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tazdev666 Anmeldung: 17.04.06 Beiträge: 47 MB / ÜF Bremen  40+ |
Beitrag:
Verfasst am: 03. Nov 2010, 20:09 |
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Hallo,
das muss ich ja jetzt mal loswerden.
vor 4 wochen hatte ich was komisches an meinen brüsten entdeckt und bin zu meinem gyn. der hatte dann auch das richtige gemacht - abtasten, ultraschall und BE. zu sicherheit sollte ich aber auf jeden fall zur mammografie, zwecks abklärung ob wirklich nur zysten.
also bin ich zu einer röntgen/mammografie praxis. da habe ich dann erstmal 4 wochen auf einen termin warten müssen.
brauche, glaube ich, nicht wirklich zu erklären, was einem alles so durch den kopf geht - von harmlos bis supergau krebs.
also, heute morgen hin, angemeldet und wurde dann zum wartebereich rechts um die ecke geschickt. also saß ich da und machte mir natürlich einen kopf und während ich da so saß bekam ich folgendes mit (ist leider nur noch aus dem kopf und nicht wortgetreu):
"man, ich bin bei patientin xy (name wurde deutlich genannt) geboren 19XX (geburtsdatum deutlich genannt), weisst schon die mit dem ganz schlimmen befund, wo das sogar bis in die lymphknoten gegangen ist" AH A
"mit dir möcht ich echt nicht tauschen, tut mir leid" AH B
kurz angemerkt, ich kann verstehen, wenn die AH mit dem schicksal einer patientin mitfühlen, zeichnet sie ja auch als menschen aus, aber können die sich darüber nicht im aufenthaltsraum darüber unterhalten?
ich musste erstmal schlucken, und ob ihr es glaubt oder nicht, mein positives denken war futsch.
dann wurde ich auch schon reingeholt und die mammografie gemacht. bin auch sehr schnell zur ärztin gelassen worden. die hat dann auch noch mal einen ultraschall gemacht. natürlich war ich super erleichtert, dass das nur zysten sind, wahrscheinlich bedingt durch einen östrogenüberschuss.
schlimmer fand ich eigentlich, wie sie darauf reagiert hat, als ich ihr sagte, dass ich das nicht so schön finde, wenn sich die helferinnen so laut namentlich, mit geburtsnamen und dem befund darüber unterhalten. wäre halt nicht so aufbauend. abgesehen davon, hätte ich da nicht so das vertrauen, dass mit meinen patientendaten wirklich so vertrauensvoll umgegangen wird (war einige jahre aktiv beim DRK als sani und das erste was uns eingetrichtert wurde: never ever sprich mit irgendjemanden über einen patienten oder eine diagnose etc.).
sie meinte nur, ja das würde sich ja bald ändern im neuen gebäude, ziehen ja am 15.ten um.
worauf ich nur meinte, dass man vielleicht bis dahin nicht über patienten sprechen sollte.
lg,
tazdev666 |
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dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 2001 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p94332)
Verfasst am: 03. Nov 2010, 20:48 |
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Hallo,
das scheint leider recht verbreitet zu sein. In diesem Fall ist es natürlich besonders dumm.
Bei meinem früheren Hausarzt wurden die Diagnosen inklusive Patientennamen auch laut durch den Raum gerufen, wenn man bestimmten Dingen nachfragte. Da in dem Ort praktisch jeder jeden kennt, sollte das eigentlich nicht so sein. Dass man im Rezeptionsbereich manchmal Telefongespräche mehr oder minder zwangsläufig mithören kann bzw. muss lässt sich je nach Räumlichkeiten und Personalausstattung nicht immer vermeiden, aber bei Rückfragen zu Einzelheiten der medizinischen Patientendaten könnte man das schon anders regeln, und das ist in der Praxis, die ich jetzt besuche auch der Fall.
Leider habe ich das auch schon in größeren (Gemeinschafts-)Praxen so erlebt, dass mehrere im Empfang tätige Personen sich lauthals über Patientendaten unterhielten, obwohl es sicher genauso gut möglich gewesen wäre, kurz einige Meter zum Betreffenden hinzugehen und das etwas unauffälliger zu klären.
Viele Grüße
Karl _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
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tazdev666 Anmeldung: 17.04.06 Beiträge: 47 MB / ÜF Bremen  40+ |
Beitrag:  (p94334)
Verfasst am: 03. Nov 2010, 20:52 |
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hallo,
mich erschreckt nur, dass so etwas passiert, hatte es halt nur noch nicht in diesem maße erlebt.
ok, telefon ist schon etwas schwierig, kann ich auch nachvollziehen, aber auch da muss ich sagen, dass bei den paar ärzten, zu denen ich sonst gehe, die ärzte, wie auch die helferinnen so sensibilisiert sind, was diagnosen etc. betrifft.
und wenn man bedenkt, warum frauen in diese praxis gehen, macht es nicht wirklich mut.
lg,
tazdev666 |
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