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Beitrag |
Harald
Anmeldung: 12.05.99 Beiträge: 7535 fol. SD-CA 97 Berlin  40+ |
Beitrag:  (p103592)
Verfasst am: 14. Jul 2011, 20:08 |
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Hallo,
zur Frage einer RJT bei einer vergrößerten Schilddrüse findest Du bei uns keine Berichte.
Die Berichte zur RJT im Unterforum RJT/RJD (Berichte) unter der Foren-Kategoire SD-Krebs beziehen sich eben auf eine RJT nach einer Schilddrüsenoperation.
Diese RJT wird gemacht, um zum einen restliches Schilddrüsengewebe zu zerstören, damit TG danach als Tumormarker beim differenzierten Schilddrüsenkrebs (papillär und follikulär) benutzt werden kann, und mögliche Metastasen ausfindig zu machen und zu zerstören.
Da eben nur noch wenig jod-speicherndes Gewebe da ist, kann radioaktives Jod eingesetzt werden mit einer hohen Aktivität, um so auch die Schilddrüsenkrebszellen zu zerstören.
Diese RJT bei Schilddrüsenkrebs unterscheidet sich erheblich von einer RJT bei der es darum geht, eine vergrößerte Schilddrüse zu verkleinern: Es werden geringere Aktivitäten von radioaktivem Jod eingesetzt, eine Schilddrüsenunterfunktion bzw. die Gabe von rhTSH (Thyrogen) ist nicht notwendig...
Allerdings ist trotz geringer Aktivität an radioaktiven Jod die Verweildauer auf der nuklearmedizinsichen Klinik länger, weil mehr Gewebe da ist, welches das radioaktive Jod aufnehmen kann, und es daher länger dauert bis das radioaktive Jod durch den Körper ausgeschieden wird
siehe: FAQ: Was für Strahlen gehen vom radioaktivem Jod aus?.
Viele Grüße
Harald _________________ Als Verein sind wir stärker:
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| pumaralf |
Beitrag:  (p103631)
Verfasst am: 15. Jul 2011, 17:45 |
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Also, ich bin bei der Entscheidung über das Für und Wider einer OP immer noch überfordert, obwohl beide Radiologen und der Arzt im Krankenhaus dafür sind. Man hört öfters, dass in Deutschland zuviel und auch recht schnell zum Skalpell gegriffen wird.
Danke allen für eure kompetenten Meinungen. Am liebsten würde ich es bleiben lassen. |
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Celia
Anmeldung: 30.06.11 Beiträge: 285 pap. SD-CA pT1b R0 N1a Braunschweig |
Beitrag:  (p103634)
Verfasst am: 15. Jul 2011, 18:04 |
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Da Du zur Zeit noch keine Beschwerden und auch keine Krebsdiagnose hast, besteht doch überhaupt kein Grund zur Eile. Wenn Du Dich operieren lässt, solltest Du es tun, weil Du selbst es willst. Dr. Dönitz hat mir auch recht nachdrücklich zur OP geraten, schon vor der Krebsdiagnose. Seine Begründung war: Ich bin relativ jung (39), ich bin gesund. Es besteht guter Grund zur Annahme, dass ich 90 werde, und der Knoten hat 50 Jahre Zeit zu wachsen und Zeit zu entarten. In meinem Alter wuppt man so eine OP besser als mit 60 oder 70, und ich bewahre mich durch die OP möglicherweise vor Krebs. Mir ist die Entschiedung durch das Ergebnis der Feinnadelpunktion abgenommen worden.
Folgende Artikel waren für mich hilfreich:
Schilddrüsen-Operationen in Deutschland häufiger als anderswo
Was tun bei einem Schilddrüsenknoten?
Hohe Aussagekraft durch Palpation plus Anamnese |
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| pumaralf |
Beitrag:  (p103640)
Verfasst am: 15. Jul 2011, 18:40 |
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Ja, Celia, dann ist für dich sicherlich die OP die richtige Wahl. Ich bin Mitte 50 - mir hat Dr. Dönitz übrigens das gleiche gesagt, die SD sie könnte noch jahrzehntelang wachsen.... und dann Beschwerden verursachen, auch wenn die Knoten unverdächtig sind. Wahrscheinlich sind das alles gewisse Standardsätze, die wohl auch medizinisch begründet sind.
Gruß
Ralf |
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