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Balu
Anmeldung: 09.02.07 Beiträge: 220 SD OP 03/07; Kalte K... Niedersachsen/Emden  40+ |
Beitrag: (p95125)
Verfasst am: 26. Nov 2010, 14:34 |
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Hallo,
oh man, sorry, aber ich muss mal meinen neuesten Ärztehorror loswerden...
In den letzten 4 Monaten hab einen Ärztemarathon mitgemacht, das geht schon auf keine Kuhhaut mehr....
Angefangen hats mit heftigen Unterleibsschmerzen im Juli (die ich immer noch habe)
Mein erster Gedanke war das es einen gynäkologischen Ursprung haben könnte - war aber nicht, allerdings meinte meine Gyn das in meiner Gebärmutter etwas wächst –da sollte ich mich mal besser von trennen.
gemacht/getan - war nur ein harmloser Polyp.
Da er nicht für meine Schmerzen verantwortlich war bin ich dann zu meinem HA.
Bauch abgetastet (auuuuahhh!), Ultraschall, Blutentnahme - er hatte keinen Plan, meinte ich sollte eine Darmspiegelung machen lassen wenn ich mich von dem gynäkologischen Eingriff erholt habe und die Schmerzen nicht nachlassen würden.
Wurde natürlich nicht besser, im Gegenteil, jetzt hatte ich zusätzlich noch heftige, rechtsseitige Schmerzen die immer mal wieder auftauchten wie es ihnen gefiel.
Wiederwillig zum Arzt und nen Termin geholt, dieses Ekelzeug getrunken und ne herrliche Nacht auf dem Klo verbracht.
Ach ja, falls ihr mal vor die Frage gestellt werdet ob ihr ne Darmspiegellung mit CO2 machen lassen wollt oder mit normaler Raumluft - nehmt das CO2! War ne IGEL Leistung für 2,- Euro und macht keinerlei Probleme (Blähungen)
Blöderweise hab ich die Spiegelung ohne Narkose machen lassen, hatte keinen der mich fahren konnte. DAS mach ich bestimmt nicht wieder...
Jedenfalls ist auch hier nichts rausgekommen, alles supi.
Im Anschluss wieder zum HA, nochmal Blut und Ultraschall -> alles ok.
Überweisung zum CT
3x dürft ihr raten - wieder alles ok.
Inzwischen hatten wir Ende August.
Beim HA hatte ich dann in der Praxis eine heftige Schmerzattacke, ich konnte nicht mehr sitzen
Er machte für mich im KH einen Termin, ich sollte am nächsten Morgen dort vorstellig werden. Eine Bauchspiegelung war angedacht.
Ich mich nach Hause gequält die Nacht mit Schmerzmitteln einigermaßen überstanden und bin am nächsten Tag ins KH
Auch dort wieder übelste Schmerzen. Schmerzgekrümmt lag ich in der Notaufnahme.
Rausgekommen ist erst mal nix, außer leicht erhöhte Leukozyten.
Dann das schärfste - die Ärztin meinte sie hätte mir einen Termin in der Chirurgischen Sprechstunde gemacht - 10 (!!) Tage später.
Ich hab dann nur gefragt was erst passieren muss bis man Hilfe bekommt... Nach Rücksprache mit der Oberärztin hab ich dann einen OP Termin eine Woche später bekommen.
Fragt nicht wie ich die Woche überstanden habe, mein Schmerzmittelkonsum stieg ins unermessliche...
Nach der OP meinte der Arzt nur zu mir: wir haben nix gefunden, zur Vorsicht haben wir mal den Blinddarm entfernt. Sie können auch heute schon nach Hause...
Ich hab ihn nur angeguckt und gefragt wie ich das machen solle, ich hatte bestialische Schmerzen und konnte nicht mal sitzen und liegen ging auch nur flach auf dem Rücken.
Die Schmerzen wurden immer schlimmer, in der Nacht wurde die diensthabende Ärztin ganz schön nervös...
Es kam schon die Anweisung nicht mehr essen oder trinken!
Dann stellte sich raus das ich mir ne nette Harnweginfektion eingefangen hatte.
Bekam ein Schmerzmittel und Antibiotika und nach 2 Tagen war jedenfalls dieses Problem aus der Welt.
Und der Pathologe ließ ausrichten das der Blinddarm chronisch entzündet war (das waren die rechtsseitigen Schmerzen)
Ich durfte dann nach Hause, hatte aber immer noch arge Probleme mit dem sitzen (mehr als 30 min ging nicht)
Dann bekam ich auch noch Husten und der Bauch tat doppelt weh...
Aber als der Husten nach 2 Wochen weg war, waren die Bauchschmerzen immer noch da.
Mein HA fing zu diesem Zeitpunkt an davon zu sprechen das ich bestimmt psychische Probleme hätte und deshalb die Schmerzen.
Ich kenn mich inzwischen recht gut und war mir sicher das ausschließen zu können.
Die weiteren Details des Gespräches erspare ich euch lieber...
Als ich ihm dann auch noch sagte das ich das Gefühl hätte das mit meiner Blase etwas nicht stimmt und das sich ne Harnweginfektion anbahnt hat er mich gar nicht mehr ernst genommen - der Test in der Praxis war auch negativ.
Allerdings kenne ich diese Probleme nur zu gut, da habe ich relativ häufig mit zu tun. Und da ich nur eine Niere habe bin ich immer sehr vorsichtig was das angeht. Das weiß er natürlich auch und hat sich dann bereit erklärt eine Urinkultur anzulegen.
Gleichzeitig gab er mir dann noch eine Überweisung zur Chirurgie, wo die Bauchspiegelung gemacht wurde - die sollten sich das nochmal angucken.
Da bin ich dann an den Chefarzt geraten - das schlimmste was mir beim Arzt je passiert ist.
Der drückt mir auf den Bauch, ich sag das es verdammt weh tut und der sagt: das kann gar nicht!
Ich weiß nicht ob es grad nen Lehrgang gegeben hat auf dem erzählt wurde das psychische Probleme Schmerzen verursachen können, jedenfalls schlug der auch in diese Kerbe. Der hat mir ins Gesicht geguckt und gesagt das die Schmerzen, so wie ich sie beschreibe, nicht vorhanden sein können...
Das Gespräch hatte dann auch ziemlich schnell ein Ende. In dieses KH werde ich freiwillig keinen Fuß mehr setzen.
Jedenfalls hatte ich kurz danach durch ein Telefonat mit meinem HA die Gewissheit dass ich mir ne Nierenbeckenentzündung zugezogen hatte - und zwar vom feinsten. 4 Wochen hab ich mich damit rumgequält.
Irgendwann bin ich dann wieder zu HA, es wurde, trotz Antibiotika, einfach nicht besser.
Und dann bin ich beim Urologen gelandet. Inzwischen ist es November.
Beim ersten Nierenröntgen der erste Satz des Arztes: was ist das denn??
Selbst als Laie unschwer zu erkennen - mit dem linken Harnleiter stimmt was nicht (das ist der Harnleiter der sinnlos in der Gegend rumliegt da die Niere fehlt)
Das wolle er mit einer Urografie genauer abklären.
Er hat dann auch die CT Bilder aus August bekommen und da war für ihn schon fast klar das es ein Stein sein müsse. Ungewöhnlich, aber nicht unmöglich.
Und bei der Urografie hat sich das auch bestätigt.
Und auf den CT Bildern kann man wunderbar über 2,5 cm eine Veränderung am Harnleiter sehen, leider hat der Radiologe das nicht...
Nun endlich nimmt auch mein HA meine Schmerzen wieder ernst.
Jetzt muss ich wieder 2 Wochen warten, dann folgt die dritte OP in diesem Jahr. Dann wird der Harnleiter, samt Stein, entfernt und ich kann, hoffentlich, endlich wieder ein normales Leben führen.
Ernsthaft, ich frage mich wie viele Menschen in unserem Land mit unerkannten Problemen in ihrem Körper rumlaufen.
Nur weil kein Arzt (außer mein Urologe) auf die Idee gekommen ist sich die CT Bilder mal persönlich anzugucken, der Radiologe beim auswerten geschlampt hat, meine Probleme nicht in ein gängiges Krankheitsbild passen (ein Stein in einem Harnleiter mit funktionierender Niere tut viel mehr weh), man 2 Probleme auf einmal hat, deshalb laufe ich seit über 4 Monaten mit starken Schmerzen durch die Gegend.
Ich kann ja echt von Glück sagen das ich diese heftige Infektion bekommen habe sonst würde ich immer noch mit der Ungewissheit rumlaufen und vermutlich irgendwann auf der Couch landen um dann festzustellen das ein Psychiater auch keine Steine mit Gesprächen heilen kann.
Mein größter Wünsch – das Ärzte die Probleme ihrer Patienten ernster nehmen - und dem Arzt im KH den Stein an den Kopf werfen…
Ich musste es einfach mal loswerden…
LG
Anja _________________ ICH LAß MIR ALLES NEHMEN, NUR DIE HOFFNUNG NICHT!
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Meine ganze Geschichte |
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dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 2001 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p95127)
Verfasst am: 26. Nov 2010, 15:08 |
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Hallo Anja,
da hast Du aber gleich die volle Ladung abbekommen. Bei unklarem Bauch denkt jeder an was anderes, statt an was naheliegendes.
Seit ich von meinen Steinen weiß, führt mich auch bei nicht ganz typischen Beschwerden der erste Weg zum Urologen, bevor jemand anderes auf dumme Ideen kommt.
Bei meiner Nierenkolik hat der Arzt in der Notaufnahme auf dem Ultraschall nix gesehen, auf dem Röntgen war angeblich auch nix zu sehen, der Urologe hatte kaum den Schallkopf in der Hand und wusste schon Bescheid.
Gute Besserung
Viele Grüße
Karl _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
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meerblau Anmeldung: 09.05.04 Beiträge: 5000 Pap. SD-Ca, follikul... Hannover  40+ |
Beitrag:  (p95129)
Verfasst am: 26. Nov 2010, 15:17 |
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Hallo liebe Anja,
ich wünsche dir sehr, dass du deine Schmerzen ganz bald los bist und nie nie wieder so einen Ärztemarathon hinter dich bringen musst...
Was in dir vorgegangen sein mag, kann ich mir ein bisschen vorstellen. Denn Ärztemarathons kenne ich auch und auch, dass die Psyche die Ursache für körperliche Beschwerden sein soll und keiner mich ernst nimmt ...
Mitfühlende Grüße
Esther _________________ _________________
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Balu
Anmeldung: 09.02.07 Beiträge: 220 SD OP 03/07; Kalte K... Niedersachsen/Emden  40+ |
Beitrag:  (p95146)
Verfasst am: 26. Nov 2010, 20:47 |
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Danke für eure guten Wünsche,
ich wünschte das ganze wäre schon vorbei - ich bin schon wieder so mega nervös wg. der OP....
@Esther: du hast es aber auch nicht grad einfach, mit deiner Geschichte...
Manchmal wünschte ich mir der Arzt könnte mal kurz mit dem Patienten tauschen - vielleicht passiert dann mal schneller was in die richtige Richtung
LG |
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meerblau Anmeldung: 09.05.04 Beiträge: 5000 Pap. SD-Ca, follikul... Hannover  40+ |
Beitrag:  (p95167)
Verfasst am: 27. Nov 2010, 10:50 |
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Liebe Anja,
tolle Idee mit dem Tausch! Und es passiert ja wirklich, dass Ärzte mehr Verständnis haben, wenn sie selbst einmal in so eine Situation kommen.
Aber noch schöner wäre es, wenn sie diese doofe Erfahrung gar nicht machen müssten. Ich denke, dass es in der Mediziner-Ausbildung in dieser Hinsicht noch große Lücken gibt, die dringend gefüllt werden müssen...
Ich halte jedenfalls alle Daumen gedrückt, dass es mit der OP super läuft und du hinterher endlich schmerzfrei sein wirst
Herzliche Grüße
Esther _________________ _________________
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Balu
Anmeldung: 09.02.07 Beiträge: 220 SD OP 03/07; Kalte K... Niedersachsen/Emden  40+ |
Beitrag:  (p95600)
Verfasst am: 09. Dez 2010, 00:30 |
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so, Koffer ist gepackt, morgen gehts in die Klinik und Freitag wird operiert.
Man, bin ich nervös.... |
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Ina M. Anmeldung: 03.06.06 Beiträge: 1094 SD.OP 2002 Hypoparat... Niedersachsen  40+ |
Beitrag:  (p95609)
Verfasst am: 09. Dez 2010, 07:15 |
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Liebe Anja,
meine Daumen sind fest gedrückt
"Alles wird gut" ich liebe diesen Spruch...
ganz liebe Grüße schickt dir
Ina  |
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Balu
Anmeldung: 09.02.07 Beiträge: 220 SD OP 03/07; Kalte K... Niedersachsen/Emden  40+ |
Beitrag: (p96978)
Verfasst am: 26. Jan 2011, 00:08 |
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so, ich mach mal hier weiter, will kein extra Thema aufmachen.
Also, die OP hab ich recht gut überstanden und nach 10 Tagen Krankenhaus war ich kurz vor Weihnachten auch wieder zu Hause.
Hatte zwar noch starke Schmerzen, aber hey, ich bin Optimist, das wird wieder.
Über Weihnachten wurds dann richtig heftig, Schmerzen und Probleme beim gehen.
Bin dann am Tag nach Weihnachten zum Arzt, wollte mir nur andere Schmerzmitel holen, mit IBU 800 kam ich nicht weiter.
Der Arzt hat ein Ultraschal gemacht und mich in KH geschickt - Flüssigkeit in der Wunde. Das wurde abpunktiert und ich, da es mir echt dreckig ging, stationär aufgenommen.
2 Wochen haben die mich da behalten.
Es wurde nochmak punktiert und ich durchgecheckt.
Die Schmerzen wurden kaum weniger.
Da die Ärzte keine organische Ursache finden konnten geht man jetzt davon aus das es chronisch Schmerzen sind.
Ich bekam Palladon und Amitriptylin.
Da 2x 4 mg Palladon nicht den Erfolg hatten den man sich erwünschte wurde das ganze auf 2x 8 mg erhöht.
Das hat mich, vom Kreislauf her allerdings umgehauen so das man zurück auf 2x 4mg gegangen ist, auch diese Dosis machte Probleme von den Nebenwirkugen.
Wenns zu schlimm wurde mit den Schmerzen gabs eine Akuttablette zusätzlich. Die Nebenwirkungen runtergespielt.
Am Tag der Entlassung teilte mir die Ärztin mit ich solle nun täglich, alle 8 Stunden 4mg nehmen.
Auf meine Frage nach den Nebenwirkungen, die ich sehr heftig zu spüren bekam, wurde mir gesagt: daran gewöhnt sich der Körper.
Weiterhin solle das ganze über eine Schmerzambulanz begleitet werden.
Soweit, so gut. Bzw. gar nix gut...
Mein HA hat mich zur Schmerzambulanz überwiesen - dort sagte man mir 1-1,5 Jahre Wartezeit auf einen Termin
Nur, die Nebenwirkungen machen mich fertig
Mir ist übel, meine Verdauung ist hinüber, ich bin nur noch Müde - 12 Stunden Schlaf sind normal, richtig wach bin ich kaum noch.
Dazu kommen wilde Träume
Ich kann mich nicht konzentrieren, bin vergeßlich, das Kurzzeitgedächnis läßt mich im Stich.
Mein Kreislauf spielt verrückt, Schweißausbrüche - und das schlimmste, ich bin Zeitweise verwirrt, weiß teilweise nicht wo ich bin.
Ich hab dann nochmal bei meinem HA angerufen und ihm meine Lage erklärt.
Er meinte nur, am Telefon könne er mir schlecht helfen, ich solle nochmal zur Schmerzambulanz fahren, mich dort in die Praxis setzen und warten bis ich dran bin, da ich krank geschrieben bin hätte ich ja viel Zeit...
HaHaHa...
OK, ich bin dann dort hingefahren, allerdings hab ich nen Termin für nächste Woche Freitag bekommen.
Nur für ein kurzes Arztgespräch, mehr ist nicht drin...
Und nun sitz, bzw. lieg ich hier und weiß nicht was ich bis dahin tun soll
Kennt sich jemand mit Palladon und den Nebenwirkungen aus?
Gewöhnt sich der Körper wirklich an die heftigen Nebenwirkungen von dem Zeug?? Ich nehme das Zeug jetzt doch schon seit 3 Wochen...
Lasse ich sie weg, hab ich Schmerzen, nehme ich sie, haut es mich anderweitig um... Pest oder Cholera...
Helfen tut mir keiner, es fühlt sich keine Arzt für meine Probleme mit dem Zeug zuständig.
Langsam aber sicher verzweifel ich.... |
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InSeNSU
Anmeldung: 30.10.04 Beiträge: 3183 Basedow, Hypoparathy... Schiffdorf  50+ |
Beitrag:  (p96985)
Verfasst am: 26. Jan 2011, 12:06 |
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Liebe Anja,
gibt es bei dir Leute (Verwandte, Freunde, Nachbarn), die sich um dich kümmern können? Allein wäre es schwer, aber ich würde mich an deiner Stelle mit diesem Resultat nicht abfinden! Du kannst doch jetzt nicht den Rest deiner Tage mit Schmerzmitteln verbringen. "Chronische Schmerzen ohne organische Ursache" -was ist das denn für eine Diagnose???
Du hast ein Anrecht auf eine "zweite Meinung" von einem anderen Arzt. Wenn du in einer guten Krankenkasse bist, ruf dort an und frag, ob sie dir eine andere Klinik benennen können oder sonst einen Tipp geben, auch in Sachen Wartezeiten. In der Klinik in Leer hat man laut www.weisse-liste.de sehr viel mehr Erfahrung mit Nierensteinen etc. als in Emden. Vielleicht solltest du dich da noch mal vorstellen.
Halt die Ohren steiff und kämpfe, auch wenn der Kampf jetzt eigentlich schon viel zu lange dauert!
Baldige Hilfe wünscht dir
Frauke |
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Balu
Anmeldung: 09.02.07 Beiträge: 220 SD OP 03/07; Kalte K... Niedersachsen/Emden  40+ |
Beitrag:  (p97155)
Verfasst am: 29. Jan 2011, 20:56 |
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Danke, Frauke, für deine Antwort.
Die OP wurde im Klinikum Oldenburg gemacht.
Deren Urologie hat einen guten Ruf. Im Bezug auf die urologische Geschichte hab ich mich dort auch sehr gut aufgehoben gefühlt.
Ich hab hier eine tolle Nachbarin, wenn sich bei mir nix tut dauert es nicht lange und sie klingelt Sturm...
Familie wohnt etwas weiter weg, es gibt aber regelmäßigen Kontakt
Ich stütze mich im Moment auf den Termin am Freitag und hoffe das dort jetzt etwas weiterführendes rauskommt, bzw in die Wege geleitet wird.
Wenn das nicht weiterhilft werd ich mir eine zweite Meinung einholen
Leer scheint ja, auch im Bezug auf chronische Schmerzen, die richtige Wahl zu sein. Vielen Dank für den Link
Parallel hab ich jetzt einen Kurantrag gestellt.
Irgendjemand muß doch in der Lage sein mir zu helfen... |
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Balu
Anmeldung: 09.02.07 Beiträge: 220 SD OP 03/07; Kalte K... Niedersachsen/Emden  40+ |
Beitrag:  (p99825)
Verfasst am: 01. Apr 2011, 15:57 |
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Moin,
nach längerer Abwesenheit dachte ich mir mal ich schreib mal wie es in der letzten Zeit weitergegangen ist...
1. ich bin immer noch Krankgeschrieben
2. die Story hat sich wirklich so zugetragen und ich hoffe das dieses kein Normalzustand in deutschen Arztpraxen ist...
3. ich bin verdammt Dankbar das es alternative Heilmethoden gibt (auch wenn man diese selber zahlen muss)
mein HA weigerte sich ja mir ein anderes Schmerzmittel zu geben - Aussage hier sinngemäß - sie bekommen BTM, was soll ich ihnen denn noch geben? (ev. etwas das die Schmerzen in den Griff bekommt??)
Also hab ich die Zähne zusammengebissen und versucht die Schmeren mit Palladon und IBU in den Griff zu bekommen.
Ganz ist es nicht gelungen, ein "Restschmerz blieb + die verdammten Nebenwirkungen...
Schmerzambulanz? Ich weiß nicht ob ich über den Termin lachen oder weinen soll - einen weiteren Termin hab ich für ende Juni! Ich durfte einen Schmerzfragebogen ausfüllen. mM nach gehen diese Fragen schon sehr unter die Gürtellinie und haben einfach NICHTS mit meinen Problemen zu tun...
Zweite Meinung? Nicht so einfach wenn man einen Hausarztvertrag abgeschlossen hat und somit nicht mal einfach einen Facharzt aufsuchen kann.
Dazu hätte ich den HA wechseln müssen, in der Hoffnung dann an einen anderen Arzt zu gelangen der mir auch wirklich hilft hier weiterzukommen.
Allerdings war ich die letzten Monate so fertig - ich hatte nicht die Kraft dazu.
Etwas Hoffnung hat mir meine KK gemacht mit dem Medizinischen Dienst - hier kam aber nur raus das ich eine Kur machen soll, da meine Erwerbsfähigkeit stark gefährdet sei.
Nun gut - der erste Antrag wurde am 19.01. eingereicht - eine Antwort, trotz mehrfachem Nachfragen, hab ich immer noch nicht.
dann hab ich mich entschlossen eine sehr gute Heilpraktikerin aufzusuchen um überhaupt mal einen Anhaltspunkt zu bekommen wo ich suchen soll - Probleme mit dem 4 + 5 Lendenwirbel und eine Entzündung im Körper.
Sie hat mir was pflanzliches empfohlen, leider hats nicht gewirkt
Glücklicherweise waren grad die 6 Monate um und meine SD Werte waren mal wieder fällig (Super Werte - jedenfalls etwas )
Allerdings keine erhöhten Entzündungswerte....
Zu dem Zeitpunkt habe ich immer wieder versucht vom Palladon wegzukommen - vergebens, die Schmerzen wurden schnell unerträglich - besonders im linken Bein
Das einzige wovon ich mich trennen konnte war das Amitriptylin - langsam aber sicher entfernte sich der Nebel in meinem Kopf - die Albträume wurden weniger, die Verwirrtheit und die Angstzustände nahmen ab.
Mein HA fing ab März wieder ganz erheblich an in die Schiene Psyche zu schlagen.
Er würde mich nicht weiterbehandeln wenn ich mich weigern würde einen Termin bei Psychologen zu machen.
Auch das ich eigenmächtig das Amitriptylin abgesetzt hatte fand er gar nicht gut.
Meine weiteren Nebenwirkungen durch das Palladon spielte er runter - Zitat: wer Schmerzfrei sein will muß mit den Nebenwirkungen klar kommen...
Hierzu gehören starke Müdigkeit (40 Stunden schlafen, 8 Stunden wach) und erhebliche Darmprobleme.
Und das mein Darm so gut wie gar nicht mehr funktioniert war ihm egal...
Dann war ich mal wieder bei meiner Family und hatte grad mal wieder heftige Probleme mit meinem Bein und ordendlich Schmerzen.
Meine Schwägerin hat mich dann am Kragen gepackt und zu einem "Knochenbrecher" gebracht, der ihr auch schon geholfen hat.
Der stellte dann auch Probleme mit dem 4. + 5. Lendenwirbel fest - zusätzlich noch einen verdrehten Ischiasnerv und Probleme mit dem Brustwirbel.
Auch meinte er es sei noch eine Entzündung im Körper (wo kommt die bloß her?? und wieso ist die im Blut nicht nachweisbar? *grummel*)
Er hat dann kurz auf den Wirbeln rumgedrückt und ich hatte einen Tag heftige Rückenschmerzen. Aber das Bein... kaum noch Probleme
Dann bin ich Mutig geworden und hab zu x-ten mal versucht ohne Palladon auszukommen - seit 3 Tagen gehts jetzt ohne und ich bin jetzt schon einige 100 Meter gelaufen ohne vor Schmerzen zusammenzubrechen
Und ich war inzwischen auch erfolgreich auf dem Klo - was kann das schon sein *gg*
Allerdings hab ich immer noch Schmerzen im Narbenbereich...
Ich versuch jetzt grad noch die Heilpraktikerin zu erreichen, sie wollte mich, wenn alles nicht hilft, mit einem ihr befreundeten Arzt zusammen bringen...
Den Termin beim Couchdoc hab ich mir auch geben lassen - er ist auch Neurologe und ich hoffe das er auch in die Richtung guckt (ich sach nur Ischias...)
Danach werde ich meinem HA in den Popo treten und mir einen neuen Arzt suchen. Ich sammel grad empfehlungen aus dem Bekanntenkreis für einen neuen Arzt.
Dann hoffe ich das die Kur langsam mal bewilligt wird und ich die ganze Sch*** mal ganz gepflegt verarbeiten kann.
Auch wenn ich das Vertrauen in die Weißkittel inzwischen verloren habe....
Liebe Grüße,
Anja _________________ ICH LAß MIR ALLES NEHMEN, NUR DIE HOFFNUNG NICHT!
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Meine ganze Geschichte |
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Balu
Anmeldung: 09.02.07 Beiträge: 220 SD OP 03/07; Kalte K... Niedersachsen/Emden  40+ |
Beitrag:  (p100609)
Verfasst am: 16. Apr 2011, 12:55 |
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so, ich muß mir mal ein wenig den Frust von der Seele schreiben...
Meinen HA hab ich inzwischen gewechselt, vom Palladon bin ich komplett runter, Nebenwirkungen alle wieder verschwunden.
Aufgrund der tatsache das ich den Arzt gewechselt habe bin ich in den Besitz der Arztbriefe gekommen.
Die aus dem KH fehlten mir ja noch.
Und jetzt fängt mein Frust/Ärger an...
Im Entlassungsbrief des KH steht eindeutig das weitere fachurologische Kontollen gemacht werden sollen, was bisher nicht geschehen ist, mein Ex-HA hielt es nicht für nötig.
Weiterhin enthielt dieser Brief den CT Befund aus dem KH - und jetzt geht mir ganz gepflegt die Hutschnur hoch.
Ich habe seit der OP, die jetzt 4 Monate her ist, tierische Schmerzen in der Narbe.
Zu sehen war dort eindeutig die Flüssigkeit, die sich ja in der Wunde gebildet hatte.
Beschrieben wird es wie folgt:
Verdacht auf Bauchdeckenabszess linker Unterbauch knapp unterhalb des Beckeneingangs. Möglicherweise Fremdmaterial in der Bauchdecke. Nebenbefundlich unklare kleine Hypodensität im Segment 6 der Leber sowie fraglicher Rundherd im Mittellappen.
Was bitte soll ich davon halten??
Fremdmaterial? Freunde von mir ärgern mich seit Monaten mit der Aussage das bestimmt ein Tupfer vergessen wurde was ich immer mit einem (gequältem) Grinsen als Unsinn abgetan habe - und jetzt muß ich sowas lesen....
Warum hält es ein Arzt nicht für nötig die Diagnose der Leber abzuklären??
Warum hat der mich nicht zu den urologischen Kontrollen geschickt?
Hat er die Berichte überhaupt gelesen?
Und meine neue Ärztin hat jetzt erstmal Urlaub - super...
Sobald sie wieder da ist werd ich dort auf der Matte stehen....
Ich überlege ernsthaft rechtliche Schritte einzuleiten...
Gefrustete Grüße,
Anja _________________ ICH LAß MIR ALLES NEHMEN, NUR DIE HOFFNUNG NICHT!
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Meine ganze Geschichte |
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InSeNSU
Anmeldung: 30.10.04 Beiträge: 3183 Basedow, Hypoparathy... Schiffdorf  50+ |
Beitrag:  (p100622)
Verfasst am: 16. Apr 2011, 22:03 |
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Hallo Anja,
der schlechte Film ist offensichtlich immer noch nicht zuende .
Vielleicht wäre es gut sich mit dem ganzen Kram an die unabhängige Patientenberatung zu wenden:
http://www.unabhaengige-patientenberatung.de/
Jetzt ist es nämlich wichtig, keine strategischen Fehler zu machen (Beweissicherung!), damit ggfs. rechtliche Schritte auch erfolgreich sind. Und rechtliche Schritte finde ich in diesem Fall ziemlich wichtig, wenn du die Kraft dafür hast.
Natürlich ist vorrangig, die medizinischen Fragen neu aufzurollen, damit es dir endlich bald besser geht. Ich hoffe du findest dafür (vielleicht mit Hilfe der KK) die richtigen Ärzte.
Alles Gute wünscht dir
Frauke |
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Balu
Anmeldung: 09.02.07 Beiträge: 220 SD OP 03/07; Kalte K... Niedersachsen/Emden  40+ |
Beitrag:  (p100636)
Verfasst am: 17. Apr 2011, 11:20 |
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Hallo Frauke,
das mit der Kraft ist so eine Sache, ich bin nur froh das ich es endlich geschafft habe aus dem Loch der letzten Monate rauszukommen.
Vorrangig werde ich jetzt mit meiner neuen Ärztin die Geschichte neu aufrollen um den Schmerzauslöser zu finden.
Die ersten Überweisungen hab ich in der Tasche, in 2 Wochen kann ich ein erstes Fazit ziehen.
Je nachdem was jetzt weiterführend rauskommt werde ich ggf das rechtliche in Angriff nehmen.
LG |
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Balu
Anmeldung: 09.02.07 Beiträge: 220 SD OP 03/07; Kalte K... Niedersachsen/Emden  40+ |
Beitrag:  (p101147)
Verfasst am: 29. Apr 2011, 16:22 |
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so, Diagnose steht: Läsion des Plexus Lumbosacralis Links - auf deutsch - eine Schädigung des Lenden-Kreuz-Geflechts
jetzt warte ich auf meinen MRT Termin um dann zu erfahren wie es weitergeht....
und ich hab im Januar meinen Ex-HA gefragt ob´s neurologischen Ursprung sein könnte. Nöööö, das wäre ausgeschlossen, ich solle mich mal nicht in irgendwelche Sachen verrennen, da kann nichts sein, alles Humbug....
*grimpf* _________________ ICH LAß MIR ALLES NEHMEN, NUR DIE HOFFNUNG NICHT!
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Meine ganze Geschichte |
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