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Bine2011 Anmeldung: 10.04.11 Beiträge: 129 Pap. SD-Ca pT3 pN1 (... Stuttgart  50+ |
Beitrag: (p105024)
Verfasst am: 26. Aug 2011, 12:44 |
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Hallo zusammen,
mein TG-Wert ist auf 0,9 angestiegen. Vor knapp 4 Wochen, bei der letzten Blutuntersuchung war er noch <0,2 (unterer Referenzbereich Hausarzt-Labor) -also nicht nachweisbar. War er eigentlich immer, schon nach der OP und vor der RJT in Unterfunktion gemessen war er <0,6 (unt. Referenzbereich KHLabor).
Jetzt bin ich erheblich beunruhigt. Kann sich in so kurzer Zeit eine Metastase bilden? Ultraschall war ok. Der HNO-Arzt hat nichts Auffälliges gesehen. Die Wiederfindung ist auch stark angestiegen.
Kann es denn auch Fehler bei der Blutabnahme oder Messung geben?? Oder irgendetwas was den TG Wert beeinflussen kann? (Ich habe am Tag vor der Blutabnahme eine lange Radtour gemacht und zwei Eiweiß-Kohlehydratriegel gegessen mit Vit. B Komplex angereichert)?
Nächste Woche habe ich einen Besprechungstermin in der Nuklearmedizin, da werde ich das selbstverständlich ansprechen. Und nochmal den TG Wert bestimmen lassen.
Das hat mich jetzt schon geschockt, das WE ist erstmal gelaufen.
Meine neuen Werte:
Calcium: 2,6 (2,2-2,6)
TSH basal: 0,03 (0,30-4,00)
FT3: 3,32 (1,7-4,2)
FT4: 17,9 (9,4-18,0)
TG: 0,9 ug/l
TG Wiederfindung: 131 % (70-130)
TG-AK: 20kU/l (<280)
Liebe Grüße
Sabine |
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Jan
Anmeldung: 06.06.01 Beiträge: 1614 Follik. SD-Ca; OP 04... Düsseldorf  60+ |
Beitrag:  (p105027)
Verfasst am: 26. Aug 2011, 13:06 |
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Liebe Sabine,
ich verstehe, dass du beunruhigt bist. Doch der TG-Wert soll, wenn man keine SD mehr hat, unter 1,0 sein. Das ist er bei dir immer noch - also noch lange kein Grund zur Sorge betr. Metastasen.
Verschiedene Labors kommen auch immer wieder zu verschiedenen Ergebnissen - einfach weil es um die Analyse winziger Spuren im Blut geht, das ist kompliziert und bringt immer gewisse Abweichungen mit sich. Die Wiederfindung ist ein Maßstab für den "Genauigkeits-Erfolg" der Messung, und da liegt der Wert ein Wenig über der Norm. Das kann heißen, die Messgenauigkeit(!) nicht der Erwartung entspricht.
| Sabine hat folgendes geschrieben: | | Nächste Woche habe ich einen Besprechungstermin in der Nuklearmedizin, da werde ich das selbstverständlich ansprechen. Und nochmal den TG Wert bestimmen lassen. |
... das ist genau der richtige Weg. Sollte der Wert auf Dauer tatsächlich steigen, wird man evtl. eine weitere RJD zur Sicherheit vorschlagen. Aber im Moment habe ich überhaupt nicht das Gefühl, dass du beunruhigt sein müsstest.
Alles Gute für dich. _________________ Herzliche Grüße
Jan
P.S.:
Auch als Fördermitglied hilfst Du unserem Verein sehr.
Schon mit 5 Euro im Jahr bist du dabei ! |
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Celia
Anmeldung: 30.06.11 Beiträge: 285 pap. SD-CA pT1b R0 N1a Braunschweig |
Beitrag:  (p105032)
Verfasst am: 26. Aug 2011, 14:18 |
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Bine, ich kann auch gut verstehen, dass Du beunruhigt bist. Aber wie Jan schon sagt - 0,9 klingt noch nicht bedenklich. Nicht ohne Grund wird ja auch geraten, möglichst immer vom gleiche Labor auswerten zu lassen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es einfach eine Abweichung zwischen den Laboren ist. _________________ "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle." (Albert Einstein) |
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Bine2011 Anmeldung: 10.04.11 Beiträge: 129 Pap. SD-Ca pT3 pN1 (... Stuttgart  50+ |
Beitrag:  (p105042)
Verfasst am: 26. Aug 2011, 17:45 |
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Danke für eure Antworten!
Ja, 0,9 ist jetzt nicht so hoch, aber in beiden Laboren war der TG bis jetzt halt nicht nachweisbar. Und der letzte Wert <0,2 ist vom gleichen Labor wie der hohe jetzt . Der Anstieg macht mir schon Sorgen.
Ich dachte vielleicht, dass in den Eiweißriegeln irgendwas drin war. TG ist ja auch ein Eiweiß. Und Biotin war auch drin. Ich hab hier irgendwo gelesen, dass Biotin vielleicht den Wert beeinflusst. Normalerweise esse ich sowas nicht, aber ich hab ein Probepaket bekommen. Ich bin gerade extra noch in den Drogeriemarkt gelaufen und hab nachgeschaut. Weiß jemand noch etwas darüber?
Jetzt werde ich sicher eine 2. RJT verordnet bekommen. Ich mach mich schon völlig verrückt
Liebe Grüße
Sabine |
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Celia
Anmeldung: 30.06.11 Beiträge: 285 pap. SD-CA pT1b R0 N1a Braunschweig |
Beitrag:  (p105044)
Verfasst am: 26. Aug 2011, 18:20 |
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Bine, schau Dir doch mal hier die Grafik 2 an. Das ist die grafische Aufarbeitung des Nachsorgeschemas der Europäischen Leitlinie. Das sehe ich jetzt noch nicht, dass Du eine 2.RJT bekommst, denn Du liegst ja noch unter dem Grenzwert, richtig? Klar muss man das beobachten.
Andererseits könnte eine 2.RJT ja auch Sicherheit für Dich bedeuten, wenn Du Dich ansonsten total verrückt machst. Aber das besprichst Du am besten alles mit Deinem Nuklearmediziner. Wäre natürlich gut, wenn Du vorher schon für Dich weißt, welche Richtung für Dich die richtige ist, denn ein NUK wird vermutlich immer eher zur RJT raten. _________________ "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle." (Albert Einstein) |
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Bine2011 Anmeldung: 10.04.11 Beiträge: 129 Pap. SD-Ca pT3 pN1 (... Stuttgart  50+ |
Beitrag:  (p105076)
Verfasst am: 28. Aug 2011, 11:36 |
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Liebe Celia, lieber Jan,
ich dachte der TG-Wert <1 gilt nur für die Messung unter TSH- Stimulation? Macht es denn Sinn den TG Wert zu bestimmen, wenn das TSH unterdrückt wird? (Bei mir zur Zeit 0,03)?
Und kann es denn sein, dass der TG Wert bei mir falsch positiv ist, weil die Wiederfindung -zwar knapp- aber doch über 130% liegt. Der TG Wert ist jetzt schon zum vierten mal bestimmt worden und die Wiederfindung lag immer bei 100 % +-3%, der TG-Wert immer <0,2. Ich befinde mich ja noch in der Hormoneinstellung und meine Hausärztin lässt den TG Wert immer mitbestimmen.
Morgen in der NUK lass ich mir das nochmal erklären, aber ich will gut vorbereitet sein, deshalb frage ich hier nochmal nach. Ich bin nämlich nicht auf eine 2. RJT scharf, vor allem nicht wegen eines falschen Wertes.
LG
Sabine |
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Celia
Anmeldung: 30.06.11 Beiträge: 285 pap. SD-CA pT1b R0 N1a Braunschweig |
Beitrag:  (p105080)
Verfasst am: 28. Aug 2011, 12:23 |
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In dem von mir verlinkten Beitrag (der Leitlinien-"Übersetzung") steht doch folgendes:
| Zitat: | Zeigt die Ganzkörperszintigraphie nach RJT, die auf die Schilddrüsenoperation folgt, nur einen kleinen Rest im Schilddrüsenbett und keine Speicherung außerhalb, werden die Patienten mit dem Schilddrüsenhormon T4 eingestellt und 3 Monate danach einbestellt, um TSH und TG-Wert zu bestimmen.
Nach 6 - 12 Monaten wird der Hals mit Ultraschall untersucht und TG unter rhTSH-Stimulation bestimmt. Hormonentzug sollte nur gemacht werden, wenn rhTSH nicht verfügbar oder nicht finanzierbar ist. | (Hervorhebung von mir)
Du befindest Dich jetzt vom Zeitablauf her im ersten Absatz, richtig? TSH- und TG-Bestimmung unter Hormoneinnahme 3 Monate nach RJT? Die TG-Bestimmung erfolgt laut Leitlinie 3 Monate nach RJT unter Hormoneinnahme und 6 Monate nach RJT unter Stimulation.
| Zitat: | | Bei Patienten mit einem nachweisbaren TG-Wert unter rhTSH in einem Bereich von 1 - 2 ng/ml sollte der TG-Wert erneut nach 12 Monaten unter rhTSH bestimmt werden. Ist der TG-Wert nicht mehr nachweisbar, ist der Patient als geheilt zu betrachten. Steigt der TG-Wert ist ein CT von Hals und Brust angezeigt sowie eine RJT. |
Das heißt doch nichts anderes als dass ein TG von <1ng/ml unter Stimulation noch in Ordnung ist. Über den TG-Wert unter Hormoneinnahme zu dem Zeitpunkt, wo Du jetzt bist, wird gar keine Aussage getroffen (ich schau aber noch mal in das Original rein). Auch die Grafik deutet nicht darauf hin, dass auf den Schritt "TSH- und TG-Bestimmung nach 3 Monaten" überhaupt irgendeine Maßnahme geplant ist außer der Bestimmung unter Stimulation nach 6 Monaten. Erst dann entscheidet man - abhängig vom Ergebnis - evtl. auf eine 2.RJT.
Sicherlich wäre es etwas anderes, hättest Du jetzt ein TG von 20.000. Aber das hast Du doch nicht. Der Sinn der TG-Bestimmung unter Hormoneinnahme besteht m.E. darin, dass man sehen will, ob das TG unter Stimulation signifikant ansteigt, und dafür braucht man diesen Vergleichswert.
MIt dem Thema Wiederfindung habe ich selbst auch noch so meine Schwierigkeiten; vielleicht äußert sich ja noch jemand dazu. Deine Theorie mit dem falsch-positiven Wert klingt für mich jedenfalls plausibel, gerade wenn Dein niedrigerer TG-Wert auch mit einer niedrigeren Wiederfindung (im Bereich 100%) einherging.
Ich kann jedenfalls aus der Leitlinie keinen Anhaltspunkt erkennen, warum Dein Arzt zu diesem Zeitpunkt auf eine 2.RJT entscheiden sollte. Wenn er das tut, würde ich ganz genau nachfragen. _________________ "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle." (Albert Einstein) |
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dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 2004 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p105083)
Verfasst am: 28. Aug 2011, 13:08 |
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Hallo,
die Tg-Bestimmung unter Hormoneinnahme ist nicht unbedingt als Vergleichswert gedacht, sondern hat ihren Sinn zum einen bei der langfristigen Nachsorge insofern, als man an dann frühzeitig Anstiege sehen kann, die zwar unter Stimulation höher ausfallen würden, aber ggf. eine Hinweis darauf geben können, dass "was im Busch ist". Nach (erfolgreichem) Abschluss der Standardbehandlung wird ja nicht unbedingt alle 6 Monate eine Stimulation durchgeführt, und so kontrolliert man den TG im Rhamen der Standardnachsorge eben unter Hormoneinnahme (anfangs halbjährlich, später jährlich). Zum anderen fällt der TG nicht bei jedem sofort nach RJT innerhalb kurzer Zeit auf Null und ist meist auch unter Hormoneinnahme noch für einige Zeit nachweisbar. Bei mir war er nach ca. 3 Monaten dann unter Substitution verschwunden (den TG hat der HA jeweils mitbestimmten lassen, ist wohl nicht sehr teuer). Es sollte nach 3-6 Monaten eine RJD durchgeführt werden, ich habe mich damals auch aus Zeitgründen entschieden sie erst nach 6 Monaten zu machen und auch, weil die RJT längere Zeit nachwirken kann. Es stand zur Debatte entweder unter Thyrogen (und bei Speicherung, 3 Monate später eine RJT) oder nach Hormonentzug, um bei einer Speicherung ggf. direkt noch eine RJT nachschieben zu können. Da ich durch die vorangegangenen TG-Bestimmungen unter Substitution, die seit 3 Monaten vor der RJD unter der Nachweisgrenze lagen, ein relativ sicheres Gefühl hatte, habe ich mich für die RJD unter Thyrogen entschieden, da ich wg. der TG-Werte keine Speicherung mehr erwartete, was sich dann auch so herausgestellt hat. Daher fand ich die TG-Bestimmung unter Substitution zwischendurch schon recht hilfreich.
Zur Wiederfindung: sie dient im Wesentlichen dazu Messfheler aufgrund von vorhandenen Antkörpern (und anderer Störeinflüsse) auszuschließen. Die Probe des Patienten wird dazu 2 mal gemessen, beim zweiten Mal wird eine bekannt Menge TG zur Probe hinzugegeben, und berechnet, wieviel von dieser bekannten Zugabe bei der Messung "wiedergefunden" wurde. Liegt die Wiederfidung wesentlich unter 100% muss man davon ausgehen, dass auch bei der eigentlichen Bestimmung fälschlicherweise zu wenig gemessen wurde, der Wert also falsch niedrig liegen könnte, was für uns von besonderer Relevanz ist, da ein TG-Anstieg fälschlicherweise nicht erkannt würde. Liegt die Wiederfindung deutlich über 100% ist von einer falsch hohen Messung auszugehen, was durch die verschiedensten Faktoren beeinflusst sein kann, auf jeden Fall ist nicht mit einem falsch negativen Befund zu rechnen. Bei Weiderfidungen außerhalb des zulässigne Bereichs empfiehlt sich generall eine Wiederholung der Bestimmung. Bei wiederholt zu niedriger Wiederfindung sind meist vorhandene TG-Antikörper der Grund, wodurch die TG-Bestimmung leider insgesamt unzuverlässig wird. Bei einer dauerhaft zu hohen Wiederfindung müsste man erhöhte Werte eben mit Vorsicht genießen.
Viele Grüße
Karl _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
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Celia
Anmeldung: 30.06.11 Beiträge: 285 pap. SD-CA pT1b R0 N1a Braunschweig |
Beitrag:  (p105088)
Verfasst am: 28. Aug 2011, 16:56 |
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| dkr hat folgendes geschrieben: | | Es sollte nach 3-6 Monaten eine RJD durchgeführt werden, ich habe mich damals auch aus Zeitgründen entschieden sie erst nach 6 Monaten zu machen und auch, weil die RJT längere Zeit nachwirken kann. Es stand zur Debatte entweder unter Thyrogen (und bei Speicherung, 3 Monate später eine RJT) oder nach Hormonentzug, um bei einer Speicherung ggf. direkt noch eine RJT nachschieben zu können. |
Karl, jetzt bin ich verwirrt. Das entspricht nicht dem, was in dem FAQ-Beitrag zur Europäischen Leitlinie zur Behandlung von SD-Krebs steht. Ist diese Leitlinie veraltet?
Der Einfachheit halber setz ich mal einen Hotlink auf die Grafik in dem Beitrag:
(Ich gehe davon aus, dass diese Grafik das Nachsorgeschema der Leitlinie korrekt wiedergibt, muss aber ehrlicherweise sagen, dass ich das Original nicht gelesen habe.)
Dort ist die Rede von einer Überprüfung der SD-Werte unter Substitution nach drei Monaten und einer TG-Bestimmung plus Ultraschall unter Stimulation nach frühestens sechs Monaten. Das weitere Vorgehen bestimmt sich dann durch den ermittelten TG-Wert. Nirgends sehe ich einen Hinweis auf eine standardmäßige RJD. Oder raff ich da irgendwas nicht?
Für mich ist das Thema ja auch aktuell, daher möchte ich gern verstehen, wie die empfohlene Vorgehensweise ist bzw. warum in Deutschland davon abgewichen wird.
Edit: Ich habe mir jetzt mal die entsprechende Passage der Leitlinie im Original zu Gemüte geführt. Dort hat der Schritt 3 der oben gezeigten Grafik ("nach 6-12 Monaten: TG-Wert mit rhTSH und Ultraschall") eine Fußnote, die da lautet:
| Zitat: | If basal Tg is detectable there is no need for
rhTSH simulation and the patient needs imaging and/or therapy.
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Zu Deutsch in etwa: "Wenn der basale TG-Wert über der Nachweisgrenze liegt, ist eine Stimulation nicht notwendig, und es muss eine RJD und/oder RJT erfolgen." Diese Fußnote fehlt in der Übersetzung hier im Forum, aber sie ist in dem Zusammenhang nicht ganz unwichtig.
Trotzdem bleibt für mich die Frage offen, wird in der Nachsorge generell eine RJD gemacht und wenn ja warum? Auch sehe ich nach wie vor nicht, dass vor dem 6.Monat nach der 1.RJT überhaupt irgend etwas passiert außer die SD-Werte zu kontrollieren. _________________ "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle." (Albert Einstein) |
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Bine2011 Anmeldung: 10.04.11 Beiträge: 129 Pap. SD-Ca pT3 pN1 (... Stuttgart  50+ |
Beitrag: (p105089)
Verfasst am: 28. Aug 2011, 18:34 |
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Hallo Celia,
was Du beschreibst und zitierst habe ich auch so wie Du verstanden. Aber es scheint doch so, dass in Deutschland eine RJD Standard ist, oder? Ich befürchte, da macht jede Klinik ihr eigenes Ding. Z.B. hat die NUK den TGWert suprimiert angefordert, muss ich morgen mitbringen.
Mir graust allerdings vor dieser Kapsel, meine Speicheldrüsen haben sehr heftig reagiert und seitdem habe ich auch Probleme mit meinem Magen und Darm.
Dummerweise hat man bei mir -obwohl TG damals unter der Nachweisgrenze war - eine Speicherung lateral entdeckt. Befund Entlassbrief der NUK: Restgewebe DD Lymphknotenmetastase.
Zusätzlich zur NUK muss ich aber auch noch alle 6 Wochen zur HNO im Klinikum, wo ich operiert wurde, zur Nachsorge. Ist wohl dort Standard. Die nehmen aber keine Blutwerte, sondern kontrollieren den Hals, incl. Kehlkopfspiegelung (warum auch immer) und machen Ultraschall. Ich war bis jetzt schon zweimal dort bei verschiedenen Ärzten und beide haben mir bestätigt, dass es keine Metastase dort gibt. Es war die Stelle, an der die Nebenschilddrüsen in den Muskel verpflanzt wurden. Und da könnte es gut sein, dass Restgewebe dabei war.
Aber das muss ich jetzt den Ärzten in der NUK noch glaubhaft beibringen. Die beiden Kliniken kommunizieren nicht miteinander.
Mich würde jetzt auch schon grundsätzlich interessieren, wie die Nachsorge bei anderen abläuft.
Lieber Karl,
danke für Deine Ausführungen. Ich hatte schon gehofft, dass ein zu hoher Wiederfindungswert auch einen zu hohen TG Wert anzeigt, nur habe ich nichts dazu gefunden. Die Umstände der Blutabnahme letztes Mal waren auch etwas chaotisch. Wurde in ein separates Zimmer gesetzt, weil die Laborkraft überlastet war und eine Arzthelferin hat mich sieben mal gestochen, bis Blut kam. Sie hat das wohl noch nicht oft gemacht!! Danach hat sie das Blutröhrchen liegen lassen und mich mit Tupfer bei 30 Grad gut 20 Minuten sitzen lassen.... Wer weiß, was mit dem Blut noch alles passiert ist. Meine Hoffnung ist halt jetzt schon, dass alles falscher Alarm war.
Morgen bin ich dann schlauer, habe um 9:00 Uhr Termin. Und auf eine neue TG Wert Bestimmung werde ich bestehen. Sie haben ja einen Vergleichswert von kurz vor der RJT aus demselben Labor!
Drückt mir die Daumen, dass alles glimpflich ausgeht!
Sabine |
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Micha 66
Anmeldung: 03.04.10 Beiträge: 211 Pap. SD-Ca. folkl. V... Heilbronn  40+ |
Beitrag: (p105091)
Verfasst am: 28. Aug 2011, 20:12 |
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| Bine2011 hat folgendes geschrieben: | | Mich würde jetzt auch schon grundsätzlich interessieren, wie die Nachsorge bei anderen abläuft. |
Hallo Sabine,
ich schreibe mal wie ich die Nachsorge in Erinnerung habe.
Nach den beiden Operationen 3-08 ging es sofort in UF.
Denke das waren 4 Wochen.
Aufklärung war sehr bescheiden.
Dann RJT.
Danach 6-08 RJD mit Thyrogen
11-08 RJD in UF der Arzt rechnete damit das ich anschließend einer RJT mache die auch so kam.
1/4 Jährlich Sono und Gequatsche alles ist gut.
12-09 TG Bestimmung unter Thyroxin
Danach Wechsel in eine Uni Klinik.
2-10 PET-CT RJT allerdings obwohl die Leitlienien bei Metastasen etwas anderes sagen mit Thyroxin.
5-10 OP
Jetzt 1/2 Jährige Kontrollen.
Alles ist wieder gut.
Ich denk an dich und drück dir die Daumen.
Grüße Michael
Ps.: Die meisten Informationen habe ich hier im Forum durch fragestellen oder einfach (mit)lesen erhalten. Momentan bin ich entspannt und freue mich das es mir wieder so gut geht. |
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Celia
Anmeldung: 30.06.11 Beiträge: 285 pap. SD-CA pT1b R0 N1a Braunschweig |
Beitrag:  (p105092)
Verfasst am: 28. Aug 2011, 20:33 |
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| Zitat: | | 11-08 RJD in UF der Arzt rechnete damit das ich anschließend einer RJT mache die auch so kam. |
Magst Du noch sagen, warum der Arzt damit rechnete? Weil ich echt total irritiert bin, dass mir bereits heute gesagt wird, ich müsse mit einer 2.RJT rechnen und ich nicht kapiere wieso. Mein TG nach der OP, aber vor der RJT lag bei 1,04, also kann nicht mehr so sehr viel Restgewebe da sein. Das hat mir auch die Ärztin bestätigt, die den Ultraschall unmittelbar vor der RJT gemacht hat. Ebenso habe ich in der Szintigraphie gesehen, dass der strahlende Bereich im Hals sehr klein war. Metastasen wurden in der Szinti nicht gefunden. Warum wollen die mir heute schon sagen, dass ich eine 2.RJT brauche? Ich kapier es nicht.
Ich habe auch "nur" knapp 3 GBq bekommen, obwohl man hier immer etwas von 3,7 liest. Habe nun schon den Verdacht, dass die Klinik extra weniger gibt, damit nicht das gesamte Restgewebe zerstört wird und man noch ein zweites Mal wiederkommen muss...
Bine, meine Speicheldrüsen haben auch sehr heftig reagiert. Am Tag nach der Einnahme sah ich aus wie ein Hamster. Der Hammer war, dass die Schwester sich nicht in der Lage gesehen hat, mir ein Eispack zu geben, bevor nicht der Arzt mich gesehen hat. Der kam aber erst nachmittags um drei. Habe in der Zwischenzeit mit Waschlappen und kaltem Wasser gekühlt (man soll ja Wasser sparen im Bunker, gell? ). Ich hab nur gedacht "oh oh, hoffentlich schneide ich mir nicht noch in den Finger. Dann verblute ich wahrscheinlich, weil die Schwester mir ohne Arzt kein Pflaster geben darf..." _________________ "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle." (Albert Einstein) |
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dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 2004 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p105094)
Verfasst am: 28. Aug 2011, 21:08 |
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Hallo Celia,
genau nach den europäischen Leitlinien wir din fast keinem Zentrum behandelt. Fast überall hat men eigene Nachsorgeschemata, die eine strenger, die anderen weniger streng. Und darüberhinaus hält man sich auch dann nicht immer streng an die eigenen Schemata. Es ist keineswegs so, dass man an die Europäische oder Amerikanische Leitlinie gebunden wäre. Auch an die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin, die in einigen Punkten von der Europäischen Leitlinie abweichen, halten sich nicht alle Zentren, es gibt da durchaus wesentlich strengere Schemata. In praktisch jedem Fall wird in Deutschland nach einer RJT mindestens ein "sauberes" Ganzkörperszintigramm gefordert. Da nach der RJT durch das Restgewebe praktisch immer Speicherungen in der SD-Loge zu erkennen sind, wird praktisch immer auch zumindest eine RJD im Abstand von 3-6(12) Monaten durchgeführt (was meines Wissens auch von der DGN empfohlen wird). Es gibt auch Zentren, die bei high risk Patienten, und ich war einer, standardmäßig immer 2 RJTs durchführen, was mit immerhin erspart geblieben ist.
Viele Grüße
Karl _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
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Micha 66
Anmeldung: 03.04.10 Beiträge: 211 Pap. SD-Ca. folkl. V... Heilbronn  40+ |
Beitrag:  (p105095)
Verfasst am: 28. Aug 2011, 21:12 |
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Hallo Celia,
mein TG war wohl in der Nachsorge nicht der beste.
Deshalb ging er wohl davon aus das zumindest etwas Restgewebe vorhanden war.
Zu den Dosierungen bei RJT kann ich nur meine Erfahrung und auch Interpretation wiedergeben.
| Celia hat folgendes geschrieben: | | Ich habe auch "nur" knapp 3 GBq bekommen, obwohl man hier immer etwas von 3,7 liest. Habe nun schon den Verdacht, dass die Klinik extra weniger gibt, damit nicht das gesamte Restgewebe zerstört wird und man noch ein zweites Mal wiederkommen muss.. |
Jede Klinik macht es etwas anders. Ich hatte auch einmal gezweifelt ob es mit einer anfänglich höheren Dosierung von Jod 131 anders gekommen wäre.(bring nichts!)
hätte wäre wenn so ist es gewesen das weiß man nicht.
Bei meiner ersten bekamen wir alle die gleiche Dosis von 2960MBy Jod 131. Wir waren zu 4. auf Station und haben uns sehr viel unterhalten.
Dies ist der Standard in diesem Krankenhaus.
Bei dreien von uns gab es keine Probleme.
Mein Zimmergenosse den ich im KH hatte und der fast zeitgleich operiert wurde war auch dabei.
Er halle wohl viel Restgewebe warum darauf will ich nicht eingehen.
Warum ich das erwähne ist:
Er verglühte fast. (Viel Rest-Gewebe ist viel Speicherung)
Ich denke das ist nicht entscheidend ob 3,7 oder knapp 3
Bei der 2. ging es doch schon etwas zur Sache 7400 MBq Probleme mit dem Magen waren die Folge.
Begründung der Ärzte: Je kleiner das vorhandene Volumen der restlichen SD Zellen je höher die Dosis.
In der Uni Klinik: 3700 das ist dort der Standard.
Auch nimmt man dort das L-Thyroxin einfach weiter.
Dieses hatte ich sonst immer abgesetzt.
Wie es der Karl eben geschrieben hat so sehe ich das auch.
Ich hoffe ich konnte dir deine Frage beantworten.
Grüße Michael |
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Bine2011 Anmeldung: 10.04.11 Beiträge: 129 Pap. SD-Ca pT3 pN1 (... Stuttgart  50+ |
Beitrag:  (p105097)
Verfasst am: 28. Aug 2011, 21:28 |
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Liebe Celia,
mein Tumormarker war nach der OP und vor der RJT bei <0,6, sogar unter der Nachweisgrenze des Labors. Danach -wie gesagt - anderes Labor. Ich habe 3,7 GBq bekommen. Sicher auch deshalb, weil ich drei Lymphknotenmetastasen hatte. Ich hatte ja auch eine beidseitige Neckdissection. Den einen dicken tumorösen Lymphknoten (ca. 3,5 cm *1,5 cm) haben sie vor der Gesamt OP entfernt. Und ich hatte nur ein Mikrocarzinom Durchm. 3 mm. Trotzdem hatte ich nach der OP keinen nachweisbaren Tumormarker mehr. Deshalb habe ich gehofft, dass sie in der 61/2 stündigen OP aber auch alles Verdächtige raus haben und ich meine Ruhe habe. Und jetzt Anstieg des Tumormarkers.
Wie ist denn jetzt Dein Tumormarker? Bist Du auch ein High Risk Patient, weil jetzt schon eine 2. RJT angedacht wird?
Was mich noch interessieren würde: Gibt es hier Betroffene, die einen Tumormarker mit 0,0 haben oder ist der kleinste TG, den man haben kann, immer der Wert <Labornachweisgrenze. Oder bedeutet das <, dass doch noch Spuren gefunden wurden?
LG
Sabine |
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