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Erfahrung mit Clindamycin

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Lisa_60Offline
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BeitragErfahrung mit Clindamycin

 (p83954)
Verfasst am: 01. Feb 2010, 17:46
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Hallo an alle,

nun schreibe ich schon wieder. So langsam liegen meine Nerven blank.

Zuerst die Präparatumstellung vor 10 Wochen, die mir immer noch zu schaffen macht, aber ich sehe doch schon Licht am Horizont und jetzt noch ein beginnendes Abszess in der Ohrmuschel.
Das Problem ist auch, dass ich das vorherige Antibiotikum nicht vertragen habe und ab heute Abend Clindamycin nehmen muß. Häufige Nebenwirkungen sind Durchfall, Übelkeit und Erbrechen. Da steigt schon wieder die Angst in mir hoch, daß die Hormone dann wieder nicht richtig resorbiert werden. Der Durchfall kann so schlimm werden, dass sich eine pseudomembranöse Colitis entwickelt und dann hat man wirklich, was die Schilddrüsen Hormone angeht, verloren. Eine Colitis hatte ich schon mal nach einem anderen Antibibiotikum.Clindamycin gilt als Ausnahmeantibiotikum, daß schwere Nebenwirkungen hervorrufen kann. ( habe ich heute gelesen)
Und gelegentlich kann es auch noch zu neuromuskulären Nebenwirkungen
kommen. Ich frage mich, was das konkret heißt?
Mir ist einfach nur noch zum heulen. Ich war schon so gut auf dem aufsteigenden Ast nach dem Präparatwechsel, nach fast vier Jahren. Aber irgendwie verläßt mich doch langsam die Kraft, was da alles auf mich zu kommt.
Kann mir vielleicht jemand etwas Mut machen oder hat vielleicht Erfahrungen mit Clindamycin?

LG, Lisa
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dkrOffline
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 (p83955)
Verfasst am: 01. Feb 2010, 18:21
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Hallo Lisa,

ich hab schon allerlei verschiedene Anitbiotika geschluckt und bis auf eins (Reaktion mit Fieber, weiß nicht mehr genau welches) alle so lala vertragen. Etwas mehr oder weniger Durchfall hatte ich immer. Clindamycin war auch schon dabei, das war einigermaßen erträglich. Ich hab schon damals (noch vor meiner OP) Thyroxin genommen. Ich hab das wie üblich morgens genommen mit nicht allzu viel Flüssigkeit, um keinen Toilettengang zu provozieren, und mit dem Frühstück etwas länger also sonst gewartet, damit das Thyroxin eine größere Chance hatte.
Clindamycin kann man glaub ich unabhängig von den Mahlzeiten nehmen, also würde ich auf meinen Bauch hören und es dann, ggf. auch zum Essen, nehmen, wenn Du ein gutes Gefühl im Bauch hast und ggf. für ein paar Stunden Abstand zum Thyroxin sorgen, dann sollte es eigentlich klappen. Wenn sich Anzeichen einer pesudomembranösen Colitis zeigen, sollte man ja die Einnahme sowieso abbrechen und schleunigst zum Arzt gehen, diese mögliche Nebenwirkung wird übrigens mittlerweise bei sehr vielen (den meisten?) Antibiotika genannt, da ist Clidamycin keine Ausnahme.

Viele Grüße
Karl
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Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
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Lisa_60Offline
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 (p83965)
Verfasst am: 01. Feb 2010, 19:36
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Hallo Karl,

vielen Dank für Deine schnelle Antwort.

Ich werde es jetzt so handhaben, wie Du es mir vorgeschlagen hast. Das hört sich nach einer guten Lösung an und dann muß ich einfach abwarten.

Ich habe mir heute probiotischen Joghurt besorgt, in der Hoffnung, meine Darmflora vor Schäden zu bewahren. Aber ob der Lactobacillus wohl noch seine Wirkung entfalten kann, wenn er erst im Darm angekommen ist?
Das wird ja von einigen bezweifelt. Na ja, ein Versuch ist es wert.

Ja, mittlerweile habe ich in den letzten vier Jahren so viel erlebt, ein anaphylaktischer Schock war auch dabei, so dass die Angst einfach immer mitgeht, wenn es um Medikamente geht. Das hatte ich auch nicht für möglich gehalten, dass es gerade mich erwischt und dann noch durch eine Salbe. Wenn mein Mann nicht zu Hause gewesen wäre, wäre ich wohl nicht mehr da.
Heute weiß ich, daß ich Methylnikotinat nicht vertrage und ich weiß auch, dass das Risiko einer allergischen Reaktion, nach so einer Sache, viel größer ist als vorher.

Und wenn etwas auf dem Beipackzettel steht, was ich überhaupt nicht einordnen kann, wie z.b. diese neuromuskulären Symptome, dann macht mir das auch Angst. Ob sich da wohl der Tonus in der Muskulatur verändert, durch die veränderte Reizübertragung der Nervenzellen untereinander? Und was ist dann die Konsequenz, schlimmstenfalls?
Muskelrelaxantien haben ja eine entspannende Wirkung auf das
neuromuskuläre System und werden manchmal auch nur sehr mäßig vertragen. Ich weiß nicht, ob man das miteinander vergleichen kann, aber ich habe einfach schon so viel erlebt, deswegen mache ich mir wahrscheinlich so viele Gedanken.

LG, Lisa
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Alba
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Pap. SD-Ca., foll. V...
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 (p83979)
Verfasst am: 02. Feb 2010, 06:47
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Liebe Lisa,

ich weiß nicht, inwieweit das auf Dich auch zutrifft, mir hats geholfen.

Ich habe prinzipiell immer den Beipackzettel von Medikamenten studiert. Das mache ich auch heute noch, obwohl ich - toi toi toi - nicht besonders zu Nebenwirkungen neige und das auch weiß. Aber ich fand es eben beunruhigend zu lesen, daß das mir verschriebene Medikament auch gegen Beulenpest helfe und die Nebenwirkungen x, y, z haben könne.

Daraufhin hat mir eine Bekannte aus dem Gesundheitsamt mal einen satirisch gemeinten Beipackzettel mitgebracht, der ganz im Stile der oben genannten aufgebaut war, aber sich bezog auf - Schokolade.

Eignetlich hätte ich nach Lektüre den Konsum einstellen müssen Wink , was mir figurtechnisch nicht schlecht täte.
So mußte ich nur dermaßen drüber lachen und auch über mich selber - seitdem kann ich all die Infos aus den Beipackzetteln jedenfalls recht entspannt sehen.
Schade ist nun nur, daß ich den Schokolade-Beipackzettel nicht mehr finde.

Grüße von Alba
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Birgitt
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 (p83984)
Verfasst am: 02. Feb 2010, 08:07
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Liebe Alba,
Alba hat folgendes geschrieben:
Schade ist nun nur, daß ich den Schokolade-Beipackzettel nicht mehr finde.

den kenne ich, darf ich kurz aushelfen. Dieser Beipackzettel ist mittlerweile mehrfach im Internet zu finden. Schau mal hier: http://deutschland.hiv-facts.net/pl.....ttel-schokolade/index.phpLink verläßt das Forum, neues Fenster wird geöffnet

LG
Birgitt
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Lisa_60Offline
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 (p83988)
Verfasst am: 02. Feb 2010, 10:39
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Hallo Alba,

vielen Dank für Deine schon früh morgendliche Antwort.

Ich mußte richtig lachen, als ich Deinen Text las. Da habe ich gemerkt, wie sehr ich doch in den letzten Jahren zum Angsthasen geworden bin und mit Angst im Hinterkopf, ließt man den Beipackzettel wahrscheinlich ganz anders, als wenn man entspannt daran geht. Es kommt einem dann doch etwas die Realität abhanden.

Und ich muß gestehen, der Schokoladenbeipackzettel von Birgitt ist "geringfügig" schlimmer, als der von Clindamycin.

Viele Grüße

Lisa






Laughing Wink Wink
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Lisa_60Offline
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 (p83989)
Verfasst am: 02. Feb 2010, 10:47
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Hallo,

zum ersten Mal wollte ich Smileys setzen und das ist ja total schief gegangen.
Ich habe gedacht, daß ich sie wieder alle gelöscht hätte, aber dann sind auf einmal drei aufgetaucht???????

Lisa
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Birgitt
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 (p83999)
Verfasst am: 02. Feb 2010, 11:53
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Hallo Lisa,

die Smileys sind doch richtig nett und passen zum Thema, lass sie ruhig stehen. Daumen hoch

LG
Birgitt
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meerblauOffline
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 (p84003)
Verfasst am: 02. Feb 2010, 13:01
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Hi,

wenn man sich zu viele Sorgen um die Nebenwirkungen macht und diese gar nicht wissen möchte, dann kann man den Zettel ja auch dem Lebensgefährten oder einem Freund geben, der ihn dann durchliest. Ich mache das manchmal so. Wenn ich dann ein Symptom habe, kann ich ja nachfragen, ob es an den Tabletten liegen könnte und muss mich nicht auch noch mit den anderen möglichen Nebenwirkungen beschäftigen Wink.

Wichtig finde ich allerdings die Rubrik "Wechselwirkungen", die ich mir nie entgehen lassen. Denn mit den SD-Hormonen müssen sich ja alle weiteren möglichen Tabletten vertragen.

Viele Grüße
Esther
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Lisa_60Offline
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 (p84698)
Verfasst am: 17. Feb 2010, 17:40
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Hallo an alle,

jetzt ist es passiert! 2,5 Wochen nach Absetzen von Clindamycin habe ich so starken Durchfall, schleimig, dass ich von der Toilette nicht mehr runter komme. Ich fühle mich total elendig. Im Beipackzettel steht, wenn nach ca. 2-3 Wochen nach Absetzten starker, lang anhaltender Durchfall auftritt, muss man an eine pseudomembranöse Colitis denken.
Meine Sorge ist auch, dass ja dann das Euthyrox nicht mehr richtig resorbiert wird. Ich denke mit Schrecken daran.
Und wenn eine Coloskopie gemacht wird und ich bin erst mittags fertig, sollte ich dann das Euthyrox noch nehmen?
Behindern Kohle Tabletten die Resorption? Im Beipackzettel habe ich nichts gefunden.
Mir ist es ja schon richtig peinlich, dass ich Euch schon wieder anschreibe.
Ich hoffe, es kommt die Zeit, dass ich von Eurer Hilfsbereitschaft mal etwas zurück geben kann.

LG und schon mal Danke
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Sandra67Offline
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 (p84702)
Verfasst am: 17. Feb 2010, 18:44
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Hallo Lisa,
mit der Colitis und dem Durchfall nach Antibiotika kenne ich auch von meiner Borreliosetherapie. Ich habe dann für 10 Tage Clont ( Wirkstoff ist Metronidazol) genommen. Sprich Deinen Arzt doch mal drauf an.
LG
Sandra
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dkrOffline
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 (p84706)
Verfasst am: 17. Feb 2010, 19:01
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Hallo Lisa,
Du hast aber auch ein Glück Rolling Eyes !
Am Tag der Koloskopie kannst Du das Thyroxin schon nachnehmen. An Tagen der Blutabnahme für die Hromonbestimmung darf man es ja auch später nachnehmen. Die Aufnahme ist dann zwar schlechter aber besser als nichts.
Zum Durchfall: Das Thyroxin wird ja in der Hauptsache schon ziemlich weit vorn, d.h. gleich hinter dem Magen aufgenommen. Auch bei Durchfall dauert es schon eine Weile, bis der Mageninhalt am Colon angekommen ist, und die Chance, dass da ein guter Teil des Thyroxins schon resobiert ist, ist nicht schlecht. Kurzeitig macht eine etwas geringere Aufnahme auch nicht soo viel aus.
Aber vielleicht sollte man schonmal nach den SD-Werten sehen, ob sich diese bewegen.
Wenn der Durchfall nicht gerade mehrere Wochen anhält, wird es vermutlich wenig Sinn machen, da mit der Dosis gegen zu steuern, da sich die alten Werte einige Wochen nach Genesung wieder einpendeln sollten, es sei denn, es hat sich durch die Erkrankung eine dauerhafte Resorbtionsstörung ergeben. Daher wird es wohl gut sein, auch später danach noch öfter mal nach den SD-Werten zu schauen, ob sich da langfristig was tut, denn in die Unterfunktion zu rutschen, muss ja nicht unbedingt sein.
Wenn es wirklich eine pseudomembranöse Collitis ist, wirst Du je nach Schwere vermutlich auch noch ein Spezial-Antibiotikum bekommen. Da müsste man dann auch erst mal abwarten, wie sich das auswirkt. Auf jeden Fall solltest Du natürlich auch den Arzt auf Deine SD-Medikation ansprechen, damit der sich ggf. auch schlau macht.

LG
KArl
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Lisa_60Offline
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 (p84710)
Verfasst am: 17. Feb 2010, 20:21
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Hallo Sandra und Karl,

es beruhigt mich schon mal, dass die grösste Menge des Thyroxins im Zwölffingerdarm aufgenommen wird.
Vor einer Woche ist mein Euthyrox auf 94ug reduziert worden. Mein TSH lag bei 0,24 und der FT4 war etwas über der Norm, FT3 mittig. Ich habe ja vor 3 Monaten das Präparat gewechselt und bin noch in der Einstellungsphase.
Z.Zt. habe ich 150/ 80 Blutdruck und 105 Puls. Das verstehe ich überhaupt nicht, wo sonst mein Blutdruck immer niedrig ist und meine Temp. liegt bei 38 Grad.

@ Sandra,
vielen Dank für die Idee mit dem Clont. Werde morgen mal mit dem Hausarzt sprechen.

Drückt mir mal die Daumen, dass ich nicht zur Coloskopie muss. Der Gastroenterologe ist nämlich so gründlich, dass er auch gleich eine Gastroskopie mit macht. javascript:emoticon('Crying or Very sad')
Crying or Very sad

Lisa
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