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Studie: Papilläres Mikrokarzinom (Hay 2008)

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Harald(Bundesgeschäftsführer
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BeitragStudie: Papilläres Mikrokarzinom (Hay 2008)

 (p101975)
Verfasst am: 19. Mai 2011, 21:03
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in den Link-Kategorien:
[url=l423USA: Papilläres Schilddrüsenkarzinom 60 Jahre Beobachtung (Hay 2008)[/url].(310 clicks)
Papillary thyroid microcarcinoma: A study of 900 cases observed in a 60-year period
Ian D. Hay et. al. in Surgery. 2008 Dec

zur Link-Liste
Hallo,

im European Journal of Nuclear Medicine and Molecular Imaging findet sich auch eine Kritik an der Studie von Hay durch Dietlein et.al. 2011 (Kritik an den Evindezgraden der ATA-Guideline)

[ Korrektur 20.5.2011: Es handelt sich um die obige Publikation von Hay im Link-Kasten, und nicht um eine ähnliche Studie von Hay aus dem Jahr 2007
siehe: Link innerhalb des Forums Studie: Späte Langzeitfolgen der Radiojod-Therapie? ]

So kritisieren Dietlein et.al., dass von den 900 Patienten mit papillären Mikrokarzinom (<01cm) in der retrospektiven Hay-Studie lediglich 155 eine RJT erhalten haben, und lediglich bei 103 Daten für die Nachsorge vorhanden sind. Zu dem hatten lediglich 23 von den 155 Patienten mit einer RJT keine Lymphknotenmetastasen (N0).
Außerdem hatten die meisten Patienten, denen eine RJT gegeben wurde, eine ungünstige Histologie. Die Schlussfolgerungen von Hay bezüglich des geringen Nutzen der RJT beim Mikrokarzinom seien daher nicht überzeugend.

Vielmehr geben die Kritiker zu bedenken, dass das Risiko von Lymphknotenmetastsen kontinuierlich bereits ab einer Größe von 5 mm ansteige, und nicht plötzlich mit einer Größe von 1 cm.

Die Autoren verweisen zu dem auf zwei Studien, die von der ATA nicht zitiert wurden, die zeigen, dass durch die RJT das Wiederauftreten des Schilddrüsenkrebs signifikant reduziert werden kann.

Viele Grüße
Harald
(Update 20.05.11)
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Zuletzt bearbeitet von Harald am 30. Mai 2011, 15:09, insgesamt 6-mal bearbeitet
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Bine2011(aktives Vereinsmitglied)Offline
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Beitrag

 (p101981)
Verfasst am: 19. Mai 2011, 22:37
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Harald hat folgendes geschrieben:

Vielmehr geben die Kritiker zu bedenken, dass das Risiko von Lymphknotenmetastsen kontinuierlich bereits ab einer Größe von 5 mm ansteige, und nicht plötzlich mit einer Größe von 1 cm.


das kann ich bestätigen. Mein Karzinom war 5 mm groß und ich hatte drei Lymphknotenmetastasen!

LG
Bine
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Harald(Bundesgeschäftsführer
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 (p101993)
Verfasst am: 20. Mai 2011, 10:11
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Hallo Bine,

dass es auch Lymphknotenmetastasen geben kann bei einem papillären Mikrokarzinom (<=1 cm), wurde und wird von niemandem bestritten.

Es geht viel mehr darum, wie geht man mit dem sehr geringen Risiko um, dass es auch unter 1cm Lymphknotenmetastsen geben kann, und wo setzt man die Grenze, für eine Empfehlung zur RJT, und auf Basis welches Evidenzgrades.

Evidenzgrade, siehe Link innerhalb des Forums FAQ: Was ist eine Leitlinie? Was ist eine Richtlinie?.

Hier sagen Dietlein et. al., diese Empfehlungen der ATA (Basierend auf der Hay Studie) sind lediglich Expertenmneinungen auf Basis von einzelnen Studien mit zum Teil niedrigem Evidenzgrad.

Dietlein et. al. sagen, dass die Nebenwirkungen einer RJT (und einer eventuell notwendigen Nachoperation) seien so gering, dass diese in akzeptablen Verhältnis zu einem Wiederauftreten des Schilddrüsenkrebs stehen.
(siehe dazu Link innerhalb des Forums FAQ-Hilfe: Nebenwirkungen bei Therapie des Schilddrüsenkrebs).

Auf der anderen Seite geben Dietlein et.al. in ihrer Kritik selbst kritisch zu bedenken,
dass der Vorteil der RJT nach evidenz-basierten Kriterien bei den Mikrokarzinomen (aber nicht nur da) nur durch Studien aufgezeigt werden kann, die über sehr lange Zeiträume angelegt sind (oft länger wie das Berufsleben eines Arztes).

Bis dahin eben muss man sich eben mit unterschiedlichen Expertenmeinungen und Studien mit niedrigem Evidenzgrad zufrieden geben.

Ich denke, wichtig für den einzelnen mit einem Mikrokarzinom ist vor allem, dass egal wie man sich entscheidet, ob für oder gegen eine RJT, es beides mal keine 100% Gewissheit gibt, dass ein Rezidiv nicht wieder auftreten kann.

Eine gute und lebenslange Nachsorge ist beides mal angesagt.

Viele Grüße
Harald

PS: Prof. Schmid (Referenz-Pathologe, Essen, Vortrag Berlin 27.5.09) hält die 0,5 cm Größe für nicht praktikabel, weil die meisten Mikrokarzinome eine Größe zwischen 0,4 und 0,7 cm haben. Und je nach Aufbereitung des Materials kommt es zu ein paar Millimetern unterschied. Die Millimeter unter 1cm im pathologischen Befund sollte man daher nicht auf die Goldwaage legen.

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