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Sabrina1503 Anmeldung: 14.06.11 Beiträge: 3 |
Beitrag: (p102743)
Verfasst am: 14. Jun 2011, 13:40 |
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Hallo Ihr Lieben,
so nachdem auch ich meine Schilddrüsen OP endlich erfolgreich hinter mich gebracht habe möchte ich euch als "Schisser" von meiner Erfahrung berichten:
Bei mir am Hals bildete sich eine Auswucherung, zuerst dachte ich es sei evtl. nur eine Schwellung etc und würde sicher von selbt zurückgehen, doch dem war nicht so.
Daraufhin konsultierte ich meinen Hausarzt der eine Ultraschalluntersuchung machte und einen Knoten inkl. Zyste feststellte.
Ich wurde zum Radiologen zur Szinzigraphie überwiesen, der Befund lautetet: Struma nodosa (II-III) Links ein großer zystischer Knotenkomplex (kalter Knoten) rechts ein kleiner Zentral gelegener Knoten.(15.04.2011)
Der Radiologe lag mir nahe mich so schnell wie möglich operieren zu lassen, da ich aufgrund der größe des Knotens nicht um eine OP herum kommen würde wäre es besser je schneller ich mich dafür entscheide.
Für mich als "Schisser" brach für einen kuzen Moment meine heile Welt zusammen. Operieren und das auch noch am Hals. Ich konnte es eigentlich nicht fassen.
Na gut, Befund ist Befund daher vereinbarte ich einen Termin im Klinikum Starnberg zu einem Vorgespräch.
Das Gespräch hatte ich am 24.05.2011 bei Oberärztin Dr. med. C. Wicke
die mir ausführlichst die OP und den Verlauf erklärte. Ich muss sagen das, dass Gespräch mit der operierenden Ärztin mir sofort Mut gemacht hat und mir meine Angst regelrecht genommen hatte. Nach dem Gespräch war mir klar dass ich mich operierern lassen werde und das ich keine Angst vor dem Eingriff haben muss. Das Klinikum Starnberg operiert jährlich über 500 Schilddrüsen und der Chefarzt der Chirugischen Klinik der Chefarzt Prof. Dr. med. A. Trupka ist auch der Operatör der die Schilddrüsen OP´s durchführt.
Somit wurde ich am 31.05.2011 in der Klinik operiert.
Meine OP war Mittags geplant ich machte mich OP fertig und wurde gegen 11 Uhr von einer Schwester abgeholt und richtung OP geschoben.
Ich habe keinerlei Beruhigungstabletten davor genommen weil ich diese in meiner Aufregung vergessen hatte. Als mich dann der Anähstesist empfangen und mir den Narkosezugang gelegt hat wurde mir aufgrund meiner Angst irgendwie schlecht und auf einmal ganz heiß. Er beruhigte mich aber und dann kurze Zeit darauf wurde auch schon die Narkose eingeleitet. Ich habe gemerkt dass mir noch die Sauerstoffmaske vorgehalten wurde dann habe ich noch ein-zweimal kurz geatmet und dann war ich schon weg.
Die OP dauerte 2,5 Stunden und verlief komplikationslos. Die linke obere Nebenschilddrüse konnte nicht mit Gefäßstiel erhalten werden und wurde daher ausgeschält und in die Halsmuskulatur autotransplantiert. Die linke Schilddrüße wurde komplett entfert und bei der rechten ist oben ein kleiner Teil erhalten worden da dort der Knoten mittig lag. Im intraoperativen Schnellschnitt befanden sich keine Auffälligkeiten.
Von alle dem habe ich natürlich nicht mitbekommen, ich bin erst wieder im Aufwachraum wach geworden als ich Stimmen von anderen Patienten hörte. Kurz darauf wurde ich aber schon wieder in mein Zimmer gebracht.
Gegen die Schmerzen bekommt man ausreichen Schmerzmittel sodass eigentlich kaum Schmerzen danach zu spüren sind.
Allerdings verlief meine Nacht nach der OP nicht so toll. Ich konnte kaum Schlafen weil mir mein Nacken und die ganze Muskulaur darum weh tat und ich nicht wusste wie ich mich lagern sollte damit ich schlafen kann.
Dann war auch noch mein Kreislauf im Eimer und ich konnte ohne Hilfe nichtmal auf die Toilette gehen da ich das Gefühl hatte jeder Zeit umzukippen. Doch die Nacht-Schwester war 1a und hat mich super umsorgt. Ich musste mich aufgrund der Narkose in dieser Nacht noch übergeben und fand danach dann irgendwie meinen Schlaf.
Am nächsten Tag, also der Tag nach der OP, sah die Welt gleich ganz anders aus. Ich habe ein lechtes Frühstück zu mir genommen und mich noch weiterhin geschont aber mein Kreislauf war wieder ok und ich konnte mich auch wieder um mich selbst kümmern.
An diesem Tag sind dann auch die Wunddrynagen rausgekommen.
Ich hatte noch ein paar Tage schluckbeschwerden und nach wie vor Nacken und Muskulaturschmerzen die sich jedoch durch Schmerzmittel lindern lassen.
Ich habe aber auch so wie andere hier im Forum berichten das Gefühl das mir jemden die Kehle zuschnürt. Bzw. als wie wenn ich dauerhaft einen Klos im Hals stecken habe. Ich habe die Hoffnung das das mit der Wundheilung von Zeit zu Zeit abklingen wird. Die Innere-Wundheilung dauert ja ca. 2-3 Monate. Meine Medikation ist 75g Thyranajod und gegen die Muskelschmerzen Tetrazepam.
Alles in allem berreue ich den Eingriff nicht und kann nur jedem empfehlen wenn ein Knoten festgestellt wird sich einer OP zu unterziehen auch wenn man noch Jung ist. Ich selbst bin 27 Jahre und dachte mir na dann habe ich ne hässliche Narbe am Hals etc. aber lieber eine kleine, bald kaum mehr sichtbare Narbe als irgendwann die Diagnose KREBS.
Meine Narbe ist ca. 4 cm groß bzw. klein und vereheilt sehr gut, es ist noch Wundschorf da aber ich creme jetzt schon fleißig mit einer Nabencreme (Contractubex).
Also liebe Betroffenen sollt euch eine OP bevorstehen und ihr auch solch ein Schisser sein wie ich dann kann ich nur empfehlen direkt mit dem opereierenden Arzt zu sprechen und sich die OP ausführlich erklären zu lassen. Sobald man genau über den OP hergang aufgeklärt ist kann man sich den Eingriff besser vorstellen und wie gesagt bei mir war die Angst danach fast verschwunden und die Überlegung mich doch nicht opereiern zu lassen gar nicht mehr vorhanden.
Ich drücke euch die Daumen und wie heißt es so schön "es wird schon schief gehen"
Ganz liebe Grüße
Eure Sabrina |
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Barbara64 Anmeldung: 15.03.11 Beiträge: 128 Links ohne SD Bayern |
Beitrag:  (p102745)
Verfasst am: 14. Jun 2011, 17:35 |
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ahhh.... ein weiteres " Trupka- Opfer"
Ich war am 5.5 in der Starnberger Klinik und auch wie du recht zufrieden, vor allem mit dem Pflegepersonal, die waren echt sowas von bemüht- das erlebt man selten.
Ich wünsche dir noch recht gute Besserung, eine gute Wundheilung und dass du mit der Hormoneinstellung gut zurecht kommen wirst.
LG
Barbara |
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Sabrina1503 Anmeldung: 14.06.11 Beiträge: 3 |
Beitrag:  (p102747)
Verfasst am: 14. Jun 2011, 17:47 |
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Hallo Barbara,
da haben wir uns ja quasi nur um ein paar Tage verpasst
Da kann ich dir nur zustimmen, das Pflegepersonal ist 1A.
Habe mich aufgrund des Pflegepersonal sehr wohl gefühl, dort ist man
wirklich nicht nur eine Nummer sonder ein richtiger Patient.
Ganz dickes Lob an das Team der Station A3.
Warst du denn mit allem zufrieden? Ist die OP bei dir auch so gut verlaufen?
Wurde bei dir die ganze Schilddrüse entfernt oder nur ein Teil und welche Medikation nimmst du?
Viele Grüße
Sabrina |
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