Zurück
Foren-Übersicht andere Foren andere Krankheiten Erfahrungen mit Diamox?
Thema: [url=t14776] 

Erfahrungen mit Diamox?

[/url].
im Forum: 
Seite 1 von 1
Neues Thema schreiben im Forum: 
 

Antwort erstellen auf Thema:  Erfahrungen mit Diamox? Funktion steht nur Mitgliedern zur Verfügung Bei Antworten zu diesem Thema benachrichtigen Funktion steht nur Mitgliedern zur Verfügung
Autor Beitrag
InSeNSUOffline
Avatar

Anmeldung: 30.10.04
Beiträge: 3078
Basedow, Hypoparathy...
Schiffdorf
weiblich50+
Beitrag:

BeitragErfahrungen mit Diamox?

 (p85278)
Verfasst am: 01. März 2010, 22:32
Antworten mit Zitat

Hallo zusammen,

da ich gegen metabolische Alkalose (Problem siehe weiter unten hier im Forum) Diamox verordnet bekommen habe, bin ich auf der Suche nach Patienten, die mit diesem Medikament Erfahrungen haben. Es wird z.B. auch gegen Glaukom und Höhenkrankheit verordnet.

Für alle Hinweise dankbar ist
Frauke
Zurück   Nach oben
Profil anzeigen  Drucke nur diesen Beitrag von InSeNSU Erfahrungen mit Diamox?
dkrOnline
Avatar

Anmeldung: 19.07.09
Beiträge: 1902
Multifok. pap. SD-CA...
Ober-Ramstadt
männlich50+
Beitrag:

Beitrag

 (p85280)
Verfasst am: 02. März 2010, 01:35
Antworten mit Zitat

Hallo Frauke,
ja ich kenne Acetazolamid (Diamox, AZA) aber leider nicht in seiner Anwendung als als Medikament. Sad
Ich hab mal eine Weile über CO2-Transport an Biomembranen gearbeitet, da waren Carboanhydrase-Hemmer wie AZA nützliche Werkzeuge, bei der Bestimmung von Membranpermeabilitäten für CO2.
AZA hemmt die Carboanhydrase (CA), die die Einstellung des Gleichgewichts zwischen gelöstem CO2 und Hydrogencarbonat katalysiert. Die Hemmung der renalen CA erhöht die Bicarbonatausscheidung über die Niere und bewirkt so die Alkalisierung des Harns und damit eine Ansäuerung des Blutes. Aber vermutlich weißt Du das schon. Kam die Verordnung von einem Nephrologen?
Carboanhydrasen gibt es eigentlich überall im Körper, insbesondere auch in den Belegzellen des Magens, wo sie zusammen mit den Protonenpumpen an der Säureproduktion beteiligt sind. Ob AZA auch diese CA hemmt, weiß ich allerdings nicht. Falls ja, hätte das Einfluss auf die Magensäureproduktion.
Mit Erfahrungen bei der Anwendung als Medikament kann ich nicht dienen. Ich fand es nur witzig ausgerechnet hier in diesem Forum einem CA-Hemmstoff wieder zu begegnen.

LG
Karl
_________________
Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg


Mitglied werden! Link innerhalb des ForumsFördermitglied oder Link innerhalb des Forumsaktives Mitglied
Zurück   Nach oben
Profil anzeigen Private Nachricht senden  Drucke nur diesen Beitrag von dkr
InSeNSUOffline
Avatar

Anmeldung: 30.10.04
Beiträge: 3078
Basedow, Hypoparathy...
Schiffdorf
weiblich50+
Beitrag:

Beitrag

 (p85307)
Verfasst am: 02. März 2010, 13:18
Antworten mit Zitat

Hallo Karl,

das Zeug kann an allen möglichen Organen wirken. Das ist ja, was mich beunruhigt. Vor allem frage ich mich, ob es sich auf den Calciumspiegel auswirken kann, allein schon durch die Diurese. Mir liegt ein Abstract über Anwendung von AZA zur Calciumsenkung bei Hypercalciämie (bei einem Kind mit Organverkalkungen) vor und ein Artikel, wo beschrieben wird, dass AZA den Anstieg des Plasma-Calciums nach PTH-Injektion hemmt, also offenbar die PTH-Wirkung aushebelt. In diesem Artikel geht es allerdings um Hühner, nicht um Menschen, Laughing was mich aber auch nicht beruhigt.

Irgendwie komme ich mir wie mein eigenes Versuchskaninchen vor, denn die Grundidee hat der behandelnde Nephrologe (ein alter Prof. aus Gö) ja von mir: Wenn PTH-Mangel die Bicarbonat-Ausscheidung verschlechtert, muss man die Bicarboant-Ausscheidung fördern. - Fragt sich nur, wie Diamox bei Hypopara funktioniert. Und ob nicht irgendwelche Gewebe doch wieder mit Ausfällung von Calcium wegen erhöhter Säure reagieren.

Aber da fällt mir ein: Kannst du mir ausrechnen, wie viel mmol/mg Citrat meine Calciumtabletten enthalten? Es stecken pro Stück 280 mg Calciumcitrat-Tetrahydrat drin. Vielleicht könnte ich ja durch Umstellung auf Calciumglukonat das Alkalose-Problem entschärfen, denn Citrat wirkt ja auch alkalisierend. Aber diese chemischen Berechnungen überfordern mich immer etwas. Da frage ich lieber einen Profi. Wink

Viele Grüße
Frauke
Zurück   Nach oben
Profil anzeigen  Drucke nur diesen Beitrag von InSeNSU
dkrOnline
Avatar

Anmeldung: 19.07.09
Beiträge: 1902
Multifok. pap. SD-CA...
Ober-Ramstadt
männlich50+
Beitrag:

Beitrag

 (p85308)
Verfasst am: 02. März 2010, 13:45
Antworten mit Zitat

Hallo Frauke,

Calciumcitrat als Tetrahydrat hat eine Molmasse von 570,51 g

d.h. 570,51mg entsprechen 1mmol

also hat eine Tablette mit 280mg dementsprechend 0,491 mmol

1mg Ca-Citratx4H2O hat dann also 0,00175 mmol oder 1,75µmol

Wir reden bei den Molangaben wohlgemerkt vom Citrat. Beim Calcium muss man alles mal 3 nehmen, da das Zeug korrekterweise eigentlich Tricalciumcitrat-tetrahydrat heißt.

Oh, oh, das ist alles schon solange her, ich muss auch erst mal wieder graben Wink

Ach ja, das mit dem Einfluss auf das Plasma-Calcium kann ich mir vorstellen, die Erythrozyten sind randvoll mit Carboanhydrase und stehen über die CO2-Diffusion und den Clorid-Hydrogencarbonat-Shift mit dem Plasma im Gleichgewicht.

Viele Grüße Karl
_________________
Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg


Mitglied werden! Link innerhalb des ForumsFördermitglied oder Link innerhalb des Forumsaktives Mitglied
Zurück   Nach oben
Profil anzeigen Private Nachricht senden  Drucke nur diesen Beitrag von dkr
InSeNSUOffline
Avatar

Anmeldung: 30.10.04
Beiträge: 3078
Basedow, Hypoparathy...
Schiffdorf
weiblich50+
Beitrag:

Beitrag

 (p85310)
Verfasst am: 02. März 2010, 14:13
Antworten mit Zitat

Hallo Karl,

Danke schon mal! Das ging ja schnell Very Happy und ist ein Anfang. Ich weiß, dass die Tabletten insgesamt 77,64 mg Calcium enthalten, aber das kommt nicht nur aus dem Citrat. Die Tabletten enthalten nämlich auch noch 80 mg Calciumhydrogenphosphat-Dihydrat, weswegen ich sie übrigens hier selten erwähne. Das Phosphat kann man sich ja nur erlauben, wenn der Serumphosphatwert nicht auch erhöht ist, wie bei vielen Hypoparas. Bei mir geht´s zum Glück.

Aber damit nun wird eine noch kompliziertere Rechenaufgabe draus Sad , weshalb ich mich bislang auch nicht traute, meinen netten Apotheker damit zu nerven, wenn da der Laden voller Kunden ist.

Falls Du also Zeit und Lust für derartigen Denksport hättest, wäre ich sehr erfreut.

Viele Grüße
Frauke
Zurück   Nach oben
Profil anzeigen  Drucke nur diesen Beitrag von InSeNSU
dkrOnline
Avatar

Anmeldung: 19.07.09
Beiträge: 1902
Multifok. pap. SD-CA...
Ober-Ramstadt
männlich50+
Beitrag:

Beitrag

 (p85314)
Verfasst am: 02. März 2010, 14:35
Antworten mit Zitat

Hallo Frauke,

jetzt habe ich mir meine eigene Antwort mit dem Zurück-Button abgeschossen. Ich hab das Gefühl, die subklinische ÜF spielt mir gelegentlich kognitive Streiche. Da hilft nur Training, also ist Denksport genau das Richtige, da mein Brot-Job diesbezüglich im Moment nicht so viel hergibt (Brot dürfte auch ruhig mehr sein).

Was hättest Du den konkret gern ausgerechnet? Im Moment verstehe ich das so, dass Du wissen willst, wieviel von den 77,64 mg Ca aus dem Ca-Citrat stammen?
_________________
Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg


Mitglied werden! Link innerhalb des ForumsFördermitglied oder Link innerhalb des Forumsaktives Mitglied
Zurück   Nach oben
Profil anzeigen Private Nachricht senden  Drucke nur diesen Beitrag von dkr
InSeNSUOffline
Avatar

Anmeldung: 30.10.04
Beiträge: 3078
Basedow, Hypoparathy...
Schiffdorf
weiblich50+
Beitrag:

Beitrag

 (p85316)
Verfasst am: 02. März 2010, 14:47
Antworten mit Zitat

Hallo Karl,

mir geht es vor allem um die Größenordnung, in der Citrat enthalten ist. Zu viel Citrat macht bekanntermaßen Alkalose. Im Medikament Uralyt-U macht man sich mit Kalium-Natrium-Hydrogencitrat den alkalisierenden Effekt zunutze, der gegen Harnsäure-Steine erwünscht ist. Hier hätte ich also einen Vergleich, in welchen Mengen Citrat deutlich alkalisiert. (Ein Messlöffel Natrium-Kalium-Hydrogencitrat (6:6:3:5) enthält 2,4 g und man soll für den Effekt 2-3 Messlöffel täglich nehmen.)

Das macht die Sache natürlich noch komplizierter. Ich kapituliere jetzt aber erst mal vor meinem Mittagstief. sleep

Viele Grüße
Frauke
Zurück   Nach oben
Profil anzeigen  Drucke nur diesen Beitrag von InSeNSU
lottilein unplugged
Beitrag:

Beitrag

 (p85317)
Verfasst am: 02. März 2010, 14:59
Antworten mit Zitat

Darf ich mich mit einer Frage anschließen.
Bei meinem letzten Nephrologen Besuch war ich am Rand eine Alkalose, also nicht drin, aber knapp.
Nun nehme ich täglich 400mg Magnesium-Citrat wegen des bei Hypopara vorkommenden Magnesium Bedarfs. Jetzt frage ich mich grade, ob ich mir damit überhaupt etwas Gutes tu.

Ich nehme ansonsten noch 500mg Calcium, die von Sandoz, franz. Re-Import. Mein Ca letzte Woche war 2,05, das Phosphor in der Norm. Leider habe ich nach 15 Jahren Hypopara mit 2x massiver Hypercalcämie eine Nephro-Calcinose, das Citrat wäre also eigentlich ganz hilfreich.

Da ich leider von dem, was Ihr schreibt, nicht viel vestehe (meine Talente liegen eher bei der Mathematik), weiß ich nicht einzuordnen, wieviel Citrat denn zu viel wären.

Danke.
Zurück   Nach oben
Drucke nur diesen Beitrag von Gast
dkrOnline
Avatar

Anmeldung: 19.07.09
Beiträge: 1902
Multifok. pap. SD-CA...
Ober-Ramstadt
männlich50+
Beitrag:

Beitrag

 (p85319)
Verfasst am: 02. März 2010, 15:26
Antworten mit Zitat

Hallo Frauke,
ich mach mir mal Gedanken,
das ist allerdings eine kleine Denksportaufgabe. Ich verstehe die Angaben 6:6:3:5 so, dass in dieser Reihenfolge die Söchiometrie von Natrium zu Kalium zu Protonen zu Citratrest gemeint ist, was auch hinkommen könnte da das einzelne Citrat-Anion als Tricarbonsäure 3-wertig negativ ist und bei 5 mal Citrat dann 15 einwertige Kationen gebraucht werden, eben 6Na+ 6K+ und 3H+. Wenn das so zu verstehen ist, kann ich den Rest schon irgendwie ausrechnen. Eine Molmasse für genau diese Substanz hab ich bisher noch nicht gefunden, muss man wohl zusammenrechnen (im Römpp würde es sicher stehen, aber der kostet 995,-EUR auf USB Stick:evil: ).

Das wird aber bis heut Abend warten müssen, da ich das nicht nebenher rechnen kann.

Bis dann
Karl
_________________
Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg


Mitglied werden! Link innerhalb des ForumsFördermitglied oder Link innerhalb des Forumsaktives Mitglied
Zurück   Nach oben
Profil anzeigen Private Nachricht senden  Drucke nur diesen Beitrag von dkr
dkrOnline
Avatar

Anmeldung: 19.07.09
Beiträge: 1902
Multifok. pap. SD-CA...
Ober-Ramstadt
männlich50+
Beitrag:

Beitrag

 (p85355)
Verfasst am: 03. März 2010, 00:21
Antworten mit Zitat

Hallo da bin ich wieder,

ich hab grad gemerkt, dass die Angaben doch nicht reichen, um das auszurechnen. Man kann die Masse/Mol Citrat nicht bestimmen, wenn man nicht weiß, ob und wieviel die Substanz Kristallwasser enthält. Man könnte natürlich einfach mal von 4 H2O pro Citrat (Tetrahydrat) ausgehen, aber das wäre ins Blaue spekuliert. Die Masse pro 5 Mol Citrat der wasserfreien Substanz hätte ich schon, mal vorausgesetzt die Annahme mit dem (6:6:3:5) stimmt. Dass die Substanz als Granulat wasserfrei ist, kann ich aber nicht glauben. Daher komme ich im Moment nicht weiter. Im Beipackzettel steht natürlich diesbezüglich auch nichts drin.

Viele Grüße
Karl
_________________
Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg


Mitglied werden! Link innerhalb des ForumsFördermitglied oder Link innerhalb des Forumsaktives Mitglied
Zurück   Nach oben
Profil anzeigen Private Nachricht senden  Drucke nur diesen Beitrag von dkr
InSeNSUOffline
Avatar

Anmeldung: 30.10.04
Beiträge: 3078
Basedow, Hypoparathy...
Schiffdorf
weiblich50+
Beitrag:

Beitrag

 (p85360)
Verfasst am: 03. März 2010, 10:18
Antworten mit Zitat

Hallo Karl,

jetzt kriege ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich die Uhrzeit über deinem Beitrag lese Embarassed . Das artet ja wirklich in Arbeit aus. Ich werde heute versuchen, die Hersteller der beiden Präparate zu erreichen. Mal sehen, was ich herausbekomme.

Viele Grüße
Frauke
Zurück   Nach oben
Profil anzeigen  Drucke nur diesen Beitrag von InSeNSU

Seite 1 von 1
Drucke Thema: Erfahrungen mit Diamox?
Thema: 

Erfahrungen mit Diamox?

im Forum: 

Antwort erstellen auf Thema:  Erfahrungen mit Diamox? Funktion steht nur Mitgliedern zur Verfügung Bei Antworten zu diesem Thema benachrichtigen Funktion steht nur Mitgliedern zur Verfügung
Neues Thema schreiben im Forum: 
 
Du kannst nicht einen Termin in diesem Forum posten.
Zurück   Nach oben  
Foren-Übersicht andere Foren andere Krankheiten Erfahrungen mit Diamox?

PfeilFörderer: Krebshilfe-Logo GKV-Logo und PfeilSponsoren:   

Der gemeinnützige Verein Ohne Schilddrüse leben e.V. finanziert sich über Spenden, Sponsoring, öffentliche Zuwendungen und Mitgliedsbeiträge (Fördermitglied werden ab 5 Euro im Jahr).
Home | Datenschutz | Seiten-Übersicht | Kontakt | Verein | Impressum

Navigation neu laden         Alle Cookies, die durch das Forum gesetzt wurden, löschen


        Designed and powered by  all-si.de         based  on          Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group