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Zyste nach Neck Dissection

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PhilipOffline
Anmeldung: 17.09.04
Beiträge: 7
Pap. SD-Ca. (TNM 200...
Graz (Österreich)
männlich30+
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BeitragZyste nach Neck Dissection

 (p7660)
Verfasst am: 29. Sep 2004, 05:58
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Hallo ihr lieben Leute!

Bin neu hier im Forum (und ein bisschen aufgeregt beim ersten Beitrag...). Wink

Hier quasi als "Vorstellung" eine kurze Zusammenfassung meiner "SD-Geschichte" (ausführlicher in meinem Profil - so weit ich verstanden habe, können ja alle die Kurzbeschreibung lesen):

* 2003 wurde bei mir eine Hashimoto-Thyreoiditis diagnostiziert
* April 2004: Feinnadel-Punktion eines 'kühlen' Knotens, ca. 1 cm Durchmesser. Ergebnis: gutartiges Gewebe!
* Juni 2004: Knoten war gewachsen und härter geworden -> Operation

* papilläres Karzinom links, ca. 2 cm Durchmesser. Außerdem 11 von 19 zentralen Lymphknoten positiv
* wg. vergrößerter Lymphknoten am Hals Neck Dissection Anfang August.
rechts: alle 7 Knoten gutartig
links: 13 von 41 Knoten befallen

* September: RJT (keine Fernmetastasen sichtbar!), hab ich recht gut überstanden. Fühl mich mit den Hormonen auch wieder recht fit, zumindest viel besser als noch vor ein paar Wochen!


Das Problem trat nun nach der Neck Dissection auf: die Drainage zum Absaugen des Wundserums hörte nicht auf, Lymphflüssigkeit aus dem Operationsbereich zu fördern, und zwar mit konstanten 2,5 Liter/Tag! Ich fühlte mich daher erstmal ganz schön schlapp, der Kreislauf ging in den Keller (erste Ohnmachts-Erfahrungen...). Die Ärzte sagten mir, der Hauptast der Lymphbahnen im Körper (Ductus thoracicus oder so ähnlich) wäre wohl leck und meinten etwas ratlos, der Verlust der Lymphflüssigkeit müsse eigentlich von selbst aufhören.
Hörte aber nicht auf, und nach fast einer Woche entschied man sich, mir einen Gewebekleber (Fibrin) in die Wunde zu spritzen. War zwar (ohne Narkose) nicht sonderlich angenehm, dafür ging's mir nach zwei Tagen wieder besser.
Aber: in der Folge bildete sich durch Lymphstau oberhalb der Stelle, an der das Fibrin eingespritzt worden war, eine Zyste, mit Lymphflüssigkeit gefüllt. Diese Zyste war nach ca. einer Woche so etwa 4.5x5 cm groß und saß genau am Ansatz des Schlüsselbeins, sodass Bewegungen des linken Arms und der Schulter sehr unangenehm wurden.

Seit der Entstehung der Zyste sind mittlerweile 6 Wochen vergangen und sie ist eigentlich unverändert groß. Die Zyste ist aber seit ca. einer Woche nicht mehr ganz so prall, wird jedoch mit der Zeit berührungsempfindlicher.
Bisher meinten alle Ärzte zu mir, es sei am besten, einen euthyreoten Zustand ("Normalpegel" der SD-Hormone) abzuwarten, bevor an der Zyste eingegriffen wird. Und sie meinten auch, dass sich die Zyste in wenigen Wochen zurückbilden müsste, was aber leider nicht eingetreten ist.

Seit ca. 2 Wochen gehe ich zur Lymphdrainage, die für mich subjektiv eine leichte Verbesserung zeigt (vielleicht liegt es aber auch nur an der Zeit in SD-Normalfunktion...). Außerdem nehme ich Lymphdiaral-Tropfen, ein homöopathisches Mittel, das den Lymphfluss verbessern soll.


So, das war jetzt leider eine sehr lange Beschreibung... Also schon mal danke an alle, die bis hierher durchgehalten haben! Very Happy

Meine Frage: Ist jemandem von euch ein ähnlicher Fall bekannt, oder hat eine/r das schon selbst so erlebt? Wie verlief die Zeit nach der Operation bzw. wie schnell trat eine Besserung, eine Rückbildung der Zyste ein?
Oder musste die Zyste punktiert werden? Mein Chirurg meinte, eine Punktion würde momentan nicht viel bringen, weil sich die Zyste wieder mit Lymphflüssigkeit füllen würde.

Vielen Dank für eure Kommentare und eure Hilfe!
Liebe Grüße, Philip
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ViviOffline
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Beiträge: 59
Differenziertes SD-CA
weiblich
Beitrag:

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 (p7671)
Verfasst am: 29. Sep 2004, 18:57
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Hallo Philip,

wenn ich Deinen Beitrag so lese muss ich sagen, daß Du in den letzten Monaten ganz schön viel durchgemacht hast! Und immer wenn ich hier im Forum bin und von einem Lymphknotenbefall lese fühle ich mich aufgrund meiner eigenen Geschichte noch etwas mehr angesprochen. Mir wurde im Mai eine ca. 3cm Lymphknotenmetastase am Hals entnommen. Im Juni erfolgte dann die Entfernung der SD (o,8 cm großes pap. SD-karzinom) und 25 Lymphknoten. Zum Glück waren von diesen keiner mehr befallen, aber die Angst bleibt etwas, da bei mir noch drei weitere LK am Hals vergrößert sind. Leider kann ich Dir auf Deine Fragen keine richtigen fachlichen Antworten geben. Über eine Punktion der Zyste würde ich mich genau über evtl. Vor- und Nachteile informieren. Ich drücke Dir auf alle Fälle ganz fest die Daumen - und wünsche Dir gute Besserung

Viele Grüße Vivi

"Lache - den Glück ist eine Sache der inneren Einstellung" Laughing
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PhilipOffline
Anmeldung: 17.09.04
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Pap. SD-Ca. (TNM 200...
Graz (Österreich)
männlich30+
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 (p7678)
Verfasst am: 29. Sep 2004, 22:26
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Hallo Vivi,

ja - die letzten Monate waren ganz schön turbulent, kann nicht klagen! Smile Aber ich seh's positiv: momentan halten sich die Beschwerden in Grenzen, und ich hab viele liebe Leute um mich herum!

Vielen Dank für deine Antwort. Hab ich das richtig verstanden: dir wurde zuerst eine Lymphknotenmetastase entfernt und dann erst der SD-Tumor?

Vielleicht findet sich ja noch jemand hier im Forum, der was zur Zysten-Geschichte sagen kann. Außerdem gibt es hier in Österreich (Graz) eine lokale Selbsthilfegruppe, und in ein paar Tagen findet ein großes Treffen statt - freu mich schon darauf! Sicher bringt auch dieser Erfahrungsaustausch was!

Eigentlich witzig, dass es mir emotional gesehen in den Monaten, bevor mir die Krebs-Diagnose gestellt wurde, viel schlechter ging als jetzt... Geht/Ging euch das genauso?

Ciao!
Philip
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