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Foren-Übersicht SD-Foren (allg.) Termine / Treffen Patientenkongress Bonn - 21.5.2011
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Patientenkongress Bonn - 21.5.2011

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JanOffline
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 (p101995)
Verfasst am: 20. Mai 2011, 10:57
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Liebe Leute,
ich werde gegen 12 Uhr eintreffen und kann dann bis gegen 14 Uhr am Stand bleiben.

Von 14.15 Uhr – 15.15 Uhr moderiere ich in Saal 5 die Sitzung "Schilddrüsenkrebs". Referenten:

Professor Dr. med. Hans-Jürgen Biersack
"Wann sind kalte Knoten 'unbdenklich'?" sowie "Therapie und Nachsorge"

Professor Dr. med. Hans Udo Zieren
"Neue Methoden zur Senkung des OP-Risikos"

Nach der Sitzung kann ich voraussichtlich noch ein Weile bleiben (hängt von meinem Anschlusstermin ab).

Bis morgen!
_________________
Herzliche Grüße
Jan

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AmandaOffline
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 (p102021)
Verfasst am: 20. Mai 2011, 22:54
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Hallo Jakob,
prima, ich habe auch nichts mehr hier.

Dann bis morgen, ich versuche spätestens um 10 da zu sein.

Liebe Grüße
Beate
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HaraldOnline
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 (p102022)
Verfasst am: 20. Mai 2011, 23:12
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Hallo,

ein größeres Paket mit Infomaterial und Rollerbanner ist beim Onkologischen Forum, dieses bleibt nach dem Kongress auch dort, und wird dann durch uns wieder aufgefüllt.

Viele Grüße
Harald
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JanOffline
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Düsseldorf
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 (p102063)
Verfasst am: 22. Mai 2011, 16:54
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Liebe Leute,
als ich gegen 12 h am Infostand eintraf, war Beate (Amanda) bereits vor Ort und hatte alles aufgebaut. Kurz darauf stieß Jacob zu uns und etwas später auch noch Bernd.



Wir waren mit etlichen anderen Selbsthilfegruppen in einem hinreichend großen Raum und eine ganze Reihe von Besuchern kam vorbei, stellte Fragen (z.T. waren wir drei Gesprächsgruppen zugleich), nahm Infomaterial mit und notierte den Hinweis auf die nachmittägliche Sitzung zum Thema SD (manche waren auch gezielt deswegen zum Patientenkongress gekommen).

Die SD-Sitzung mit Prof. Biersack und Prof. Zieren war gut besucht (mehr als 30 Gäste) und beide Referenten gaben ihr Bestes, den umfangreichen Stoff in kurzer Zeit zu vermitteln:

Teil 1 (Prof. Biersack)
Zitat:
Die Verdachtsdiagnose auf einen Schilddrüsenkrebs stellt sich immer dann, wenn palpatorisch oder sonographisch ein Schilddrüsenknoten festgestellt wird. Anschließend ist eine Szintigraphie zur Differentialdiagnose heiß oder kalt notwendig. Patienten mit heißen Knoten sind prinzipiell Kandidaten für eine Radiojodbehandlung, der kalte Knoten muß weiter abgeklärt werden. Hierzu dient in erster Linie die Feinnadelpunktion. Die Richtlinien sehen vor, daß jeder Knoten mit einem Durchmesser von über 1 cm einer Feinnadelpunktion unterzogen werden sollte. Auch die Sonographie erlaubt gelegentlich eine weitere Diagnostik, insbesondere unter Einbeziehung der Duplex-Sonographie (Vaskularisation des Knotens). Ein weiteres Verfahren bei unklarem Befund stellt die Szintigraphie mit 99m Tc-MIBI dar. Knoten, die dieses Radiopharmakon aufnehmen, sind 6-mal häufiger maligne als MIBI-negative Befunde. Insbesondere der Solitärknoten in einer normal großen Schilddrüse kann problematisch sein. Die Operationsindikation sollte unter Berücksichtigung des Alters, von gravierenden Nebenerkrankungen und der Zytologie gestellt werden. Die Operationsindikation wird natürlich von einem Nuklearmediziner enger gestellt als von einem Chirurgen.


Teil 2 (Prof. Zieren)
Zitat:
Schonend und radikal operieren
Voraussetzungen:
1. Nur die komplette Tumorentfernung ermöglicht dauerhafte Heilung
2. Anatomie des Halses
Problem:
1. Ein verlässliches präoperatives Tumorstaging ist noch nicht möglich
2. Der chirurgischen Radikalität sind enge anatomische Grenzen gesetzt
Lösungswege
1. Möglichst schnelle und definitive pathologische Diagnose
- Intraoperativer Schnellschnitt
- Schnelle definitive Diagnose
- Berücksichtigung einer evtl. zweizeitigen Komplementierungsoperation
2. Histologie- und stadiengerechte Operation
- Standardeingriff: komplette Thyreoidektomie mit zentraler zervikaler Lymphadenektomie beidseits
- Ausnahmen nach Leitlinien
- Ermessungsspielräume und Einzelfallentscheidungen
3. Minimierung der Operationsrisiken
- Neuromonitoring
- evtl. Replantation Nebenschilddrüse
- Schonende minimal-invasive Zugänge
- Spezialisierte Chirurgen
- Komplikationsraten
4. Gute Langzeitergebnisse erfordern interdisziplinäres Management
- Überleitung Radiojod und Nachsorge


Teil 3 (Prof. Biersack)
Zitat:
Gemäß Leitlinie kann sich das operative und therapeutische Vorgehen bei „low risk“ Patienten mit einem Tumorstadium T1 auf die Operation beschränken. Allerdings wurde in neuerer Zeit das T1 Stadium weitergefaßt und enthält nun auch Tumoren mit einem Durchmesser von 2 cm. Hier sollte mit dem Patienten abgesprochen werden, ob man doch besser eine nearly total Thyreoidektomie mit anschließender Radiojodelimination des Restgewebes durchführt. Die Ausschaltung des Schilddrüsenrestgewebes schafft saubere Voraussetzungen für die Nachsorge in Bezug auf den Tumormarker Thyreoglobulin und die Sonographie. Die Nebenwirkungen sind gering. Je nach individueller Leitlinie wird man bei low risk Patienten 3 Monate nach der Radiojodtherapie eine erweiterte Diagnostik unter stationären Bedingungen (höhere Aktivitätsmenge) durchführen. High risk Patienten sollten nach 3 Monaten einer 2. kompletten Radiojodtherapie zugeführt werden. Nach 1 Jahr würde man dann die Bildgebung unter Einschluß von I-131 durch eine erneute weitere Radiojoddiagnostik abschließen. Für die weitere Nachsorge werden Thyreoglobulin und Sonographie sowie Klinik eingesetzt.
Probleme bieten Jod-negative Metastasen. Hier gelingt in der Regel eine genaue Lokalisation mit PET-CT, so daß eine gezielte Operation erfolgen kann. Da in diesen Fällen die Radiojodtherapie keinen Erfolg bringt, kann man in einem weiteren Verfahren prüfen, ob Somatostatinrezeptoren vorhanden sind. In diesen Fällen würde man zunächst eine Radiopeptid-Diagnostik anschließen, wobei im positiven Fall eine entsprechende Therapie einzusetzen wäre.
Thyreoglobulin ist ein äußerst sensitiver Tumormarker, wenn das Schilddrüsenrestgewebe entfernt wurde. Bei Verdacht auf ein medulläres Schilddrüsenkarzinom kommt der Tumormarker Calcitonin zum Einsatz.
In jedem Falle muß nach der Operation eines Schilddrüsenkarzinoms eine lebenslange Gabe von Schilddrüsenhormonen erfolgen. Nach neueren Ergebnissen muß das Hypophysenhormon TSH nicht supprimiert sein, zumindest nicht bei low risk Patienten.
Nebenwirkungen durch die Radiojodtherapie sind nicht beschrieben worden, allerdings kann nach mehreren Hochdosisbehandlungen mit bis zu 300 mCi eine Leukopenie oder eine Throm¬bopenie beobachtet werden.


Am Rande der Veranstaltung hatte ich Gelegenheit, sehr kurze Gespräche u.a. mit der Deutschen Krebshilfe zu führen sowie mit den beiden Referenten:

Von Prof. Biersack kam die grundsätzliche Zusage, dass wir beim NUK-Kongress 2012 wieder ein Arzt-Patientensymposium machen können. Dazu werde ich ihm (in inhaltlicher Abstimmung mit Harald) noch eine Mail schreiben (siehe Link innerhalb des ForumsBeitrag ).

Prof. Zieren regte an, unser Forum zu erweitern um ein Forum/eine Rubrik für Ärzte. Darüber sollten wir hier (siehe Link innerhalb des ForumsBeitrag ) mal diskutieren.
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Herzliche Grüße
Jan

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