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ThomasP Anmeldung: 03.11.10 Beiträge: 3 Totale SD-Resektion Nähe Landsberg a.L.  40+ |
Beitrag: (p94311)
Verfasst am: 03. Nov 2010, 12:57 |
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Hallo Zusammen,
Ich wurde am 30. März operiert, da der linke Schilddr.-Lappen total mit kalten Knoten übersät war.
Bei der voruntersuchung im KH wurde festgestellt, das die rechte Seite sich innerhalb eines Jahres auch verschlimmert hatte, so das die gesamte Schilddrüse entfernt wurde.
Da er path. Befund allerings 9 Tage auf sich warten lies, da die Osterfeiertage dazwischen lagen, bekam ich zuerst nur Calzuim.
Es wurden keine bösartigen Knoten oder gar Krebs festgestellt.
Danach wurde ich über fünf Wochen "eingestellt"
1. Woche : 50µg
2.+3. Wo: 100µg
4.+5. Wo: 150µg L-thyroxin von Hexal
Die Calzuim-dosis wurde innerhalb der nächten 4 Wochen von 3xtäglich 600mg auf 0 heruntergefahren, das sich der Wert bei ca. 2,30 stabiliesierte. Die 150µg L-Thyroxin wurden beibehalten.
Mit zunehmender Zeit bekam ich aber immer mehr Probleme mit einigen Nebenwirkungen (Durchfall, innere Unruhe, Kopfschmerzen, Muskelschwäche usw.)
Vor 7 Wochen hatte ich wieder einem Kontroll-Termin bei meiner Hausärztin! Ergebnis: Calzuim i.o (2,25) aber der TSH war auf 0,13 gefallen, worauf sie die Dosis von 150µg auf 125µg senkte. Auch ließ ich mir das L-Thyroxin nun von Henning verschreiben, da ich von einem Kollegen und auch von meiner Mutter erfahren hatte, das sie damit keine Probleme mit irgendwelchen Nebenwirkungen hatten oder haben.
Zu Anfang der neuen Dosierung legten sich die Nebenwirkungen, aber seit einer Woche treten die innere Unruhe, Kopfschmerzen und Muskelschwäche wieder auf.
Nächste Woche hae ich wieder einen Kontrolltermin.
War aber heut schon bei der Vertretung, da es mir nicht besonders gut geht.
Es wurde ein EKG gemacht, was aber unauffällig war. Zu den ständigen Kopfschmerzen meinte er, das ich entweder extrem "wetterfühlig" bin (Föhn - lebe im Alpenvorland) oder ich an Migäne leide.
Wie lang kann es dauern, das man nach einer totalen SD-OP richtig eingestellt ist?
LG Thomas |
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Sönnchen scheine!
Anmeldung: 09.05.07 Beiträge: 648 fol. CA onkozytär bei Ulm  40+ |
Beitrag:  (p94317)
Verfasst am: 03. Nov 2010, 18:03 |
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Hallo Thomas,
hat Dir denn der Vertretungsarzt heute Blut entnommen um die Schilddrüsenwerte prüfen zu lassen? Nach 7 Wochen sollte man schon sehen können, wie es Dir mit der neuen Dosierung und dem neuen Präparat wertmäßig geht. Dein Befinden scheint ja nicht gut zu sein.
Hattest Du vor der OP auch solche Probleme? "Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und innere Unruhe" sind ja leider sehr diffuse Beschwerden, die nicht zwangsläufig mit Deiner Schilddrüsen OP im Zusammenhang sein müssen, aber durchaus können.
Gut ist schon einmal, dass Dein Calziumwert Ok ist, daher scheinen die Beschwerden nicht zu rühren.
Wenn nicht heute schon geschehen, kann man die Blutentnahme ja vielleicht vorziehen. Falls die unterschiedliche Bioverfügbarkeit der verschiedenen Schilddrüsenhormone dazu führt, dass Du trotz geringerer Dosis immer noch recht hoch eingestellt bist, kann man ja ggfs. die Dosis noch einmal weiter senken?
Berichte mal, wie Deine Blutwerte aussehen, bitte mit Referenzwerten.
Viele Grüße, Sandra
PS: Übrigens nur zur Info, zwischen "Krebs" und "bösartige Knoten" gibt es keinen Unterschied, es sind nur zwei verschiedene Ausdrücke für die gleiche Sache....  _________________
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ThomasP Anmeldung: 03.11.10 Beiträge: 3 Totale SD-Resektion Nähe Landsberg a.L.  40+ |
Beitrag:  (p94349)
Verfasst am: 04. Nov 2010, 13:15 |
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Hallo Sandra,
Vor der OP hatte ich auch schon solche Anzeichen, wie innere Unruhe - gab Tage, da hätt ich aus dem nichts heraus wände hochgehen können, schwitzige Hände. Dann ist mein Kreislauf schlecht in Schwung gekommen (Blutdruck 90/60), und ich bin so manchen Tag wie benommen rumgelaufen. Es gab aber auch Zeiten, wo ich auf einmal erhöten Blutdruck hatt (180/140), worauf mich meine Ärztin zu einem Kardiologen überwieß, der allerding auch nichts feststellen konnte. Nachdem er meine Krankenakte eingesehen hatte, riet auch er mir dazu, mich einer SD-OP zu unterziehen.
Nochmal zu meiner "Einstellung" - ca. ein halbes Jahr ging es mit 150µg gut, danach ging es los mit der Unruhe, Muskelbeschwerden , ab und an auch mal Durchfall.....
Bei einem Test auser der Reihe wurde festgestellt, das der TSH-Wert auf 0,13 gefallen war - norm. zw. 0,2 - 2,2. Daraufhin wurde die Dosis auf 125µg heruntergesetzt. Nach ca. einer Woche fühlte ich mich wieder richtig wohl.
Jetzt aber, nach drei Wochen kommen die selben Anzeichen wieder.
Sollte die Dosis noch immer zu hoch sein?
Kannst du mir - oder auch andere, die das hier lesen, einen Rat geben, welche Blutwerte auser TSH und Calzium man noch testen lasses sollte oder kann?
Ach habe ich hier gelesen, das man sich evlt. an einen Endokrinologen wenden sollte - wäre das sinnvoll?
LG Thomas
P.S.: Ich wart bis nächste Wo, wenn meine Hausärztin aus dem Urlaub zurück ist. Wie heißt es so schön: Ärztin der Vertrauens - und Vertrauen hab ich in die Vertretung nicht.  |
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Sönnchen scheine!
Anmeldung: 09.05.07 Beiträge: 648 fol. CA onkozytär bei Ulm  40+ |
Beitrag:  (p94363)
Verfasst am: 04. Nov 2010, 19:23 |
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Hallo Thomas,
die wichtigen Schilddrüsenwerte sind neben dem TSH Wert das FT3 und FT4.
Ja, es kann sein, dass Du vom neuen Proukt nun eine noch geringere Dosis an Hormonen benötigst, weil Dein Körper diese vielleicht anders aufnimmt, daher ist die Blutkontrolle wichtig.
Eine nicht ganz unproblematisch verlaufende Hormoneinstellung von einem - auf Schilddrüsen spezialisierten - Endokrinologen begleiten zu lassen wäre natürlich eigentlich perfekt. Es ist leider jedoch oft recht langer Vorlauf nötig um einen Termin zu erhalten.
Viel Erfolg und ich bin gespannt auf Deine Werte!
Sandra _________________
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ThomasP Anmeldung: 03.11.10 Beiträge: 3 Totale SD-Resektion Nähe Landsberg a.L.  40+ |
Beitrag: (p97002)
Verfasst am: 26. Jan 2011, 15:57 |
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| Sönnchen scheine! hat folgendes geschrieben: | Hallo Thomas,
die wichtigen Schilddrüsenwerte sind neben dem TSH Wert das FT3 und FT4.
Ja, es kann sein, dass Du vom neuen Proukt nun eine noch geringere Dosis an Hormonen benötigst, weil Dein Körper diese vielleicht anders aufnimmt, daher ist die Blutkontrolle wichtig.
Eine nicht ganz unproblematisch verlaufende Hormoneinstellung von einem - auf Schilddrüsen spezialisierten - Endokrinologen begleiten zu lassen wäre natürlich eigentlich perfekt. Es ist leider jedoch oft recht langer Vorlauf nötig um einen Termin zu erhalten.
Viel Erfolg und ich bin gespannt auf Deine Werte!
Sandra |
Hallo Sandra,
Du wirst Dich wundern, wieso ich erst so spät wieder antworte. Aber nachdem ich den "Hersteller" gewechstel habe ging es mir anfangs ganz gut. Hab mich richtig wohl gefühlt, die Nebenwirkungen, die bei mir aufgetreten sind, waren nach ca. einer Woche wie weggeblasen.
Vor zwei Wochen dann der Schock!!! Ich hab mich wohlgefühlt, aber die Ärztin meinte, das das bei meinem TSH nicht sein könne, der war auf 0,01 gefallen!!!! Nun wurde die Dosierung von 150 auf 125µg gesenkt und ich muß in zwei Wochen wieder zur Kontrolle.
Nun treten aber auch wieder Dinge wie inner Unruhe, Muskelkrämpfe, Schwitzen und Schlaflosigkeit auf. Manchmal habe ich auch das Gefühl, als ob mit dem Herz etwas nicht stimmt.
Muß auch noch dazu schreiben, das ich seit ca. 1,5 Wochen einen Infekt habe, der mit Umckaloabo behandelt wird. Das blöde ist nur, das ich noch nie richtiges Fieber bekommen habe, so das alles mal richtig ausgeschwitzt werden könnte......
Wie gesagt, in zwei Wochen hab ich wieder Kontrolltermin und werd mit der Ärztin reden, mich doch mal zu einem Endokrinologen und Kardiologen zu überweisen.
GLG Thomas |
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Ninnisworld2901 Anmeldung: 25.03.11 Beiträge: 43 Totalresektion SD 28... Stuttgart, Baden-Württemberg  40+ |
Beitrag: (p100968)
Verfasst am: 25. Apr 2011, 23:11 |
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Hallo,
ich bin ursprünglich studierte Krankenschwester, dadurch kenne ich mich in der klinischen Pharmakologie ganz gut aus.
Zu Deinem Problem, mit Deinem Thyroxin von Henning, versus andere Hersteller kann ich Dich eigentlich beruhigen, ich denke dass Deine Bekannte da wahrscheinlich eher dem Placeboeffekt unterlegen ist.
Die Medikamente von den verschiedenen Herstellern wie z.B. Hexal, Ratiopharm etc. sind meist günstiger als die "Markenpräparate" sind aber je nach dem von was auf was Dein Arzt Dich eingewechselt hat, dann üblicherweise IDENTISCH (das gilt insofern die gleiche Dosierung beibehalten wurde). Es ist leider nach wie vor allgemeiner Irrglaube, dass die billigeren Hersteller, minderwertiger sind als die "Markenhersteller".
Dir alles Liebe,
Ninnisworld2901 |
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Ninnisworld2901 Anmeldung: 25.03.11 Beiträge: 43 Totalresektion SD 28... Stuttgart, Baden-Württemberg  40+ |
Beitrag: (p100969)
Verfasst am: 25. Apr 2011, 23:23 |
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Hallo nochmal, habe zu schnell auf den Einstellbutton gedrückt und..die Hälfte vergessen.
Wenn Dein Arzt das nächste Mal Dein Präparat verändert oder dies möchte, würde ich Dir ganz individuell anraten, was ich jedem der unsicher ist anraten würde, frage nach, warum er Dich umstellt und ob, das Medikament identisch ist,zum bisherig eingenommenen Medikament. Obwohl die Präparate, (wie schon vorher gesagt, bei einer Umstellung vom Markenpräparat zum Ausweichpräparat, wird der gute Arzt sehr darauf achten, dass die Medikamente identisch sind) Nun fragst Du Dich wahrscheinlich noch, warum dann überhaupt umgestellt wird...nun dies haben wir wie so vieles, der Gesundheitspolitik, der Gier der Pharmakonzerne etc. zu verdanken. Die Kassen schliessen bestimmte Verträge mit bestimmten Pharmakonzernen ab, bei denen die Versicherten dann günstiger das Medikament B bekommen, wollen die Patienten aber das identische Markenpräparat A, müssen sie die dann oft nicht unerhebliche Preisdifferenz selber zahlen. Unverschämt aber ist leider so, können wir alle nur ändern, indem wir konsequent zur Wahl gehen und gemeinschaftlich darauf pochen, dass Politiker den Ärzten nicht mehr ins Handwerk pfuschen dürfen.
Dir alles Liebe,
Ninnisworld2901 |
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dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 2001 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p100970)
Verfasst am: 25. Apr 2011, 23:33 |
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Hallo,
das stimmt im Falle von Levothyroxin leider nur bedingt. Die relativen Biovervügbarketen der verschiedenen Präparate liegen zwischen ca. zwischen 0,8 und 1,25 (siehe z.B. Dtsch Arztebl Int 2010; 107(47): 827-34 oder Bolton S: Bioequivalence studies for levothyroxine. Aaps J 2005; 7: E47–53.)
Es kann daher bei formal gleicher Dosierung durchaus einen erheblichen Unterschied machen, welches Präparat eingenommen wird.
Insbesondere bei einer "scharfen" Einstellung am Rande der Überfunktion bei SD-Krebs ist es nicht sinnvoll nach einer erfolgreichen Einstellung das Präparat zu wechseln, da man sich durch den Wechsel z.B. von einem Präparat mit schlechter zu einem Präparat mit guter Verfügbarkeit schnell in ergebliche ÜF-Symptome schießen kann. Die Kosten der Neueinstellung mit den entsprechenden Laboruntersuchungen übersteigen die Ersparnisse bei weitem, ganz abgesehen von den Unanehmlichkeiten für den Patienten, was die Nebenwirkungen und die damit verbundenen Risiken betrifft. Das sind durchaus reale Symptome und keine Placeboeffekte.
Viele Grüße _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
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