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OP im St.Agatha Krankenhaus in Köln-Niehl (21.7.11)

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Schneewittchen
Beitrag:

BeitragOP im St.Agatha Krankenhaus in Köln-Niehl (21.7.11)

 
Verfasst am: 31. Jul 2011, 21:36
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Hallo,

da ich über das St-Agatha-Kh noch nicht wirklich was gelesen habe, wollte ich euch meine Erfahrungen mitteilen.

Nachdem ich schon im August 09 die Diagnose Struma uninodosa (Kalter Knoten) und einer Zyste bekommen habe, war ich erstmal nur halbjährig zur Kontrolle bei meiner Endokrinologin. Die SD-Werte waren soweit immer in der Norm.
Schon beim ersten Besuch sagte sie mir, dass das nur operativ zu entfernen sei und nicht medikamentiv zu versorgen sei. Soweit so gut, das war noch im August 09, also bin ich halbjährlich zur Kontrolle gegangen. Letztes Jahr im Mai sagte sie, dass ich mir langsam mal einen OP-Termin geben lassen solle, durch meine Ausbildung war das aber leider noch nicht möglich.

Im Februar diesen Jahres war der Besuch bei meiner Endo nicht mehr so nett und sie fragte nur weshalb die SD noch nicht draußen sei, da sie den Knoten nicht mehr schallen kann und nicht weiß, wie das Gewebe unter der Zyste aussieht.

Durch das Internet bin ich auf das St-Agathe-Kh aufmerksam geworden (Schilddrüsenzentrum Köln) und natürlich über diese Seite hier.

Das Aufnahmegspräch hatte ich schon im April, da ich für die OP und die "Ruhezeit" nur 2 Wochen Zeit hatte. Soweit ein sehr netter Chirurg, der mir alles erklärte und alle Ängste nahm.

Am 20.7. ging es noch zum Narkosearzt,HNO und dann konnte es los gehen.
Am Donnerstag war ich um 7Uhr auf der Station und wurde sehr freundlich von einer Schwester empfangen und auf mein Zimmer gebracht. Ein tolles Zweibettzimmer mit einem großen modernen Bad, trotz der Station im Altbau war alles ganz neu renoviert. Wunderbar und der Blick auf den Kirchturm, leider nicht auf den Dom =)

Um halb 8 kam die Visite um uns beiden (meine Zimmergenossin wurde auch am gleichen Tag operiert) die Schnitte vom Professor anzuzeichnen. Nach den K.O.Saft/Tabletten (die diesmal ihre volle Wirkung zeigten) weiß ich leider nicht mehr viel. Ich habe gegen 8/halb 9 die Medikamente eingenommen und bin dann scheinbar eingeschlafen. Bewusst ist mir, dass ich irgendwann vor dem OP-Raum wartete und der Narkosearzt die Narkose einleitete. Danach kann ich mich erst wieder daran erinneren, dass ich im Zimmer wach geworden bin und die Uhr 13Uhr anzeigte.

An Schmerzmittel haben wir Novalgin in die Ringerlösung bekommen, das war vollkommen ausreichend und zusätzlich wurde und alle 2h ein neuer Eisbeutel zum Kühlen auf den Hals gelegt.
Die Schwester kam bis zum Abend jede halbe Stunde um Blutdruck und den Sauerstoffgehalt des Bluts zu messen.
Am Nachmittag gegen 16h schaute nochma die Visite vorbei und berichtete kurz von der OP, der Professor war über beide OPs bestens informiert und konnte restliche Fragen beantworten.

Nachts kam die Nachtschwester weiterhin alle 2Std und brachte neues Eis und überprüfte die Vitalfunktionen.

Am Freitagmorgen gab es eine Visite nochmals mit dem Professor und den Operateuren. Das ziehen der Drainage vom Prof war einmalig, nix gesagt, Pflaster ab und weg mit den Drainagen. Danach gabs ein leckeres Frühstück mit allem drum und dran, da haben viele JH schlechtere Früchstückbufetts!
Gut gestärkt und in frischer Kleidung ging es in den Keller zur Physiotherapie -> Fangopackung =) Eine weitere Therapiemaßnahme war das Inhalieren mit Emser Salz (die physiologische Kochsalzlsg hätte es wohl auch getan) und zusätzlich haben wir ein "Ballspiel" bekommen um so tief wie möglich einzuatmen. Ich spiele Klarinette, da war das leider etwas langweilig Wink

Das Wochenende war etwas "langweilig" und auch leider ohne Fango, aber am Montag hat man uns erst nach der Fango entlassen.

Also, soweit kann ich wirklich nur sehr, sehr positiv von dem Krankenhaus berichten, das gesamte Personal war sehr freundlich, das Essen war super, die Zimmer hell und freundlich und auch komplett neu mit Flachbildfernseher (hab ich leider nicht benutzt).

Ich glaube mit meinem histologischen Befund werde ich mich aus dem Forum zurück ziehen (negativ) und wünsche allen, die die OP und u.U. noch mehr vor sich haben, alle Kraft und alles Gute!

Eingestellt bin ich jetzt (seit 3 Tagen) mit l-Thyroxin 125 bei einem Gewicht von 66kg.
Die linke Seite ist komplett draußen und die rechte zur hälfte.
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Kölner
Beitrag:

Beitragauch im St Agatha

 (p105758)
Verfasst am: 17. Sep 2011, 03:14
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Hallo,

auch ich habe mich im St. Agatha in Köln Niehl operieren lassen und wurde heute entlassen. Ich könnte den Bericht von Schneewitchen fast ohne Änderung übernehmen, aber das ist ja langweilig Wink

Bei mir wurde vor nem halben Jahr durch Zufall bei ner Ultraschalluntersuchung der Mandeln eine Zyste im Hals festgestellt. Nach einer weiteren Ultraschalluntersuchung beim Hausarzt (ohne Auffälligkeiten) wurde ich zum Radiologen überwiesen. Der hat beim Ultraschall auf der anderen Seite noch einen Knoten festgestellt und die Zyste punktiert. Auch hier gabs kein Hinweis auf Bösartigkeit, zur Sicherheit wurde mir aber eine MRT empfohlen, die ich dann auch gemacht habe. Beide Knoten gaben keine Anzeichen auf Bösartigkeit hin, aber laut Arzt gäbe es eine 100 %ige Sicherheit nur durch die Untersuchung nach der Entnahme. Er hat mir auch deshalb zur OP geraten, da ich noch sehr jung bin (20) und die Gefahr, dass so ein Knoten doch noch bösartig wirkt wohl bei jungen Männern erhöht ist.

Hier im Forum habe ich dann gelesen, dass viele nach 8 oder 10 Jahren sich operieren lassen. Also dachte ich mir, dass ich die OP auch bald machen kann, damit ich die Knoten und somit die kleine Gefahr einfach ausm Kopp hab (im doppelten Sinn) Wink

Der Arzt hatte mir das St. Agatha schon empfohlen und nachdem ich hier im Forum schon einen kurzen, aber positiven Bericht gelesen hatte, hab ich einen Termin gemacht. Schon beim Vorgespräch waren mir alle sehr symphatisch, Fragen wurden geklärt und direkt ein OP-Termin ausgemacht (da ich vor Semesterbeginn wieder fit sein wollte) Insgesamt habe ich mich gut aufgehoben gefühlt. Als ich zwei Tage später zur HNO-Untersuchung, Blutabnahme und Besprechung mit dem Narkosearzt wiederkam, wurde ich direkt mit dem Namen begrüßt, was mich ein wenig erstaunte.

Am Dienstag wurde ich morgens um 7 freundlich empfangen, in ein schönes Doppelzimmer gebracht. Um 10 sollte ich operiet werden, und bekam um 9 die Beruhigungstablette, die mich im ersten Moment mehr nervös machte, weil ich eh ruhig an die OP rangegangen bin, die Tablette aber so ein "Jetzt-gehts-Los"-Gefühl in mir weckte. Ich wusste nicht, ob ich nun wach bleiben sollte oder nicht, hab mich bemüht wach zu bleiben, bin aber dann nach 30 Minuten doch eingeschlafen. Gegen 13 Uhr bin ich aufgewacht - aber ohne operiert worden zu sein. Erst leicht verwirrt und den Hals nach einem Pflaster abtastend fiel mir dann ein, dass im Halbschlaf eine Schwester hereingekommen war und mir sagte, dass ein Notfall dazwischen gekommen ist.

Um 13.30 wurde ich dann zum OP gefahren. Ich weiß nicht, ob es an der Tablette lag, oder daran, dass ich das ganze einfach locker sah, aber auf dem Weg zum OP merkte ich eine Art Vorfreude und Spannung. Während eines lockeren Plausches mit dem Narkosearzt und seinem Assistent wurde die Narkose vorbereitet und mir kam der (mich an Horst Evers erinnernde) Krankenhaus-Humor entgegen: Geschlechtsumwandlung, oder? Dann folgte eines kleinen Gespräches über Ärzte und Justiz (Arbeitszeiten, Gehälter, Konflikte^^), wobei ich dann einnickte und erst in einem Einzelzimmer wieder aufwachte (das Doppelzimmer wurde anderweitig gebraucht). Mir wurde der linke Schilddrüsenflügel komplett entfernt und rechts wurde mir auch nur ein kleiner Rest von ca 1 Gramm gelassen.

Ich hatte zwar kaum Schmerzen, aber sehr unangenehm wars es natürlich, vor allem Schlucken. Direkt nach dem Aufwachen habe ich sehr gefroren, hab aber das Eis zum Kühlen dankend angenommen. Die regelmäßigen Kontrollen, die nachmittagliche Visite usw waren wie bei Schneewittchen. Nachmittags hatte ich schon Besuch, da war ich aber noch zu nichts zu gebrauchen und sprechen war auch unangenehm. Abends hab ich dann nochmal Besuch bekommen und sprechen ging schon wieder besser und sogar Lachen ging (auch wenns etwas unangenehm war)

Am nächsten Morgen kamen die Schläuche (Wunddrainagen) raus, was auch nicht weh tat, ich durfte wieder aufstehen, mich waschen, eigene Klamotten anziehen und dann gabs schon Frühstück: Knusprige Brötchen, Obst, Joghurt, Kaffee - so frühstücke ich nichtmal zu Hause. Und da ich über 30 Std nichts gegessen hatte, war das unangenehme Schlucken bei DEM Frühstück schon fast vergessen.

Ich hatte zwar keine Verspannungen im Nacken (schließlich wird bei der OP der Hals überstreckt), habe aber trotzdem die Fango-Packungen genossen. Habe an dem Tag noch recht viel geschlafen, aber auch TV geguckt, Besuch gehabt, war ein wenig spazieren und gesimst Smile Das Mittag- und Abendessen war auch lecker und mit 3 Ibuprofen und viel Eis zum Kühlen bin ich den Tag gut ausgekommen. Nachmittags hatte es nochmal vorsorglich eine Trombosespritze gegeben.

Donnerstag gabs auch wieder Fango, leckeres Essen, ich durfte Duschen....nur die Langeweile machte sich trotz Besuch langsam breit (was aber nicht am Besuch lag Wink ).

Freitag früh bekam ich noch einmal Blut abgenommen, meinen Befund genannt (alles gut - war erstaunt, dass es so schnell ging, nachdem ich hier im Forum von Zeiten von 1-2 Wochen gelesen hatte) und nach dem Frühstück, Fango und ein wenig TV wurde ich um 12.00 Uhr entlassen und außer der Schmerztablette zum Frühstück brauchte ich keine mehr.

FAZIT: wenig Schmerzen, tolles+freundliches+kompetentes Personal, leckeres+genug Essen, schöne+saubere Zimmer

Schlucken, Husten, Nase putzen und vor allem Nießen ist natürlich noch unangenehm, aber es wird jeden Tag besser. Habe heute Morgen mit L-Thyroxin 150 angefangen und bin nun gespannt, wie es mir in den nächsten Wochen gehen wird. Am Dienstag (also genau eine Woche nach der OP) kommen die Fäden raus. Baden ist zwar noch verboten, aber duschen ist mit dem Pflaster kein Problem.

Mir haben die Berichte im Forum geholfen, indem ich einfach gesehen habe, wie viele Leute ohne Schilddrüse leben, und dass auch die OP recht harmlos ist. Wirklich Angst hatte ich keine, aber hier das wichtigste nachzulesen beruhigt dennoch.
Daher würde ich mich auch über ein kleines Feedback freuen Smile
Liebe Grüße
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sun81Offline
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 (p105766)
Verfasst am: 18. Sep 2011, 09:33
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Habe eine Frage an euch. Wo sind euch die Drainage/n gelegt worden? An das Ende der Narbe oder wurden die wo anders durchgepikst?

LG
Sun
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Schneewittchen
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 (p105794)
Verfasst am: 19. Sep 2011, 19:07
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Ich meine die Drainagen kamen neben der Wunde raus, aber nach kurzer Zeit sah man nichts mehr. Also eine schöne Wundheilung.
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sun81Offline
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 (p105796)
Verfasst am: 19. Sep 2011, 19:34
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Danke!
Werde ich mir merken.
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Kölner
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 (p105902)
Verfasst am: 22. Sep 2011, 11:11
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Ich hatte die -glaube ich- mitten drin, konnte das unter dem Pflaster nicht so sehen. Jetzt, 9 Tage nach der OP, sieht man aber keinen Unterschied zum Rest der Narbe.
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Kölle12Offline
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 (p108602)
Verfasst am: 17. Jan 2012, 03:09
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Ich wurde am 09.01. in Köln operiert und könnte die Erfahrungsberichte 1:1 übernehmen. Habe insgesamt sehr positive Erfahrungen gemacht.
Wir sollten eine Gruppe gründen.

Heute wurde der Faden gezogen. Die Stimme ist noch nicht stabil. Hohe Töne und laut geht nicht gut. Sprechen und Schlucken strengt noch ein wenig an. Am Mittwoch soll der HNO noch mal nachsehen.
Besonders interessieren würde mich, welche Erfahrungen ihr mit der Einstellungen des Thyroxin gemacht habt. Ich nehme seit Freitag 150mg.
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JakobOffline
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Rhein-Sieg-Kreis
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 (p108607)
Verfasst am: 17. Jan 2012, 13:23
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Hallo Kölle12,

erstmal herzlich willkommen im Forum.
Es gibt bereits eine Gruppe, zu finden unter Mitglieder/Gruppe, dann Gruppen und dann Regionen. Dort ist die SHG Köln zu finden.
Hier auch schonmal den Hinweis auf den 8. Kölner Schilddrüsentag im St. Agatha-Krankenhaus am 24.03. ab 14:00 Uhr. Die SHG ist dort auch mit einem Info-Stand vertreten.

Da Du jetzt schon Thyroxin nimmst, hattest Du wahrscheinlich einen gutartigen Knoten. Ich wurde nach der RJT stufenweise auf 250 µg eingestellt. Nach ein paar Wochen wurde nach einer Blutuntersuchung auf 225µg reduziert. Seither ist die Einstellung stabil.

Viele Grüße
Jakob
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Kölner
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 (p108681)
Verfasst am: 20. Jan 2012, 22:13
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Hallo Kölle12,

ich wurde nach der OP auch auf 150µg eingestellt, nach 3 Monaten wurde aber auf 175µg erhöht, da ich recht schlapp und müde war (natürlich nicht, ohne vorher die Blutwerte zu kontrollieren Wink )
Obs dabei bleibt, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.
Sonst hab ich aber keine Probleme, abgesehn davon, dass es mich manchmal nervt, nach der Tabletteneinnahme noch mind. 30 Min. aufs Essen zu warten^^

Lg
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