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Tuvok
Anmeldung: 04.10.06 Beiträge: 814 Idiopathischer Hypopara Hamburg  40+ |
Beitrag: (p88699)
Verfasst am: 18. Mai 2010, 17:21 |
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Moin,
ich darf mich morgen einer kleinen OP unterziehen (es wird eine Krampfader gezogen, die leider dazu führt, dass Gewebe am Schienbein nicht richtig versorgt wird) und hatte heute diverse Voruntersuchungen (Sono, EKG usw.) und zwei Arzt-Gespräche, eines mit dem Narkose-Arzt.
Ich weiß nicht, ob der witzig sein wollte oder ob es ihm als Mensch (nicht als Arzt) an Sozialkompetenz fehlt. Es kamen so Sprüche wie "Ach, noch einer, der zu klein ist." (eine Anspielung auf mein Übergewicht.
Als er auf dem Anhörungsbogen las, dass ich Informatiker bin, fing er an, über seinen Computer zu lamentieren, dass der ihm dauernd Probleme und Magengeschwüre bereitet und blabla. Wahrscheinlich bin ich schuld daran. Ich konnte nicht umhin, ihm zu stecken, dass ja keine Software fehlerfrei ausgeliefert würde. Vermutlich hat er jetzt demnächst ein offenes Magengeschwür.
Danach meinte er (und das kam für mich i-wie schadenfroh rüber), weil ich so übergewichtig sei, müsse ich einen Beatmungsschlauch bekommen und keine O2-Versorgung per Maske. (ätschibätsch ) Naja, solange er mir das Ding setzt und zieht, während ich schlafe - so what?
Und abschließend: "Sie kommen dann ja nachmittags wieder nach Hause..." Nein, komme ich nicht; wegen meiner Schlafapnoe soll ich eine Nacht im Kh bleiben. "Ach, Schlaf-Apnoe haben Sie auch noch... wo steht das denn?" Na Mensch, ist doch in dem Anhörungsbogen notiert. "Ach ja, da. Hab ich doch glatt übersehen..." (Autsch!) Na, hoffentlich übersieht der nicht noch was anderes...
Als er mich dann entließ, meinte ich zu ihm nur "Bis Morgen. Ach nee, wahrscheinlich werde ich Sie gar nicht erkennen." "Ja", meinte er, "mit dem Beruhigungsmittel sind Sie wahrscheinlich schon halb weg." Ist vielleicht auch besser so, sonst überleg mir das auf dem OP-Tisch noch anders.
Lieber Herr Narkosearzt, falls Sie das zufällig auch lesen - Pech gehabt. Aber weder Name noch Klinik ist erwähnt.
Viele Grüße
Tuvok _________________ Nicht die Krankheit bestimmt dein Leben, sondern Du selbst! |
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Anna-K.
Anmeldung: 23.05.09 Beiträge: 184 Pap. Ca. pT1 Berlin  40+ |
Beitrag:  (p88708)
Verfasst am: 18. Mai 2010, 22:02 |
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Moin Moin,
da hab ich auch noch einen:
"So fertig wie Sie aussehen, machen Sie es nicht mehr lange."
Das war drei Tage vor meiner ersten SD-OP. Aber bis jetzt zappel ich noch. Auch Ärzte können irren.
Grüße Anna-K. _________________ Diejenigen, die Sonnenschein in das Leben anderer bringen, können ihn nicht von sich selber abhalten. (Sir James M. Barrie) |
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dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 1901 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p88709)
Verfasst am: 18. Mai 2010, 23:06 |
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Hallo,
na der war aber selber ganz schön fertig.
Komisch, ich habe die Gasmänner (und -frauen) immer als die nettesten Ärzte kennengelernt, na ja soo viele kenn ich auch noch nicht. _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
Mitglied werden! Fördermitglied oder aktives Mitglied |
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Alba
Pap. SD-Ca., foll. V... Sachsen-Anhalt  50+ |
Beitrag:  (p88719)
Verfasst am: 19. Mai 2010, 09:11 |
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Hallo,
ich hatte bislang gerade bei Anästhesisten auch durchweg positive Erfahrungen und den Eindruck, als könnten die sich ganz besonders auf ängstliche Patienten einstellen.
Andererseits gibts überall Arschlöcher (sorry), warum nicht auch unter den Anästhesisten.
Hak den einfach ab, Dieter. Wenn Du Glück hast, betreut Dich jemand anderes.
Manch Mediziner versteht sich offenbar als verkappter Pädagoge und hätte lieber Studienrat werden sollen.
LG von Alba
P.S. Bei mir damals in der Klinik kam am Aufnahme-Tag ein Narkosearzt vorbei, wobei allerdings alle Voruntersuchungen und Gespräche schon vorher ambulant stattgefunden hatte.
Dieser sagt mir ziemlich grob, daß Raucher (und das war ich damals noch) hernach eben mehr husten müssen als alle anderen (was sich übrigens nicht bewahrheitete). Er sagte mir hingegen nicht, daß Raucher sich nach Narkose seltener übergeben müssen.
Zudem stammte er aus Bulgarien, und mit bulgarischen Kollegen habe ich auch beruflich öfter zu tun. Deren Sprechweise klingt für mitteleuropäische Ohren oft außerordentlich schroff und wenig freundlich. Vielleicht liegt es an der andersartigen Satzmelodie, das weiß ich nicht genau. _________________ Als Verein sind wir stärker: Fördermitglied oder aktives Vereinsmitglied werden |
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InSeNSU
Anmeldung: 30.10.04 Beiträge: 3078 Basedow, Hypoparathy... Schiffdorf  50+ |
Beitrag:  (p88727)
Verfasst am: 19. Mai 2010, 10:17 |
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Lieber Dieter,
wie gut, dass Du den Humor dabei behalten hast. Hat er denn auch begriffen, was es bedeutet, dass Du Hypopara hast, also dass auch auf das ionisierte Calcium geachtet werden muss? Die Anästhesisten kennen sich ja mit den Blutgasen und deren Auswirkungen auf den Säuregehalt des Blutes und die Elektrolyte meist gut aus. Ich drück Dir nun verschärft die Daumen, dass das auch in diesem (wirklich etwas grenzwertigen) Fall so ist.
Bei Chirurgen sage ich immer: Gute Handwerker sind nicht immer auch gute "Mundwerker" (sozialkompetent), aber da kommt es eben mehr auf die handwerklichen Fähigkeiten an. Mit Narkoseärzten habe aber auch ich bislang nur gute Erfahrungen gemacht. Und in der Tat, dass oft doch ein anderer die OP begleitet, als der vom Vorgespräch. Wäre in diesem Fall vielleicht gut.
Jedenfalls:
We keep our fingers crossed!
Liebe Grüße
Frauke |
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Tuvok
Anmeldung: 04.10.06 Beiträge: 814 Idiopathischer Hypopara Hamburg  40+ |
Beitrag:  (p89266)
Verfasst am: 01. Jun 2010, 18:22 |
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Moin,
ich glaube, ich bin euch an dieser Stelle noch ein kleines Update schuldig. Immerhin ist die OP jetzt zwei Wochen her, morgen kommen die Fäden raus und sitzen und Beweglichkeit sind wieder voll da.
Also: Da die Beruhigungstablette bei mir so gar nicht gewirkt hat, war ich "voll da", als ich in den OP-Trakt geschoben wurde. Ich fand's super-spannend, sowas hatte ich noch nie so bewusst erlebt - allerdings wusste ich auch, was da gleich stattfinden sollte und war natürlich aufgeregt.
Da ich ja noch nicht weggedöst war durfte ich selbst vom Bett auf die OP-Liege klettern, die mir in die Schleuse entgegen gefahren wurde. Es blieb dann eine OP-Schwester bei mir, die erste Vorbereitungen vornahm (EKG usw.) und mir alles genau erklärte. Kurze Zeit später kam dann die Narkoseärztin (zum Glück nicht der Kotzbrocken vom Vortag), von der ich nicht viel gesehen habe, nur ihre hübschen Augen. Auch die war sehr nett und erklärte, was sie gerade tat ("Achtung, es piekst jetzt."). Ich hatte allerdings mehr das Gefühl, die schiebt mir da ein Rohr mit mehreren Zentimetern Durchmesser rein.
Auf dem EKG war ersichtlich, was ich schon längst spürte: Mein Herz raste. "Schlägt Ihr Herz immer so schnell?" Nee, das muss die Aufregung sein. Sie hatte dann einige Mühe, mich runter zu kriegen. Ich bekam eine Maske auf mit Sauerstoff, was tatsächlich half. Dann bekamm ich noch mit, wie mir eine Kochsalzlösung infundiert wurde und sie sagte noch "Jetzt geht's los.", als sie mir über den Zugang das Narkosemittel injizierte. Darauf war ich wirklich gespannt. Würde ich sofort bewusstlos werden? Langsam einschlummern? Weder noch. Ich hatte erst das Gefühl leicht benebelt zu sein, aber statt immer benebelter zu werden, fand ich mich plötzlich im Aufwachraum wieder, um eine Vene ärmer.
Alles doch gar nicht so schlimm, so ne OP...
Viele Grüße,
Dieter _________________ Nicht die Krankheit bestimmt dein Leben, sondern Du selbst! |
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| Acco |
Beitrag: (p89268)
Verfasst am: 01. Jun 2010, 18:40 |
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Hallo Tuvek,
bei aller Liebe: Einen Narkosearzt, der täglich seine verantwortungsvolle Arbeit macht, als Kotzbrocken zu bezeichnen, finde ich, ist ein starkes Stück!
Tut mir leid, aber das mußte jetzt mal gesagt werden.
Acco |
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dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 1901 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p89269)
Verfasst am: 01. Jun 2010, 18:48 |
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Hallo Acco,
bei aller Liebe, einem Narkosearzt, der in der oben beschriebenen Weise ein Aufklärungsgespräch führt, würde ich ggf. noch ganz andere Bezeichnungen angedeihen lassen. Und wenn er dann, wie geschehen, die schriftlich niedergelegte und durchaus für seine Tätigkeit sehr relevante Komplikation einer Schlafapnoe übersieht, wage ich doch ernsthafte Zweifel an seinem Verantwortungsbewustsein anzumelden.
Viele Grüße
Karl _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
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conny c Anmeldung: 22.12.07 Beiträge: 885 Sd und calziumangel ... Düsseldorf |
Beitrag:  (p89281)
Verfasst am: 02. Jun 2010, 09:12 |
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Hallo
Da schliess ich mich karl wirklich an .
Hatte auch schon drei op,s . Wo wr aus einer Vollnakose später einfach eine Örtliche Betäubung gemacht haben.
Auch mit den Calciumangel nehmen die total nicht ernst . Meine Meinung . Die reagieren erst wenn man da liegt und hyperventiliert. Die Verantwortung liegt doch meist selbst an den Patienten .
Wie war das bei meiner Vollnakose wegen den Zahn,da sagten die Schwestern zu mir sie können ruhig ihre Medis nehmen und hinterher zickte der Nakosearzt weil ich hab ja auch das Calcium genommen .
Absprachen naja .........
Für Tovok,
super das es dir gut geht.
Meine Op ist am 22.6 .
Mensch bin jetzt schon aufgeregt wieder.
Lg Conny |
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InSeNSU
Anmeldung: 30.10.04 Beiträge: 3078 Basedow, Hypoparathy... Schiffdorf  50+ |
Beitrag:  (p89285)
Verfasst am: 02. Jun 2010, 11:09 |
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Hallo Dieter,
schön dass es Dir wieder gut geht!
Zum Thema Wortwahl: Wenn ich öffentlich über Dritte rede (wie hier), versuche ich immer so zu formulieren, wie ich es auch täte, wenn der Betroffene daneben stünde (was ja hier virtuell durchaus auch sein kann!). Dies möchte ich auch Dir dringend ans Herz legen.
Beleidigende Ausdrücke verbietet auch die Forums-Etikette! |
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sd-wirbel
Anmeldung: 13.03.08 Beiträge: 725 SD-CA med.+papillär/... München Land  60+ |
Beitrag:  (p89329)
Verfasst am: 03. Jun 2010, 21:27 |
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... ich denk mal, der Dieter war soo verärgert, dass er es dem Narkosearzt gerne und viel lieber direkt gesagt hätte - da das nun nicht möglich ist, macht er sich eben hier mal Luft - auch das muss mal möglich sein (zumal es ja eine "Glosse" sein soll)...
Gruß an Dieter - danke, auch solche Berichte helfen, nicht vor "Ehrfurcht" vor einem Arzt zu "erstarren".
Gruß vom grinsenden
sd-wirbel _________________ Bist Du noch kein Vereinsmitglied ...
Mit Deiner Hilfe könnten wir noch mehr erreichen ...  |
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rike 5880 Anmeldung: 28.01.09 Beiträge: 135 Fol. sd-ca pT1 pNO MX Friesland  30+ |
Beitrag:  (p89337)
Verfasst am: 04. Jun 2010, 12:41 |
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ich geb hier auch mal meinen senf zu...
ich hab auch schon so meine erfahrungen mit ärzten gemacht...
der eine wollte mich ne woche nache meiner krebsop direkt wieder arbeiten schicken, ohne das ich ne therapie hatte, geschweige denn auf die tabletten eingestellt war... in meinem beruf könnte ich mir keinerlei unachtsamkeit leisten u die meisten können sich ja wohl lebhaft dran erinnern, wie ne einstellung u das drumherum so is...
letzte erfahrung war bei der vorsorge... artikel dazu hab ich hier auch schon drin... da meinte der doc auch lapidar, ich sollte mir keinen kopf über die stark vergrößerten lymphknoten/ halszysten machen und wo die herkommen wüsste er auch nicht... als krebsler alles ansagen die man ganz zwingend braucht... vorallem wenn man bedenkt, dass sie mir zu meinem letzten knoten auch gesagt haben, dass der ja soooooo toll aus sah u ich mir keine sorgen machen müsste usw... u zwei tage später kam der anruf das es krebs is... also..............
schönen dank an die ärzte, die immer wieder dafür sorgen, dass man nie mit seiner krankheit abschließen kann u immer wieder in die angstschleife geschubst wird... |
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Alba
Pap. SD-Ca., foll. V... Sachsen-Anhalt  50+ |
Beitrag:  (p89339)
Verfasst am: 04. Jun 2010, 12:56 |
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| rike 5880 hat folgendes geschrieben: | | schönen dank an die ärzte, die immer wieder dafür sorgen, dass man nie mit seiner krankheit abschließen kann u immer wieder in die angstschleife geschubst wird... |
Also meine Haltung ist ganz anders.
Nachfolgendes habe ich schon wiederholt geschrieben:
Ich selbst hatte durch den SD-Krebs seinerzeit mit ungefähr 8 Ärzten verschiedener Fachrichtung zu tun. Seitdem sind noch ein paar mehr hinzugekommen, vielleicht 12 insgesamt, so genau habe ich das nicht gezählt.
Nur einer davon war ein A.loch (sorry) und zu dem gehe ich eben nicht mehr hin.
Die anderen waren mir zwar nicht alle gleichermaßen sympathisch, aber schließlich wollte ich sie nicht heiraten, sondern Hilfe bekommen. Und die habe ich bekommen.
Ich formuliere daher:
Schönen Dank an die Ärzte, die mir diese Hilfe gegegen haben, ob das nun Chirurg, Nuk.med. oder Hausarzt oder ganz was anderes war.
Liebe Rike,
ich habe Deine Krankengeschichte nicht im Kopf.
Aber bist Du nicht ein Stück weit auch selbst verantwortlich dafür, ob Du Dich in eine ewige Angstschleife schubsen läßt, durch die unzulängliche Antwort eines einzigen Arztes?
Schönes Wochenende wünscht Alba _________________ Als Verein sind wir stärker: Fördermitglied oder aktives Vereinsmitglied werden |
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| Birgitt |
Beitrag:  (p89340)
Verfasst am: 04. Jun 2010, 13:40 |
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Hallo,
vielleicht darf ich auch etwas dazu schreiben
Mir ist schon so oft aufgefallen, dass die meisten Menschen, egal ob im realen Leben oder eben in Internetforen meistens nur das Negative weiter geben. Man ärgert sich über etwas und möchte es natürlich irgendwie loswerden. Die einen erzählen es ihrem Ehepartner, andere schreiben es in Internetforen. Manche sagen es den betreffenden Personen aber auch direkt. Allerdings, nur die wenigsten schreiben einfach mal so über gute und positive Dinge. Vielleicht, weil man nicht auffallen möchte, wenn die Mehrheit jammert? Weil es komisch wirkt? Oder sonst weshalb? Ich weiß es nicht. Und so entsteht sehr schnell der Eindruck, die Welt ist schlecht, die Mitmenschen ungerecht und die Ärzte unfähig. Dabei gäbe es fast jeden Tag etwas Schönes zu berichten.
Alba, ich bin sogar schon an mindestens 3 A... geraten, aber dafür habe ich auch schon wesentlich mehr Ärzte als andere ' verschlissen' . Ich möchte hier nicht nur mal etwas positives berichten, sondern sogar so weit gehen und behaupten: Ohne meine guten Ärzte wäre ich schon Tod. Und das nicht wegen SD-Krebs. Denn den durfte ich glücklicherweise nach 10 Jahren ohne Befund unter ' Vollständige Remission erreicht' abhaken. Auch meine 2. Hormonerkrankung konnte ich jetzt nach der 3. OP erfolgreich abschließen.
Gehörte ich vor 10 Jahren noch zu den ängstlich Patienten/Menschen (und das auch sonst im Leben), so habe ich durch meine Erkrankungen eine ganz andere Einstellung zum Leben bekommen. Eine ganze Menge positives dazu gelernt. Ich bin meinem Schöpfer auch irgendwie dankbar für die Erkrankungen, ohne sie wäre ich nicht so optimistisch und lebensbejahend wie heute. Mich haben sie stark gemacht und nicht ängstlich.
LG
Birgitt |
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dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 1901 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p89341)
Verfasst am: 04. Jun 2010, 14:37 |
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Hallo,
@Birgit, Alba:
Dass man mit den meisten Ärzten zumindest einigermaßen auskommen kann, ist wohl wahr, und es gibt sicher auch sehr viele, die fachlich hervorragend und menschlich sehr gut drauf sind. Das ist auch hier im Forum an den verschiedensten Stellen durchaus zu lesen, vielleicht fällt das nicht so auf, wie die negativen Berichte, die ja oft vermutlich auch mit etwas Wut im Bauch und deshalb vielleicht auch manchmal ein einem unangemessenen Tofall geschrieben werden. Ich selbst habe z.B. an verschiedenen Stellen über meinen Hausarzt, das gesamte Team der Nuklearmedizin Würzburg. meine Phoniaterin, meine Nuklearmedizinerin und die Chirurgie der Klinik, wo ich operiert wurde, sehr positiv, ja teilweise enthusiastisch berichtet, und das war durchweg ehrlich gemeint. Ich habe darüberhinaus aber auch schon etliche andere positive Berichte über Ärzte und Krankenhäuser hier gelesen und habe zwar nicht gezählt, meine aber, dass sie durchaus nicht in der Minderheit sind. Man nimmt sie eben wahrscheinlich nur am Rande wahr. In der ein oder anderen Weise verdanken wahrscheinlich die meisten Menschen bereits einem Arzt oder verschiedenen Ärzten ihr Leben, und das sollte man sich sicher gelegentlich mal bewust machen.
Andererseits muss es erlaubt sein, natürlich ohne Namensnennung und nach Möglichkeit in einem sachlichen Duktus, auf Missstände aufmerksam zu machen. Es gibt, für mich zumindest, absolute no gos bei Ärzten, und dazu gehören eindeutig dumme Witze auf Kosten des Patienten in seinem Beisein aber auch überhaupt. Wenn dadurch (aus Freude über den eigenen zweifelhaften Humor?) noch Dinge übersehen werden, die medizinisch wichtig sind, wie hier geschehen, dann ist ganz klar eine Grenze überschritten, und das darf (und muss m.E.) auch ausgesprochen werden.
Über die Form, in der man das tut, kann man sicher diskutieren.
Viele Grüße
Karl _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
Mitglied werden! Fördermitglied oder aktives Mitglied |
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