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SD-Krebs - Schwangerschaft - Beruf

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MiaOffline
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Pap. SD-CA (pT1, N0,...
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BeitragSD-Krebs - Schwangerschaft - Beruf

 (p7733)
Verfasst am: 01. Okt 2004, 22:28
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Hallo allerseits,

durch Zufall bin ich auf dieses Selbsthilfe-Forum gestolpert und fühle mich seither etwas besser. Anscheinend bin ich doch nicht alleine in einer Welt voller Gesunde. Daß ich einmal einen so verzweifelt klingenden Satz von mir geben würde, hätte ich bis vor 2 Monaten auch nicht gedacht. Zu meiner Geschichte:

Im Februar diesen Jahres bin ich zu meinem Hausarzt gegangen, weil mir ein kleiner "Adamsapfel" am Hals aufgefallen war. Es stellte sich heraus, daß es sich dabei um einen kalten Knoten handelt. Anhand alter Fotos recherchierte ich, daß der Knoten im Laufe meiner Schwangerschaft 02/03 entstanden sein muß, zumindest taucht er auf den Bildern plötzlich auf. Komisch, daß mir das nicht schon vorher aufgefallen war. Im Juli 04 entschloß ich mich zu einer Operation, obwohl die Ärzte meinten, diese wäre nicht zwingend notwendig. Ich wollte den Knoten trotzdem weghaben, war irgendwie beunruhigt. Die erste SD-OP verlief gut, der Schnellschnitt besagte, daß alles okay ist. Ich erholte mich schnell, so daß mich mein Arzt sogar einen Tag früher nach Hause lassen wollte. Am Abend vor meiner Entlassung, hat mich der Arzt noch einmal aufgesucht, da ihm der morphologische Befund nun vorlag. Im entfernten Knoten hatte man ein papilläres SD-Karzinom gefunden: pT1, N0, Mx, L0, V1, lokal R0. Für mich brach die Welt zusammen. Krebs - ich!!!!!!!!!!!!!!! Wie konnte das sein?! Warum ich? Ich fühlte mich doch kerngesund. Ich konnte doch nicht Krebs haben! Am nächsten Tag wurde mir die SD komplett entfernt. Glücklicherweise verlief die OP erneut gut. 3 Wochen später hatte ich eine Radiojod-Therapie. Seither nehme ich L-Thyrox 150. Ich hoffe, daß ich keine 2. RJ-Therapie brauche, aber das erfahre ich erst in 5 Monaten. Im Bauchraum habe ich noch versprengtes SD-Gewebe. Aber vielleicht habe ich Glück und die erste Radiojod-Therapie genügt.

Inzwischen fühle ich mich zwar körperlich wieder relativ fit, aber ich bin bis in meine Grundfesten erschüttert. Immer wieder kommt die Angst hoch, die Ihr alle sicherlich nur zu gut kennt. Ich möchte meinen kleinen süßen Sohn aufwachsen sehen und stecke auch sonst noch voller Pläne. Obwohl mir meine Ärzte sagen, daß die Schwangerschaft nichts mit dem Krebs zu tun hat, habe ich Angst, daß diese ein Trigger gewesen sein könnte. Ich hätte noch so gerne ein 2. Kind, nicht sofort, aber vielleicht in 2 Jahren. Irgendwie aber habe ich das Vertrauen in meinen Körper verloren. Wer von Euch hat nach SD-Entfernung und Radiojod-Therapie Kinder bekommen? Wie ist Euch die Schwangerschaft körperlich bekommen?

Am Montag habe ich außerdem meinem 1. Arbeitstag nach der Babypause. Ich werde teilzeit arbeiten. Die Ärzte meinen gesundheitlich stünde dem nichts entgegen, haben mir sogar dazu geraten, mein Leben wie geplant wieder aufzunehmen. Mein Mann ist derselben Meinung. Mein Sohn wäre währenddessen gut untergebracht. Aber ich bin auf einmal so verunsichert. Traue mir nichts mehr zu. Soll ich den Job so kurz vor dem Start abblasen, nachdem alles bereits mit Firma, Kinderkrippe etc. abgemacht ist?! Auf der anderen Seite hoffe ich, daß mir meine Arbeit vielleicht hilft, weil ich nicht mehr soviel Zeit zum Grübeln und Verrückt-Machen habe. Da ich nicht weiß was richtig ist, fange ich am Montag einfach an. Mal sehen wie es sich entwickelt. Was habt Ihr für Erfahrungen mit der Wiederaufnahme der Arbeit nach der SD-Entfernung gemacht?

Viele liebe Grüße
Mia


Zuletzt bearbeitet von Mia am 03. Okt 2004, 15:13, insgesamt einmal bearbeitet
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Alba
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Pap. SD-Ca., foll. V...
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 (p7752)
Verfasst am: 02. Okt 2004, 15:12
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Liebe Mia,
ich glaube, hier können alle sehr gut nachvollziehen, was das für ein Schock ist, plötzlich mit Krebs konfrontiert zu sein.

Nun ist allerdings Krebs nicht gleich Krebs, außerdem hat die Medizin erhebliche Fortschritte gemacht. Selbst Darmkrebs ist heutzutage oft schon heilbar.

Was nun den Schilddrüsenkrebs angeht, so gilt dieser als der am besten behandelbare überhaupt und hat ausgezeichnete Langzeitprognosen. Mein Nuklearmediziner nannte ihn gar einen "Luxuskrebs".
Von den unterschiedlichen Arten des Schilddrüsenkrebses ist der papilläre, den Du hast, wieder noch ein Stückchen besser als alle anderen. Und dann hat man Deinen als pT1 eingestuft, das ist also absolutes Anfangsstadium. Lymphknoten waren auch keine befallen (N0).

Über SD-Gewebe im Bauchraum weiß ich nicht Bescheid. Es gab hier aber mal eine Frau, die das auch hatte, wenn ich mich richtig erinnere.

Nach Abschluß der nötigen Therapien ist es meist am besten, so normal wie nur möglich weiterzuleben. Ich selbst habe 6 Wochen nach der OP wieder Vollzeit arbeiten können, hatte keine Probleme mit der Einstellung. Andere brauchen etwas länger.
Ob und wann Du Deine Arbeit aufnimmst, würde ich davon abhängig machen, wie Du Dich fühlst. Bist Du gut eingestellt mit den Hormonen? Wenn ja - spricht nichts dagegen.

Nach einer Krebsdiagnose fühlt man sich irgendwie nicht mehr heil, dieses selbstverständliche Vertrauen auf den eigenen Körper kann wegbrechen. Dafür liegt darin aber auch die Chance, all das was bisher selbstverständlich war, ganz neu wahrzunehmen.

Mir persönlich hat dieses Forum vor 2 Jahren sehr gut geholfen. Nicht nur, weil ich Trost und Ratschläge bekam, sondern weil ich mich dadurch auch aktiv mit meiner Krankheit auseinandergesetzt habe.

Übrigens ist es keine Schande, sich von einem Psychologen helfen zu lassen. Auch damit haben einige hier gute Erfahrungen.

Kinder nach OP und RJT hat es schon mehrere hier im Forum gegeben.
Soweit erst einmal.

Ich wünsche Dir alles Gute. Meiner Erfahrung nach geht es Dir um so eher auch psychisch wieder besser, je eher Du wieder zu einem ganz normalen Leben zurückfindest.

MfG Alba
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MiaOffline
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 (p7783)
Verfasst am: 03. Okt 2004, 15:13
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Liebe Alba,

vielen Dank für Deine aufbauenden Worte. Ich sehe dem morgigen Arbeitsstart nun gelassener entgegen.

Noch einen schönen Sonntag!
Viele liebe Grüße
Mia Very Happy
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BeateOffline
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 (p7786)
Verfasst am: 03. Okt 2004, 15:39
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Hallo Mia,

auch von mir die besten Wünsche für morgen!

Mir persönlich hat es auch sehr geholfen, nach dem Krebs (bzw. den Krebsen, denn ich hatte schon 2, SD 2000 und Analkanalkarzinom im Sommer 2003) so schnell wie möglich wieder ins "normale Leben" zurückzukehren - natürlich trotzdem mit der Möglichkeit, es langsam angehen zu lassen und sich auch ein bisschen zu schonen!

Und Teilzeit ist genial - ich arbeite schon seit der Geburt meiner ersten Tochter (vor genau 19 Jahren) halbtags, und das ist eigentlich die perfekte Lösung, um sowohl im Beruf weiterzumachen als auch der Familie (und sich selbst) gerecht werden zu können.

In ein paar Monaten hast du sicher nochmal eine Radiojod-Diagnostik, um zu sehen, ob die RJT wirklich alles zerstört hat - das ist aber fast immer der Fall! Und dann brauchst du nur noch jedes halbe, später jedes Jahr einmal zur Blutabnahme, und kannst den Krebs ansonsten wirklich "zu den Akten legen".

Ich bin mit meinen Krankheiten übrigens immer sehr offen umgegangen und habe offen darüber gesprochen (natürlich, ohne die Umwelt damit "zuzuschütten", gerade die technischen Einzelheiten und Unterschiede verstehen Unbetroffene meist nur schlecht), und bin damit sehr gut gefahren! Ich finde, es wird viel zu oft "totgeschwiegen", die meisten Leute, die einen Krebs überwunden haben, reden nie drüber und keiner weiss davon - und dadurch kennen die anderen meist nur Fälle, in denen es schlecht ausgegangen ist, und dadurch entsteht diese grosse Angst vor dem "Todesurteil Krebs" ! Man muss es natürlich nicht jedem auf die Nase binden, aber zumindest die engeren Freunde und Bekannten sollten schon davon wissen, dann verstehen sie auch besser, wenn es einem mal nicht SO gut geht.

Was das Kinderkriegen anbelangt: in meinem frz. Forum, und auch in diesem hier, sind eine ganze Menge Frauen, die nach SD-Krebs ein oder mehrere Kinder bekommen haben! Man muss nur während der Schwangerschaft den TSH-Wert gut überwachen und ggf. die Dosierung leicht erhöhen (weil der Hormonbedarf in der Schwangerschaft leicht ansteigt - daher fungiert die Schwangerschaft ja auch so oft als "Auslöser" für SD-Probleme!), dann steht dem nichts im Wege!

Liebe Grüsse und viel Glück für morgen!

Beate
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 (p7813)
Verfasst am: 04. Okt 2004, 18:15
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Liebe Beate,

als ich heute nach Hause kam, habe ich mich total über Deine Nachricht gefreut. DANKE! Mein erster Arbeitstag ist gut verlaufen. Die Leute haben mich mit großem Hallo wieder aufgenommen. Allerdings bin ich jetzt hundemüde. Ich habe letzte Nacht vor lauter Aufregung kaum geschlafen. Aber ich denke das legt sich bald. Wow, drei Kinder, Tiere und Job, Du mußt ja ein richtiges Energiebündel sein.

Viele liebe Grüße nach Frankreich, Salut!
Mia Very Happy
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 (p7823)
Verfasst am: 04. Okt 2004, 23:42
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Hallo Mia!
Bei mir hat man das SD Ca während der Schwangerschaft festgestellt (hab mich hier im Forum ausgeheult ). Gleich nach der Geburt fing das volle Programm an (2.RJT im Nov.)Und auch ich habe immer noch Heulattacken zwischendurch, vor allem wg. der kleinenMaus. Meine Ärzte haben gesagt, dass sie Schwangerschaft und die damit verbundene Hormonumstellung der Auslöser waren.
Die Angst, dass man irgendwann mal nicht mehr für seine Kinder da sein kann- habe ich auch. Und auch ich hatte schon immer den Wunsch nach einem zweiten Kind, nach der letzten RJT ist sowieso erstmal 1 Jahr Zwangspause drinn. Und falls ich wirklich noch einmal den Mut haben sollten, gehen wir vorher bestimmt zu einem Human- Genetiker (hat mein Gyn gesagt) der uns das mit dem Risiko noch mal erklärt...
Ich wünsche Dir auf jeden Fall einen tollen Start ins Arbeitsleben schreiben (v.a. verständnisvolle Kollegen und eine super KITA für Deinen Sohn)
Viele grüße an Deine FAmilie und lass mal wieder was von Dir hören
Gruß MAM
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MiaOffline
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 (p7864)
Verfasst am: 06. Okt 2004, 18:35
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Liebe Mam,

vielen Dank für Deine Nachricht. Deine Geschichte im Forum habe ich gelesen. Du hast ja wirklich ganz schlimme Zeiten hinter Dir. Ich kann Dir den Horror nur zu gut nachempfinden. So gesehen bin ich froh, den Knoten erst nach der Schwangerschaft entdeckt zu haben. So war diese und die ersten Monate mit Söhnchen wenigstens unbeschwert. Ich hoffe sehr, daß es Dir jetzt schon etwas besser geht und die Krankheit zunehmend in den Hintergrund rückt. Deine Tochter hilft Dir sicherlich dabei. Wenn die 2. RJT vorbei ist, wird Dir das „normale Leben" bestimmt leichter fallen. Auch ich habe noch Heulattacken und lehne mich immer wieder gegen die ‘Ungerechtigkeit’ des Lebens auf, daß ich Krebs bekommen habe. Aber allmählich werde ich ruhiger und finde mich langsam mit der Diagnose ab. Ich habe einen Spruch von Joan Baez entdeckt, den ich mir aufs Nachtkästchen gestellt habe:
„Du kannst nicht wählen, wie Du stirbst oder wann. Aber Du kannst bestimmen, wie Du lebst. JETZT!"

Zu mir haben die Ärzte gesagt, daß die Schwangerschaft den Jodmangel verschärft und wahrscheinlich einen Kropf verursacht hat. Die Schwangerschaft sei aber nicht die Ursache, daß ich gleich noch Krebs bekommen habe. Ehrlich gesagt tue ich mich mit der Aussage etwas schwer. Denn der Krebs war im Knoten, den ich erst in der Schwangerschaft entwickelt habe. Ein Arzt hat schließlich nach einigem Nachfragen eingeräumt, daß die Hormonumstellung in der Schwangerschaft vielleicht eine Krebsentstehung begünstigt habe, aber nicht die eigentliche Ursache sei. Wie auch immer, es ist Krebs. Das WARUM kann mir leider keiner beantworten. Das WARUM ist mir inzwischen auch gar nicht mehr so wichtig wie in der Anfangszeit. Heute interessiert es mich vielmehr, WIE ich einen Rückfall VERHINDERN kann. Du hast geschrieben, daß Du zu einem Human-Genetiker gehen willst. Kann der denn das Risiko zur Krebsneigung aus den Genen herausfinden? Ich dachte nur das medulläre Karzinom wäre vererbar und daher auch genetisch sichtbar. Auch ich bin mir unsicher, ob ich noch den Mut für eine 2. Schwangerschaft aufbringen werde. Wenn ich dadurch ein erhebliches Rückfallrisiko auf mich nehmen würde, wäre mir der Preis zu hoch. Inzwischen habe ich im Forum 2 Frauen entdeckt, die nach SD-Krebs Kinder bekommen haben. Auch Beate hat geschrieben, daß sie einige kennt. Anscheinend ist ihnen die Schwangerschaft gut bekommen, zuminderst haben sie nichts Gegenteiliges geschrieben . Wie Du schon sagtest, jetzt haben wir ohnehin erst mal eine Zwangspause. Aber ich finde es tröstlich zu wissen, daß ich prinzipiell noch Kinder bekommen könnte.

Vielen Dank auch für Deine guten Wünsche zum Berufsstart!

Viele liebe Grüße
Mia Very Happy
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 (p7948)
Verfasst am: 08. Okt 2004, 16:20
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Hi Mia!

Den Humangenetiker würde ich aufsuchen, damit er mir das Risiko erläutert (ggf. Tests macht?), eine Fehlbildung des Kindes hervorzurufen, durch die Strahlenbelastung der RJTen. Denn die Blase strahlt ja ziemlich doll während der Therapie. Ich habe pro Tag 8,5 Liter Wasser in mich reingeschüttet - und natürlich auch wieder raus- um die Bestrahlung der dicht dranliegenden Eierstöcke zu mindern. Auch wenn die BetaStrahlen nur eine kurze Reichweite haben, die GammaStrahlen haben die Eierstöcke garantiert ´gut´ mitgenommen.

Ansonsten hast Du recht, dass der papp./ foll. SD-Krebs soweit nicht vererbar ist (Gott sei dank- einer reicht ja wohl pro Familie).

Den Spruch auf Deinem Nachttisch finde ich aber dahingehend krass, dass man sich ständig bewusst wird, dass das Leben auch irgendwann mal zu Ende geht; früher oder später. Und damit habe ich mich vor allem vor der Diagnose nun wirklich nicht beschäftigt... Daran möchte ich auch in Zukunft lieber nicht denken (Vogel-Srauß-Taktik, bestimmt mal erlaubt)

Ansonsten gehts besser...vorallem durch meine Tochter und meinem Mann!!!

Hast Du Deinem Sohn eigentlich von Deiner Krankheit erzählt (vereinfacht natürlich), oder hast Du Dir das vorgenommen? Oder bleibt das ein TabuThema zwischen Dir und Deinem Mann? Denn ich hätte Sorgen, dass man dem Kind Angst macht bzw. man das ganze Thema erneut aufrollen muss.

Bis bald MAM
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 (p7951)
Verfasst am: 08. Okt 2004, 18:06
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Liebe Mam,

das war mir gar nicht bewußt, daß die Eierstöcke durch die RJT geschädigt werden könnten. Auf meine Frage diesbezüglich hat mir der Radiologe nur gesagt, daß ich besser ein Jahr mit dem Schwangerwerden warten sollte, damit die Strahlung abgebaut ist, aber ansonsten gäbe es bezüglich Mißbildungen kein erhöhtes Risiko. Wer hat Dir das mit dem Human Genetiker empfohlen? Weißt Du wie eine solche Untersuchung abläuft?

Das mit dem Spruch tut mir leid. Ich wollte in Dir keine weiteren unguten Gefühle hervorrufen. Für mich hat der Spruch eine tröstende, beruhigende Wirkung, weil mich vor allem der 2. Teil anspricht. Irgendwie hilft er mir dabei die Diagnose auch mal auf die Seite zu schieben und mich wieder auf die schönen Seiten des Leben zu konzentrieren.

Mein Sohn ist mit seinen 1 1/2 Jahren noch viel zu klein, um über Krebs zu sprechen. Falls ich Glück habe und das mit dem SD-Krebs bald vorbei ist, kann ich ja eigentlich wieder ein ganz normales Leben führen. Ich muß nur die Tabletten schlucken und zu meinen Kontrollen gehen. So gesehen werde ich meinem Sohn vorerst nichts davon erzählen. Ich glaube das würde ihm nur Angst machen. Etwas anderes wäre es, wenn er schon wesentlich älter wäre und die OPs und RJT mitbekommen hätte. Dann glaube ich, hätte er ohnehin Angst und eine Erklärung würde die bessern. Auf jeden Fall achte ich sehr darauf, daß er regelmäßig Seefisch ißt, auch mein Kinderarzt weiß vom SD-Krebs bescheid. Aber irgendwann einmal (in einer fernen Zeit), werde ich meinem Sohn sicherlich die ganze Geschichte erzählen.

Viele liebe Grüße
Mia Very Happy
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 (p7968)
Verfasst am: 09. Okt 2004, 00:07
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Guten Abend Mia,

sorry ich wußte nicht, dass Dein Wurm auch noch so klein ist. Hat er mitbekommen das Mama in "Urlaub" gewesen ist- oder wie ist das abgelaufen. Ich habe Angst das mein Wurmi (im Nov 4 Monate) das mitbekommt, dass Mama nicht da ist und denkt, ich lasse sie im Stich. Denn so richtige Bauchweh vom Wurm bekommt halt doch nur Mama weggekuschelt!
Ach ja seufz

Das mit der Belastung der Eierstöcke habe ich irgendwo gelesen und ist ja auch irgendwie logisch, denn die sitzen ja gleich neben der Blase- muß aber so wenig sein, dass mir das meine Nuklearmediziner auch nicht gesagt haben. Mein Gyn hat mir dann angeboten, wenn ich noch mal Nachwuchs planen sollte, würde er mir eine solche Beratung empfehlen (genaueres kann ich Dir da also auch nicht erzählen).
Habe dann mal von einer Studie gelesen, in dem das Mißbildungsrisiko nach RJT untersucht worden ist. Die besagt zwar, dass sich das Risko nicht signifikant erhöht, aber da die Studie nur 20 (oder waren es 50 ?) Teilnehmerinnen hatte, finde ich das Ergebnis sehr wage.
Aber jetzt müssen wir sowieso erstmal alle Therapien hinter uns bringen...und das Leben wieder ein bischen ordnen.

Bis bald MAM
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MiaOffline
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 (p8014)
Verfasst am: 10. Okt 2004, 16:19
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Liebe Mam,

in der Zeit in der ich meine RJT hatte, waren mein Mann und Sohn im Urlaub. Wir hatten nämlich schon längst gebucht, aber keine Reiserücktrittsversicherung abgeschlossen. Wer hätte auch gedacht, daß ich SD-Krebs habe. Da mich die beiden sowieso nicht besuchen durften, fanden wir es besser, daß sie wenigstens zu zweit auf Reisen gehen. So war der Kleine abgelenkt und hat mit seinem Papa viel Spaß gehabt. Laut meinem Mann hat er sich nicht anders als sonst verhalten. Allerdings sind mein Mann und Sohn schon von Anfang an ein eingespieltes Team. Der Kleine ist es gewöhnt, daß er von seinem Papa genauso gewickelt, gefüttert, getröstet etc. wird wie von der Mama. Mein Tip für Deine nächste RJT wäre, daß die Person, die sich während Deiner Abwesenheit um die Kleine kümmert, auch im Vorfeld verstärkt Zeit mit ihr verbringt, dann ist der Übergang für Dein Mädchens nicht so krass. Dein Mann hat übrigens Anrecht auf Urlaub, wenn Du im Krankenhaus bist, aber das weißt Du sicherlich schon.

Wenn Du was Neues über den Human Genetiker erfährst, dann gebe mir bitte bescheid. Umgekehrt halte ich Dich auch auf dem Laufenden. Aber so schnell plane ich keinen Termin beim Frauenarzt. Zuviele Ärzte in letzter Zeit!

Noch einen schönen Sonntag!
Viele liebe Grüße
Mia Very Happy
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NadineOffline
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 (p8053)
Verfasst am: 12. Okt 2004, 13:32
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Hallo Mia und Mam,
also zu dem Risiko von Mißbildungen kann ich sagen, daß mein Nuk-professor mich ungefragt darüber aufgeklärt hat. Und zwar mit der dringenden Empfehlung sehr viel wärenddessen zu trinken damit die Blase sich ziemlich schnell entleert, eben weil die Eierstöcke daneben liegen. Genauso hat er mir empfohlen um Abführtabletten (hab ich dann automatisch welche gekriegt) zu bitten, da wohl der Darm auch recht nah an den Eierstöcken liegt. Außerdem hat er sowohl gesagt als auch mir ein Merkblatt zum lesen gegeben, daß es statistisch bei Frauen die eine RJT hatten nicht mehr Mißbildungen gibt als bei Frauen ohne. Leider mußte ich das Merkblatt unterschrieben wieder zurückgeben. Aber ich will mir sowieso die ganzen Berichte von der Klinik geben lassen vielleicht krieg ich das ja auch nochmal, dann kann ichs Euch ja evtl noch genauer sagen, wie sich das verhält.

Bis bald
Nadine
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 (p8111)
Verfasst am: 14. Okt 2004, 17:31
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Liebe Nadine,

Danke für Deine Antwort. Schade, daß mich mein Nuklearmediziner nicht so detailliert aufgeklärt hat. Ich habe zwar viel getrunken (ca. 4,5 Liter), aber wenn mir das jemand mit der Nähe der Blase zu den Eierstöcken vorher erklärt hätte, dann hätte ich sicherlich noch viel mehr getrunken. Das Gleiche gilt für die Verdauung. Naja, dann will ich jetzt mal optimistisch sein und davon ausgehen, dass noch alles in Ordnung ist. Da sieht man mal wieder wie wichtig so ein Selbsthilfeforum ist.

Das Gleiche gilt für die Verhütung. Mein Arzt meinte, daß ich problemlos die Pille nehmen könnte. Das mache ich jetzt seit einem Zyklus und blute seit 4 Wochen! Die Pille hatte ich bereits vor der Schwangerschaft und da habe ich sie immer problemlos vertragen. Hier im Forum habe ich jetzt gelesen, daß sich die Pille und SD-Hormone gegenseitig beeinflussen. Am besten ich mache mich demnächst wieder zu den Ärzten um zu klären, ob die Dosierungen von der Pille und den SD-Hormonen erhöht werden müssen. Ich vermute mal meine Minipille reicht nicht mehr.

Viele liebe Grüße
Mia Very Happy
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NadineOffline
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 (p8122)
Verfasst am: 15. Okt 2004, 09:31
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Liebe Mia,

ja leider mußte ich auch schon oft feststellen, daß die Ärzte einem nicht immer alles genau erklären. Wie die Mengenangabe viel - ich z. B. habe nur 2,5 Liter getrunken, da ich davor immer höchstens 1 Liter getrunken hatte war das für mich natürlich schon ne ganze Menge. Wenn ich da höre daß Du 4,5 getrunken hast mache ICH mir nun Sorgen, daß ich zu wenig getrunken habe. Hab im November RJD, da werd ich meinen neuen Arzt mal löchern - der "Alte" ist leider in Rente gegangen und der neue ist mir total unsympatisch, naja werde ich schon schaffen.

Ich habe Gott sei Dank keine Probleme mit der Pille. Wurde mir auch nichts gesagt. Allerdings nehme ich nicht die Minipille sondern die "normale" und auch nicht früh oder vormittags sondern abends, hab ich aber schon immer so gemacht. Vielleicht liegt es daran. Ja frag mal Deinen Arzt. Vielleicht magst Du mir ja dann erzählen was er gesagt hat, fände ich auch interessant.

Also bis bald und alles Gute
Nadine
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 (p8157)
Verfasst am: 18. Okt 2004, 18:14
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Liebe Nadine,

mach Dir bitte wegen den 2,5 Litern nicht allzu viele Sorgen. Ich habe die 4,5 Liter vielleicht auch gar nicht ganz erreicht. Ich denke, wenn wir in der üblichen Zeit aus der Klinik entlassen wurden, dann wird das schon passen. Ich selber habe an einem Montag die Kapsel geschluckt und durfte am Freitag die Klinik verlassen, so wie mir es die Ärtzte vorher gesagt hatten.

Seit drei Tagen haben meine Blutungen ganz von alleine aufgehört. Vielleicht kam das noch von der RJT und der Schilddrüsenunterfunktion. Jetzt will ich die Pille noch einen 2. Zyklus probieren. Am Freitag bin ich bei meinem Radiologen. Ich vermute, daß ich eine höhere Dosis SD-Hormone brauche. Im Moment nehme ich L-Tyroxin 150.

Viele liebe Grüße
Mia Very Happy
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