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Panik: vor der Narkose, vor Komplikationen...

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Tyra28Offline
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BeitragPanik: vor der Narkose, vor Komplikationen...

 (p85717)
Verfasst am: 10. März 2010, 11:27
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[alter Titel: Bin momentan gerade ziemlich panisch!]

Ich bin jetzt 29 und leide seit meinem 16 Lebensjahr an Angst und Panikattacken. Am meisten habe ich Angst vor Krankenheiten, besonders Krebs und schiebe nun seit einige Zeit meine Schilddrüsenop vor mich her. Grund: wahnsinnige Panik vor der Narkose, vor Komplikationen. Ich habe einen Struma Multinodosa und die Knoten wachsen, also müssen sie raus. Die Ärtzin meinte auch, das diese Knoten der Grund für meine Angst und Panikstörung sein kann, auch dann, wenn der THS wert noch im Normberech liegt. Auch nehme ich immer schnell ab und habe gerade mal 48 Kilo bei einer Größe von 168 cm. Ich hab 4 Kinder und als ich hörte, Operation, waren meine Gedanken perfekt. Von Testament über was wird aus ihnen....die Kleine (2 Jahre) wird mich vergessen, wird sich nichtmal mehr an mich erinnern können....das macht mich echt fertig. Am sinnvollsten wäre es wohl wenn die mich sofort operieren, denn bis zum Tag der Op kann man mich wohl eh vergessen. Die Erfahrungsberichte hier sind zwar alle positiv (was die Op angeht), aber trotzdem kann bei mir was schiefgehen, trotzdem kann ich eine der wenigen sein, die von der Narkose nicht mehr aufwacht....

....jemand hier dem es vor der Op auch so gegangen ist? Oder bin ich überhysterisch? Bei dem Gedanken an die Narkose, ich krieg nichts mehr mit....und das die mir meinen Hals aufschneiden bekomm ich Zustände.
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BieneOEOffline
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 (p85718)
Verfasst am: 10. März 2010, 12:01
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Hallo Tyra28,

ich denke, vor einer Narkose und OP haben wohl die meisten Angst. Ich z.B. bin stark übergewichtig. Was glaubst du, was ich für Panik vor der OP hatte. Ich habe auch gedacht, ich wache nicht mehr auf und dann musste ich innerhalb von 4 Tagen noch ein zweites mal unters Messer.

Aber jetzt im nachhinein weiß ich, dass es kaum noch passiert, dass man aus der Narkose nicht mehr wach wird. Die können die Narkose so genau regeln und steuern. Natürlich gibt es bei jeder Narkose ein Risiko, aber das ist heutzutage nur noch gering.

Hab keine Angst. Wenn die Knoten drin bleiben, ist es auch nicht gut. Du schaffst das und am Ende wirst du drüber lachen, dass du dich vorher so verrückt gemacht hast.
Und geh nicht davon aus, dass es böse ist. Nur in 5 % aller Fälle sind die Knoten schon bösartig. Die Chance, dass bei dir alles gut ist liegt also bei 95 %. Besser kanns doch gar nicht sein.

LG Petra
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Tyra28Offline
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 (p85719)
Verfasst am: 10. März 2010, 12:11
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danke für deine antwort! das einer der knoten bösartig sein kann, daran denke ich wohl erst nach der op. das wird dann der nächste panikschub sein. am meisten macht mich das warten fertig....ich muss gleich mal einen termin beim chirugen ausmachen und hoffen das alles zackig über die bühne geht!
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dkrOffline
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Multifok. pap. SD-CA...
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 (p85721)
Verfasst am: 10. März 2010, 12:22
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Hallo Tyra,

bis zu einem gewissen, bei jedem unterschiedlichen, Ausmaß ist es wohl ziemlich normal, wenn einem solche Gedanken vor der OP durch den Kopf gehen.
Der Anästesist, der mich vor den OPs aufklärte, fragte mich, ob ich denn keine Angst vor der Narkose hätte. Ich habe damals ehrlich geantwortet: Nein! Das fand der sehr komisch, weil er meinte, die meisten hätten mehr Angst vor der Narkose als vor der OP, weil sie den Kontrollverlust nicht gut aushielten. Mir war das völlig egal. Denn mir war klar, ich bekomme von dem allen nichts mit, auch nicht wenn ich nicht mehr aufwachen sollte, und ändern kann ich es sowieso nicht. Natürlich habe ich mir Sorgen um meine Angehörigen gemacht, das ist wohl auch ganz normal. Nur eine vernünftige Überlegung zeigte mir auch, dass das eigentlich sinnlos ist, denn dann müsste ich mir jeden Tag von morgens bis abends darüber Sorgen machen, dass mir im Laufe des Tages etwas zustoßen könnte, weil die Wahrscheinlichkeit, dass mir so etwas passiert ja viel größer ist, als bei einer OP nicht wieder aufzuwachen. Natürlich ist es sicher sinnvoll, beim Einsteigen ins Auto manchal innezuhalten und sich zu sagen, ich will versuchen, vernüftig zu fahren um mich nicht unnötig zu gefährden. Aber mehr kannst Du eben auch nicht tun.
Ganz genauso ist es mit der OP: Du kannst versuchen, Dich vernünftig vorzubereiten. Dazu gehört, sich eine Klinik mit Erfahrung auszusuchen und bei Dir (wie auch bei mir) sicher auch, eine Klinik zu finden, in der Du Dich menschlich gut aufgehoben fühlst. Dazu gehört auch, z.B. bei den Aufklärungsgesprächen mit Chirurg und Anästhesist alle Bedenken offen anzusprechen und alle Fragen nach evtl. Gesundheitsproblemen, Alkohol, Nikotin etc. möglichst wahrheitsgemäß zu beantworten, damit man Dich bestmöglich vor allen Risiken schützen kann. Und dann musst Du Dich eben irgendwann vertrauensvoll in deren Hände begeben, und ich bin sicher, Du wirst wieder aufwachen und Dich wundern, wie einfach das alles war.
Was mir mehr Angst bereitet hat, war die Unsicherheit, wie es danach weitergehen könnte. Ich persönlich kann sowas besser ertragen, wenn ich über die möglichen Konsequenzen vorher Bescheid weiß. Ich glaube aber, es gibt auch Menschen, denen allzu detailiertes Wissen im Vorfeld eher schadet und zusätzliche Angst macht. Wenn Du dazu neigst, was ich mir eventuell vorstellen könnte, wäre es vielleicht besser, die Dinge auf sich zukommen zu lassen und sich dann über die weiteren Möglichkeiten zu informieren, wenn es notwendig ist. Zeit dazu ist immer genug, und es gibt immer einen Weg.

VIele Grüße und alles Gute
Karl
_________________
Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg


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mischlingOffline
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 (p85723)
Verfasst am: 10. März 2010, 13:09
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Hallo Tyra28,

das könnte ich geschrieben haben Smile .
Mir geht es genauso wie Dir. Die angst vor der Narkose macht mich ganz verrückt.
Morgen habe ich mein Vorstellungsgespräch im Krankenhaus. Mal sehen was der Arzt zu meiner dollen Angst sagt Embarassed

LG
Annette
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Tyra28Offline
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 (p85724)
Verfasst am: 10. März 2010, 13:12
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na super dann können wir uns ja gegenseitig mut machen! und nach der op über unsere ängste lachen....


ich bekomm heut nachmittag den termin beim chirurgen und dann mal schauen wie lange ich auf den op termin warten muss...ich hoffe nicht allzu lange....die warterei macht mich wahnsinnig. jetzt grad geht es, aber den ganzen vormittag musste ich heulen.
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mischlingOffline
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 (p85726)
Verfasst am: 10. März 2010, 14:07
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ach schade das wir nicht in der Nähe wohnen. Dann hätten wir gemeinsam ins Krankenhaus gehen können. Um uns Mut zu machen.

LG
Annette
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Rene_1964Offline
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Pap.SD-Ca. pT1m,pN1b...
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 (p85731)
Verfasst am: 10. März 2010, 16:26
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Hallo Tyra,

was ich als erstes machen würde, eine Geradlinigkeit und Ruhe in meine Gedanken und Überlegungen zu bringen. Du schreibst Du hast 4 Kinder, schreibst von schnell mal nen Termin machen der zackig über die Bühne gehen sollte. Das alles widerspricht sich!

Sory, aber wenn Du Dir hier einige Diagnosen und Schicksale anschaust, wirst Du "Hoffentlich" bald merken, das zackig hier nicht geht. Ich selbst habe innerhalb eines dreiviertel Jahres 3 Operationen und 2 Radio-Jod-Therapien hingelegt, habe eine nicht so sonderliche Prognose und das geht nicht mal einfach so.

Lege diese Oberflächlichkeit ab, verschaff Dir innerlich Ruhe und Du wirst sehen, es wird Dir einige Türen öffnen.
Für Dich alles Gute bei der OP und der bevorstehenden Diagnose und Therapie.

Liebe Grüße, René
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AnnettiOffline
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 (p85740)
Verfasst am: 10. März 2010, 19:18
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Hallo Tyra. Deine Ängste kann ich gut verstehen mir ging es genauso ich hatte schreckliche Angst vor der Narkose. Ich wurde noch nie operiert und dann letztes Jahr innerhalb eine Woche gleich zwei mal .Ich denke jeder macht sich Sorgen darüber man weis ja auch nicht was mit einem passiert. Ich finde das Vorgespräch sehr wichtig und rede mit dem Arzt offen über deine Ängste. Ich habe damals eine sehr gute Beruhigungstablette bekommen die hat mich innerlich beruhigt. Du schreibst das du Kinder hast das du dir Sorgen um sie machst versteh ich gut. Versuch alles vorher so gut wie es geht zu organiesieren da musst du dir über die Kids in der Zeit wo du im Krankenhaus nicht all zu große Sorgen machen. Ich wünsche dir alles Gute für deine OP Gruß Annetti
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MirimausOffline
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 (p85836)
Verfasst am: 11. März 2010, 08:20
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Hallo Tyra,

ganz unabhängig von Deiner Besorgnis um OP und Narkose, die ich natürlich auch sehr gut nachvollziehen kann, denn wer lässt sich schon gern so "nah am Leben", sprich am Hals operieren, halte ich es für besonders wichtig, dass Du rechtzeitig eine adäquate Kinderbetreuung organisiert. Egal ob der Befund gut- oder bösartig ist, ist in jedem Fall die innere Wunde einer SD-OP um einiges größer als der eher kleiner schmale von außen sichtbare Schnitt. Du kannst und darfst über mehrere Wochen nicht schwer heben und solltest Dich zunächst auch mit körperlicher Anstrengung zurückhalten. Was ich meine ist vor allem: ein zweijähriges Kind kannst und darfst Du anfänglich keinesfalls auf den Arm nehmen, was aber auch in diesem Alter doch immer wieder "erforderlich" ist, und sei es nur, weil aus irgendeinem Grund Tränchen fließen. Du hast die Möglichkeit, Dir eine Haushaltshilfe von der Krankenkasse (zumindest stundenweise) bezahlen zu lassen. Mach so etwas - es zahlt sich mit Sicherheit aus und hilft Dir im Umkehrschluss, schneller wieder fit zu sein für Deinen Alltag mit 4 Kindern.

Kopf hoch und alles Gute für die OP wünscht Dir mit freundlichen Grüßen

Mirimaus
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HaraldOffline
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 (p85844)
Verfasst am: 11. März 2010, 12:02
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Hallo,

hier noch ein Link Angst vor einer Operation (Link in der Linkliste), dies ist ein Merkblatt vom IQWiG.

Viele Grüße
Harald
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eva1969
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BeitragDu schaffst das

 (p85871)
Verfasst am: 11. März 2010, 18:30
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Hallo Tyra,
auch für mich waren die Wochen vor der OP immer mal wieder schlimm. Was mir geholfen hat: Ich habe mich mit vielen Leuten unterhalten, die die OP schon hinter sich hatten (es ist unglaublich, wie viele betroffen sind, hätte ich vorher nicht gedacht). Dann habe ich mir eine Klinik gesucht, die auf Schilddrüsen-OPs spezialisiert ist (in meinem Fall Martha Maria in München). Das Angenehme dort war unter anderem, dass wir drei Mädels in einem Zimmer alle gleichzeitig dieselbe Operation hatten und uns so wunderbar austauschen und stützen konnten. Die Aufklärungsgespräche mit den Ärzten waren auch sehr hilfreich, da hatte ich wirklich das beruhigende Gefühl, das ist alles Routine für die. Und letzten Endes hat bei mir auch das Benzodiazepin, das ich eine halbe Stunde vor der OP bekam, voll angeschlagen: Ich war dann wirklich völlig gleichgültig und ziemlich gut drauf. Auch die "Grünen Damen", die dort ehrenamtlich arbeiten und von denen auch viele schon dasselbe Problem hatten, waren für Gespräche da und waren immer sehr ermutigend.
So seltsam das klingen mag - im Nachhinein sehe ich es als wichtige Erfahrung, so eine Geschichte mal überlebt zu haben (gut, ich rede mich auch leicht, der Befund war gutartig und bis jetzt, 2 Wochen nach der OP, läuft auch die Substitution recht reibungslos).
Ich drücke dir die Daumen! Das wird schon.
Eva
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Heike79
Beitrag:

BeitragWie war es?

 (p91637)
Verfasst am: 05. Aug 2010, 09:46
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Hallo Tyra,
ich habe die Op am 16.09.2010 und habe nicht nur Angst vor der OP sondern auch wie mein Sohn17 Monate damit klar kommt. Ich frage ich ob ich Ihn bei der Tagesmutti und daheim beim Papa lassen soll, oder ob es besser ist mich besuchen zu dürfen. Ich hab angst das er wenn er mich im KH sieht, weint und nimmer mit Papa heim will. Viell in der Nacht Alpträume hat das die Mama ihn verlassen hat.....ich hab echt angst wie sich das ganze auf IHN auswirkt, und wie ich es am besten Händle...wie ist es denn deiner Tochter 2 Jahre ergangen als du operiert wurdest? Wie geht es dir heute mit deinen Panikattacken? LG
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Panik: vor der Narkose, vor Komplikationen...

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