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Inka1971
Anmeldung: 24.10.09 Beiträge: 235 pap. SD-CA pt1a, 5 mm  40+ |
Beitrag: (p82537)
Verfasst am: 05. Jan 2010, 18:39 |
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Hallo Ihr Lieben,
ich glaube, ich habe gerade eine depressive Phase.
Ich stelle mir selbst im Moment die Frage, ob man lernen kann, mit dem allen zu leben und ob es eben auch mal wieder Tage gibt, an denen man nicht an den Krebs oder seine Folgen denkt, sondern einfach nur an ganz einfache Dinge, wie "Was koche ich denn heute nur?"
Ich habe echt Angst davor, dass der Krebs unser Leben bestimmen wird. Natürlich wird er immer präsent sein, aber hoffentlich eben nicht mehr als Dauerthema, wie im Moment
Gibt es das?
Inka
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sheela Anmeldung: 20.01.07 Beiträge: 154 Pap.SD-Ca. pT1,N1b,G1 Frankfurt Main |
Beitrag:  (p82540)
Verfasst am: 05. Jan 2010, 19:16 |
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Liebe Inka,
ich bin seit 3 Jahren mit dem Krebs zugange und kenne viele Höhen und Tiefen,depressive Phasen und absolute Tiefpunkte.
ABER meine Erfahrung ist,JEDER Mensch hat irgendein Päckchen zu tragen ( höre,schaue dich einfach mal in deinem Kreis um).
Nun und wir auch - aber das Leben ist doch viel zu schön,um dauerhaft Trübsal zu blasen.
Ich kenne deine Krankheitsgeschichte nicht,aber wenn es einigermaßen gut läuft,dann denke ich,du kannst dich endlich wieder vermehrt auf die schönen Dinge des Lebens konzentrieren.
Es gibt ja Menschen,die sind wirklich sehr schlimm dran.Wir können doch eigentlich ganz gut mit dem allem leben,habe gute Lebensqualität.
Bei mir war es eigentlich so,daß der Krebs sehr viele neue Blickwinkel in mir "ausgelöst" hat.Also gibt es in der ganzen Misere auch positive Dinge,die man mitnehmen kann.
Dinge gelassener sehen,endlich das machen,was man schon immer wollte,
nicht so auf die lange Bank schieben,sich mehr Zeit nehmen für die "wirklich wichtigen Dinge im Leben " - welche es bei dir auch immer sein mögen.............,mehr in sich hineinfühlen,was man wirklich will,usw.
Da kann man vieles wahrnehmen,man muß es nur zulassen...versuche es mal in deinem täglichen Leben.Überlege,was war schön heute,wo hast du gelacht,dich wohlgefühlt......und genieße das Gefühl nochmal.
In diesem Sinne alles liebe
Sheela |
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Alexa Anmeldung: 12.09.05 Beiträge: 646 |
Beitrag:  (p82542)
Verfasst am: 05. Jan 2010, 19:22 |
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Hallo Inka,
Sheela hat es schön gesagt. Ergänzend würde ich noch sagen, dass eine gute hormonelle Einstellung auch bessere Stimmung bringt, dann gehen die Dinge wieder besser.
Alles Gute,
Alexa |
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dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 1902 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p82546)
Verfasst am: 05. Jan 2010, 20:44 |
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Hallo Inka,
ja man lernt damit zu leben. Der Krebs wird präsent bleiben, aber er wird immer weniger wichtig werden. Vielleicht kannst Du auch wie Sheela irgendwann dem Ganzen etwas Positives abgewinnen. Die Sachzwänge wie Hormonwerte bestimmen, Nachsorge machen etc. kannst Du nicht aus Deinem Leben verdrängen, aber Du (nicht die Krankheit und auch nicht die Ärzte) entscheidest letztendlich wie Du was wann machst. Und solange Du das Heft in der Hand behältst, kann Dich die Krankheit nicht dominieren.
Eigentlich haben wir doch viel mehr Sicherheit als die anderen: Wir wissen was los ist, wir haben eine Diagnose. Wie viele haben Krebs und wissen es nicht oder werden es vielleicht zu spät erfahren?
LG
Karl _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
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MaBiKa Anmeldung: 12.06.04 Beiträge: 212 Medullläres CA, OP 1987 Baden-Württemberg  60+ |
Beitrag:  (p82547)
Verfasst am: 05. Jan 2010, 21:02 |
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Hallo Inka 1971,
ja, man lernt damit zu leben. Je länger die Diagnose und OP zurückliegen, desto freier wird man. Überall gibt es irgendetwas und niemand weiß, was morgen sein wird. Heute geht es mir gut und das zählt!
Ich wurde vor 22 Jahren operiert und lebe ganz ordentlich. Vielleicht hätte ich die Wetterfühligkeit und geringere Belastbarkeit auch so.
Ich wünsche Dir alles Gute und weiß, nicht jeder Tag ist wie der andere.
iebe Grüße
MaBiKa |
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Alba
Pap. SD-Ca., foll. V... Sachsen-Anhalt  50+ |
Beitrag:  (p82552)
Verfasst am: 06. Jan 2010, 10:48 |
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Hallo Inka,
diesen Satz hier von Karl kann ich gar nicht dick genug unterstreichen:
| dkr hat folgendes geschrieben: | | Und solange Du das Heft in der Hand behältst, kann Dich die Krankheit nicht dominieren. |
Weil das für mich so voll zutraf, habe ich erstens von Anfang an versucht, mich in die Materie einzuarbeiten, zu verstehen, habe alle errreichbaren Informationen zu Schilddrüse und SD-Krebs förmlich aufgesogen wie ein Schwamm - und das, obwohl ich mich bis dahin eigentlich null, wirklich null für Medizinisches interessierte. (und das, ehrlich gesagt, auch heute nicht gerade zum Hobby wählen würde)
Als zweites habe ich angefangen, meine ganz konkrete Behandlung mitzuverfolgen, indem ich mir immer die Werte und zugehörigen Arztberichte geben ließ - nach einiger Zeit konnte ich die dann sogar lesen und einigermaßen verstehen. Dadurch fühlte ich mich schon viel weniger ausgeliefert.
Drittens habe ich mir dieses Forum erschlossen, zuerst nur als Ratsuchende, dann immer öfter auch schon als Beteiligte an Diskussionen und später sogar in der Lage, selbst die eine oder andere Hilfe zu geben.
Und schließlich viertens, bemühte ich mich, so schnell wie möglich wieder zu einem normalen Alltag zurückzufinden. Meine Op war damals Ende Juli, ab Sepember desselben Jahres habe ich wieder voll arbeiten können.
Da ist aber nicht jeder Verlauf gleich, manche brauchen viel länger für die Erholung und ich persönlich hatte ja das große Glück, daß die RJT wieder abgeblasen werden konnte, weil mein Tumormaker, gemessen in tiefster Unterfunktion, allein schon von der OP nicht mehr meßbar war und zugleich beim Uptake null Prozent speicherndes Gewebe angezeigt wurde. In dem Punkt bin ich eine Ausnahme mit viel Glück respektive einem besonders guten Chirurgen.
Wenn ich alles durchsehe, so würde ich sagen: Zeit, Alltag und Mut sind die wichtigsten Elemente, um sich wieder zurechtzufinden.
Am wenigsten produktiv fand ich immer das Selbstmitleid (obwohl ich keineswegs davon frei war) und ganz schwer erträglich war das Mitleid von anderen.
Kopf hoch, liebe Inka! Deine Geschichte ist ja noch frisch. Doch auch Du hast allen Grund zum Optimismus.
Freundliche Grüße von Alba _________________ Als Verein sind wir stärker: Fördermitglied oder aktives Vereinsmitglied werden |
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Inka1971
Anmeldung: 24.10.09 Beiträge: 235 pap. SD-CA pt1a, 5 mm  40+ |
Beitrag:  (p82560)
Verfasst am: 06. Jan 2010, 14:20 |
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Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für Eure Antworten.
Man darf sich nicht aufgeben, das ist wichtig.
Ich hoffe nun einfach auf die Zeit. Es ist im Moment alles etwas schwierig bei uns und im Moment muss ich mich echt zwingen, den Kopf nicht im Sand stecken zu lassen.
Aber ich werde auf jeden Fall den Ratschlag von Karl annehmen:
Und solange Du das Heft in der Hand behältst, kann Dich die Krankheit nicht dominieren.
Vielen Dank Euch allen
Inka |
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Brita
Anmeldung: 16.06.03 Beiträge: 261 Sd-CA,papillär.2002 Frankreich  40+ |
Beitrag:  (p82561)
Verfasst am: 06. Jan 2010, 14:22 |
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Liebe Inka,
vorher hatte ich dir eine PM geschrieben,, aber es hat wohl nicht geklappt mit dem Abschicken.
Ich wollte dir Mut machen, weil ich es selbst so erlebt habe; nun schliesse ich mich einfach den anderen an, die dir schon geschrieben haben.
Liebe Grüsse!
Brita |
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sozia43
Anmeldung: 05.09.09 Beiträge: 141 Multifok. pap. sdcar... Nürnberg, Mittelfranken  40+ |
Beitrag:  (p82562)
Verfasst am: 06. Jan 2010, 15:07 |
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Hallo inka,
wir sind offensichtlich gerade in der gleichen phase.
am sonntag habe ich beim familienkaffee bei meinen eltern erwähnt, dass es mich im moment ziemlich fertig macht, dass ich ja nicht wußte, dass ich ja auch schon solange vorher krank war. und erst die sache mit dem krebs an sich.... leider war das keine besonders gute idee, weil ich nicht verstanden wurde, meine mutter hat mir nur einen vortrag gehalten, dass ich mich mit solchen gedanken garnicht beschäftigen darf (darf ich wirklich nicht?) und nur nach vorne schauen soll. mein freund beschwert sich, dass er mich nicht mehr wieder kennen würde, weil ich mich anscheinend so sehr verändert hätte.
ich mache es ähnlich wie alba und sauge im moment alles über sd-krebs und hashimoto auf. und natürlich weiß ich dass mein wohl im moment nicht optimal eingesteller hormonwert eine rolle spielt. am montag habe ich einen ersten termin bei einem endo, da erhoffe ich mir sehr viel von - hoffentlich nicht zuviel.
ich wünsche dir, dass du wenigsten liebe und verständnisvolle menschen um dich rum hast, ich kann mir vorstellen dass das hilft.
alles gute, ange |
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Inka1971
Anmeldung: 24.10.09 Beiträge: 235 pap. SD-CA pt1a, 5 mm  40+ |
Beitrag:  (p82564)
Verfasst am: 06. Jan 2010, 17:59 |
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Hallo,
ja, das ist auch ein Problem bei der ganzen Sache.
Ich habe oft das Gefühl, dass ich meine Umgebung mit meiner Krankheit überfordere. Mein Mann schweigt das Thema einfach aus, meine Mutter ist auch völlig überfordert mit der Situation. Na und meine Freundin ist eigentlich die Beste. Sie überbringt mir dauernd neue Botschaften, wie es weitergeht und wie denn meine ""Zukunft" aussieht, wenn ich denn eine haben sollte......(lt. Ihr). Ach und meine Schwiegermutter meinte dann noch, dass das aber ein komischier Krebs ist, wenn man da weggesperrt wird (bei der RJT), aber da muss ich jetzt noch drüber lachen, weil das amüsiert mich doch immer noch.
Gruss
Inka |
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dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 1902 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p82574)
Verfasst am: 07. Jan 2010, 00:12 |
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Hallo Inka, hallo Ange,
ja Ihr (wir) überfordern unsere Umgebung. Meine Familie lässt sich gottseidank alles erklären und sieht dann auch ein, dass noch nicht alles wieder im grünen Bereich ist. Aber bei meiner weiteren Umgebung ist das schon schwieriger. Natürlich haben sie alle gesagt "ach wie schrecklich" und "übernimm Dich jetzt jetzt nicht". Dabei fand ich es eigentlich gar nicht sooo schrecklich, ich kann mir Schlimmeres vorstellen und hab auch schon (kurzfristig) Schlimmeres erlebt. Nur ist es eben (zumindest bei mir) eine längere Geschichte wieder vollständig auf die Beine zu kommen. Und es scheint für die Leute (z.B. meine Kunden) schwierig zu sein, sich vorzustellen, dass ich noch nicht wieder perfekt funktioniere wie früher, wo doch "die Narbe schon wieder so gut aussieht" und ich im "Gesicht besser als vorher aussehe" und man mich am Telefon meistens wieder versteht.
Mitleid im Sinne von "ach wie schrecklich" brauche ich genauso wenig wie Alba und Selbstmitleid im Sinne von " warum muss mir so was Schreckliches passieren" ist auch keine Lösung. Aber Empathie in dem Sinne, wie die Psychoanalyse den Begriff verwendet, nämlich als "Einfühlungsvermögen" und verstehen wollen, kann ich schon ganz gut gebrauchen, und hin und wieder bin ich einfach so frech und fordere die mal. Und dann erkläre ich eben zum drölfzigsten Mal, dass ich leider noch immer nicht 3 Treppen im Galopp hochsprinten kann, gelegentlich Phasen von schlechter Konzentration habe und ich morgens mindestens doppelt so lange brauch, um in die Gänge zu kommen, wie früher. Irgendwann WERDEN sie es begreifen (wahrscheinlich wenn es wieder vorbei ist).
Außerdem habe ich mir Beratung von außen verschafft (Psychoonkologie), um mal zu sehen, wo ich selbst stehe und was ich eigentlich genau brauch und will. Das ist besser, als die eigene Familie mit seinen Problemen zu nerven, die sind viel zu nah dran.
Alle Gute Euch (und Eurer Umgebung )
LG
Karl _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
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tina50 Anmeldung: 13.10.07 Beiträge: 435 Pap. SD-Ca, follikul... saarland  50+ |
Beitrag:  (p82603)
Verfasst am: 07. Jan 2010, 15:48 |
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Hallo zusammen,
ich kann nur bestätigen, dass man lernt mit der diagnose zu leben. natürlich gibt es immer wieder phasen wo es einem nicht gut geht und man in einem "loch" steckt, aber es bringt ja nicht wirklich was wenn man den kopf hängen lässt. seit meiner diagnose vor 2,5 Jahren hat sich auch mein leben komplett verändert, es ist irgendwie "alles anders" geworden, vor allem ich selbst habe mich verändert und wie karl schreibt muss man einfach zuerst einmal selbst lernen zu akzeptieren, dass man manchmal wirklich probleme hat mit der konzentration, mit der belastbarkeit als solches und überhaupt mit dem ein oder anderen kleineren oder größeren wehwehchen womit man zu kämpfen hat. ablenkung durch die alltäglichen dinge des lebens ist zwar hilfreich jedoch manchmal auch belastend, weil man eben selbst spürt es ist nicht mehr sooo wie vorher. Was das umfeld angeht, (familie, freunde, bekannte) versuche auch ich verständnis oder sagen wir besser mal akzeptanz zu bekommen, wenn man eben mal nicht so "tickt" wie alle es erwarten. So eine diagnose ist ein "schock fürs leben" (zitat meines hausarztes) und den gilt es zu überwinden und damit zu leben. das geht nicht von einer minute auf die andere und braucht zeit, bei dem einen mehr bei dem anderen geht es schneller, aber es wird auf jeden fall besser und man lernt in der tat damit zu leben, sich zu arrangieren.
auch ich habe nachdem ich eine 4 wöchige reha letztes jahr (2 Jahre nach diagnosestellung) hatte den entschluss gefasst psychologische hilfe anzunehmen. ich hatte erst 4 termine kann also noch nicht viel sagen, außer dass ich das gefühl habe dass es mir gut tut. ich hatte in den jahren vorher durch eine art "workoholic-verhalten" vieles verdrängt und stand kurz vor dem totalen zusammenbruch. die reha hat mir geholfen und ich habe mittlerweile eine gewisse balance gefunden.
auch mit der angst lernt man zu leben und lernt sie zu akzeptieren.
Immer positiv denken und Kopf hoch - alles wird gut!
viele grüße sendet martina |
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eli Anmeldung: 22.07.09 Beiträge: 109 |
Beitrag:  (p82643)
Verfasst am: 08. Jan 2010, 20:06 |
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Hallo ihr alle,
ich bin sehr froh über diesen Thread. Ich kämpfe mit dem gleichen Problemen.
Eigentlich geht es mir nicht so schlecht, habe bis auf eine Woche im November immer arbeiten können, mache Sport etc., trotzdem fühle ich mich einfach auch nicht gut. Ich bin viel schneller erschöpft und habe jetzt auch große Konzentrationsprobleme. Das heißt, ich brauch oft für meine Arbeit doppelt so lang wie sonst und hab dadurch weniger Schlaf- und Erholungszeit als ich nötig hätte.
Ich seh zur Zeit auch keine Möglichkeit mein Arbeitspensum zu reduzieren. Mich hat nämlich der eine Krankenstand (10 Tage) schon so zurückgeworfen, dass ich immer noch nicht alles aufgearbeitet habe.
Ich bin erst vor einem Jahr beruflich umgestiegen und muss dazu berufsbegleitend ein Aufbaustudium auf die Reihe kriegen.
Und das auf die Reihe kriegen wird immer mühsamer.
Wenn ich lese, was ich schreibe, kommt es mir selber blöd vor. Natürlich muss ich auch krank sein können. Aber so richtig krank bin ich eben nicht, zumindest nicht sichtbar. Einfach nur weniger leistungsfähig und ich habe eben das Gefühl, dass ich mir das nicht leisten kann, auch weil das nicht verstanden wird.
Ich habe mir extra Weihnachten nichts vorgenommen und mich eine Woche lang nur umsorgen lassen und habe so gehofft, dass ich dann mit mehr Schwung ins neue Jahr gehen kann. Dass dem nicht so ist, deprimiert mich zunehmend, bin schon wieder sehr nah am Wasser gebaut, gestresst und ratlos.
Lieber Karl, ich wäre sehr interessiert mehr über deine Beratung zu erfahren. Hast du dir selbst jemanden gesucht, hat dir die Klinik jemanden empfohlen? Warst/ bist du öfter dort? Wie hilft es dir?...
Ich muss mir auch überlegen, was ich bzw. wie ich weiter mache.
Liebe Grüße
Eli |
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dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 1902 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p82648)
Verfasst am: 08. Jan 2010, 21:27 |
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Hallo Eli,
ich habe mir einen Termin bei einer Beratungsstelle der hessischen Krebsgesellschaft (Ableger der Deutschen Krebsgesellschaft) geben lassen (bei mir ist Frankfurt am nächsten), das ging ziemlich kurzfristig. Soweit ich weiß, gibt es Beratungsstellen in den meisten größeren Städten (GOOGLEN). Mein Ziel war zunächst einfach einmal mich auszuquatschen und konkret Informationen einzuholen, welche Möglichkeiten für mich ökonomisch bestehen (evtl. Ausstieg aus der Selbsständigkeit ect.). Außerdem will ich ergründen, wo ich stehe im Verhältnis zur Erkrankung und zu meiner Gegenwart und Zukunft. Um medizinisch fachliche Dinge ging es eher nicht. Ich war erst 3 mal da und habe mich bis jetzt ganz gut aufgehoben gefühlt. Die Beratungen sind kostenlos und müssen auch nicht irgendwie beantragt oder verordnet werden. Ziel ist für mich, neben einer Standortbestimmung, auch zu sehen, ob eine weitergehende psychoonkologische Beratung/Therapie für mich sinnvoll erscheint, und ob ich diese in Anspruch nehmen will. Das möchte in einigen weiteren Sitzungen herausfinden.
Weiterführende psychoonkologische Unterstüzung wäre dann bei einem Therapeuten entsprechender Richtung, die wir auch noch herauszufinden hätten. Ich tendiere im Moment eher zur Verhaltenstherapie. Einen entsprechenden und in der Materie erfahrenen Therapeuten in meiner Nähe zu finden, wäre dann auch Ziel der Beratung. Diese Behandlung müsste dann ärztlicherseits verordnet werden, was aber kein Problem darstellt. Im Moment verstehe ich die Beratung eher als eine Art Coaching denn als Therapie. Auf jeden Fall finde ich sie nützlich.
LG
Karl _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
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Alexa Anmeldung: 12.09.05 Beiträge: 646 |
Beitrag:  (p82655)
Verfasst am: 08. Jan 2010, 23:25 |
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Hallo Eli,
es gibt Menschen, die im Winter etwas mehr Hormone brauchen, ich gehöre zB dazu. Sind Deine Werte ok? Vielleicht lässt sich da etwas optimieren.
Alles Gute wünscht
Alexa |
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