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| Leilalotti |
Beitrag: (p105770)
Verfasst am: 18. Sep 2011, 16:23 |
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Hallo,
lange (hoffentlich nicht zu lange) habe ich es auf die lange Bank geschoben. Dass ich operiert werden musste, wusste ich bereits seit Februar, als ein großer Knoten festgestellt wurde (es können auch zwei ineinanderwachsende Knoten sein). Aber immer kam was dazwischen, ich musste vor zwei Gutachtern wegen einer anderen Sache, dann kam die Urlaubszeit und und und.
Jetzt war ich so mutig und habe einen OP-Termin für Münster für nächsten Monat bekommen. Bis jetzt ist nur die Rede davon, dass ich nur an einem Schilddrüsenlappen Knoten habe.
Ja, und ich gebe zu, ich habe doch einen ganz schönen Bammel davor. Ich wusste vorher zwar schon, welche Risiken bestehen, aber als ich von der Klinik die OP-Einwilligung und Patientenaufklärung mit nach Hause bekam zum Durchlesen und dann auch die ganzen Risiken überflogen habe, wurde mir doch noch einmal schlecht.
Kann ich irgendwas vorher tun, mich irgendwie auf die OP vorzubereiten?Was habt ihr gegen eure Angst gemacht?
Ich glaube, in der Klinik werden laut weißer Liste über 200 OP's an der Schilddrüse gemacht, zumindest Thyreoidektomien. Kann man davon ausgehen, dass das dann eine gute Klinik ist?
LG Leilalotti |
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Celia
Anmeldung: 30.06.11 Beiträge: 285 pap. SD-CA pT1b R0 N1a Braunschweig |
Beitrag:  (p105788)
Verfasst am: 19. Sep 2011, 17:55 |
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Was ich gegen die Angst getan habe, kann ich Dir gar nicht sagen. Ich hatte keine Angst. Das Leben ist voller Risiken; statistisch gesehen hast Du sicherlich ein höheres Risiko, im Laufe Deines Lebens in einen Verkehrsunfall verwickelt zu werden als einen bleibenden Schaden als Folge Deiner Schilddrüsen-OP zu behalten. Trotzdem gehst Du ja noch vor die Tür und nimmst am Straßenverkehr teil.
Eine Komplikation, die 10% der Patienten erleiden, ist schon eine der häufigeren. Das heißt aber umgekehrt immer noch, dass 90% der Patienten diese Komplikation nicht bekommen. Vielleicht hilft es Dir, in der Richtung zu denken? Dir das Positive anzuschauen? Die Kliniken müssen sich absichern, indem sie Dir jede nur erdenkliche Folge der OP vorher mitteilen, damit Du hinterher nicht klagen kannst, weil sie Dich nicht gewarnt haben. Aber Schilddrüsen-OPs gehören zu den häufig durchgeführten Operationen in Deutschland, und über 200 OPs pro Jahr sind ein guter Wert.
Ich hatte eine vergleichsweise "große" OP (Krebs), die ca. 4 Stunden gedauert hat. War hinterher schnell wieder fit, hatte keine Schmerzen (außer beim Schlucken) und bin nach drei Tagen entlassen worden. Im Rückblick kann ich für mich persönlich sagen, jede dicke Erkältung empfinde ich als unangenehmer als diese OP. _________________ "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle." (Albert Einstein) |
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Sunflower Anmeldung: 29.03.11 Beiträge: 95 Papiläres SD Ka. pT1...  30+ |
Beitrag:  (p106108)
Verfasst am: 04. Okt 2011, 19:11 |
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Hallo Leila,
wie gut ich dich gerade verstehen kann.
Ich hatte nicht nur Angst, sonder schon richtig Panik.
Da es bei mir leider SD-Krebs war und dieser im Schnellschnitt nicht erkannt wurde wurde ich sogar noch ein 2tes mal operiert.
Und soll ich dir was sagen. Es war noch lange nicht so schlimm wie es sich anhört. Wovor hast du denn so große Angst? Gibt es etwas was dich sehr beunruhigt?
Viele Grüße
Sun |
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| Leilalotti |
Beitrag:  (p106173)
Verfasst am: 08. Okt 2011, 18:58 |
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| Ja, ich habe es jetzt hinter mir. Leider habe ich linksseitig eiine Recurrenparese. Ich bin jetzt total heiser und muss jedes Wort nur so herausquetschen. Genau davor hatte ich Angst. Aber ich versuche einfach, damit zu leben. |
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Micha 66
Anmeldung: 03.04.10 Beiträge: 211 Pap. SD-Ca. folkl. V... Heilbronn  40+ |
Beitrag:  (p106174)
Verfasst am: 08. Okt 2011, 19:55 |
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Hallo Leilalotti,
| Leilalotti hat folgendes geschrieben: | | Aber ich versuche einfach, damit zu leben. |
genau das solltest du nicht tun.
Du solltest so schnell wie möglich mit einer Logopädischen Behandlung beginnen.
Wurde dir beim HNO der die Parese festgestellt hat diese nicht angeboten?
Soweit ich weiß kann nur der HNO oder der Phoniater das Rezept ausstellen.
Was du für dich machen kannst:
Du solltest versuchen dir das zwanghafte Husten nicht anzugewöhnen und auch wenn möglich die Worte nicht aus dir herauszupressen.
Lieber leise und dafür nicht gedrückt.
Wenn möglich entspanne.
Ist leichter gesagt als getan und lasse die Luft in dich und aus dir strömen.
Ich hatte auch sehr große Problem die dann nach einigen Sitzungen schnell besser wurden.
Grüße Michael |
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| Leilalotti |
Beitrag:  (p106177)
Verfasst am: 09. Okt 2011, 09:03 |
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Ich konnte nach der OP laut Aussage des Arztes ohne Probleme sprechen. Als ich bewusst wach geworden bin, habe ich auch sofort gesprochen und laut und deutlich gefragt, wo ich bin, ob ich träume, ist die OP schon vorbei. Das ging seltsamerweise alles.
Einige Zeit nach der OP fing dann an, meine Stimme fast wegzubleiben.
Am nächsten Tag war die HNO-Untersuchung und der Arzt sagte, die linken Stimmlippen bewegen sich nicht. Ich soll, wenn das nicht weggeht, in 14 Tagen bei meinem HNO meiner Heimatstadt vorstellig werden und er wird mir alles weitere erklären.
Das seltsame ist nur, ich habe zwar links die Parese, aber rechts fühlt es sich in meinen Bronchien an, wie bei einer deftigen Erkältung, immer dieses Jucken im Kehlkopf/Brustraum, darum ständig der Hustenreiz und trinken kann ich auch nur mit Löffel, da ich mich sonst verschlucke. Essen geht zum Glück.
Der Arzt, der mich operiert hat, kam dann auch und sagte, bei mir konnten die Stimmbandnerven nicht dargestellt werden und auch mit dem Kehlkopf gab es ähnliche probleme.
Ob das jetzt dauerhaft ist? Morgens kann ich immer einigermaßen sprechen, aber im Laufe des Tages verschwindet die Stimme immer mehr.
Mich nervt nur dieses ständige Räuspernmüssen. |
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Micha 66
Anmeldung: 03.04.10 Beiträge: 211 Pap. SD-Ca. folkl. V... Heilbronn  40+ |
Beitrag:  (p106178)
Verfasst am: 09. Okt 2011, 09:20 |
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Hallo Leilalotti,
ich schreibe mal wie es bei mir war:
Nach der OP konnte ich noch Sprechen.
Dann wurde es immer schlechter. Im Krankenhaus ging alles noch Einigermasen.
Der HNO (Phoniater) stellte an einem Stimmband nur noch ein restzittern der linken Stimmlippe fest.
Zu Hause war ich dann sehr heiser.
Wenn ich dann etwas schneller getrunken hatte dann schoss es aus mir wie aus einer Fontaine. Langsames kontrolliertes trinken ging.
Nun zu dir:
Mit dem Husten hatte ich das räuspern gemeint.
Ohne geht sicher nicht!
Die 14 Tage würde ich nicht warten da du ja bei einer sehr schnellen Besserung die Behandlung ja abbrechen könntest.
Termine bekommt man auch nicht von heute auf morgen.
Überanspruche deine vorhandene Stimme nicht und nicht flüstern.
Ich hatte (nur) 18 von den 10 +10 verordneten Behandlungen wahrgenommen.
Am besten du besprichst dich mit deinem Hausarzt.
Grüße Michael |
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| Leilalotti |
Beitrag:  (p106179)
Verfasst am: 09. Okt 2011, 11:30 |
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Klar,, werde ich machen. Mein Hausarzt bekommt morgen von der Klinik ein Fax und ich bekomme wahrscheinlich ebenfalls einen Anruf, was die histologische Untersuchung ergeben hat.
Sollte der Befund positiv sein, dann komme ich ja sowieso noch mal unter's Messer, weil dann alles ausgeräumt wird und ein Besuch beim HNO muss vorerst verschoben werden.
Zur Zeit bin ich leider stark depressiv und weine auch viel. Ich lebe alleine und muss ständig mit irgendwelchen problemen, die auf mich zukommen alleine fertig werden (mit ein wenig Hilfe von meinen Eltern). Aber ich kann einfach nicht mehr. Immer geht irgendwas schief in meinem Leben.
Der Chirurg sagte etwas davon, dass mein Stimmbandnerv nicht dargestellt werden konnte, wie ist so etwas beim Neuromonitoring denn überhaupt möglich? |
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Micha 66
Anmeldung: 03.04.10 Beiträge: 211 Pap. SD-Ca. folkl. V... Heilbronn  40+ |
Beitrag:  (p106180)
Verfasst am: 09. Okt 2011, 12:39 |
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Hallo Leilalotti,
registriere dich doch mal hier im Forum.
Dann kann man dir au PM senden.
Nicht das du das von mir erwarten kannst.
Es gibt hier im Forum viele
mit großem Fachwissen und Einfühlvermögen.
manchmal will man auch das das geschriebene nicht für immer im Internet steht.
Ich habe auch mein Päckchen zu tragen und bin nicht jeden Tag gut gelaunt.
Besonders im Moment da ich demnächst wieder eine Untersuchung habe.
Frische Luft das ist das was dir sicher gut tut.
Schließe mal die Augen und denke an was oder einen Ort der dir gefällt.
Ich drücke dir die Daumen das dein Befund für dich positive ist.
Wie alt bist du denn?
Hast du Kinder oder ein Haustier?
Grüße Michael
Ps.: Beginne deine Texte doch einfach mit einem Hallo das stimmt doch schöner rüber.
Auch ein kurzer Schlußgruß ist schön. |
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