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Psychopharmaka

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mk177orangeOffline
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BeitragPsychopharmaka

 (p106088)
Verfasst am: 03. Okt 2011, 19:30
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Hallo,
Wegen meines inneren Zitterns war ich jetzt bei einem Neurologen.
Er hat nichts gefunden trotz aller möglichen Untersuchungen . Blut hat er mir allerdings nicht abgenommen.
Er meint das ganze komme von der Psyche, da ich mit der Situation nicht so richtig klarkomme.
Er hat mir auch was mitgegeben, damit ich ruhiger werde.
Promethazin bei Bedarf und Mitrazapin.
Ich traue mich nicht so richtig das zu nehmen, weil ich Angst habe das sich das mit dem LT nicht verträgt oder die Umwandlung beeinflusst.
Ganz zu Anfang hatte ich mal Lasea genommen. Gefühlt halten die aber keine 24h
Kennt sich jemand mit solchen Sachen aus bzw. Gibt es Sachen die keinen Einfluss haben? Endo wollte mir Tavor geben, aber das wollte ich nicht .
MfG

Matthias
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LynnOffline
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BeitragPsychopharmaka

 (p106090)
Verfasst am: 03. Okt 2011, 21:47
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Hallo Matthias,

also bei mir ist es so, dass ich das mit den Unruhezuständen auch kenne. Das fing schon vor der Krebserkrankung an, hat also damit nicht unbedingt was zu tun.
Mein Hausarzt hat mir damals ein Psychopharmakon verordnet. Das ist ein Beruhigungsmittel, enthält den Wirkstoff Bromazepam. Das ist jetzt nicht so der "Hammer" wie z. B. Tavor, aber mir hilft es. Man kann die Tabletten vierteln und nach Bedarf einnehmen. Allerdings machen die auch abhängig, wenn man sie regelmäßig nimmt.

Ich brauche manchmal wochenlang nichts und dann nehme ich sie mal zwei, drei Tage wie benötigt ein. Das hilft gegen innere Unruhe und nimmt mir das Herzrasen und das Zittern.

Bei mir wirkt es sich in keinster Weise auf die Einnahme von den Schilddrüsentabletten aus. Mein NUK hat mir das ebenfalls bestätigt. Frag doch mal Deinen. Die wissen das doch.

Ganz liebe Grüsse und gute Besserung für Dich
Sibylle
_________________
"Es wäre dumm sich über die Welt zu ärgern - sie kümmert sich nicht darum" Marc Aurel
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Rittersporn
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Beitraginneres Zittern

 (p108007)
Verfasst am: 18. Dez 2011, 13:11
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Hallo Matthias!
Ich habe auch seit anfänglicher Überdosierung immer dieses innere Zittern, das sich bei zuviel und zuwenig hoher Dosis , aber auch Schlafmangel ... verstärkt. Da ich mich als das anfing psychisch nicht schlecht fühlte und auch nie zuvor Zustände in dieser Art hatte, wehrte ich mich bisher gegen die Behandlung auf psychosomatisch, außerdem habe ich auch Angst vor den Nebenwirkungen. Hast Du inzwischen eine Lösung gefunden? Wachst Du auch nachts immer mit extremen Unruhezuständen auf, die dann aber wieder nachlassen? Kennst Du auch in Verbindung damit so stechenden Schmerz in den Muskeln und Schwächegefühl? Bin gespannt auf ne Antwort, Renate
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Bine2011Offline
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 (p108013)
Verfasst am: 18. Dez 2011, 21:25
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Hallo Renate,

ja, ich kenne das auch, alles. Zittern, Schlafstörungen, Muskelschmerzen. Bei mir kommt es definitiv vom L-Thyroxin. Ich war dieses Jahr 2x wegen RJT und RJD in der Unterfunktion. Da waren diese Symptome weg. Jetzt nach 6 Wochen L-Thyroxin kommen sie wieder. Lösung habe ich noch keine gefunden. Ich nehme morgens L-Carnitin und habe den Eindruck, dass es wenigstens die Muskelschmerzen bessert. Wenn bei dir keine TSH Supprimierung erforderlich ist, würde ich evtl. - nach Absprache mit deinem Arzt - das T4 reduzieren und schauen, ob es dir nach 4-6 Wochen besser geht.

Liebe Grüße
Sabine
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mk177orangeOffline
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 (p108018)
Verfasst am: 19. Dez 2011, 13:15
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Hallo.
Nein, ich habe noch keine Lösung gefunden. Ich habe mich in der letzten Zeit sehr viel mit Studien beschäftigt und auch mit einem sehr netten Arzt, der auch eine Schilddrüsestudie veröffentlicht hat unterhalten.
Ich bin mittlerweile sehr ernüchtert und auch geradezu wütend auf die Pharma und unsere Ärzte.
Man weiss eigentlich herzlich wenig über die Funktion der Schilddrüse und die Wirkung der Hormone.
So ziemlich alles was in Büchern und auch in Foren propagiert wird ist wissenschaftlich nicht untermauert und mehr Glaubensmeinung als tatsächliches Wissen.
Die Masse an Studien ist komplett unbrauchbar, weil viel zu kurz.
Frederik Verburg u. a. haben im Rahmen einer längeren Studie nachgewiesen das sich der Schilddrüsenstoffwechsel bei operierten und substituierten Krebslern mit Susspresionstheraphie , also unterdrücktem TSH) komplett ändert.
Im Rahmen einer anderen, ganz neuen italienischen Studie ( hier waren keine Krebsler eingeschlosssen, sondern nur operierte ohne Krebs) wurde nachgewiesen das mit der heutigen Theraphie kein vernüftiger Ersatz gewährleistet ist.
Beide Studien sind Langzeitstudien gewesen, was sehr selten ist und die Italienische Studie hat sogar fast 2000 Betroffene eingeschlossen.
Dgegen braucht man nicht andisskutieren.
Mal so zum Vergleich : Deutsche Studien werden meistens mit 50 oder weniger Leuten gemacht und laufen 12 Wochen.
Der Kenntnisstand der Masse der praktiziernde Ärzte ist ein Jammer.
Die Studie von Vernburg u.a. ist hier schon im Forum mit sehr bescheidener Resonanz zu lesen gewesen.
Die italienische ist hier
http://www.plosone.org/article/info.....71%2Fjournal.pone.0022552Link verläßt das Forum, neues Fenster wird geöffnet
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 (p108026)
Verfasst am: 19. Dez 2011, 20:35
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Hallo Orange,
wenn ich Dich richtig verstanden habe, sagen die Italiener, daß die jetzige Medikation für "Schilddrüsenlose" nicht das Wahre ist.
Leider reicht mein Englisch nicht für eine korrekte Übersetzung (sicher geht es auch anderen so). Könntest Du uns bitte mitteilen, was die Italiener nun genau vorschlagen, um dem Mangel abzuhelfen?
Ich denke, daß würde viele interessieren, außerdem ist das sehr beängstiend. Danke, gast
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dkrOffline
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 (p108037)
Verfasst am: 20. Dez 2011, 01:47
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Hallo,

die Italiener schließen dass,
Zitat:
A more physiological treatment than levothyroxine monotherapy may be required in some hypothyroid patients.
weil
Zitat:
about one fifth of those, despite normal TSH levels, do not maintain FT3 or FT4 values within the reference range
(Hervorhebung durch mich)
Das liest sich für mich anders als Deine Schlussfolgerung
mk177orange hat folgendes geschrieben:
.... wurde nachgewiesen das mit der heutigen Theraphie kein vernüftiger Ersatz gewährleistet ist.

Und es ist bestimmt nicht die erste Publikation, die ich lese.

Diese Schlussfolgerung in der von Dir dargestellten Algemeinheit gibt die Arbeit ganz sicher nicht her und eine Ärzteschelte in dieser allgemeinen Form m.E. sicher auch nicht.

Viele Grüße
Karl
_________________
Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
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AlexaOffline
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 (p108038)
Verfasst am: 20. Dez 2011, 02:03
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Hallo,

ich fand interessant, dass das Verhältnis von fT3 zu fT4 bei gesunden Menschen anders ist, als bei Menschen, die substituieren. Auch der Hinweis, dass TSH wohl nicht ganz so sensitiv funktioniert bei Substitution, wenn ich es denn richtig verstanden habe. Ausserdem fand sich noch eine Bemerkung dazu, dass das Wohlbefinden nicht beachtet werden konnte.

Jedenfalls danke für den interessanten Link!

Gruß

Alexa
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mk177orangeOffline
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 (p108045)
Verfasst am: 20. Dez 2011, 12:11
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Ich will Dich nicht bekehren Karl, aber Deine Schlussfolgerung ist in meinen Augen nicht richtig. 1/5 der Monosubstituierten kommt nicht in die Range, also Referenzbereiche. Das sind sozusagen die ganz harten Fälle.
Aber alle Monosubstituierten erreichen nicht normale ft3 Level, im Vergleich zu Gesunden und haben höhere ft4 Level.
Die Studie beweist ziemlich eindeutig, das es keine bedarfsgerechte , periphere Substitution gibt.
2008 hat Saravanan bereits nachgewiesen das unter eine Monotheraphie kein ft3 Anstieg in der Nacht vollzogen wird wie bei Gesunden, trotz ausreichender LT Substitution und trotz normalem TSH Verhalten, also Anstieg des TSH in den frühen Morgenstunden so gegen 2 Uhr.
Vernburg hat nachgewiesen das sich unter jahrelanger Monotheraphie das Verhältnis der Deoidasen zueinander grundlegend ändert und sehr wahrscheinlich die Deoidasen keine TSH-abhängigkeit besitzen.
In einer dänischen Studie über ein Jahr wurde kürzlich dargelegt das die Ft´s von Gesunden keinen Belastungs, Jahreszeitlichen oder Aktivitätsschwankungen unterliegen sondern die ft´s konstant sind für jedes Individum, woraus sich die Schlussfolgerung ableitete das die Spiegel genetisch determiniert sind. Der einzige Wert der schwankt ist das TSH als regulativ. Das TSH vollzieht im laufe der Tagesrhythmik Veränderungen von bis zu 300 % vom niedrigsten Ausgangswert, wohingegen der ft4 praktisch gar keine Änderungen vollzieht und der ft3 ca 10%.
Physiologische Substitution heisst ja wohl nichts anderes als Peakfreie Substitution, so wie es die Natur macht. Diese Peaks stehen im Verdacht das TSH nachhaltig zu beeinflussen.
Das Levothyroxin ein reines Depothormon ist , ist auch falsch. Es kann sehrwohl an Rezeptoren für ft3 binden , nur mit geringerer Affinität.
Ohnehin würd keine der unter anfluten leidet glauben das LT ein reines Stoffwechselinaktives Depothormon ist. Wie sonst ließe sich das Anfluten erklären. Die , die es nicht haben mögen dankbar sein.
Darüberhinaus ist die Aktivität der Deoidasen maßgeblich von ft4 Spiegel bestimmt, also müssen ft4 Rezoptoren vorhanden sein.
Im Rahmen der derzeitigen Substitutionstheraphie wird alles morgens als Einmaleinnahme empfohlen.
Das heißt doch nichts anderes als das man einen autonomen , heißen Knoten immitiert, der alle 24 H alles rausschmeißt.
Was würde man mit so einem knoten tun? Man würde Ihn operieren.
Zur Ärzteschelte: Was besagen denn die Leitlinien ?
Da steht drin das man keinen ft3 bestimmen muss, das eine Einstellung nach TSH zu erfolgen hat und selbst die ft4 Bestimmung ist nicht zwingend.
Da steht drin das es eine bedarfsgerechte Umwandlung gibt usw.
Ein Arzt der sich nicht leitlinienkonform verhält begibt sich juristisch in ein Haftungsrisiko. Ganz klarer Behandlungsfehler.
Ich will Dich nicht bekehren. Glaub was Du willst. Eine Alternative ist mangels vernüftiger Präparate ist eh nicht da, aber man sollte nicht so tun das alles gut ist .
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 (p108048)
Verfasst am: 20. Dez 2011, 12:56
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Hallo,

Zitat:
Eine Alternative ist mangels vernüftiger Präparate ist eh nicht da


Und was wäre ein solches Präparat? Und wie wäre es einzunehmen, damit die von Dir geforderte "physiologische" Situation mit korrektem circadianen Rhythmus erreicht wird?

Übrigens begibt sich ein Mediziner, der nicht leitliniengerecht behandelt nicht in ein juristisches Risiko, da nur Richtlininien bindend sind.

Und ich weise nochmals auf das Zitat aus der Itnalienische Studie hin, die Du ja als Hauptargument angibst:
Zitat:
A more physiological treatment than levothyroxine monotherapy may be required in some hypothyroid patients.

(Hervorhebung wiederum durch mich)

Es ist mir als ehemaliger Biosystemtheoretiker durchaus klar, dass man einen aufgeschnittenten Regelkreis, der zudem in vivo Komponenten enthält, die in den gängigen Modellen, soweit überhaupt vorhanden, nicht berücksichtigt werden, nicht durch die tägliche Gabe von T4 exakt nachstellen kann. Und ich verneine durchaus nicht den Forschungsbedarf. Allerdings kommt die Mehrzahl damit zurecht, und es gibt nicht wenige Endokrinologen und Nuklearmediziner, die zumindest versuchen, den Gründen dafür, wenn es bei einigen Patienten nicht zu einer befriedigenden Einstellung kommt, nachzugehen und die Probleme, soweit es ihnen möglich ist, zu beheben. Dass sich Sollwerte und Bedarf mit den Jahren einer T4-Therapie ändern können, ist ebenfalls den meisten Behandlern bekannt.
Ich bin eben allerdings auch der Meinung, dass es gar nicht sinnvoll ist, den natürlichen Regelkreis in allen Einzelheiten möglichst exakt abzubilden (was im Übrigen gar nicht möglich ist), sondern dass es ausreichend ist, zunächst eine Behandlung zu definieren, die für die Masse der Patienten zu einem auch über längere Zeit befiedigenden Ergebnis führt. Daneben ist es natürlich sinnvoll, nach Lösungen für diejenigen zu suchen, bei denen dies nicht der Fall ist.
Für SD-Krebspatienten gibt es in der Regel eh keine Alternative zur OP. Dass bei uns ansonsten bei benignen Befunden zuviel thyreodektimiert wird, ist auch duraus Konsens, und bei noch nennenswerten Rest-SDs nach OP ist die Monotherapie überwiegend problemslos und ausreichend.

Und ich bleibe dabei. Die zuständigen Ärzte in dieser Allgemeinheit abzuqualifizieren ist unseriös.

Viele Grüße
karl
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AlexaOffline
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 (p108050)
Verfasst am: 20. Dez 2011, 14:21
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Hallo Karl,

meine OP war im August 2005 und ich habe seitdem noch keinen befriedigenden Tag erlebt. Ich überlebe physisch und funktioniere mehr schlecht als recht, dabei ist relativ egal, wo TSH steht: von 0,02 bis 11 war alles dabei. Jede neue/andere hormonelle Situation hatte Vor-und Nachteile und oft war es eine Frage des kleineren Übel für mich. Am deutlichsten wurden die Defizite bei der Wahrnehmungsfähigkeit und der Qualität der Denkfähigkeit. Keiner der von mir aufgesuchten Ärzte konnte mir helfen, und so manch einer konnte nicht mal glauben oder annehmen, was ich sagte. Alle haben mir Psychopharmaka angeboten.
Diese Studie hat mir ein Stück geholfen zu verstehen, was jetzt so anders bei mir läuft, dass es nicht nur mir so geht und vor allem, dass es nicht Einbildung ist, wie so manch ein Mediziner mehr oder weniger deutlich sagte.
Wie man an eine Lösung herangehen kann, weiss ich nicht. Aber seelisch ist es schon mal ein guter Schritt, wenn man nicht in die Psycho-ecke gesteckt wird, wenn anerkannt wird, dass nicht mehr alles so ist, wie es vorher war.
Ich habe für mich nach Möglichkeiten der Besserung im alternativen Bereich gesucht, und es wird langsam besser. Nicht jede/r kann oder will diesen Weg gehen, das ist mir schon klar. Mir ist auch klar, dass so mancher Arzt/Ärztin gerne helfen würde, wenn er/ sie denn wüsste wie. Auch diese Menschen müssen ihre Hilflosigkeit verarbeiten.

Grüße

Alexa
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mk177orangeOffline
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 (p108052)
Verfasst am: 20. Dez 2011, 15:15
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Du disskutierst das Problem aus Deiner persönlichen Sicht , Karl.
Natürlich gibt es keine Alternative bei Krebs. Nur gibt es mehr Menschen ohne Schilddrüse und ohne Krebs , als umgekehrt.
In einem Krebsforum eine derartige Disskusion zu führen ist ein Stück weit gewagt auf grund der persönlichen Betroffenheit des Einzelnen.
Zu meiner Kritik an den Ärzten und der Pharma ist nichts weiter hinzuzufügen. Da muss ich einfach nur hier im Forum lesen. Außnahmen bestimmen immer die Regel.
Das ist weder unseriös noch despektierlich.
Behandlungsalternativen gibt es schon und nicht erst seit gestern.
Und wenn Du sagst das es bekannt ist, das der Bedarf an Medikation mit der Zeit sinkt, dann ist das eine nicht zu bestreitende Feststellung.
Die Frage die dahinter steht, nämlich warum, ist durch die Vernburg Studie beantwortet. Unbeantwortet bleibt aber welche Auswirkungen auf den Gesamtorganismus das hat.
Zu Deinen Annahmen hinsichtlich der Physiologie kann ich nur sagen das ich das komplett anders sehe. Es ist bekannt das fast alle Glukokortioide und auch die Sexualhormone einer Tagesrhythmik unterliegen und insbesondere zwischen Cortisol und Schilddrüsenhormonen enge Wechselbeziehungen bestehen. Es wird schon seinen Sinn haben, warum der ft3 in der Nacht ansteigt. Aus der Tatsache das man den Sinn nicht kennt abzuleiten das es keinen Sinn macht ist sehr zweifelhaft.
An dieser Stelle sei an T2 erinnert und die jahrelange Behauptung , es handele sich hier um ein nicht stoffwechselwirksames Abbauprodukt. Heute weiss man das das nicht stimmt.
Kurioserweise gibt es mittlerweile ein paar Studien zu Slow Release T3.
Da hat man den Leuten immerhin bis zu 20mcg T3 gegeben , bei gleichbleibender LT Substitution. Weder hat sich das TSH verändert, noch der ft4, was man eigentlich angenommen hat.
Statdessen ist der ft3 um 0,8-1 pmol gestiegen, wohgemerkt ohne TSH Änderung. Bei 20mcg Thybon geht aber in der Masse der Fälle das TSH auf Tauchstation.
Ich werde die Studie hier einstellen. Hab sie gerade nicht zur Hand.
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Don Miguel
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 (p108063)
Verfasst am: 20. Dez 2011, 20:31
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mk177orange hat folgendes geschrieben:
Ein Arzt der sich nicht leitlinienkonform verhält begibt sich juristisch in ein Haftungsrisiko. Ganz klarer Behandlungsfehler.


Hallo zusammen,

da zu schreibe ich mal was da es mich sehr beschäftigt.


Mein leitender Oberarzt ist im Komitee das die Leitlinien erstellt.
Behandelt wird aber ganz anders.
Zum Bsp. Habe ich worüber ich auch nicht böse bin eine RJT trotz bekanntem Rezidive mit RTsh gemacht.
Bei der Einstellung bettle ich bei einem TSH von 0,02 um eine Senkung der Hormone (L-Thyroxin). Ich würde gerne mal wieder wie ein normale Mensch ohne Muskelschmerzen und druck im Kopf leben.
Wurde abgelehnt. Zu viel Risiko.

Sorry, wenn ich vom eigentlichen Thema abgekommen bin.

Grüße Don Miguel
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dkrOffline
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Anmeldung: 19.07.09
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Multifok. pap. SD-CA...
Ober-Ramstadt
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 (p108066)
Verfasst am: 20. Dez 2011, 21:13
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Hallo,

ich zitiere mal aus unserer FAQ:
Zitat:
Leitlinien (= Empfehlungen)
sind "systematisch entwickelte Hilfen für Ärzte zur Entscheidungsfindung in spezifischen Situationen." Sie beruhen auf unterschiedlichen Erkenntnisgraden (Erfahrung, .... doppelblinde, placebokontrollierte Studien). Im Gegensatz zu Richtlinien sind sie "rechtlich nicht bindend und haben daher weder haftungsbegründende noch haftungsbefreiende Wirkung".


Natürlich ist es wünschenswert, wenn leitlinienkonform behandelt wird. Ob er das tatsächlich tut liegt aber im Ermessen des einzelenen Arztes. Zumindest sollte er aber eine Abweichung von den Leitlinien dem Paitenten gegenüber hinreichend begründen können.

Viele Grüße
Karl
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Rittersporn
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Beitragalles psychosomatisch!????

 (p108068)
Verfasst am: 20. Dez 2011, 21:34
Antworten mit Zitat

Hallo liebe Leidensgenossen!
Das klingt alles wirklich sehr erschreckend! Mir geht es auch so, daß ich mich seit nun fast einem Jahr ständig anders miserabel gefühlt habe.
Ich habe keinen Zweifel daran daß die Beschwerden mit den Tabletten, bzw. der fehlenden SD zusammenhängen, da ich nie zuvor derartige Beschwerden hatte, sich die Symptome mit Dosisänderung oft genug von einem Tag auf den anderen total verändert haben und meistens nach der Einnahme stärker sind. Außerdem fühle ich mich psychisch nicht schlecht und habe auch momentan keinerlei privaten Streß, abgesehen davon, daß ich aufgrund ständiger massiver körperl. Beschwerden nicht mehr meine normale Arbeit machen kann.
Zusätzlich zu all den Beschwerden finde ich es sehr belastend in der behandelnden Klinik zum Psychofall abgestempelt zu sein und ständig nicht ernst genommen zu werden. Ich habe inzwischen mehr Angst vor den Ärzten, die mir nicht glauben als vor dem Krebs. Kann jemand einen guten Arzt im Bereich Franken- oder Baden Württemberg empfehlen, der sich auskennt und einen ernst nimmt????
Welche Möglichkeiten gibt es auf Basis der Naturheilkunde in ein Gleichgewicht zu kommen. Könnte man die Dosis nicht über den Tag verteilen, oder abends noch T3 einnehmen? Hat jemand Erfahrung mit Keltican N zur Linderung diverser Beschwerden? Ich wünsche allen, die auch so leiden alles Gute!!! Renate
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