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chaotika Anmeldung: 20.07.11 Beiträge: 10 NRW  30+ |
Beitrag: (p103808)
Verfasst am: 21. Jul 2011, 13:42 |
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Hallo euch allen,
erst mal ein ganz dickes Dankeschön, dass es dieses Forum gibt und ihr eure Erfahrungen hier teilt! Das Lesen eurer Beiträge hat mir schon sehr viel weiter geholfen und es macht einem Mut zu sehen, dass die eigenen Ängste oft unbegründet sind und man damit nicht allein ist.
Vor etwas mehr als 2 Jahren, kurz nach der Geburt meines Sohnes, habe ich einen Knoten an meinem Hals entdeckt. Da ich damit keine Beschwerden in direkt Zusammenhang gebracht habe, habe ich erst mal nichts unternommen. Getreu dem Motto: Wenn ich nicht zum Arzt gehe, kann der auch nix schlimmes finden...
Irgendwann im Herbst letzten Jahres habe ich mich doch dazu durch gerungen und den Knoten untersuchen lassen. Meine Hausärztin war relativ planlos und vermutete (trotz Ultraschall) einen geschwollenen Lymphknoten. Sie meinte, es könnte selten vorkommen, dass die sich bei einer Infektion abkapseln und nicht zurück bilden... Zur Sicherheit sollte ich das aber vom HNO überprüfen lassen.
Durch Kind, Studium und Beruf dreifach belastet, habe ich dann nochmal bis zum Frühjahr diesen Jahres gebraucht, bis ich beim HNO war. Der sagte mir dann, nix Lymphknoten. Es wäre die Schilddrüse. Er empfahl eine Szintigrafie, um zu klären ob heißer oder hoffentlich nicht kalter Knoten. Ich konnte das erstmal gar nicht einordnen, war aber zu perplex um nachzufragen. So bin ich dann bei meinen Recherchen im www auf dieses Forum gestoßen.
Tja und bei der Szintigrafie wurde im April festgestellt, dass ich einen kalten Knoten im rechten SD-Lappen habe, etwa 3cm groß und einen ca. 1cm großen schwach kalten Knoten zwischen den beiden Lappen. Empfehlung: raus damit.
Da ich kurz vor dem Abschluss bin und die Semesterferien abwarten wollte. hatte ich nun erst gestern meine Vorbesprechung in der Raphaelsklinik in Münster. Der Arzt dort meinte, sie würden versuchen, Teile meiner SD zu erhalten, vor allem, weil ich Sorgen um meine Stimme habe (bin im Job drauf angewiesen und singe im Chor und in ner Band). Aber so, wie die Knoten liegen, wird wohl die ganze SD raus müssen.
Merkwürdigerweise mache ich mir die geringsten Gedanken darum, dass es maligne Knoten sein könnten. Vielmehr beschäftigt mich der Gedanke, dass ich hinterher nicht mehr singen kann und ich könnte jedes Mal in Tränen ausbrechen... Ich komm mir langsam schon völlig bescheuert vor, aber ich wollt schon als junges Mädchen singen können, habe aber erst vor ein paar Jahren angefangen, weil mein Exfreund mir erfolgreich eingeredet hat, ich hätte eine furchtbare Stimme... Nun weiß ich inzwischen, dass es nicht so ist und das Singen ist so ein wunderbarer Ausgleich zu all meinem Alltagsstress, dass ich es einfach nicht mehr missen möchte.
In meinem Umfeld sagen die einen "nun geh mal nicht vom schlimmsten aus", die anderen "dann suchst du dir halt ein anderes Hobby" und mein Mann meint bloß: "Dann darfst du auch nicht Auto fahren. Das ist noch viel gefährlicher!" Nur meine Mama, die sagt, sie zahlt mir dann den Logopäden, wenn die Krankenkasse es nicht übernimmt...
Der Arzt im KH meinte, er könnte mir nicht sagen, welche Auswirkungen die OP auf meine Stimme haben wird. 2 Wochen Singverbot sind obligatorisch, danach kann ich es langsam versuchen... *hmmpf*
Ich hab hier nun schon einige Threads zu diesem Thema gelesen. Die meisten schreiben, dass es einige bis viele Monate gedauert hat, bis ihre Singstimme wieder zurück war.
Ich halte mich einfach mit dem Gedanken aufrecht, dass diejenigen, die keinerlei Probleme nach der OP hatten, auch keinen Grund haben, etwas zu schreiben...
So, es tat gut, das mal loszuwerden bei Leuten, die hoffentlich nachvollziehen können, was mich da beschäftigt.
LG
Anne |
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Butterfly Anmeldung: 11.01.06 Beiträge: 55 40+ |
Beitrag:  (p103809)
Verfasst am: 21. Jul 2011, 14:18 |
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Hallo Chaotica,
auch wenn ich hier schon oft gelesen habe, dass es nach der OP Probleme mit der Stimme gab, bin ich doch ein Beispiel dafür, dass das nicht so sein muss.
OP vor 15 Jahren, SD komplett raus wg. starker Vergrößerung und einer Menge kalter Knoten, kein Krebs und keine Probleme mit der Stimme. Ok, nach der OP war meine Stimme vom Intubationsschlauch erst mal sehr heiser, aber das wurde von Tag zu Tag besser. Und es dauerte eine Weile, bis ich wieder so richtig laut schreien konnte - aber wie oft braucht man das schon??? Wobei ich nie Sorge hatte, ich könne nicht mehr singen... normalerweise leert sich ein Raum geradezu unheimlich schnell, wenn ich damit beginne...
Ich drücke Dir die Daumen, dass alles komplikationslos abläuft!
Liebe Grüße,
Butterfly |
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chaotika Anmeldung: 20.07.11 Beiträge: 10 NRW  30+ |
Beitrag:  (p103810)
Verfasst am: 21. Jul 2011, 14:51 |
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Hallo Butterfly,
danke für deine netten Wünsche. Laut schreien...*hmmm* mein Kleiner ist grad in der Trotzphase. Laut schreien muss ich also öfter mal...  |
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kampfschmetterling Anmeldung: 30.12.10 Beiträge: 8 med. SD-CA Baden-Württemberg  40+ |
Beitrag:  (p103818)
Verfasst am: 21. Jul 2011, 19:11 |
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Hallo Anne,
ich kann deine Ängste gut verstehen, wenn dein Herz so sehr am Singen liegt.
Ich hatte 2009 meine erste große OP, 7 Stunden, SD komplett entfernt mit einigen umliegenden Lymphknoten. Dabei wurde der Recurrens-Nerv verletzt, im Krankenhaus hat mich ein Logopäde besucht, bißle geträllert, das wars. Zu Hause hatt ich erst einmal mit mir und meiner Diagnose zu tun, da war die Stimme nebensächlich. Ich habe 4 Monate später mit Logopädie begonnen, hat auch ganz gut geklappt, bis 2010 mich meine Rezidiv-OP (Entfernung der restl. Lymphknoten am Hals) mächtig zurückgeworfen hat. Mittlerweile habe ich eine super Logopädin. Diese Logopädin hat mir gesagt, je früher man mit Logopädie beginnt, desto besser. Ich glaube man sollte innerhalb der ersten 2 oder 4 Wochen nach OP beginnen. Und dann könnten auch die meisten Recurrens-Paresen behoben werden. Das Problem ist, daß dich im Krankenhaus keiner diesbezüglich aufklärt, da muß man sich selbst schlau machen.
Ich möchte dir damit nur sagen, daß FALLS bei dir der Recurrens-Nerv betroffen sein sollte, nicht lange zögern, such dir eine gute Logopädin, am besten sollte sie Reizstrom-Therapie anbieten und fang schnellstmöglichst an. Dann wird alles gut.
Übrigens, das wird von der Krankenkasse übernommen, auch wenn es länger gehen sollte, da muß die Mama nicht einspringen
Jetzt laß mal den Kopf nicht hängen, denn meistens geht es eben doch gut. (Ich habe oft das Gefühl, ich bin die berühmte Ausnahme )
Ich drücke dir ganz fest die Daumen
Liebe Grüße
Vera  |
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chaotika Anmeldung: 20.07.11 Beiträge: 10 NRW  30+ |
Beitrag:  (p103821)
Verfasst am: 21. Jul 2011, 20:49 |
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Hey Vera, das ist ja echt heftig, was du schreibst. Ich wünsch dir, dass es schnell und gut voran geht!
Danke auch für deine Tipps (auch wenn ich hoffe, nicht drauf angewiesen zu sein )
Immerhin: ich war heut zur Überprüfung der Stimmbandfunktion beim HNO, der meinte, das Ding wär im letzten halben Jahr nicht größer geworden, was eine gute Prognose zulassen würde.
So, nun hab ich heute aber noch was anderes entdeckt. Und zwar gibt's eine Studie, dass Frauen mit PCO (was ich seit Teenagerjahren habe) ein erhöhtes Risiko von Schilddrüsenerkrankungen haben. http://edoc.ub.uni-muenchen.de/5186/1/Schmalisch_Petra.pdf Angesichts der Tatsache, dass außerdem eine genetische Disposition besteht (fast alle meine Tanten haben irgendwas mit der SD), sollte ich vielleicht doch gleich alles entfernen lassen... *hmmm* Hat diesbezüglich jemand Erfahrungen?! |
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Sisko Anmeldung: 28.09.10 Beiträge: 7 Bayern/Deining  30+ |
Beitrag: (p103829)
Verfasst am: 21. Jul 2011, 22:05 |
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Hallo chaotika.
Hab meine SD auch komplett draussen. Ich konnte keinen Unterschied mit meiner Stimme feststellen. Hab mich danach etwas mit dem Schreien (hab 2 Kids) zurückgehalten.
Habe vor der OP angefangen Globuli Arnika D6 zu nehmen. Ich hatte nicht mal Drainagen nach der OP bekommen.
Bin im Oktober unters Messer gekommen und im November wieder in die Arbeit. Bin auch auf meine Stimme angewiesen, da ich 4.Klässler unterrichte (Jugendverkehrsschule). Da bin ich den ganzen vormittag draussen und muss über den Platz schreien. Sonst hören die mich am anderen Ende nicht.
Ich wünsche dir für deine OP alles erdenklich gute, Augen zu und durch. Hab auch nen OP Bericht eingestellt. Vielleicht nimmt der dir etwas Angst von den Schultern.
LG  |
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| eisblume |
Beitrag:  (p103832)
Verfasst am: 21. Jul 2011, 22:20 |
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meine totale sd op ist erst 2 monate her meine stimme war ca nach 3 stunden wieder so wie vorher, auch sonst hatte ich keine probleme ,
wünsch dir alles gute |
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chaotika Anmeldung: 20.07.11 Beiträge: 10 NRW  30+ |
Beitrag:  (p103833)
Verfasst am: 21. Jul 2011, 22:23 |
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Hallo Sisko,
dein OP-Bericht macht Mut! Danke dafür! Arnika Globuli sind mir auch schon empfohlen worden, aber ich ich glaub nicht wirklich dran... Da setz ich eher auf die Aromaöl-Massage, die ich hinterher bekomme...
@Eisblume: danke!  |
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| futzmaus |
Beitrag: (p104033)
Verfasst am: 30. Jul 2011, 15:26 |
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| Ich hatte am 25.7.11 meine OP. Nur der linke Lappen ist entfernt worden, weil es Probleme beim Monotoring des Stimmbandnerves in der OP gab.Nach dem Aufwachen war mir sehr übel, aber nach 2 Stunden Aufwachraum konnte ich dann schon alleine zur Toilette gehen. Am 3. Tag nach der OP war ich wieder zu Hause. Meine Stimme ist sehr heiser, ich verschlucke mich oft und beim Reden habe ich Luftnot. Ist aber nicht schlimm, geht alles wieder in den nächsten Tagen( oder Wochen ) weg, sagen alle Ärzte. Auch ich brauche dringend meine Stimme, bin Erzieherin an einer Grundschule. Vorerst bleibe ich noch krank geschrieben. Auch ich hatte panische Angst vor der OP, jetzt muss ich dagen, die Angst war völlig überflüssig. Man braucht halt jetzt danach Geduld und Schonung, dann wird das wieder. Ich drück dir die Daumen... |
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chaotika Anmeldung: 20.07.11 Beiträge: 10 NRW  30+ |
Beitrag:  (p104036)
Verfasst am: 30. Jul 2011, 18:17 |
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Hey Futzmaus,
klingt nicht grade angenehm. Ich wünsch dir gute Besserung! Genau davor hab ich Angst ...wobei Angst eigentlich der falsche Ausdruck ist - ich mach mir ein bißchen Sorgen. Aber je näher der Termin rückt, umso weniger versuche ich dran zu denken. Man muss sich ja nicht auch noch selbst irre machen... und um die OP an sich mach ich mir gar keine Gedanken... |
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| Leilalotti |
Beitrag:  (p104481)
Verfasst am: 15. Aug 2011, 19:13 |
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Hallo chaotika,
bitte berichte von deiner OP in der Raphaelsklinik in Münster, da ich wahrscheinlich im September dort anrufen und einen Termin machen lasse.
Ich schiebe das schon seit Januar vor mir her, bei mir wurde ein 4,5 cm großer Knoten entdeckt, ein ganz schöner Oschi, der sich von der Mitte über den linken Schilddrüsenlappen gelegt hat. Ich war bei zwei Ärzten zur Bestätigung der Diagnose. Beide meinten, der Knoten sähe nicht bösartig aus. Ich weiß allerdings nicht, wie man das nur auf dem Szintigramm und Ultraschall feststellen kann.
Habe wahnsinnige Panik äh Angst davor. Auch dass man mir die ganze Schilddrüse wegnimmt und auch vor eventueller Verletzung des Stimmbandnerves. Habe eh schon Probleme mit meiner Unterfunktion und bin seit Monaten total müde und erschöpft.
Hast du denn schon einen OP-Termin bekommen?
LG Leilalotti |
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chaotika Anmeldung: 20.07.11 Beiträge: 10 NRW  30+ |
Beitrag:  (p104488)
Verfasst am: 15. Aug 2011, 20:53 |
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Hallo Leilalotti,
ja, ich bin am Montag letzter Woche aus der Raphaelsklinik entlassen worden. Bei der Voruntersuchung ließ sich im Ultraschall erkennen, dass der größere (kalte) Knoten (ca. 2,5cm) im rechten Teil der Schilddrüse und der kleinere Knoten (ca. 1,5cm) ziemlich mittig saß. Also war geplant, den linken Teil der SD stehen zu lassen. Ich war am Tag der OP sehr guter Dinge, hab noch mit dem sehr netten Team der Raphaelsklinik rumgeflachst (wirklich alle sehr, sehr nett dort!). Irgendwann wurde ich wach und hatte ein grün betuchtes Gesicht vor mir: Leider hatte sich im Schnellschnitt ergeben, dass mein kalter Knoten bösartig verändert war. Ich wurde also zurück in den OP verfrachtet und der Rest meiner SD und die umliegenden Lymphknoten wurden mit entnommen... Glück im Unglück: es handelte sich um ein papilläres SD-Karzinom mit einer winzigen, noch jungen Metastase in einem der Lymphknoten. Die tatsächliche Größe war dann auch geringer als im Ultraschall angenommen - nur 1,5cm beim großen Knoten, der kleine war unter 1cm groß (und wies keine Veränderungen auf!). Der operierende Oberarzt kam ein-zwei Tage später zu mir und hat mir versichert, dass die Heilung in meinem Alter eigentlich bei nahezu 100% liegt.
Am Freitag war ich dann in der Uniklinik. Die Radiojodtherapie war eigentlich für den 25. August geplant. Jetzt ist mein TSH-Wert aber schon so hoch, dass wir bereits Ende dieser Woche beginnen. Auch in der Uniklinik waren alle super nett. Das Informationsgespräch hat fast 2 Stunden gedauert. Obwohl ich mich schon vorher umfassend informiert hatte und eigentlich schon fast alles wusste, hat der Doc sich für alle Fragen sehr viel Zeit genommen.
Meine Stimme...tja, die ist auch wegen der Größe des Eingriffs, nehme ich an, etwas mitgenommen... aber systemisch ist alles in Ordnung. Die Stimmbandnerven sind etwas beleidigt, so dass ich nicht so laut und nicht so hoch wie gewohnt sprechen kann (aber zumindest kann ich meinem Sohn seine Schlaflieder singen, ohne dass er einen Unterschied merkt ). Und die Stimme ermüdet relativ schnell. Ein viertel Stündchen telefoniert und ich werd heiser. Außerdem hab ich noch Flüssigkeit in der Wundhöhle, das drückt natürlich im Augenblick, sollte sich aber bald geben, meinte meine Hausärztin heute.
Und ohne dass ich dir Angst machen will, aber bei mir wurde auch die ganze Zeit gesagt, ich solle mir keine Sorgen machen. Die Entfernung wäre nur um sicher zu gehen. Ja - die Wahrscheinlichkeit, dass deine Veränderungen ganz harmlos sind, ist wesentlich größer. Aber Gewissheit wirst du erst haben, wenn es raus ist! Mein HNO meinte noch bei der Voruntersuchung, die Prognosen wären gut. Der Knoten hätte sich im letzten halben Jahr so gut wie gar nicht verändert...aber der Blick von Außen sagt leider gar nichts. Ich habe den Knoten ja schon über 2 Jahre gespürt. Aber im Nachhinein kann ich sagen, dass er schon wesentlich länger gewachsen sein muss (ständig heiser gewesen, Hustenanfälle ohne Grund, Ohrenschmerzen etc.) Wer weiß, wie es ausgesehen hätte, wenn ich nicht so lange gewartet hätte?! Jetzt bin ich auf jeden Fall der Meinung lieber früher, als später!!
Aber ganz ehrlich: ich kann mit der Diagnose gut leben. Keine Ahnung, vielleicht hatte sich mein Unterbewusstsein schon drauf eingestellt. Ich bin einfach froh, dass der Parasit aus meinem Hals entfernt wurde. Jetzt wird bei der RJT noch das letzte SD-Gewebe zerstört und im besten Fall kommt der Krebs dann auch nicht wieder. Ich glaube, es kann einen schlimmer treffen. Im Nachhinein kann ich auch sagen, dass ich trotz guter SD-Werte, alle Symptome eine Unterfunktion hatte und ich jetzt einfach davon ausgehe, dass es mir, wenn ich erstmal vernünftig eingestellt bin, vermutlich sogar besser gehen wird als vor der OP. (Zur Zeit bin ich ziemlich erschöpft und die Konzentration lässt schnell nach, sonst gehts mir gut.) Wenn die Stimme dann wieder 100% zurück ist, dann ist alles wieder chic!
Hab nicht so viel Angst. Es ist wirklich alles halb so wild! Unangenehm ja, aber ne Mandelentzündung schmerzt schlimmer.  |
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| Leilalotti |
Beitrag:  (p104490)
Verfasst am: 15. Aug 2011, 21:05 |
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Danke, dass du geantwortet hast.
Habe aber dennoch Angst. Ich habe jetzt mehrmals gelesen, dass viele in Münster in der Raphaelsklinik dann letzten Endes doch SD Krebs haben und die ganze Schilddrüse ausgeräumt werden muss. Kannst du das bestätigen oder hast du dort auch Leute kennengelernt, die keinen bösartigen Tumor hatten?
Wie ist die Klinik denn ansonsten so?
Wie war die Narkose? Muss ich davor Angst haben? |
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chaotika Anmeldung: 20.07.11 Beiträge: 10 NRW  30+ |
Beitrag:  (p104491)
Verfasst am: 15. Aug 2011, 21:19 |
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Also, kennengelernt habe ich niemanden (Einzelzimmer). Die Ärzte sagten aber, dass es eher selten ist, dass es wirklich bösartig ist. Warum du hier häufiger von den negativen Fällen liest, liegt auf der Hand: die Leute bei denen es gut gegangen ist, haben ja gar keinen Grund hier zu schreiben. Dementsprechend gibt es also auch kaum Berichte von Fällen wo alles gut gelaufen ist.
Davon abgesehen schätze ich, dass die wenigsten der von einer SD-Krankheit betroffenen tatsächlich in einem Forum schreiben. Hat ja auch was damit zu tun, ob man sich mit seiner Krankheit überhaupt so in die Öffentlichkeit begeben mag.
Die Narkose war gar nicht schlimm. Wenn du viel Angst hast, bekommst du vorher auch noch eine "Scheiß-egal-Pille". Da schwebst du schon auf Wolke 7 bevor es losgeht. Ich hatte keine, brauchte die aber auch nicht, weil ich ganz entspannt war. Im einen Augenblick hab ich noch mit dem OP-Team im Vorraum gequakt, im nächsten war ich schon im Aufwachraum. Beim zweiten Durchgang war ich noch so zugedröhnt, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie sie mich wieder in den OP geschoben haben. Und nach der zweiten OP hab ich dann die Pfleger und Schwestern genervt, bis sie mich endlich auf mein Zimmer gelassen haben. Die OP-Liege war so unbequem...  |
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Celia
Anmeldung: 30.06.11 Beiträge: 285 pap. SD-CA pT1b R0 N1a Braunschweig |
Beitrag:  (p104492)
Verfasst am: 15. Aug 2011, 21:55 |
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Also, ich musste unbedingt die Scheißegalpille nehmen, weil die angeblich schon Bestandteil der Narkose war (also in die Gesamtdosis eingerechnet oder so). Ich habe aber keine Wirkung gespürt. Bin auch hinterher andauernd gefagrt worden, ob ich dieses Schmerzmittel oder jene Schlaftablette möchte. Damit waren sie echt großzügig im Krankenhaus. Wollte ich aber alles nicht.
Mir geht es übrigens genau wie Dir - Stimme war gleich wieder da, ermüdet aber schnell. Manchmal hab ich von jetzt auf gleich kaum noch Stimmvolumen. Dann muss ich ein bisschen Sprechpause machen, und dann geht es wieder. Singen kann ich aber, und am Stimmumfang hat sich nichts geändert. Donnerstag habe ich noch einen Kontrolltermin beim HNO, aber ich gehe davon aus, dass alles ok ist.
Bei mir wurde auch ein Schnellschnitt gemacht (obwohl die Diagnose papilläres Karzinom ja schon vorher feststand), und ich wurde so lange in Narkose belassen. Die ganze OP hat dadurch einfach etwas länger gedauert.
Meine SD-Werte waren vor der OP ebenfalls in der Norm, aber mit Tendenz zur Unterfunktion. Gleichzeitig hatte ich ziemlich heftige Tachykardien, was m.W. eher typisch für eine Überfunktion ist. Die sind jedenfalls seit der OP weg. Ich hab die nie mit der SD in Verbindung gebracht sondern dachte, es sei mein Blutdruck...
Auch ich habe eine einzige mickrige Lymphknotenmetastase - und ärgere mich, weil das bedeutet, dass man "high risk" ist, was sich auf den Umfang der Nachsorge auswirkt. |
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