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Lebenserwartung nach Schilddrüsenkrebs

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jero
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 (p99408)
Verfasst am: 25. März 2011, 01:59
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ich habe heut erfahren das ich an sd-krebs erkrankt bin mit diagnose auf follikulärem karzinom nun hab ich eine frage zur lebenserwartung da ich im intenet immer nur lesen kann das so und soviel prozent bis 10 jahre oder länger leben nach diese krankheit nur denk ich da ich 24 jahre bin das es zu kurz ist und ich eigentlich denke das durch tabletten und ärzlicher hilfe schon noch ein paar jahre mehr drin wären oder sehe ich das falsch?
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dkrOffline
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 (p99410)
Verfasst am: 25. März 2011, 02:37
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Hallo,


ja da sollten noch ein paar Jahre mehr drin sein.

Über eines solltest Du Dir allerdings klar sein, man kann immer nur über Wahrscheinlichkeiten und Durchschnittswerte reden. Einen Idividuellen Verlauf kann niemand wirklich vorraussagen.

Es gibt neben der Tatsache follikulärer SD-Krebs an sich noch den ein oder anderen Faktor, der Einfluss auf die Prognose hat. Allgemein kann man sagen, dass die Restlebenenserwartung bei differenziertem SD-Krebs, sofern es eine erfolgreiche Therapie gab, d.h. OP und Radiojodtherapie, die zur einer erfolgreichen Ablation des restlichen SD-Gewebes führte und keine Fernmetastasen vorliegen, in etwa die gleiche oder bei jüngeren Patitienten ( Alter bei Diagnose < 45 J.) sogar etwas besser ist als die der Normalbevölkerung, was vermutlich daran liegt, das Krebspatienten insgesamt gesundheitlich eher besser überwacht sind als andere.

Wie Deine Diagnose im Einzelnen aussieht, dazu hast Du nichts weiter gesagt. Wurdest Du bereits operiert, was war die Einstufung des Karzinoms, gab es eine Radiojodtherapie, wie war das Ergebnis? Das müsste schon wissen, um Näheres sagen zu können.

Viele Grüße
Karl
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HaraldOnline
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 (p99442)
Verfasst am: 25. März 2011, 14:45
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Hallo,

zu den notwendigen Therapien und zur Lebenserwartung hat Dir dkr ja schon einiges geschrieben.

Die 5- bzw. 10-Jahresangaben beziehen sich auf die Krebsregister.
Hier werden Daten für die ersten 5 bzw. 10 Jahre gesammelt.
Längere Zeiträume werden meist nicht erfasst.

Also nicht irritieren lassen davon.

Viele Grüße
Harald
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astrid123Offline
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BeitragLebenserwartung nach sd-Krebs

 (p101084)
Verfasst am: 28. Apr 2011, 13:13
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Hallo...,

mir hat man damals nach der OP erzählt, dass die Lebenserwartung verkürzt ist, weil durch die Hormone, also L-Tyroxin, die Organe schneller arbeiten und insofern verschleißen. Naja, so eine gewisse Unruhe durch die Tabletten verspührt man schon. Bei mir sind es nun fast 16 Jahre her und ich will nicht darüber nachdenken aber Angst macht das schon. So direkt wurde das Thema scheinbar auch noch nicht beschrieben oder?

Liebe Grüße Astrid
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LottileinOffline
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 (p101091)
Verfasst am: 28. Apr 2011, 14:41
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Hallo Astrid,

wenn die Erkrankung bei Dir schon so lange her ist, kannst Du dann nicht runter gehen mit der Hormondosis? Es gibt nur wenige high-risk Patienten, die auch nach dieser Zeit noch einen unterdrückten TSH Wert haben müssen und daher mit der leichten Überfunktion leben müssen.

Als Spätfolgen sind mir Herz-Kreislauf Probleme und ein höheres Osteoporose Risiko bekannt. Besonders ersteres ist unbehandelt natürlich schon ein Risiko. Ich selbst habe leider mit Anfang 30 und Normalgewicht schon Bluthochdruck, der auch mit Tabletten eingestellt werden muss.

Vor kurzem habe ich hier im Forum gelesen, dass wir als ehemalige Krebspatienten ja unter regelmäßiger Kontrolle stehen und womöglich insgesamt mehr auf unseren Körper achten und somit solange eine längere Lebenserwartung haben.

Gruß von Lotti
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dkrOffline
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 (p101092)
Verfasst am: 28. Apr 2011, 14:41
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Hallo,

von schnelerem Verschließ würde ich nicht unbedingt sprechen. Aber es gibt bei der subklinische Überfunktion durch die hochdosierten SD-Hormone in der Tat ein gewisses Herz-Kreislaufrisiko. Andererseits wird man ja auch besser überwacht und kann gegen z.B. hohen Blutdruck, Tachycardie etc. ja auch rechtzeitig was unternehmen. Manch ein nicht von Krebs betroffener merkt ja bis zum Herzinfarkt oder Schlaganfall gar nicht, dass er etliche Risikofaktoren hat und ist dann eben plötzlich tot.

Viele Grüße
Karl
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CourtOffline
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 (p101100)
Verfasst am: 28. Apr 2011, 16:31
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Hallo,

die Risiken liegen in der Tat bei älteren Patienten. So ist bei den über 60-Jährigen die Gefahr des Vorhofflimmerns signifikant höher und bei Frauen nach der Menopause ist das Osteoporoserisiko erhöht.

LG Court
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astrid123Offline
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SD-CA pap. follik. V...
Bad Wilsnack
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 (p101101)
Verfasst am: 28. Apr 2011, 17:08
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Hallo Ihr alle dort,

ganz lieben Dank für die Antworten. Das beruhigt schon sehr:-)

Gruß Astrid
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sd-wirbelOffline
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 (p101105)
Verfasst am: 28. Apr 2011, 17:55
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Court hat folgendes geschrieben:
.... die Gefahr des Vorhofflimmerns signifikant höher und bei Frauen nach der Menopause ist das Osteoporoserisiko erhöht.

Das trifft aber meines Wissens und nach neuesten Aussagen nur zu, wenn man zu "hoch" eingestellt ist. Wenn man mit einem TSH von ca. 0,7-1,0 leben darf (also kein "high risk Patient") ist und sich die freien Werte im unteren (Norm-)Drittel bewegen.

Es ist also, wie ja viele Endokrinologen sagen, nicht nur der "Wohlfühl-Bereich" bei der Hormon-Dosierung wichtig, sondern man muss auch die potentiellen o.g. Risiken berücksichtigen.

Ich selbst z.B. habe mich bei einer etwas höheren Dosis noch wohler, wacher, unternehmungsfreudiger gefühlt. Aber ich habe eingesehen, dass diese Risiken es nicht wert sind und habe mich im Laufe eines Jahres auch mit der niedrigen Dosierung zurecht gefunden. Auch wenn es anfangs schwierig war.

Gruß vom
sd-wirbel
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Laughing
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CourtOffline
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 (p101116)
Verfasst am: 29. Apr 2011, 09:40
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Guten Morgen sd-wirbel,

danke für den Hinweis. Beziehe mich auf die Rotterdam-Studie, aus der hervorgeht, dass das kardiovaskuläre Risiko bereits in einem TSH-Bereich von 0,5 mU/L signifikant erhöht und bis 1 mU/L erhöht ist.

LG Court.
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Lebenserwartung nach Schilddrüsenkrebs

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