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Foren-Übersicht SD-Krebs RJT/RJD (Berichte) Unterfunktion - Erfahrungsberichte?
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Unterfunktion - Erfahrungsberichte?

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CeliaOffline
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BeitragUnterfunktion - Erfahrungsberichte?

 (p103632)
Verfasst am: 15. Jul 2011, 17:52
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Hallo Ihr Lieben,

meine OP steht für den 26.7. an. Letzte Woche bei der SD-Sprechstunde im Krankenhaus hieß es, dass kein Thyrogen zu bekommen ist (hoffe natürlich, dass sich das bis dahin noch ändert), so dass ich sehr wahrscheinlich die RJT mit Hormonentzug machen muss.

Ich lese nun schon eine ganze Weile hier im Forum herum. Es wird viel von der Unterfunktion gesprochen. Die meisten sagen, dass sie das nach Möglichkeit nicht wieder erleben möchten, dass es sehr belastend ist usw. Aber ich finde sehr wenig echte Erfahrungsberichte darüber, was genau in der Unterfunktion mit einem passiert. Ich würde mich sehr freuen, Genaueres von Euch zu hören. Welche Beschwerden hattet Ihr? Wann traten sie auf bzw. wann fing das Ganze an, wirklich belastend zu werden (also: sind die gesamten vier Wochen Horror, oder ist es mehr auf die letzte Woche konzentriert)? Wart Ihr die ganze Zeit krankgeschrieben oder habt Ihr gearbeitet? Gerade der letzte Punkt beschäftigt mich, denn ich werde ja nach der OP ohnehin noch ca. 2 Wochen krankgeschrieben sein (sagt mein Arzt; kommt das hin?). Dann würde ich quasi anfangen, wieder zu arbeiten, wenn die Unterfunktion gerade so richtig schlimm wird. Ich habe keinen stressigen Job, aber einen, bei dem ich mich viel konzentrieren muss und den ganzen Tag am Rechner sitze.

Vielleicht mögt Ihr auch dazu sagen, wie Euer Gesundheitszustand allgemein war (also vor der OP). Das macht ja möglicherweise auch einen Unterschied, wie man die UF verkraftet? Wenn jemand berichten kann, dass er/sie so gar keine Beschwerden hatte und die UF ganz locker überstanden hat, würde mich das natürlich auch sehr freuen.

Und last but not least: Wenn es so ein Thema hier schon irgendwo gibt und ich nur zu dusselig zm Suchen war, dann lasst es mich wissen. Vielen Dank schon mal für Eure Antworten!

Celia
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Maria2Offline
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 (p103692)
Verfasst am: 17. Jul 2011, 21:41
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Hallo Celia,

ich hab nur eine Unterfunktion hinter mir (direkt nach der OP, 5 Wochen "ohne").
Zuerst war ich noch von der OP und der Diagnose groggy, und als ich eigentlich angefangen hätte, mich von der OP zu erholen, bin ich halt dann schleichend immer müder und langsamer geworden.
Es war kein plötzlicher Einschnitt, so dass ich gesagt hätte: So, jetzt bin ich in Unterfunktion!
Sondern wie gesagt eher ein schleichender Prozess.
Ich hab irgendwann selbst gemerkt, dass meine Reaktionen nicht mehr die schnellsten waren Wink - dass man in Unterfunktion nicht Auto fahren soll, hat mir allerdings niemand gesagt. Bin also weiterhin gefahren und hab versucht, langsam zu machen.

Zweieinhalb Wochen nach der OP bin ich wieder für ein paar Tage in die Arbeit, einfach weil mir daheim die Decke auf den Kopf gefallen ist (hab einen Bürojob). Da hab ich dann hauptsächlich Sachen gemacht, die eher automatisch ohne große Konzentration gehen. Und dann eine Woche nach der RJT wieder in die Arbeit, aber da hat`s mich dann wirklich ziemlich gebeutelt.

Die Unterfunktion merkt jeder anders, das Wichtigste ist, sich nicht zu übernehmen und zu akzeptieren, dass man nicht so viel schafft wie normalerweise. Und immer dran denken, dass das nur ein vorübergehender Zustand ist.

Viele Grüße von
Maria
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UbuOffline
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 (p103701)
Verfasst am: 18. Jul 2011, 10:21
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Hallo Celia,

im Wesentlichen habe ich das so ähnlich wie Maria erlebt. Die ersten beiden Wochen mit Hormonentzug habe ich mich gefühlt wie immer, dann ging es körperlich und geistig schleichend bergab. Ich bin irgendwie immer "fauler" geworden, auch im Kopf. Die Reaktionsfähigkeit verlangsamt sich, weswegen man halt auch nicht Auto fahren sollte (was mir aber auch keiner gesagt hat.....). Arbeiten hätte ich irgendwann nicht mehr können, weil mir einfach der rege Geist gefehlt hat Wink .

Zudem hat es bei mir Wassereinlagerungen in kleinerem Umfang gegeben, wodurch ich ca. 3 Kilo zugenommen habe. Die gingen dann aber hinterher auch schnell wieder weg. Hab' ich vor allem an den Füßen und im Gesicht gemerkt.

Tja, und dann hat sich am Ende der RJT rausgestellt, dass ich auch nervlich ziemlich daneben war. Ich habe mich nämlich über irgendeine Kleinigkeit dermaßen aufgeregt, dass ich heulend durch die Gänge der Station geirrt bin. Ich war wohl nur schwer zu beruhigen. Eigentlich sehr untypisch für mich.

Was ich so hier im Forum mitbekommen habe, sind aber die Auswirkungen der UF individuell sehr unterschiedlich. Ich habe dabei den Eindruck gewonnen, dass die Leute am besten damit zurecht kommen, wenn sie nicht gefordert werden (weder von Anderen noch von sich selbst) und eben einfach abhängen können. Wenn Familie, Arbeitgeber oder das eigene Ego Ansprüche stellt, merkt man halt, dass man die immer weniger erfüllen kann. Überhaupt ist es wichtig, dass auch das Umfeld Bescheid weiß, damit die damit umgehen können.

Ich wünsch' dir eine stressfreie Zeit mit wenig Beschwerden
Ute
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tina50Offline
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 (p103729)
Verfasst am: 18. Jul 2011, 20:17
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Hallo und guten Abend Celia,
ich habe die Unterfunktion eigentlich auch relativ "easy" erlebt und ähnlich wie maria und Ubu erlebt. Ich fühlte mich zunächst überhaupt nicht anders oder eingeschränkt, hab weiter gearbeitet wie immer (arbeite freiberuflich, Büro im Haus), dann aber nach und nach gemerkt dass ich schneller müder und schlapper wurde. Ich hab - was ich überhaupt nicht von mir kenne - tagsüber immer kalt gehabt und musste mich warm anziehen, dicke Socken, Kuscheljacke usw Ich hab auch Wasser eingelagert und rund 3 - 4 kg zugenommen.
Nach der OP im Juni 2007 konnte ich Thyrogen bekommen. Dann hatte ich im Oktober 2007 eine RJT in Unterfunktion und im Juni 2008 die 3. RJT auch in Unterfunktion. Ich hatte zur Vorbereitung 4 Wochen vor den Termine die Hormone abgesetzt.
Da man schon ab einem TSH Wert von >30 zur RJT kann habe ich mir nach 3 1/2 Wochen den Wert vom Hausarzt bestimmen lassen, der lag da schon bei 40 und ich konnte sogar schon ein bischen früher kommen.
Es ist natürlich schon gut, wenn man sich ein bischen gehen lassen kann, nicht allzu hohe Anforderungen an sich stellt und einfach versucht sich damit zu arrangieren und das zu machen was geht und was nicht halt eben sein lässt.
Mein Gewicht hat sich ganz schnell wieder normalisiert und ich kam jedes Mall relativ schnell wieder auf die Beine.
Vielleicht klappt es ja auch bei Dir dass du für die 1 RJT nicht in die Unterfunktion musst. Es ist schon ein großer Unterschied, allerdings muss ich noch einmal betonen, dass ich die UF nicht so schlimm fand wie vielleicht der ein oder andere sie erlebt hat.
Es wird schon werden und Du wirst sehen dass es vielleicht nicht so schlimm ist wie Du es Dir vorstellst. Drücke Dir die Daumen und grüße Dich Martina
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CeliaOffline
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 (p103731)
Verfasst am: 18. Jul 2011, 21:45
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Ich danke euch allen sehr für Eure Beiträge! Ihr habt mir wirklich geholfen.

Auto fahre ich sowieso nicht. Ich fahre Bus und Straßenbahn (aktiv), das kriege ich aber ohne weiteres geregelt. Zur Arbeit fahre ich mit dem Rad (geht das?).

Wenn ich mir das so anhöre, dann klingt Unterfunktion ein bisschen wie Fasten. Auch da wird der Stoffwechsel langsamer, ich friere leicht, und Auto würde ich auch nicht mehr unbedingt fahen. Alles wird halt ein bisschen geruhsamer. Keine Ahnung, ob das vergleichbar ist, abwer wenn, dann schreckt es mich nicht. Ich bin gespannt, aber dank Eurer Beiträge habe ich nicht mehr unbedingt Angst davor. 3kg Gewichtszunahme finde ich erträglich.

Hat irgendwer Haarausfall gehabt? Ich habe sehr lange Haare (bis über den Po), und es würde sehr lange dauern, bis die nachgewachsen sind.
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Zuletzt bearbeitet von Celia am 20. Aug 2011, 13:28, insgesamt einmal bearbeitet
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Maria2Offline
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 (p103738)
Verfasst am: 18. Jul 2011, 22:06
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Hallo Celia,

na ja, die ganzen Hormonschwankungen wirken sich schon auch auf die Haare aus. Manche verlieren mehr, andere weniger.
Komplett kahl war ich aber nie Cool
Wird schon werden. Zur Not müsstest du halt doch ein Stück wegschneiden lassen, bis wieder alle nachgewachsen sind.

Viele Grüße sendet dir
Maria
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TanjkaOffline
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 (p103739)
Verfasst am: 18. Jul 2011, 22:52
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Hallo Mädels!!!


ohhh ja...Sad( das tehma haare....

seit zwei wochen habe ich extremen haarausfall. einfach nur übel...
teures shampoo aus der apotheke und olivenöl sind jetzt im einsatz!!!
und morgen kommen ca. 20 cm weg. bis zum kinn... oh gott ich werde morgen soooo heulen:((((
aber ich habe es so entschieden, so geht es nicht weiter. mein pferdeschwanz ist um fast die hälfte dünner geworden. ich hoffe durch das abschneiden wird es besser!!!

wünsche eine erhollsame nacht!!!
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Katrin67Offline
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BeitragUnterfunktion Beschwerden nach SD-krebs OP

 (p103755)
Verfasst am: 19. Jul 2011, 17:56
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Hallo,

ich habe am 17.06.2011 meine komplette SD mit Knoten 2,6 cm entfernt bekommen. Dann die Diagnose-follikuläres Karzinom. Am 21. 06.2011 die 2 OP mit Entfernung der Lymphknoten 6 Stück)
Nach der OP sind noch Hormone für ca. 1-2 Wochen im Körper vorhanden.

Am 08.07.2011 Aufnahme in die Klinik zur RJT.
Da lag mein TSH Wert bei 87,68
Ich war sehr müde, absolut schlapp und hatte jeden Tag am morgen starke Kopfschmerzen. Allerdings fing es erst so Anfang Juli an. Ich war nicht in der Lage zu arbeiten. Konnte nicht alleine das Haus verlassen (Schwindel) geschweige denn Auto fahren.
Jetzt bekomme ich erstmal Hormone 112 mg
Ich fühle mich schon besser, allerdings habe ich an manchen Tagen starke Muskelschmerzen am ganzen Körper.

Ich wünsche Dir eine gute Zeit!!!
MfG
Katrin
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tina50Offline
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 (p103757)
Verfasst am: 19. Jul 2011, 20:50
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Hallo nochmals,
ich hatte keinerlei Probleme mit Haarausfall und hab bzgl. meine Haare überhaupt keine Veränderung gemerkt, ich bin auch Auto gefahren, weil mir erstens keiner irgendetwas in dieser Richtung gesagt hat und ich mich auch keineswegs dazu nicht in der Lage gefühlt hätte. Im Nachhinein wurde das mal erwähnt, ich glaube sogar dass ich hier im Forum gelesen hatte dass man bzgl. Autofahren möglicherweise eingeschränkt sein könnte. Wie schon erwähnt habe ich die ÜF wirklich gut überstanden, ohne Kopfschmerzen, ohne Haarausfall, eben "nur" mit den beschriebenen Symptomen, die man natürlich merkt und die einen beeinträchtigen, aber es war zumindest bei mir - Gott sei Dank - wirklich nicht schlimm.
Liebe Grüße und schönen Abend Martina
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CeliaOffline
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 (p103773)
Verfasst am: 20. Jul 2011, 12:32
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Tja, dann kann man wohl zusammenfassend sagen "jeder Jeck ist anders". Smile Ich lasse es auf mich zukommen. Erst mal die OP hinter mich bringen und dann weiter.

Trotzdem hilft es sehr, diese Berichte von Euch zu lesen; gerade, weil sie so unterschiedlich sind.
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Zuletzt bearbeitet von Celia am 20. Aug 2011, 13:29, insgesamt einmal bearbeitet
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GertrudOffline
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 (p103774)
Verfasst am: 20. Jul 2011, 14:01
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Hallo Celia, ich hatte am 13.01.2011 meine SD-OP, follikuläres Karzinum,gleichzeitig große Weichteilmetastase an der BWS. Die erste Radio-Jodtherapie habe in nicht so mitbekommen,da ich durch die OP-s noch Nachwirkungen hatte.
Aber vor der 2.Therapie - am 01.07.2011 - war ich in der totalen Unterfunktion.
14 Tage nach Absetzung der Hormone - L-Tyroxin 175 - begann das Dilämmer, Müdigkeit,Depressionen,Muskelschwäche,Gehstörungen,Rückenschmerzen,also das volle Programm.
Jetzt beginne ich nach über 2-wöchiger Einnahme der Tabletten mich langsam e t w a s besser zu fühlen.
Bis zur 3.Therapie im Oktober hoffe ich, dass Thybon lieferbar ist. Das ganze Theater möchte ich nicht noch mal mitmachen.
Übrigens die 1.RJT hat insofern geholfen, dass der Tumor kleiner geworden ist,da meine Rest-SD noch sehr gut speichert. Nur würde mich auch mal interessieren, wie lange Geschmacksstörungen bleiben.

Alles Gute, Gertrud
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CeliaOffline
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 (p104561)
Verfasst am: 17. Aug 2011, 19:53
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Ein wenig verspätet Embarassed auch Dir, Gertrud, noch herzlichen Dank für Deinen Bericht. Ich möchte nun natürlich auch von meinen Erfahrungen berichten.

Meine OP war am 26.7.2011. Weder vorher noch nachher Hormongabe (bei vorher euthyreoten Laborwerten). Ich bin dank einer entgegenkommenden Hausärztin seit der OP durchgehend krank geschrieben. Am Anfang empfand ich das als übertrieben, aber erstens lassen sich die zahlreichen Arzttermine (ich mache die RJT in Hildesheim und habe dementsprechend zu jedem Vortermin lange Anfahrtswege, dazu noch HNO-Kontrolle etc.) so besser koordinieren, und zweitens ist es einfach nur sehr erholsam. Ich denke, die Krankschreibung ist der Hauptgrund dafür, dass ich meine Unterfunktion als überhaupt nicht belastend empfinde! Insofern kann ich jeden nur ermutigen, sich krankschreiben zu lassen, auch wenn man denkt "ach, es geht doch noch".

Was ich hauptsächlich merke, ist, dass ich wesentlich schneller ermüde als sonst. Obwohl ich ja quasi nichts mache außer meine Unterfunktion zu pflegen Wink , bin ich nach 12 Stunden Wachsein eigentlich wieder reif für die Horizontale. Spätestens nach 14 Stunden geht es dann ins Bett, und ich schlafe jede Nacht 10 Stunden. Außerdem bekomme ich schnell kalte Füße und trage auch bei Außentemperaturen von 27 Grad dicke Wollsocken und liege bei kühlem Wetter mit Fleecedecke und Heizkissen auf dem Sofa. Mein drittes Problem ist eine ultraträge Verdauung, die ich - mäßig erfolgreich - mit Sauerkrautsaft auf Trab bringe. Wenn ich nicht gut auf mich achtgebe - z.B. zu wenig schlafe -, bekomme ich sofort höllische Kopfschmerzen. Ein bisschen zugenommen habe ich auch, habe mich aber auch beim Salz kein bisschen beschränkt.

All dies klingt doch ziemlich dramatisch, wenn ich es so niederschreibe, aber ich fühle mich wirklich gut. So gut, dass ich gestern beim Radiojodtest die Sorge geäußert habe, bis zur stationären Aufnahme nicht den geforderten TSH von >30 erreichen zu können. Ein Blick auf den Laborbericht vom Tag zuvor verriet mir, dass mein TSH bereits >75 war...

Mir ist bewusst, dass ich unheimlich privilegiert bin, weil ich erstens anstandslos für vier Wochen krank geschrieben wurde und zweitens allein mit meinem Mann eine kleine 2-Zimmer-Wohnung bewohne und wir uns die Hausarbeit teilen. Ich mache eben das, was ich schaffe, den Rest erledigt kommentarlos und zu voller Zufriedenheit mein Mann. Ich kann wirklich "abhängen". Da scheint mir das Allerwichtigste zu sein.

Meine RJT beginnt übrigens am 22.8., ich hab es also fast geschafft.
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Zuletzt bearbeitet von Celia am 20. Aug 2011, 13:29, insgesamt einmal bearbeitet
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UbuOffline
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 (p104701)
Verfasst am: 18. Aug 2011, 12:44
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Hallo Celia,

ich kann Deine Worte nur voll bestätigen! Bei mir war es ähnlich, auch ich war die ganze Zeit krankgeschrieben und habe eine verständnisvolle Partnerin, die alle häuslichen Arbeiten, die ich nicht machen konnte, klaglos übernommen hat. Deswegen war die UF gut auszuhalten.

Aber sonst war es auch genau so, dass ich träge und müde wurde, auch das mit der Verdauung kenne ich, außerdem gab es leichte Wassereinlagerungen und dadurch etwas Gewichtszunahme. Das hat sich aber später alles wieder eingependelt.

Ich bedaure all die Leute, deren PartnerIn/Kinder/Verwandte/Freunde/Ärzte/Arbeitgeber kein Verständnis für die Erkrankung aufbringen und einfach nur erwarten, dass man "funktioniert" wie immer. Dann kann eine UF die Hölle sein.

Die noch alles Gute für die RJT
Ute
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SunflowerOffline
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BeitragIch bin extrem sensibel

 (p104745)
Verfasst am: 19. Aug 2011, 09:28
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Hallo Celia,

mir steht auch noch die RJT bevor ich bete auf Thyrogen.

Sicherlich bin ich kein gutes Beispiel Sad

Da ich unter diversen Ängsten und Depression leide , die sich mit der ganzen SD OP noch verstärkt haben macht mir dir Sache mit der RJT auch große Sorgen.
Mein niedrigster Wert war bei knapp 10 also noch weit von der 30 entfernt.
Mir ging es psychisch und physich nicht gut.
Ich war ein nervliches Wrack. Nur am heulen und hätte Mittags schon im stehen einschlafen können.
Für mich war dieser Zustand sehr schlimm, dabei war der Wert noch nicht mal ganz unten.
Mein Arzt meint, das ich da nun durch muss und es gar nicht so schlimm sei Shocked bzw. Alle können dies sehen

Meine Ängste sind aktuell so groß, das ich auf eine Psychotherapie warte und mich ggf. sogar mit Medikamenten einstellen lassen muss.

Wie es mir ohne meine Tyroxin gehen wird,
daran mag ich gar nicht denken, da ich jetzt schon am verwzeifeln bin.

Ich kann dir jedenfalls nur berichten, das sich mit der Unterfunktion langsam eine Müdigkeit einschleicht und du doch schlechter konzentrieren kannst. Die einen merken es mehr die anderen weniger.

Alles Gute für deine RJT

LG Sunflower
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CeliaOffline
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 (p104748)
Verfasst am: 19. Aug 2011, 10:15
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Ja, der Arzt hat gut reden - aber aus erster Hand kennen wird er es wohl nicht. Frag ihn doch mal, ob er schon mal nach einer Krebsdiagnose vier Wochen in Unterfunktion war. Wink Ich drücke Dir die Daumen, dass Du von irgendwoher Thyrogen bekommst.

Mich würde mal interessieren, ob die volkswirtschaftliche Kosten-Nutzen-Rechnung eher für Thyrogen oder für Unterfunktion spricht. Thyrogen ist ja nicht billig, aber eine AU über mehrere Wochen auch nicht.
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Zuletzt bearbeitet von Celia am 20. Aug 2011, 13:29, insgesamt einmal bearbeitet
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