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Beitrag |
Harald
Anmeldung: 12.05.99 Beiträge: 7531 fol. SD-CA 97 Berlin  40+ |
Beitrag:
Verfasst am: 15. Aug 2004, 12:16 |
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Studie: L-Thyroxin + Jod verhindert neues Kropfwachstum
In der Ärzte Zeitung 05.08.04 wird von einer Studie von Professor Petra-Maria Schumm-Draeger vom Klinikum München-Bogenhausen an 32 Patienten berichtet. Die Patienten, alle nach einer teilweisen Entfernung der Schilddrüse (subtotale Resektion) wegen Struma nodosa - wurden mit L-Thyroxin und/oder Jod behandelt.
Bei einer Struma nodosa wird nicht die ganze Schilddrüse entfernt, sondern man lässt einen Teil der Schilddrüse stehen, da eine vollständige Entfernung der Schilddrüse (totale Thyreoidektomie) zu mehr Komplikationen führt. Um jedoch ein erneutes Wachstum der Schilddrüse (Rezidiv) zu verhindern, wird mit Schilddrüsenhormonen und Jod substituiert.
Bei der Kombination von L-Thyroxin und Jod zeigte sich, dass das Schilddrüsenrestgewebe am wenigsten dazu neigte zu wachsen und Knoten zu bilden. Weitere Einzelheite sind im Artkel der Ärzte Zeitung 05.08.04 zu finden.
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verari Anmeldung: 07.05.05 Beiträge: 40 Struma, Stimmbandläh... nrw  50+ |
Beitrag:  (p13758)
Verfasst am: 25. Mai 2005, 18:28 |
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Guten Tag Harald, liebe Fories,
erst einmal ein Kompliment für dieses engagierte Forum. Mein Hausarzt kannte diese Studie bisher nicht.
Ich habe noch eine Frage zu dem Thema:" Weiß jemand, ob es egal ist, wenn man Jod gleichzeitig mit L-Thyroxin 30 Minuten vor dem Frühstück nimmt, oder lieber wie bei Kalzium einige Zeit später? Die Apothekerin hatte nur Fragezeichen in ihrem Gesicht ob dieser Frage.
Schöne Grüße und ein tolles sonniges Wochenende wünscht
Verari |
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meerblau Anmeldung: 09.05.04 Beiträge: 5000 Pap. SD-Ca, follikul... Hannover  40+ |
Beitrag:  (p13762)
Verfasst am: 25. Mai 2005, 18:46 |
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Hallo Verari,
zu den SD-Hormonen sollte man gar nichts anderes dazu nehmen. Ich denke aber, dass ein größerer zeitlicher Abstand wie zum Calcium nicht nötig ist. Ich würde das Jod zum Frühstück nehmen.
Viele Grüße
Esther |
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Maria2 Anmeldung: 12.08.04 Beiträge: 2801 Pap. CA pT3 tall-cel... Bayern/Oberpfalz  30+ |
Beitrag:  (p13763)
Verfasst am: 25. Mai 2005, 19:31 |
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Hallo Verari,
rein von der Logik her dürfte die Kombination Thyroxin/Jod bei der Einnahme eigentlich keine Probleme geben, denn in Kombipräparaten wie z. B. Thyronajod ist auch beides zusammen drin.
Viele Grüße von
Maria |
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| Gast |
Beitrag:  (p13775)
Verfasst am: 25. Mai 2005, 23:06 |
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Liebe Maria, liebe Ester,
danke für eure superschnellen Antworten.
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil: Ich habe erst im Forum gefragt und dann den Beipackzettel gelesen. Entschuldigt bitte. Im Beipackzettel steht, man solle Jod NACH einer Mahlzeit nehmen. Ist tatsächlich nicht wirklich logisch, weil man Kombipräparate ja auch zusammen nimmt. Ich werde es jetzt einfach so machen und darauf vertrauen, dass es wirklich hilft.
Genießt den Feiertag!
Verari |
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| joka |
Beitrag:  (p23869)
Verfasst am: 30. März 2006, 13:03 |
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Guten Tag,
Ich bin 18 Jahre alt und nehme L-Thyroxin bereits seit ich ganz klein bin. Es ist auf jeden Fall ein Mittel zur Hilfe bei der Unterfunktion. Was oft und zwar zu oft verschwiegen wird, ist, dass es auch psychische Nebenwirkungen gibt, wie z. B. eine Art Hyperaktivität, Konzentrationsschwierigkeiten, Depressionen, Lustlosigkeit.
Diese Nebenwirkungen sind mir immer sehr schwer aufgefallen. Setz ich das Medikament allerdings ab, sind diese Probleme in weitaus erhöhter Form zu spüren.
Vielen Dank. |
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Harald
Anmeldung: 12.05.99 Beiträge: 7531 fol. SD-CA 97 Berlin  40+ |
Beitrag:  (p23886)
Verfasst am: 30. März 2006, 17:39 |
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Hallo joka,
die 'psychischen Nebenwirkungen' sind ja in dem Sinn keine Nebenwirkungen sondern eher Ausdruck dafür, dass ein funktionierendes Organ - die Schilddrüse - nicht so einfach durch Hormone von außen ersetzt werden kann.
Ohne Schilddrüse und ohne künstliche Hormone gerät man ja in eine Schilddrüsenunterfunktion, darum sind die Symtome ja dann auch stärker (mit Ausnahme der Hyperaktivität).
Nimmt man zuviel Schilddürsenhormone, so hat man eine Schilddrüsenüberfunktion, die sich u.a. in Hyperaktiovät bemerkbar macht.
Konzentrationsschwierigkeiten hat man sowohl in der Über- als auch Unterfunktion.
Ich geh mal davon aus, dass Du zu denen gehörst, die bereits ohne Schilddrüse geboren werden, und ganz auf künstliche Schilddrüsenhormone angewiesen bist.
Viele Grüße
Harald _________________ Als Verein sind wir stärker:
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| botaniker007 |
Beitrag:
Verfasst am: 18. Nov 2006, 18:59 |
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Hallo,
ich nehme L-Thyrox Jod 100/100 jetzt seit einem Jahr (nach meiner OP), obwohl mein behandelnder Arzt nichts von der Studie aus der Ärzte-Zeitung hält. Seine Meinung ist, dass wenn man 1-2 mal wöchentlich Seefisch ist, reicht diese natürliche Jod Zufuhr.
Da ich einen Rest an Schilddrüse besitze und ein Knotenwachstum verhindern möchte, nehme ich trotzdem o.g. Präparat.
Nun steht in der Gebrauchsanweisung, dass man dieses Präparat nicht länger als 1-2 Jahre anwenden soll und danach wieder L-Thyroxin und Jod getrennt einnehmen soll.
Meine Blutwerte sind i.O. und auch sonst habe ich keine Probleme.
Was ist zu empfehlen? Gibt es neuere Studien?
Freue mich über eine Antwort.
Gruß
Thomas |
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Harald
Anmeldung: 12.05.99 Beiträge: 7531 fol. SD-CA 97 Berlin  40+ |
Beitrag:  (p36963)
Verfasst am: 18. Nov 2006, 19:14 |
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Hallo Thomas,
Dein Arzt hat wahrscheinlich, die neuste Stellungnahme zum TSH-Wert gelesen:
Brabant, Georg; Kahaly, Georg J.; Schicha, Harald; Reiners, Christoph
Milde Formen der Schilddrüsenfehlfunktion: Ursachen, Diagnostik, Vorgehen
Deutsches Ärzteblatt 103, Ausgabe 31-32 vom 07.08.2006, Seite A-2110
PDF
darin plädiert man für ein äußerst vorstiges Vorgehen bei der Behandlung von leichten Unterfunktionen mit Schilddrüsenhormonen, weil die vermuteten Vorteile, den ev. Risiken durch Überdosierung (Überfunktion) nicht im Verhältnis stehen.
Um den Vorteil einer Schilddrüsenhormon-Substitution zu untersuchen läuft seit längerm die sogenannte LISA-Studie , wo die forschenden Zentren immer noch zuwenig Patienten haben, die daran teilnehmen. (siehe auch Beitrag )
Allerdings beziehen sich diese beide angeführten Artikel/Studien auf Menschen mit vollständig vorhandener Schilddrüse.
Dir wurde ja ein Teil der Schilddrüse entfernt, da würde ich an Deiner Stell doch eher zu einem erfahrenen Endokrionolgen gehen.
Viele Grüße
Harald _________________ Als Verein sind wir stärker:
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| botaniker007 |
Beitrag: (p36978)
Verfasst am: 19. Nov 2006, 00:09 |
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Hallo, Harald
vielen Dank für Deine ausführliche Anwort und Deine Links!
Ich vergaß zu berichten, dass ich vor einem Jahr meine SD-Op (kalter Knoten) hatte und nur die halbe SD entfernt wurde.
Die Hormoneinstellung scheint i.O., bei halbjährlicher Kontrolle.
Lediglich die selbständige dauerhafte Einnahme von Jod als Kombipräparat mit L-Thyroxin schien mir fragwürdig. Mein behandelnder Arzt ist Nuklearmediziner. Ist ein Endokrinologe der geeignetere Facharzt zur regelmäßigen Hormonkontrolle?
Viele Grüße
Thomas |
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Miss Sophie
Anmeldung: 05.05.08 Beiträge: 14 Struma multinodosa, ... Saarland  40+ |
Beitrag:  (p60487)
Verfasst am: 10. Jun 2008, 15:55 |
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Hallo Harald,
ist ein Thyroxin/Jod Kombi-Präparat dann eigentlich für Patienten ohne Schilddrüse (wie mir seit Ende April 2008)) sinnvoll? Mein Hausarzt hats mir grad verschrieben, damit ich einen niedrigeren TSH-Wert erreiche. ????
Bin normalerweise nicht begriffstutzig, aber keiner erklärt mir die Dinge und der Hausarzt redet unverständliches Zeug (mißtraue inzwischen seiner Kompetenz)
lg
Miss Sophie |
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Harald
Anmeldung: 12.05.99 Beiträge: 7531 fol. SD-CA 97 Berlin  40+ |
Beitrag:  (p60489)
Verfasst am: 10. Jun 2008, 16:05 |
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Hallo Miss Sophie,
ob es sinvoll ist , kann ich Dir auch nicht sagen.
Bei "gut-artigen" Schilddrüsenoperationen, bei denen es heist, es wurde die "ganze" Schilddrüse entfernt, gehe ich davon aus, dass zwar ein groß Teil der beiden Schilddrüsenlappen entfernt wurde, dass aber durchaus noch ein größer Rest eventuell vorhanden ist.
Der Begirff "ganze" Schilddrüse wird hier etwas großzügig gebraucht.
Überschüssiges Jod wird durch die Nieren einfach wieder ausgeschieden, darum würde ich mir nicht so viel Gedanken darum machen. Es lag ja auch keine Autoimmunerkrankung bei Dir vor, wenn ich es richtig sehe.
Viele Grüße
Harald |
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| Carry |
Beitrag: (p71643)
Verfasst am: 07. Apr 2009, 22:49 |
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mir wurde die schilddrüse im vorigen Jahr entfernt, jetzt habe ich schon länger keine Medikamente genommen, kann das gefährlich sein ?
Carry |
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meerblau Anmeldung: 09.05.04 Beiträge: 5000 Pap. SD-Ca, follikul... Hannover  40+ |
Beitrag:  (p71652)
Verfasst am: 08. Apr 2009, 09:16 |
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Hallo Carry,
es ist wichtig, dass dein Körper mit ausreichend Hormonen versorgt wird! Ohne Schilddrüse und ohne Schilddrüsenhormoneinnahme rutscht man immer mehr in eine Unterfuntkion. Das ist weder angenehm noch auf Dauer gesund und kann z.B. zu Knotenbildung führen. Also auf zum Arzt! Erzähl ihm bitte auch davon, dass du die Tabletten nicht genommen hast.
Du wirst mit den Hormonen wieder anfangen müssen und solltest die Dosis nach 6-8 Wochen überprüfen lassen. Dazu bestimmt man neben dem TSH auch fT3 und fT4.
Es sollte auch ein Ultraschall der Halsregion gemacht werden.
Warum hast du die Hormone nicht genommen? Können wir eventuelle Bedenken zerstreuen?
Viele Grüße
Esther _________________ _________________
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| Petra78 |
Beitrag: (p110663)
Verfasst am: 20. März 2012, 13:12 |
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Hallo....
Ich hatte mit 16 Schilddrüsenkrebs..bösartig, wurden mir beide seiten entfernt. Seitdem nehme ich L-Thyroxin und rocaltrol. Das richtige einstellen der medikamente klappt nicht wirklich finde ich. Nun gut...meine Frage ist....das Jodhaltige Essen, Jodsalz und der gleichen, macht das irgendwas aus???? |
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