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Opuntie Anmeldung: 05.10.11 Beiträge: 18 Pap. SD-CA pT1b V0 Berlin  40+ |
Beitrag: (p106943)
Verfasst am: 06. Nov 2011, 13:33 |
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Guten Tag,
habe eine Frage zur Nachsorge.
OP'S waren im August, 1. Radiojod im September, die zweite Radiojod soll im März sein.
Wie verläuft das nächste Szintigramm nach der 2.Radiojod?
Mir wurde bisher nur gesagt das es alle halbe Jahre eine Untersuchung mit Scintigramm geben soll,5 Jahre lang.
Reicht da ein normales Kontrastmittel oder muß man jedesmal zur Nachsorge in die Unterfunktion?
Mir wurde das von einer Mitpatientin auf der Reha so erzählt und ich möchte das nicht glauben
Hoffe das nach der 2.Radiojod dann eine optimale Einstellung der SD Hormone erfolgen kann , oder wird der TSH weiter gedrückt?
Vielen Dank
Opuntie |
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Bine2011 Anmeldung: 10.04.11 Beiträge: 129 Pap. SD-Ca pT3 pN1 (... Stuttgart  50+ |
Beitrag:  (p106944)
Verfasst am: 06. Nov 2011, 16:42 |
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Hallo Opuntie,
nach deinem Profil hattest du ein sehr kleines Karzinom pT1b? Ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass jedes halbe Jahr ein Szintigramm gemacht werden soll. Da bei dir eine Radiojodtherapie durchgeführt wurde, bei der jetzt alle Schilddrüsenreste beseitigt wurden und das bis zu einem halben Jahr dauern kann, bis wirklich alles verschwunden ist, sollte nach dem ersten halben Jahr (4 Monate-halbes Jahr) kontrolliert werden, ob die Radioiodablation auch wirklich erfolgreich war. Das ist für die Zuverlässigkeit des Tumormarkers TG (Thyreoglobulin) notwendig. Dieses Kontrollszintigramm ist im Normalfall eine Radioiod - Diagnose. Da bekommst du genauso wie bei der Radioiodtherapie eine radioaktive Kapsel zum Schlucken nur mit 1/10 der ersten Dosis, i. d. R. ca. mit 370 MBq. Trotzdem muss diese Untersuchung mit TSH Stimulation erfolgen, die entweder durch eine Unterfunktion wie bei deiner RJT oder mit Hilfe eines Medikamentes (Thyrogen) erfolgen kann. Leider ist dieses Medikament zur Zeit schlecht zu beschaffen, aber in einem halben Jahr kann das schon wieder anders aussehen. Da bekommst du, wenn ich richtig informiert bin, 2 Spritzen, die den TSH Wert in die Höhe treiben, so dass auf die Unterfunktion mit langem Hormonentzug verzichtet werden kann. Trotzdem ist die Untersuchung mit einem Klinikaufenthalt in der "geschlossenen" Abteilung der NUK verbunden, bei der RJ Diagnose wirst du aber schon am 3. Tag wieder entlassen. 48 Stunden "Haft" sind gesetzlich vorgeschrieben. Am Entlasstag erfolgt dann die Szintigramm- Untersuchung.
Ob bei deinem Tumorstadium eine weitere RJD erforderlich ist, musst du mit deinem NUK besprechen. In der Regel erfolgt diese aber dann erst nach einem Jahr. Dazwischen, nach einem halben Jahr, wird normalerweise nur eine Ultraschall Untersuchung gemacht. Aber das ist von Klinik zu Klinik verschieden.
Vielleicht schaust du dir mal die Leitlinien hier an, die Harald eingestellt hat.
Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen
LG von Sabine |
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Harald
Anmeldung: 12.05.99 Beiträge: 7535 fol. SD-CA 97 Berlin  40+ |
Beitrag:  (p106946)
Verfasst am: 06. Nov 2011, 17:39 |
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Halllo Opuntie,
wie oft man eine Radiojoddaignostik machen muss, hängt davon ob, ob Du Antikörper (TAK) gegen Thyreoglobulin (TG) hast.
Wenn Du TAK hast, ist der TG nicht aussagefähig. Es braucht dann zusätzlich eine Radiojoddiagnostik (RJD).
Ein RJD ist wie eine RJT nur dass ein geringere Strahlenaktivität eingesetzt wird (die Zeit in der Klinik ist auch kürzer).
Für die RJT und erst Recht für die RJD muss man nicht in die Unterfunktion, sondern kann dies auch mit zwei Spritzen rhTSH (=Thyrogen) machen.
Problem: rhTSH (=Thyrogen) - wiederkehrende Lieferausfälle.
Bei den TAK kommst es nicht auf den absoluten Wert an, sondern ob diese fallen , gleichbleiben oder steigen. ES dauert bis zu 3 noch länger Jahre bis die TAK verschwinden.
Vermehrte RJD ist nur notwendig, wenn die TAK steigen. Sind die TAG gleichbleibend oder fallend und dass Szinitgramm nach der RJD war sauber, dann muss man nicht jedes Jahr eine RJD machen, sondern so nach 3 Jahren wieder.
Hier die FAQ zu den FAQ: Thyroglobulin-Antikörper und SD-Krebs-Nachsorge.
zur Übersetzung der europäischen Leitlinie: FAQ: Europäische Leitlinie zur Behandlung von SD-Krebs.
Man kann also die Aussage, dass man jedes Jahr eine RJD machen muss, so nicht verallgemeinern.
Entscheiden ist, ob man TAK hat und ob diese eben fallen, gleichbleiben oder steigen.
Bie den TAK ist der absolute Wert nicht von Bedeutung, sonder nur die Tendenz. Es ist daher wichtig, dass die TAK immer im gleichen Labor und mit der gleichen Methode bestimmt werden. Anders ist eine Aussage gar nicht möglich.
Viele Grüße
Harald
PS: War gerade heute auf einer Konsensuskonferenz von Ärzten, die hier eine allgemeine Empfehlung erarbeiten werden, damit man besser weiß wie man mit den TAK umgeht. _________________ Als Verein sind wir stärker:
Fördermitglied oder aktives Vereinsmitglied werden |
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Celia
Anmeldung: 30.06.11 Beiträge: 285 pap. SD-CA pT1b R0 N1a Braunschweig |
Beitrag:  (p106948)
Verfasst am: 06. Nov 2011, 18:56 |
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Opuntie, warum ist denn bei Dir eine 2.RJT erforderlich? Hattest Du so viel Restgewebe nach der OP, dass nicht alles mit einem Mal beseitigt werden konnte? Oder handelt es sich nicht um eine 2.RJT, sondern um eine RJD? _________________ "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle." (Albert Einstein) |
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Opuntie Anmeldung: 05.10.11 Beiträge: 18 Pap. SD-CA pT1b V0 Berlin  40+ |
Beitrag:  (p106953)
Verfasst am: 06. Nov 2011, 23:00 |
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Auf dem Szintigramm nach der Radiojod war im Halsbereich ein großer schwarzer Fleck. Die Ärztin im Krankenhaus sagte es wäre noch Restgewebe da und ich müßte in 6 Monaten zur 2. Radiojod.
Es wäre wohl üblich das man 2 Behandlungen bräuchte.
In welchem Zeitraum sterben die Jodbeladenen Zellen ab?
Ändert sich das Bild vielleicht noch ?
In der nächsten Woche werden neue Blutwerte gemacht, ich werde euch dann noch einmal fragen.
Ein noch vorweg - was bedeutet diese Wiederfindungsrate bei den Blutwerten?
Vielen Dank, Opuntie |
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Celia
Anmeldung: 30.06.11 Beiträge: 285 pap. SD-CA pT1b R0 N1a Braunschweig |
Beitrag:  (p106956)
Verfasst am: 07. Nov 2011, 10:12 |
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Na, dass direkt nach der RJT noch Restgewebe da ist, ist doch normal - darum macht man die RJT ja. Das Gewebe wird im Laufe einiger Wochen bis Monate durch das radioaktive Jod zerstört. Darum erstaunt es mich immer wieder, dass - für mein Gefühl - so vielen Leuten schon von Anfang an gesagt wird, dass sie zwei RJT brauchen. Mein Eindruck ist, dass die zweite RJT oft gemacht wird, weil es in der Klinik so "üblich" ist und nicht so sehr aus objektiven medizinischen Gründen.
Möglich ist aber auch, dass Du von der OP noch viel Restgewebe zurückbehalten hast. Das sieht man am Radiojodtest (wenn einer gemacht wurde bei Dir), und dann kann es sein, dass Deine erste RJT von vornherein mit einer geringeren Strahlendosis durchgeführt wurde, weil sonst die Strahlenbelastung zu hoch gewesen wäre. Und möglich ist auch, dass eine erfahrene Ärztin anhand des "Flecks" nach der RJT abschätzen kann, wieviel davon im Lauf der Zeit noch verschwindet. _________________ "Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle." (Albert Einstein) |
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Harald
Anmeldung: 12.05.99 Beiträge: 7535 fol. SD-CA 97 Berlin  40+ |
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