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Blume1966 Anmeldung: 24.11.11 Beiträge: 4 |
Beitrag: (p107464)
Verfasst am: 26. Nov 2011, 17:10 |
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Liebe Mitglieder,
bin neu hier und finde dieses Forum echt klasse!
Habe vor 14 Tagen erfahren das ich ein pT1a 6mm habe,es hat mich natürlich total umgehauen und dementsprechend habe ich auch im Krankenhaus reagiert.Ich bekam die RDJT angeboten wegen meinem erhöhten Sicherheitsbedürfnis und weil das Mikrokarzinom am Rand lag,man sagte aber auch ich müßte es nicht machen da es unter 1cm liegt.Ich bin so verunsichert und weiß nicht was ich machen soll.Noch dazu weiß ich nicht wie meine weiteren Verlaufskontrollen aussehen wenn ich diese RDJT nicht mache.
Hat jemand hier wertvolle Tips für mich, wäre so super
danke lg Blume 1966 |
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Lottilein Anmeldung: 07.05.09 Beiträge: 831 Pap. SD-Ca 4b N1M1, ... nördliches Rl-P  30+ |
Beitrag:  (p107488)
Verfasst am: 28. Nov 2011, 21:39 |
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Hallo,
ich kann verstehen, dass Du erst einmal verwirrt bist. Es gibt hier im Forum Leute mit Mikrokarzinom, die sich für oder gegen die Therapie entschlossen haben. Es kommt da eben sowohl auf den Befund und auf das eigenen Sicherheitsbedürfnis an.
Der Vorteil bei der RJT ist unter anderem in der Nachsorge der Tumormarker TG. Dieser Blutwert TG wird von allen SD-Zellen gebildet. Wenn man ihn jetzt bei Dir messen würde, dann würde er letztlich anzeigen, wie gut Du operiert worden bist. Er wäre wahrscheinlich nicht bei null.
Wenn Du jetzt die Therapie machen würdest, dann wären die letzten SD Zellen zerstört und der TG Wert wäre nach der Therapie dann wahrscheinlich bei null. Wenn man ihn also später bei den Nachkontrollen misst, und er (hoffentlich nicht) irgendwann doch wieder im Blut auftauchen würde, wüsste man, dass da was nachwächst. Außerdem sieht man bei einer RJT im abschließenden Szintigramm, ob sich noch irgendwo SD-Gewebe (oder Metastasen) befindet. Soviel zu Szenario Nummer 1.
Die zweite Möglichkeit ist eben: keine RJT. Dann wären die Nachkontrollen trotzdem so, dass man einen Ultraschall mach und den TG im Blut misst. Der ist im Verlauf natürlich trotzdem kontrollierbar. Auch hier würde man bei einem Anstieg aufmerksam werden.
Ich verlinke Dir man den Beitrag von Diana, die keine Therapie gemacht hat
ich versteh meine Blutwerte nicht: TSH und TG
.
Und von Inka, die eine Therapie gemacht hat
Ich habe Krebs und jetzt ?
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Sicher hast Du schon den
FAQ: Welcher Schilddrüsenkrebs und welche Therapie?
. gelesen?
Gruß
Lotti |
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riedafrike Anmeldung: 01.11.11 Beiträge: 13 pap. Mikrokarzinom  40+ |
Beitrag:  (p107526)
Verfasst am: 30. Nov 2011, 22:59 |
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Ich habe das gleiche "Problem" Wenn ich wüsste wie ich es verlinken kann würde ich dich bitten meine Beiträge bzw die Antworten zu lesen. Klick mal auf meinen Nick, ich glaube so findest du die Beiträge.
ich hatte ein 4mm Karzinom und bekomme keine Therapie, was mich auch etwas verunsichert (hat)
LG |
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Kater Anmeldung: 06.02.07 Beiträge: 267 1980 Morbus Hodgkin/... Potsdam  50+ |
Beitrag:  (p107528)
Verfasst am: 01. Dez 2011, 00:01 |
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Hallo Blume, ich hatte auch dieses Problem. Ich wurde in Berlin operiert, da macht man keine RJT bei diesem Befund, aber zu Hause in Brandenburg doch.
Ich musste mich selbst informieren im Netz zB in diesem Forum, weil mich meine damalige Endokrinologin nicht beraten hat.
Für mein Sicherheitsbedürfnis habe ich dann auch den Chefarzt konsulitiert. Ich frage in solchen Fällen immer, was sie tun würden, wenn meine Diagnose ein Kind von ihm hätte.
Ich wünsche dir, dass du einen Weg für dich findest, mit dem du gut und beruhigt leben kannst.
Herzlich grüßt Katrin _________________ Die Hoffnung aufgeben bedeutet, nach der Gegenwart auch die Zukunft preisgeben.
Pearl S. Buck, 1892-1973, Literatur-Nobelpreisträgerin 1938 |
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Alba
Pap. SD-Ca., foll. V... Sachsen-Anhalt  50+ |
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riedafrike Anmeldung: 01.11.11 Beiträge: 13 pap. Mikrokarzinom  40+ |
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Blume1966 Anmeldung: 24.11.11 Beiträge: 4 |
Beitrag:  (p107538)
Verfasst am: 01. Dez 2011, 16:09 |
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Hallo Ihr Lieben,
danke für eure lieben Worte! Die Entscheidung muß man ja leider ganz alleine treffen ob RJT oder nicht.Es ist wirklich nicht einfach, muß man denn schon bei einer RJT mit Spätfolgen rechnen?
Wie hast Du dich denn entschieden Kater?
LG Blume |
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wiedersonne Anmeldung: 02.01.09 Beiträge: 47 40+ |
Beitrag:  (p107547)
Verfasst am: 01. Dez 2011, 23:14 |
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Hallo Blume1966,
ich melde mich seit langer Zeit mal wieder. Bei mir wurde das SD CA im Dez 2008 festgestellt. 4mm.
Mir wurde auch gesagt, dass ich bei dieser Grösse keine RJT machen muss, aber man hat es mir angeboten. Ich wollte das wirklich alles an Restgewebe weg ist und bin zur RJT gegangen. Im anschließenden Sinti wurde festgestellt, das es noch eine Menge Restgewebe gab. Also folgten noch 2 RJT. Da das Restgewebe auch durch die RJT nicht wegging wurde ich im Jan 2010 nochmal operiert. Es folgte nochmal eine RJT. Und nun ist alles gut. Hat alles eine Weile gedauert, aber jetzt stimmen meine Werte und ich muss keine Angst mehr haben.
Lg wiedersonne |
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riedafrike Anmeldung: 01.11.11 Beiträge: 13 pap. Mikrokarzinom  40+ |
Beitrag:  (p107553)
Verfasst am: 02. Dez 2011, 10:10 |
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Guten Tag,
Kopf kratz, ich versteh nichts mehr! Wiedersonne, wieso Restgewebe, hattest du denn keine Komplettentfernung?
Bei mir wurde alles im Stück entfernt. Kann da trotzdem noch was sein?
Hast du die RJT ohne Nebenwirkungen überstanden?
Sollte man das doch machen lassen?
Aber wieso ist diese Behandlung nachdem ein Karzinom gefunden wurde denn nicht Standart?
Gut, dass ich nachher einen Termin beim HA habe...
LG Grüße an alle und schönes WE
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Alba
Pap. SD-Ca., foll. V... Sachsen-Anhalt  50+ |
Beitrag:  (p107555)
Verfasst am: 02. Dez 2011, 10:32 |
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| wiedersonne hat folgendes geschrieben: | | jetzt stimmen meine Werte und ich muss keine Angst mehr haben. |
Hallo,
ich will niemandem unnötig Angst einjagen, aber obiges ist ein Trugschluß.
Eine RJT dient eventuell dem Sicherheitsbedürfnis des einzelnen, garantiert wird dadurch jedoch nichts.
Auch wenn mittels mehrerer Operationen und anschließenden Radiojodtherapien alles bzw. nahezu alles an Schilddrüsen-Restgewebe beseitigt ist, so garantiert das keineswegs, daß nicht doch bei dem einen oder anderen etwas nachwächst.
Rezidive kommen auch bei SD-Krebs vor. Sie können sogar nach 10 oder 15 Jahren noch auftreten - das ist nicht so häufig, kommt aber vor. Genau deshalb hat man eine lebenslange Nachsorge.
Diese Nachsorge regelmäßig bei einem Facharzt, der etwas von der Materie versteht, durchführen zu lassen, scheint mir jedenfalls wichtiger als eine vielleicht unnötige RJT.
Bei Dir, Wiedersonne, halte ich die Reihenfolge für gar nicht optimal.
Mal ganz abgesehen davon, daß bei einem Mikrokarzinom die Beseitigung allen Restgewebes nicht unbedingt nötig ist, hätte man bei Dir anstelle mehrerer Radiojodtherapien vielleicht lieber gleich eine zweite OP durchführen sollen, zumal dann, wenn noch sehr viel SD-Gewebe vorhanden gewesen ist, wie man doch nach der ersten RJT gesehen hat(und was man außerdem schon vorher hätte feststellen können). Möglicherweise hätte Dir das einiges erspart?
"Hätte, hätte , hätte" nützt nun leider nichts mehr. Ich wollte es aber anführen, weil ich glaube, daß man aus solchem Verlauf eher keine Empfehlung für eine RJT ableiten kann.
Die Entscheidung für oder wider RJT bleibt jedoch bei jedem einzelnen.
Grüße von Alba _________________ Als Verein sind wir stärker: Fördermitglied oder aktives Vereinsmitglied werden |
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riedafrike Anmeldung: 01.11.11 Beiträge: 13 pap. Mikrokarzinom  40+ |
Beitrag:  (p107557)
Verfasst am: 02. Dez 2011, 11:41 |
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Vielen Dank, wirklich toll dieses Forum.
Die Informationen hier geben auch Grundlagen für vernünftige Arztgespräche. Zugegener Maßen verunsichert einen diese unterschiedliche Vorgehensweise der Ärzte schon, wiederum halte ich die Richtlinien doch für sinnvoll. Den jede Therapie hat neben den erwünschten halt auch unerwümschte Nebenwirkungen.
Nochmals LG |
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Blume1966 Anmeldung: 24.11.11 Beiträge: 4 |
Beitrag:  (p107558)
Verfasst am: 02. Dez 2011, 13:35 |
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Hallo
sehe das auch wie Riedafrike, wenn es Standart wäre die Rdjt zu machen hätten wir nicht diese Unsicherheit ob es besser wäre das jetzt zu machen oder nicht.
LG
Blume |
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Alba
Pap. SD-Ca., foll. V... Sachsen-Anhalt  50+ |
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Court Anmeldung: 09.12.08 Beiträge: 459 |
Beitrag:  (p107562)
Verfasst am: 02. Dez 2011, 15:52 |
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Hallo,
die Frage, ob man eine RJT beim Mikrokarzinom macht oder nicht wird - ungeachtet bestehender Standards - unter vielen Ärzten kontrovers diskutiert. Und diese Kontroverse ist z.B. auch Bestandteil des Manual 2008 über Endokrine Tumoren des Tumorzentrums München.
Es gibt dazu auch diverse Studien und Doktorarbeiten, die sich mit diesem Thema befassen und die - auch hier - zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.
Sowohl die Vertreter einer eingeschränkten Radikalität (keine vollständige Entfernung des SD-Gewebes und keine RJT) ebenso wie ihre Gegenparts, die eine vollständige Resektion und eine anschließende RJT präferieren, haben gute Argumente für ihr Vorgehen zu Hand.
Dabei spielen auch die Frage der Fokalität (uni- oder multi) oder die Größe des Mikrokarzinoms, das Vorhandensein von Lymphknotenmetastasen und etliche weitere Faktoren eine Rolle.
Unter diesen Gesichtspunkten scheint eine sorgfältige Abwägung aller Fakten, eine "unparteiische" Darstellung des für-und-wider in einem Gespräch der beteiligten Ärzte mit ihren Patienten erste Wahl zu sein.
Ein schönes Wochenende wünscht
Court. |
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Alba
Pap. SD-Ca., foll. V... Sachsen-Anhalt  50+ |
Beitrag:  (p107563)
Verfasst am: 02. Dez 2011, 17:02 |
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| Court hat folgendes geschrieben: | | Dabei spielen auch die Frage der Fokalität (uni- oder multi) oder die Größe des Mikrokarzinoms, das Vorhandensein von Lymphknotenmetastasen und etliche weitere Faktoren eine Rolle. |
Meines Wissens ist es bei Vorliegen von mehreren Herden sowie bei Lymphknotenbefall unstrittig, daß eine RJT gemacht werden soll.
Ebenso dann, wenn das gefundene Mikro-Ca. dicht an der "magischen" Grenze zu 1 cm liegt.
| Court hat folgendes geschrieben: | | Unter diesen Gesichtspunkten scheint eine sorgfältige Abwägung aller Fakten, eine "unparteiische" Darstellung des für-und-wider in einem Gespräch der beteiligten Ärzte mit ihren Patienten erste Wahl zu sein. |
Hallo Court,
was also rätst Du verunsicherten Patienten wie Riedfafrike oder Blume?
Riedafrike ist bisher ärztlicherseits eindeutig geraten worden: keine RJT. Ihr Befund, soweit wir ihn kennen, rechtfertigt das nach meiner Ansicht auch.
Dann erfährt sie hier im Forum, daß andere wie Wiedersonne und Co. sich dennoch einer RJT unterzogen haben, manchmal ärztlicherseits empfohlen, manchmal eher auf eigenen Wunsch.
Was nun? Und was wäre die Aufgabe des Forums in solchem fall?
MfG Alba _________________ Als Verein sind wir stärker: Fördermitglied oder aktives Vereinsmitglied werden |
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