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RJT 6 Wochen nach OP - wie damit umgehen?

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CeliaOffline
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BeitragRJT 6 Wochen nach OP - wie damit umgehen?

 (p104257)
Verfasst am: 08. Aug 2011, 11:25
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Ich brauche noch mal Euren Rat. Ich bin am 26.7. in den HEH-Kliniken Braunschweig operiert worden. Die Radiojodtherapie soll im Städtischen Klinikum Braunschweig stattfinden. Heute hat das Institut für Nuklearmedizin mich angerufen und mir mitgeteilt, dass meine Termine zur Voruntersuchung am 29. und 30. August sind; der Termin zur stationären Aufnahme ist am 5.September. Das sind sechs Wochen nach meiner OP. Auf meine Frage, ob ein früherer Termin bei entsprechender Ausprägung der Unterfunktion möglich wäre, wurde ablehnend geantwortet. Die Station hat nur vier oder sechs Betten, und dementsprechend stramm müssen wohl die Termine geplant werden. Flexibilität gleich null.

Wie wahrscheinlich ist es, dass mein TSH erheblich vor Ablauf der sechs Wochen schon hoch genug ist? Lohnt es sich, andere Kliniken zu kontaktieren? Oder ist diese starre Terminplanung eher üblich? Im Umkreis hätte ich noch nuklearmedizinische Kliniken in Hildesheim, Magdeburg und Hannover zur Auswahl. Habe ich auch für die RJT freie Arztwahl? Wie gehe ich da vor - kann ich da einfach anrufen und um einen Termin bitten? Überweisung und Krankenhauseinweisung habe ich vorliegen.

Und wenn ich TSH beim Hausarzt bestimmen lasse - gibt es da so eine Art Faustformel, wenn das TSH=xx, dann ist er nach yy Tagen hoch genug? Oder muss ich wirklich warten, bis der Wert stimmt, ehe ich nach einem früheren Termin fragen kann?


Vielen Dank für Eure Hilfe,
Celia
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Zuletzt bearbeitet von Celia am 20. Aug 2011, 13:35, insgesamt einmal bearbeitet
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meerblauOnline
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 (p104259)
Verfasst am: 08. Aug 2011, 11:32
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Hallo Celia,

ich persönlich würde mich keinesfalls so lange (und unnötig) in UF begeben.

Zugegebenermaßen ist es für kleine Kliniken aber sehr schwierig, die Termine zu planen.

Besteht die Möglichkeit, dir Thyrogen geben zu lassen und den Hormonentzug so zu umgehen?

Eine (nicht optimale) Alternative ist, dass man bis zwei Wochen vor der RJT Thybon nimmt. Das ist T3, also das stoffwechselaktive Hormon. Es hilft manchen Patienten (nicht allen!) den Hormonentzug besser zu verkraften. Man setzt es zwei Wochen vor der RJT ab und es wird schnell abgebaut. Es kann aber auch Überfunktionssymptome machen.
Falls es keine Alternative gibt, würde ich es versuchsweise nehmen.

Bei den meisten Patienten ist das TSH ab der dritten, spätestens vierten Woche über 30 und damit hoch genug für eine RJT. Eine Regel dazu gibt es nicht. Höher nutz aber nicht mehr, sondern macht die Sache noch langwieriger und unangenehmer. Es dauert dann ja hinterher auch länger wieder aus der UF zu kommen.

Ich habe gehört, dass die MHH gerade umbaut. Keine Ahnung, ob die überhaupt RJTs machen im Moment. Ansonsten haben die viele Betten und sind deutlich flexibler in der Zeitplanung.

Viele Grüße
Esther
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CeliaOffline
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 (p104261)
Verfasst am: 08. Aug 2011, 11:43
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Danke für Deine schnelle Antwort. Thyrogen ist laut meiner Klinik momentan nicht zu bekommen, daher ist die UF wohl unumgänglich.

Damit ich sicher bin, es richtig verstanden zu haben: Die vier Wochen bis zum (vermutlich) richtigen TSH-Wert rechnen sich ab OP? Weil die Chirurgin beim Vorgespräch damals sagte, nach der OP habe ich noch für ca. 2 Wochen "genügend" Schilddrüsenhormone. Aber das heißt nicht, dass ich nach Ablauf der zwei Wochen noch vier Wochen warten müsste, oder? Bisher habe ich es hier immer so verstanden, dass die vier Wochen ab OP sind. (Das ist wahrscheinlich eine ziemlich blöde Frage, aber ich möchte ganz sicher gehen, nichts Falsches verstanden zu haben.)
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 (p104267)
Verfasst am: 08. Aug 2011, 14:23
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Hallo Celia,

ja, die vier Wochen rechnen sich ab der OP. Bei manchen kann der TSH schon nach zweieinhalb Wochen über 30 liegen. Bei anderen dauert es länger. Erfahrungsgemäß sind es 3-4 Wochen.
Die Kliniken gehen gerne auf Nummer Sicher und rechnen mit 6 Wochen. Sehr zum Nachteil der Patienten wie ich finde.

Vorbildlich sind die Kliniken, die einen ab einem TSH von 30 rein lassen.

Viele Grüße
Esther
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CeliaOffline
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 (p104269)
Verfasst am: 08. Aug 2011, 15:21
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So, die MHH hat bis Jahresende dicht, wie Du schon vermutet hast. Jetzt habe ich in Hildesheim am Mittwoch ein Vorgespräch mit dem Arzt. Vorgemerkt bin ich zur Voruntersuchung am 15. und 16. August und zur stationären Aufnahme am 22.August.

Das wären knapp vier Wochen nach der OP. Ich hoffe, bis dahin ist mein TSH hoch genug. Confused
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 (p104272)
Verfasst am: 08. Aug 2011, 16:48
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Hallo Celia,

kannst den TSH ja bei deinem Hausarzt messen lassen. Das geht schnell und ist billig. Vielleicht ein paar Tage vorher zur Beruhigung.

Viele Grüße
Esther
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 (p104295)
Verfasst am: 09. Aug 2011, 11:44
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Hallo Celia,

nur mal so: meine RJT war 4 Wochen nach OP, der TSH betrug bei Aufnahme 108. Bei der drei Monate später stattfindenden RJD habe ich die Hormone daher erst knapp 18 Tage vor dem Termin abgesetzt. Der TSH bei Aufnahme betrug 55. Also ausreichend für die RJD.

Fazit: 4 Wochen reichen sicherlich vollkommen aus, da brauchst Du Dir keine Sorgen zu machen.

LG
Ute
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 (p104297)
Verfasst am: 09. Aug 2011, 12:03
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Oha, 108! Shocked bzw. Alle können dies sehen Das klingt in der Tat sehr beruhigend.

Gestern stand ich total neben mir. Es war der erste Tag meiner Regelblutung, und ich hätte eigentlich drei Heizkissen gebraucht: eins für den Rücken, eins fürs Bäuchlein und eins für die Füße. Heute ist alles wieder bestens, aber ich merke doch, dass ich schneller K.O. bin als sonst. Aber ich bin ja krank geschrieben und kann alle viere von mir strecken, wann immer mir danach ist!
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sd-wirbelOffline
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 (p104306)
Verfasst am: 09. Aug 2011, 17:38
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Auch ich kann Dir nur raten, den TSH messen zu lassen und darauf zu dringen, dass die RJT baldmöglichst durchgeführt wird, sollte der Wert schon rel hochsein.

Bei mir stieg der TSH bis auf 150 und ich hab wirklich LANGE gebraucht, um mich davon zu erholen! Ich wünsche das keinem!

Dir alles Gute und viel Erfolg

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 (p104341)
Verfasst am: 10. Aug 2011, 21:30
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Ich befürchte nur, dass ich noch schneller ohnehin keinen Platz bekäme... Bin schon so froh, noch das Bett in Hildesheim ergattert zu haben... Confused

Heute hatte ich einen Termin mit dem Nuklearmediziner in Hildesheim. Da ich dort noch nie in Behandlung war, wollte er mich einmal sehen, bevor ich dort zur Behandlung antrete (verständlich). Nachdem er mir versichert hat, dass das eine superschöne Abteilung ist ("das ist wie Wellnessurlaub" Laughing ), hat er mir quasi im gleichen Atemzug eröffnet, dass das gesamte Krankenhaus in vier Wochen an einen neuen Standort umzieht und die Abteilung dann noch schöner wird - dann gibt es sogar... töröööö... einen Balkon, so dass man mal nach draußen kann! Ich kann mir den heutigen Zustand des Bunkers schon lebhaft vorstellen - wahrscheinlich uralt, seit Jahren nix mehr dran gemacht, weil ja ohnehin der Umzug geplant ist, Freigang offensichtlich Fehlanzeige, Internet bestimmt auch. Die Klinik für Nuklearmedizin befindet sich im Keller. Ob ich da Empfang mit meinem UMTS-Stick habe? Wohl nicht. Vielleicht hab ich noch nicht mal ein Fenster? Ach, das ist mir alles so was von egal. Ich habe den Platz, und das ist die Hauptsache.

Die Einstellung auf die Schilddrüsenhormone wird dann auch dort vorgenommen. Da bin ich schon mal beruhigt, denn ich habe Bedenken, ob meine Hausärztin das packt.
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