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Au backe: Lymphknoten raus - langer Schnitt?

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Kohlmeise
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BeitragAu backe: Lymphknoten raus - langer Schnitt?

 (p94560)
Verfasst am: 10. Nov 2010, 00:45
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Hallo,

ich hatte ja bereits unter einem anderen Titel über meine Suche nach den für mich passenden Operateur in München berichtet.

Ich habe ein papilläres SD-CA, das bereits in einen der angrenzenden LK metastasiert hat (so wurde es auch entdeckt). Das heisst, die LK auf dieser Seite müssen auf jeden Fall raus. Habe nun gesagt bekommen, dass das einen Schnitt an der gesamten Halsseite entlang notwendig machen würde.

Ist das wirklich notwendig? Wie waren Eure Erfahrungen?

Viele liebe Grüsse,
Stefanie
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dkrOnline
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 (p94562)
Verfasst am: 10. Nov 2010, 01:07
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Hallo Stefanie,

das glaube ich nicht unbedingt. Mir wurden bei der 2. OP bei einer zentralen Neckdissection ebenfalls insgesamt 13 LK auf beiden Seiten, aber eben nur die am weitesten innen liegenden entfernt. Das geschah, wie die ganze OP durch den wiedereröffneten Schnitt der 1. OP, der dazu nur geringfügig erweitert wurde. Es blieb also beim "normalen" Kragenschnitt in einer Falte relaitv weit unten quer, ca. 10cm breit, den man heut nur noch sieht, wenn man weiß, wo er war. Auße den LK wurde das umliegende Fett- und Bindegewebe von kurz unter dem Kinn bis hinter die Schlüsselbeine entfernt, alles durch den gleichen Schnitt. Nach Auskunft der Nuklearmediziner bei der Nachsorge eine sehr gut ausgeführte OP mit fast keinem Restgewebe. Ich denke, solange nicht auch weiter außen LK entfernt werden müssen, sollte das eigentlich durch den (evtl. geringfügig erweiterten) Kragenschnitt gehen.

Viele Grüße
Karl
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Alba
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 (p94565)
Verfasst am: 10. Nov 2010, 09:16
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Hallo Kohlmeise,

bei mir lief es wie bei Karl, nur daß das bei mir in einer einzigen Operation passierte.
Der Schnitt ist 9 cm lang und heute von Außenstehenden kaum zu erkennen.
Mir wurden etwa 12 Lympknoten auf der Seite, wo auch der Krebs war, entfernt und zusätzlich noch Fettgewebe (Fett-Nerven-Scheide, gibts sowas? Sorry, ich habe die genaue Bezeichnung vergessen)

So ein U-Schnitt wird hingegen gemacht, wenn die sogenannte Neckdissection nicht nur die nächstgelegenen Lymphknoten, sondern möglichst viele und auch etwas weiter entfernte ausräumen soll.

Was bei Dir nötig und möglich ist, darüber mußt Du mit dem Arzt reden. Hast Du denn einen erfahrenen Schilddrüsenchirurgen gefunden?

Grüße von Alba
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sun81Offline
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 (p94567)
Verfasst am: 10. Nov 2010, 10:39
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Hallo Kohlmeise,

auch ich möchte dir Mut machen.

Bei mir wurden in einer 2. OP 41 LK entfernt. Man hat hier die SD-Loge (auch rechts wo kein Krebs war) von LK befreit und auf der linken Seite das Nebenareal der Sd-Loge.

Mein Schnitt ging durch die alte Narbe und wurde zwecks Ausräumung eines größeren Areals linksseitig weiter raus und leicht hoch gezogen (kein U-Schnitt!!)
Und meine Narbe sieht dort wo sie zu den Seite raus verlängert wurde super toll aus!!! Ist jetzt 6,5 Monate nach OP dort kaum noch zu sehen. Ich würde sagen nun ist sie ungefähr 15 cm lang . Weil gebogen ist sie schwer zu messen.
Nur dort wo die alte Narbe (war 5 cm) schlecht verheilt war ist sie etwas auffälliger. UND ich sehe es mehr als andere Personen.... denke ich...

Frage deinen Operateur was er für nötig hält!
Hast du schon eine Nachricht was für ein Krebs im LK war???

Dir alles Gute und für die OP!!!

LG
Sun
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NixenbaerOffline
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München
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 (p94569)
Verfasst am: 10. Nov 2010, 10:57
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Hallo auch von mir!

Ich bin in München im "Dritten Orden" operiert worden und es wurden - bei der zweiten OP jetzt 2010 - 13 Lymphknoten entfernt.
Der Schnitt ist/war genauso groß wie bei der ersten OP 2003, bei der nur ein Teil von beiden Schilddrüsenlappen entfernt wurde. Kein Unterschied Wink
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Sönnchen scheine!Offline
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Anmeldung: 09.05.07
Beiträge: 648
fol. CA onkozytär
bei Ulm
weiblich40+
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 (p94576)
Verfasst am: 10. Nov 2010, 11:59
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Hallo Kohlmeise,

schön, dass Du unser Forum gefunden hast. Möchtst Du Dich nicht - kostenfrei und unverbindlich - in unserem Forum anmelden? Das hat den Vorteil, dass Du (und auch andere) Deine Beiträge einfacher wiederfinden kannst/können.

Außerdem kann man dann im eigenen Profil kurz ein paar Stichworte zum bisherigen Verlauf eingeben, dann ist es für Antwortende einfacher herauszufinden, wie Deine Vorgeschichte ist.

Für Deine Operation finde ich es auch sehr wichtig, einen guten Chirurgen zu suchen, der über große Erfahrung auf diesem Gebiet verfügt.

Die Narbengröße wäre für mich persönlich - wenn auch im ersten Moment ein erschreckender - nicht der entscheidende Punkt. Für die Gründlichkeit der Operation kann es aber vielleicht hilfreich sein, ein gutes und ggfs. großes Sichtfeld zu haben. Vielleicht tröstet Dich dies etwas, falls es tatsächlich zu einem langen Schnitt kommen sollte.

Ich habe schon einige Leute aus unserem Forum kenngelernt, deren Narben, auch wenn sie recht lang waren, kaum auffielen.

Viel Erfolg und alles Gute,

Sandra
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Link innerhalb des ForumsWarum bist Du noch kein Vereinsmitglied? Wir könnten als Verein dann noch mehr erreichen. Wink
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MirimausOffline
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Beiträge: 294
fol. SD-CA pT1bpN0(0...
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 (p94593)
Verfasst am: 10. Nov 2010, 16:31
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Hallo Stefanie,

kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen, dass bei der Entfernung von Lymphknoten häufig der erweiterte Kragenschnitt reicht. In meinem Fall wurden 14 Lymphknoten (beidseitig-zentral) entfernt, wobei die Narbe der Erst-OP zur Komplettierung und Lymphknotendissection neu geöffnet und von ca. 5 auf ca. 9 cm erweitert wurde. Meine Narbe war trotz der Zweit-OP, die 10 Tage nach Erst-OP stattfand, von Anfang an wunderbar, hatte nie irgendwelche "Hubbel", "Knubbel" oder Schwellungen, und ist bereits ca. 6 Monate nach den OP's für alle "Nichteingeweihten" kaum noch wahrnehmbar gewesen. Wenn man sich schon vorher im Klaren ist, welche Lymphknoten-Kompartiments man bei Dir entfernen will, kann Dir der Chirurg bestimmt vorab sagen, mit welcher Schnittgröße Du in etwa zu rechnen hast. Generell hätte ich persönlich zu jedem Zeitpunkt lieber eine größere Narbe akzeptiert, als das even. wegen zu wenig Platz im OP-Feld z.B. mein bereits im Vorfeld beleidigter Stimmbandnerv noch größeren Schaden genommen hätte.

In Bezug auf Deine Suche nach einer geeigneten Klinik im Münchner Raum, ist mir noch folgender Thread Link innerhalb des ForumsBeitrag (p92022) eingefallen, der vielleicht für Dich interessant sein könnte.

Wenn Du Dich, wie Sandra vorgeschlagen hat, kostenlos und unverbindlich hier als Forums-Mitglied anmeldest, dann kannst Du übrigens auch von der Möglichkeit der PM Gebrauch machen.

Weiterhin alles Gute für die bevorstehende Zeit wünscht Dir mit herzlichen Grüßen

Mirimaus
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kohlmeiseOffline
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pap. SD-CA
München
keine Angaben
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BeitragIhr Lieben

 (p94625)
Verfasst am: 10. Nov 2010, 22:46
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Blume Blume Blume Blume

Ihr Lieben,

vielen Dank für Eure vielen aufmunternden und hilfreichen Worte. Mir gehts schon viel besser. Es sieht sehr danach aus, dass ich von Prof. Trupka operiert werden werde, und ich bin sehr froh, hier nur positives über ihn zu lesen.

Er bevorzugt auf jeden Fall freie Sicht vor kürzerer Narbe. Er will anscheinend wirklich alle LKs auf der Halsseite erwischen, auf der bereits ein befallener LK gefunden wurde (der leider nicht mehr im zentralen Segment liegt). Das wird wohl ein langer Schnitt, aber wenns der Wahrheitsfindung dient ... Confused

Shocked bzw. Alle können dies sehen Was ich noch niemanden gefragt habe, aber gerne wissen würde: warum fieselt man eigentlich noch den letzten LK raus (mit teilweise erheblichem Risiko wegen zB Nähe zum Recurrens), wenn danach doch ohnedies noch eine RJT gemacht wird? Wärs nicht sinnvoller, das Risiko durch die OP gering zu halten und auf die RJT zu vertrauen? Habt Ihr das vielleicht schon mal erklärt bekommen?

Viele liebe Grüsse,
Kohlmeise
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dkrOnline
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 (p94627)
Verfasst am: 10. Nov 2010, 23:02
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Hallo Kohlmeise,

die RJT zerstört zwar theoretisch alles jodspeichernde Gewebe also auch differenziert Tumorzellen in Lymphknoten. Das Problem ist, dass das J131 auch erstmal überall hinkommen muss. Da das radioaktive Jod über den Blutkreislauf verteilt wird und die LK eher schlecht versorgt sind, gelangt das J131 auch schlechter in diese als in anderes Restgwebe. Deshalb sind auch bei manchen 2 oder Mehr RJTs notwendig um alles Restgewebe zu zerstören. Wenn man nun z.B. einen befallenen LK vollständig beließe, wäre es vermutlich sehr schwierig, diesen komplett durch RJT zu zerstören, weshalb man immer versucht zunächst alles Tumorgewebe, dessen man habhaft werden kann soweit es eben geht, chirurgisch zu entfernen.

Viele Grüße
Karl
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sun81Offline
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Pap. CA, pT2
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 (p94676)
Verfasst am: 12. Nov 2010, 11:34
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Hallo Kohlmeise,

Karl hat es ja schon soweit aus medizinischer Sicht erklärt.

Als genau solche eine Betroffene kann ich dir nur sagen, dass es gut ist wenn dein Chirurg gründlich vorarbeitet.

Bei mir war damals die SD-OP wegen kalter Knoten und einem unklaren Knubbel cervikal angestrebt. Der Schnellschnitt zeigte Krebsanzeichen und so würde die gesamt SD rausgenommen. Jedoch wollte der Chirurg trotz des cervikalen Tumors nicht vorschnell zu viele LK entfernen und hat nur die 6 Stück zur Bestimmung der Tumorgröße entnommen.
Die RJT würde den Rest erledigen! Denkst du! Ich hatte einen erhöhten Tumormarker, aber eine bildliche Darstellung und damit die Zerstörung durch Radiojod war nicht möglich. Der LK war einfach noch nicht durchblutet und damit kommt kein Radiojod zwecks Zerstörung rein.
Ich wurde ein 2. Mal operiert und hoffe nun, dass dies für die Zukunft ausreichend war. Es wurden zwei pathologische Gutachten gefertigt wovon das 2. Gutachten aussagte, dass von 41 entfernen LK 1 befallen war.

Und wie oben geschrieben - die Verlängerungen meiner ersten Narbe sehen super aus und sind fast nicht zu sehen.
Außerdem ist mein Tumormarker weg und damit kann ich auch beim Blick auf den Bereich meiner ersten Narbe - der ja nicht so schön geworden ist - immer noch sagen, es hat sich gelohnt und das ist das allerwichtigste!!!!

Ich wünsche dir für deine OP alles Gute und denke, der Chirurg macht es schon richtig.

Liebe Grüße
Sun
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