kann ich dir das auch nicht, aber es ist wohl genau so, wie du schreibst: Die Kliniken dürfen inzwischen (dafür hat u.a. unser Forum gekämpft!) Thyrogen verschreiben. Ärzte können das nur zu Lasten ihres Budgets und Thyrogen ist sehr, sehr teuer. Weil aber Kliniken eben Kliniken sind, dürfen sie nur Medikamente verschreiben, die sie stationär verabreichen (auch wenn das ganze im Ergebnis teurer ist).
Du könntest dich - wie geplant - stationär aufnehmen lassen und dann sehen, ob sie dich nicht zwischendurch "beurlauben" (auf "eigenes Risiko"), denn du bist ja nicht wirklich krank.
Ansonsten kann ich dir nur raten, das Thyrogen zu nehmen und nicht die Unterfunktion zu wählen - auch weil letztere noch größere Einschränkungen für deine Familie mit sich brächte. Zwei Tage werden die Lieben daheim sowie dein Job gewiss ohne dich auskommen. Du (!) musst es nur wollen.
Ich wünsche dir Mut und Kraft für die richtige Entscheidung. _________________ Herzliche Grüße
Jan
P.S.:
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Maria2 Anmeldung: 12.08.04 Beiträge: 2740 Pap. CA pT3 tall-cel... Bayern/Oberpfalz  30+ |
Beitrag:  (p75875)
Verfasst am: 26. Jul 2009, 22:06 |
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Hallo Katja,
du kannst dir auch mal folgenden Beitrag in unseren FAQs dazu ansehen: Beitrag
(ich meine insbesondere den Beitrag von Harald vom 21.02.2007, weiß aber nicht, ob der Link an die richtige Stelle hüpft - ich glaube nicht)
Viele Grüße von
Maria _________________ Als Fördermitglied kannst du schon mit 5 € im Jahr unserem Verein sehr helfen!
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Harald
Anmeldung: 12.05.99 Beiträge: 7336 fol. SD-CA 97 Berlin  40+ |
Beitrag:  (p75879)
Verfasst am: 26. Jul 2009, 23:01 |
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Hallo,
also die Aussage von 2007 vom mir wird Dir vermutlich nicht so richtig weiterhelfen.
Also wenn das Thyrogen für eine RJD eingesetzt wird, dann muss dies immer über die Klinik abgerechnet werden.
Es darf nicht über den Hausarzt abgerechnet werden.
Meines Wissen musst Du nicht in der Klinik dazu übernachten, vom rechtlichen her, musst Du jedoch in der Klinik fahren um dort die Spritzen zu bekommen. Danach solltest Du eigentlich wieder nach Hause können, weil dies eine prästationäre Leistung der Klinik ist.
Es gibt meines Wissens jedoch Kliniken, die per .... mir fällt der Fachausdruck jetzt nicht ein ... dem Hausarzt den Auftrag geben, dass er auch die eine oder andere Spritze setzt (vielleicht melden isch ja noch andere Betroffene, mit konkreten Erfahrungen).
Eine andere Frage ist, ob eine RJD überhaupt nötig ist, oder ob eine ambulante TG-Bestimmung mit Throgen nicht ausreichend ist (dies kann ein niedergelassener Endokrionolge oder Nuklearmediziner machen, es sollte nicht der Hausarzt machen).
Dies empfehlen so zumindest die europäischen Leitlinien.
Viele Grüße
Harald _________________ Als Verein sind wir stärker:
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katja14 Anmeldung: 24.07.09 Beiträge: 3  30+ |
Beitrag:  (p75882)
Verfasst am: 27. Jul 2009, 06:36 |
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Vielen Dank, für die schnellen Anworten.
Ganz sicher werde ich mich für Thyrogen entscheiden, ganz egal wie lange ich auf der Station ausharren muss. Eine Unterfunktion mag ich nicht nochmal durchmachen.
Lieber Harald,
Aus deiner Aussage kann ich also entnehmen, dass die Klinik das Thyrogen als prästationäre Leistung abrechnen kann, ohne dass ich vor der Kapseleinnahme stationär aufgenommen werden muss?
Für mich schaut es ja dann wirklich so aus, als ob nur die Betten ausgelastet werden sollen.
Zu deiner Frage ob eine RJD überhaupt nötig ist, oder ob eine ambulante TG-Bestimmung mit Throgen nicht ausreichend ist, mag ich nochmal kurz was schreiben:
Nach der OP wurde im Schilddrüsengewebe nur eine kleine "Krebsgeschulst" endeckt. (Der Arzt meinte: Zufallsbefund, der Patologe hätte sehr genau gearbeitet)
Ich hatte im März die Radiojodtherapie mit 3,702 Gbq. Mir wurde gesagt, dass ich die volle Dosis bekomme, da noch SD-Restgewebe im Ultraschall festgestellt wurde.
Ich bleibe jetzt weiterhin in der Uni-Klinik zur Nachkontrolle.
Beim letzten Ultraschall war sich der Arzt nicht sicher ob er Schilddrüsengewebe oder Narbengewebe sieht. Da aber die Blutuntersuchung (keine Ahnung ob das eine TG-Bestimmung war) ok war, soll ich nun nur eine Kapsel nehmen, damit man das Szintigramm machen kann (keine neue Therapie wie erst geplant).
Wenn dies ok ist, dann soll wohl künftig nur noch das Blut untersucht werden.
Ich hoffe, unabhängig wie auch immer die Kosten gedeckt werden, das diese Untersuchung so auch notwendig ist?
Grüße
Katja |
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