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Ganzkörperszintigramm - warum?

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Anna-K.Offline
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BeitragGanzkörperszintigramm - warum?

 (p101664)
Verfasst am: 12. Mai 2011, 19:47
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Hallo,

ich habe gerade ein großes Fragezeichen im Kopf. Vielleicht kann hier jemand helfen.

Bei mir besteht der Verdacht auf eine Interkostalneuralgie (dabei schmerzen die Nerven zwischen den Rippenbögen). Da das eine sogenannte Ausschlußdiagnose ist (man kann es nicht direkt nachweisen, sondern nur über den Ausschluß anderer möglicher Ursachen), läuft mal wieder die Diagnostik. Mögliche Ursachen können sein: Herz, Lunge oder Wirbelsäule.

Lunge ist ok, Herz steht noch aus (jedenfalls die "Tiefenprüfung" mit Sono) und beim Orthopäden war ich heute. Der Doc empfahl mir sehr beharrlich ein Ganzkörperszintigramm. Ich fand das erstmal leicht übertrieben, weil mein TG in Ordnung ist und ich der Meinung bin, dass man eventuelle Metastasen (zuerst) am TG sehen müsste? Der Doc meinte nein, auch mit nochmal nachfragen. Nein, man sieht Metastasen nicht immer im Tumormarker.

Stimmt das so?? Oder wollte er vielleicht nur nicht sagen, dass er mit dem Szinti z.B. Knochenkrebs, also einen ganz anderen Krebs, ausschließen will? Oder vielleicht auf der Suche nach Lungenmetastasen ist? Bis jetzt dachte ich, dass Metastasen immer "Abkömmlinge" des Ursprungskrebes sind, also auch aus SD-Zellen bestehen und somit über den TG nachweisbar sind. Ist das nicht richtig?

Danke und Grüße
Anna-K.
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dkrOffline
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 (p101668)
Verfasst am: 12. Mai 2011, 21:07
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Hallo,

wenn ich einen der letztem Vorträge richtig verstanden habe, ist es so, dass ein SD-Krebs tatsächlich auch das Vermögen TG zu produzieren verlieren kann, dass das aber praktisch immer erst passiert, nachdem er auch die Fähigkeit Iod zu speichern verloren hat. Das interpretiere ich so, dass, wenn man am TG nichts mehr sieht, man im Iod-GKS schon gar nichts mehr sieht. Im Zweifel würde ich da eher einem Nuklearmediziner vertrauen bzw. einen solchen zu dieser Frage konsultieren.

Viele Grüße
Karl
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CourtOffline
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 (p101687)
Verfasst am: 13. Mai 2011, 08:52
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Guten Morgen Anna-K.,

stimme Karl voll zu. Auf der anderen Seite bleibt aber die Frage nach der Wahrscheinlichkeit von Fernmetastasen bei Dir. Bei Deiner Diagnose und da Du ja schon eine erfolgreiche RJT hinter Dich gebracht hast, kann ich mir ein plötzliches Auftreten von Fernmetastasen einfach schwer vorstellen.

Gehe mal davon aus, dass solche Möglichkeiten wie Gürtelrose, Borreliose, Diabetes, respiratorische Virusinfektionen bluttechnisch bereits abgeklärt worden sind.

Ob jetzt jedoch schon ein Knochenszintigramm vorgenommen werden muss, halte ich ebenfalls für übertrieben. Zur weiteren Abklärung wäre m.E. erstmal eine CT oder MRT angemessen. Und das Knochenszintigramm die "ultima ratio". (Bist Du zufällig privat- oder zusatzversichert?)

Liebe Grüße

Court.
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meerblauOffline
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Pap. SD-Ca, follikul...
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 (p101693)
Verfasst am: 13. Mai 2011, 09:09
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Hallo Anna,

ich habe keine Ahnung, was aus medizinischer Sicht sinnvoll ist. Aber wenn du eine Wahl hast, dann wäre ein MRT gut, weil es keine Strahlenbelastung darstellt.

Falls nach SD-Krebs gesucht wird, würde ich auch dem Nachsorge-Nuk vertrauen wie Court schon schreibt. Und falls nach anderen Krebsarten gesucht werden sollte, dann würde ich gezielt wissen wollen nach was man sucht und wie man es erkennen kann.

Viele Grüße
Esther
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Anna-K.Offline
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Pap. Ca. pT1
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 (p101710)
Verfasst am: 13. Mai 2011, 12:08
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Hallo,

Danke euch für's Mitdenken.

Zitat:
Auf der anderen Seite bleibt aber die Frage nach der Wahrscheinlichkeit von Fernmetastasen bei Dir. [...] kann ich mir ein plötzliches Auftreten von Fernmetastasen einfach schwer vorstellen.

Ich sehe das auch nur als sehr theoretische mögliche Ursache und glaube da nicht wirklich dran. Der Doc erklärte das damit, dass man im Szinti sehr viel mehr Veränderungen am Sklett sehen könne, als in einer Röntgenaufnahme und er sei halt für die Knochen zuständig und möchte das gründlich abklären. Hm, ja schon, aber bleibt eben wirklich die Frage wonach sucht man eigentlich? Mal eben einen Knochenkrebs ausschließen oder nach Metastasen ohne Anfangsverdacht zu suchen, halte ich auch für übertrieben.
Ich bin gesetzlich ohne Zusatz versichert.

Zitat:
Gehe mal davon aus, dass solche Möglichkeiten wie Gürtelrose, Borreliose, Diabetes, respiratorische Virusinfektionen bluttechnisch bereits abgeklärt worden sind.

Da bin ich etwas unsicher. Blutbild wurde gemacht, aber explizit darüber gesprochen haben wir nicht. Mein HA empfahl mir ohnehin nur die Wärmflasche und hielt schon die Überweisungen für übertrieben.
Gürtelrose gab es letztens bei uns in der Familie, aber das ist auch auf der Haut sichtbar, oder? Vielleicht nicht immer? Da bin ich überfragt.
Borreliose muss extra getestet werden, richtig? Sollte ich mal anregen.
Diabetes ist ausgeschlossen (glaube ich, wird ja standardmäßig im Blut getestet).
Weitere Virusinfektionen Fragezeichen, zumindest sind die Entzündungswerte in Ordnung.

Zitat:
Falls nach SD-Krebs gesucht wird, würde ich auch dem Nachsorge-Nuk vertrauen wie Court schon schreibt.

Ich bin bei einem Endo. Mit allem was nicht explizit mit der SD zu tun hat, verweist er mich zur weiteren Abklärung an meinen HA .

Man weiß eben nicht, wonach man eigentlich sucht. Irgendwas, das diese anfallartigen heftigen Schmerzen erklärt. Das sind starke Schmerzen im Brustraum, wie eine Eisenplatte auf der Brust, Stechen beim tiefer atmen, ich fühle mich dann wie in einer Rüstung, kann mich kaum bewegen. Bei der letzten Attacke bin ich ins Krankenhaus (könnte ja vielleicht doch das Herz sein, mir war auch übel dabei). EKG war in Ordnung, eine Tavor, meinen Rausch ausgeschlafen, Schmerzen waren weg, alles wieder gut.

Schwierig, wenn die ärztlichen Empfehlungen so gegensätzlich sind. Zwischen Wärmflasche und Knochenszinti. Ich würde den Mittelweg für sinnvoll halten. Also Herz, Lunge, Wirbelsäule abklären ja, wenn da nichts ist was die Schmerzen erklären könnte, dann sind es halt die Nerven zwischen den Rippen. Behandeln könnte man das wohl nicht weiter, ausser den Schmerz und die dadurch entstehende Blockade durchbrechen.

Grüße
Anna-K.
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Chicos
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 (p101731)
Verfasst am: 13. Mai 2011, 18:44
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Hallo, ich habe vorhin schon mal geschrieben, aber sicher wieder etwas falsch gemacht, weiss also nicht ob mein Beitrag gesendet wurde. u Deinem Problem,kann ich nur sagen, dass es mir ähnlich geht. Die Schmeren treten aber nicht immer auf. Wochenlang ist gar nichts. Dann sind sie wieder unter der Brust, im Rücken, im Bauchraum, ich kann den teilweise wahnsinnigen Schmerz total verfolgen, dann ist wieder alles vorbei. Ich abe auch schon Cts usw. hinter mich gebracht, aber niemand hat etwas gefunden. Nun soll ich noch einen Neurologen aufsuchen aber der hat erst in 2 Monaten einen Termin und dann geht es mir sicher wieder gut. Das habe ich nun schon seit die SD raus ist. immer mal in unbestimmten Abständen. Von Metastasen hat meine Endo noch nie etwas erwähnt. Lieben Gruß
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Anna-K.Offline
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 (p101742)
Verfasst am: 14. Mai 2011, 03:47
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Hallo Chicos,

danke dir für deinen Bericht.
Bei mir tritt das auch nur im Abstand von einigen Wochen auf, jedenfalls die starken anfallartigen Schmerzen. Zwischendurch habe ich immer mal stechende Schmerzen an bestimmten Punkten, teilweise sind die auch druckempfindlich.
Vermutlich sind es tatsächlich die Nervenbahnen zwischen den Rippen.
Aber ich werde es auch noch kardiologisch abklären lassen. Mir gibt die starke Übelkeit beim letzten Mal etwas zu denken. Bei Frauen äußern sich Herzprobleme ja ziemlich untypisch. Eine Sonografie würde diese Unsicherheit ausschließen.

Zitat:
Nun soll ich noch einen Neurologen aufsuchen aber der hat erst in 2 Monaten einen Termin und dann geht es mir sicher wieder gut.

Bestimmt. Ich komme mir dieser Tage auch ein bisschen dumm vor, wenn ich putzmunter in die Praxis marschiere und über vergangene Schmerzen klage. Aber wenn es öfter auftritt, sollte man es mal abklären lassen. Den Termin genau passend zu den Schmerzen zu legen, wird mir auch nicht gelingen. Wink

Grüße
Anna-K.
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Chicos
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 (p101782)
Verfasst am: 15. Mai 2011, 17:28
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Hallo Anna.K.
ich habe gerade eine Kardiologische Untersuchung hinter mich gebracht. Alles o.K. also wieder kein Ergebnis (zum Glück!). Im Moment geht es zwar wieder mit mir, aber ich habe immer etwas die Befürchtungen es kommt wieder und was mache ich dann? Wenn mir einer sagen würde das und das ist es, wäre mir schon sehr geholfen, besser noch man sagt mir bzw. allen Betroffenen, wie wir diese Zeit dann besser überstehen.
Also heisst es für uns.... weiter suchen und .... weiter durchhalten.
Lieben Gruss
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Anna-K.Offline
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 (p101795)
Verfasst am: 16. Mai 2011, 03:30
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Hallo Chicos,

Zitat:
Im Moment geht es zwar wieder mit mir, aber ich habe immer etwas die Befürchtungen es kommt wieder und was mache ich dann?

Meine Strategie für die nächste Attacke ist klar. Möglichst schnell irgendwie nach Hause und Schmerzmittel einnehmen. Dann ist der Spuk relativ schnell wieder vorbei. Vermutlich ist es bei mir nicht akut das Herz (EKG war ja in Ordnung) und alles andere, falls da irgendwo was ist, hat Zeit bis es mal gefunden wird. Oder eben auch nicht gefunden.

Es gibt einen interessanten Artikel zum Thema:

"Symptom sucht Ursache
Nervenschmerzen zwischen den Rippen belasten die Patienten stark. Es gibt unterschiedliche Auslöser"

http://www.neurochirurgie-innenstad.....enumschau_01-05-2010.htmlLink verläßt das Forum, neues Fenster wird geöffnet

Liebe Grüße
Anna-K.
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 (p102243)
Verfasst am: 26. Mai 2011, 18:01
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Hallo,

es gibt Neuigkeiten.
Heute war das Ergebnis des Borreliose-Test da - es ist positiv.

Court, DANKE für den Tipp!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Allein wäre ich da nie drauf gekommen. Auch meine Ärztin nicht. Ich hatte letzte Woche um den Test gebeten und damit argumentiert, dass man sich im Falle eines positiven Tests ja möglicherweise andere teure Untersuchungen sparen könne. Vielleicht sage ich das Knochenszinti jetzt tatsächlich ab, das muss ich mir noch überlegen.

Meine Ärztin ist im Urlaub und mein "alter" HA (der mit der Wärmflasche in derselben Praxis) meinte das eilt alles nicht und braucht wahrscheinlich gar nicht mit Antibiotika behandelt zu werden. Ich soll das in drei Wochen mit meiner Ärztin besprechen.

Im Internet ist anderes zu lesen. Dass sehr wohl Antibiotika gegeben wird, gerade auch wenn man es, wie ich wahrscheinlich, schon länger hat.

http://www.onmeda.de/krankheiten/borreliose.htmlLink verläßt das Forum, neues Fenster wird geöffnet

Eigentlich ist es ja eine gute Nachricht, dass die wahrscheinliche Ursache gefunden wurde. Nur gewöhnungsbedürftig, dass die Therapie (wenn überhaupt) auf sich warten läßt.

Grüße
Anna-K.
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CourtOffline
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 (p102244)
Verfasst am: 26. Mai 2011, 18:16
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Guten Abend Anna-K.

bitte bloß nicht warten. Du brauchst eine sofortige (und zwar am besten: morgen) Behandlung, damit der evtl. Gefahr einer Chronifizierung umgehend der Boden entzogen wird.

Liebe Grüße

Court.
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