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| zini |
Beitrag: (p6835)
Verfasst am: 01. Aug 2004, 22:13 |
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Nachdem ich durch Halsabtasten einen"Knoten" in Schilddrüsennähe entdeck habe bin ich zum HA.
Ein Bluttest wurde gemacht und ich wurde zum Ultraschall geschickt. Die Blutwerte sind normal. Beim Ultraschall wurde ein ADINOM (zystisch) diagnostiziert. Was ist ein Adinom?
Mir wurde eine OP als einzige Möglichkeit empfohlen.
Derzeit bin ich auf der Suche nach einer geeigneten Klinik mit viel Routine und modernster Technik.
Ich habe größte Sorgen um meine Stimmbänder, da ich Musiklehrerin bin.
Wer hat Erfahreungen oder Tipps?
Vielen Dank
Michi |
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meerblau Anmeldung: 09.05.04 Beiträge: 5000 Pap. SD-Ca, follikul... Hannover  40+ |
Beitrag:  (p6837)
Verfasst am: 02. Aug 2004, 09:06 |
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Hallo Michi,
ein Adenom ist ein Knoten.
Aus welcher Gegend kommst du denn?
Viele Grüße
Esther |
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| wolfi |
Beitrag: (p11676)
Verfasst am: 20. März 2005, 12:28 |
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Hallo,
Adinom ist eine Krebsart.
[Anmerkung Beate: NEIN, ein "Adenom" ist ein Knoten, Krebs wäre ein "Karzinom", siehe nächster Beitrag!]
Ich weiß ja nicht, ob unbedingt geschnitten werden muß, aber in der Klinik in Göttingen wird mit Lasertechnik gearbeitet. Die Fälle, die ich kenne, die dort mit Lasertechnik behandelt wurden, waren Kehlkopfkrebspatienten. Sie haben heute noch ihre "Organe" und benötigen kein Sprechgerät, während bei der Operation mit dem Messer ja keine Sprache ohne Hilfsmittel mehr möglich ist.
Aber wenn es um die Gesundheit geht, muß man hartnäckig im Fragen und Forschen sein.
Viel Glück Wolfi
| Zitat: | verfaßt 20.03.05 Thema Adinom an der Schilddrüse
Ich habe größte Sorgen um meine Stimmbänder, da ich Musiklehrerin bin.
Wer hat Erfahreungen oder Tipps?
Vielen Dank
Michi |
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Beate
Anmeldung: 14.03.00 Beiträge: 1576 SD-CA 2000 (pap. + f... Frankreich  50+ |
Beitrag:  (p11679)
Verfasst am: 20. März 2005, 13:21 |
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Hallo Wolfi,
NEIN, ein Adenom ist KEIN Krebs! Es ist etwas ganz anderes als ein KARZINOM !
Normalerweise ist ein Adenom ein gutartiger Knoten, im Gegensatz zum Karzinom, das ein Krebsknoten ist. Die Schwierigkeit besteht zum Einen darin, das Adenom vom Karzinom zu unterscheiden (ist per Ultraschall nicht möglich, bei der Feinnadelpunktion auch nicht immer, 100%ige Sicherheit gibt nur die Operation) - und zum Zweiten können Adenome, wenn es sich um "kalte", unproduktive SD-Knoten handelt, ggf. irgendwann zu Karzinomen entarten, nur lässt sich nie genau sagen, OB sie es tun werden oder nicht.
Kalte Knoten, die nicht wachsen, eine regelmäßige runde Form haben und keine Verkalkungen oder Hypervaskularität aufweisen, kann man erstmal nur beobachten (Ultraschall, Feinnadelpunktion), ggf. die SD mit einer geringen Dosis zusätzlicher SD-Hormone ein bisschen entlasten - wenn sie gleich bleiben oder sogar schrumpfen, sind sie normalerweise gutartig. Falls sie wachsen (vor allem, wenn sie trotz Hormonen wachsen), sollte man sie auf jeden Fall operieren, dann ist das Risiko einer Entartung wirklich zu groß. Aber nur die wenigsten kalten Knoten sind bösartig (5-10% aller operierten kalten Knoten).
Vom Einsatz von Lasertechnik bei SD-OPs habe ich aber noch nie gehört? Im Zusammenhang mit Kehlkopfkrebs schon, da ist der Einsatz aber ganz anders, man setzt Laser ein, um nicht operable Tumore zu "verschmoren", wird auch bei anderen Tumoren gemacht. Aber bei der SD will man die Knoten ja nicht einfach zum Verschwinden bringen (wobei man nicht sicher wäre, dass wirklich alles bis zur letzten Zelle zerstört wird), sondern entnehmen und minitiös unterm Mikroskop betrachten, um zu sehen, ob es sich ggf. um Krebs handelt, da wird man den Knoten wohl lieber auf herkömmliche Art herausoperieren (eventuell auch minimalinvasiv mit einem möglichst kleinen Schnitt).
Für Michi : was das Risiko für die Stimmbänder anbelangt, solltest du eine Klinik wählen, die viel Erfahrung mit SD-Operationen hat und wo während der OP die Stimmbandnerven "dargestellt" werden (ggf. durch elektronische Stimulation: Neuromonitoring), um sicher zu sein, sie nicht zu verletzen. Aber das Risiko einer dauerhaften Schädigung ist wirklich ziemlich gering! Manchmal sind die Stimmbänder nach der OP einfach "beleidigt", weil man an den Nerven herumgezerrt hat, erholen sich aber relativ rasch wieder.
Liebe Grüße!
Beate
Artikel zum Thema Neuromonitoring :
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/43175/
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/56225/
Artikel zum Thema "minimalinvasive SD-OP":
http://www.berlinews.de/archiv-2004/2026.shtml
Und noch einer über eine "minimalinvasive OP mit Schlüssellochtechnik" (ohne Narbe am Hals, aber wohl noch sehr "experimentell" und bei verdächtigen Knoten vermutlich nicht anwendbar):
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/95521/ _________________
Weitere Informationen hier !
Zuletzt bearbeitet von Beate am 20. März 2005, 16:05, insgesamt einmal bearbeitet |
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Maria2 Anmeldung: 12.08.04 Beiträge: 2801 Pap. CA pT3 tall-cel... Bayern/Oberpfalz  30+ |
Beitrag:  (p11684)
Verfasst am: 20. März 2005, 15:06 |
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Hallo Michi,
wurde bei dir schon ein Szintigramm gemacht (vom Nuklearmediziner)? Oder steht das erst noch an? Weil man zwar im Ultraschall sieht, ob ein Knoten da ist, aber nicht, ob es ein heißer oder ein kalter Knoten ist. Und danach richten sich dann auch die weiteren Behandlungsmöglichkeiten (bei kalten Knoten geht nur operieren, heiße Knoten kann man neben operieren auch mit einer Radiojodtherapie behandeln). Außerdem wird dir der Arzt bei kalten Knoten Jod und evtl. auch SD-Hormone verschreiben, um deine SD zu entlasten, damit der Knoten nicht weiter wächst.
Und: mach dir mal keine Sorgen, Knoten in der SD haben sehr viele Menschen, und nur bei den wenigsten ist es was Bösartiges. Und mit dem Kehlkopf hat die SD nun gar nix zu tun.
Und falls eine OP notwendig ist: das ist eine Routinesache heutzutage, das Wichtigste ist dann, dass du dir einen Chirurgen mit vielen SD-Operationen suchst, eben damit das Risiko für die Stimmbänder möglichst gering ist.
Viele Grüße von
Maria |
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