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Ob und wo zur Schilddrüsenoperation in KN/FN/RV?

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Mara77
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BeitragOb und wo zur Schilddrüsenoperation in KN/FN/RV?

 (p107740)
Verfasst am: 09. Dez 2011, 09:37
Antworten mit Zitat

alter Titel: Ich weiß nicht, was tun!

Hallo an alle!

Nachdem ich mir vor Jahren schwor nie wieder im Internet nach Dingen, was Krankheit betrifft, zu recherchieren, sitze ich doch wieder vor dem Bildschirm. Der Grund ist nicht angenehm.
Seit 2 Jahren habe ich einen bekannten "Knoten" in der Schilddrüse. Knoten in Anführungsstrichen, weil es nach Szinitgramm und Punktion hieß, das sei gar kein Knoten, sondern eine Einblutung. Man müsse nichts tun, außer beobachten. Das war meine letzte Information vor einem Jahr. Nun hat sich plötzlich das Blatt gewendet. Mein Hausarzt schickte mich zum Radiologen, der hat mich alles andere als aufgebaut. Das Szintigramm ist nicht so, dass er mir zusichern kann, dass es gutartig ist, was nicht heißt, dass es bösartig ist. Ich war total geschockt, denn ich wusste gar nicht, dass es nun plötzlich darum geht, ob es Krebs sein könnte. Ich dachte der Radiologe macht nur noch mal einen genaueren Ultraschall. Das war vor fast 2 Wochen. Ich habe mich nun ein wenig beruhigt. Es ist, wie es ist. Da hilft nunmal alles nichts. Nun zu meinem Problem: Niemand kann mir hier genauere Informationen geben, wer den Eingriff durchführen soll! Es gibt bei uns in der Gegend wohl (Ravensburg/ Süddeutschland) eine Chorophäe auf dem Gebiet. Dr. Hewel. Er war 20 Jahre lang Chefarzt und hat nur Schilddrüsen operiert. Er ist nun eigentlich im Ruhestand und operiert weiterhin 1 mal in der Woche SD. Als ich zu ihm kam, hat er mich auch noch mal richtig "aufgebaut": "Um Gottes Willen, das Ding muss raus!" Na super. Dadurch, dass er nur 1 mal in der Woche operiert, ist der nächste Termin erst am 30. Januar. Ihr könnt euch vorstellen, dass das für mich eine Ewigkeit ist. Er meinte dann nur: Auch wenn es bösartig ist, machen die paar Wochen auch nichts mehr aus. Autsch. Jetzt habe ich gestern entdeckt, dass es in Konstanz (ca. 100km entfernt) ein Schilddrüsenkompetenzzentrum gibt. Es hört sich gut an, aber ich habe von niemanden Rückmeldung bekommen, wie die operieren, ob die gut sind...etc.pp. Ich bin nun so hin- und hergerissen. Soll ich dort anrufen? Alle in meiner Familie halten mich eh für verrückt. Bei uns in der Gegend ist eine Schilddrüsen-OP nichts Besonderes. Es kommt häufig vor, auch meiner Mutter wurden schon kalte Knoten entfernt.
Ich wollte euch nun fragen: Würdet ihr bis zum OP-Termin warten oder würdet ihr euch um einen früheren OP-Termin woanders bemühen?

Liebe Grüße
Mara
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mara77
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Beitragoh kleiner Fehler...

 (p107741)
Verfasst am: 09. Dez 2011, 09:39
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...die Untersuchung vor 1,5 Jahren war eine Szintigraphie. Das Szintirgramm wurde jetzt erst durchgeführt.
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Mara77
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Beitrag...noch ein Nachtrag :o)

 (p107742)
Verfasst am: 09. Dez 2011, 09:42
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Der Knoten ist übrigens 3,5cm groß und hat sich seit Entdeckung von der Größe nicht wesentlich verändert.
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dkrOffline
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 (p107745)
Verfasst am: 09. Dez 2011, 11:00
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Hallo Mara,

3,5cm ist schon nicht mehr gazn klein. Wenn er allerdings nicht in letzter Zeit nicht wesentlich gewachsen ist, sollte auch keine große Eile notwenig sein. Selbst wenn er bösartig wäre, würde er mit sehr großer Wahrscheinlichkeit sehr langsam wachsen, was außer den sehr seltennen anaplastischen Karzinomen praktisch alle SD-Krzinome tun.

Von daher spricht nichts dagegen, sich zunächst in Ruhe nach einer kompetenten Klinik umzuschauen.

Hast Du denn eine Kopie des Befunds vom Radiologen erhalten? Da sollte eigentlich etwas ausführlicher drin stehen, warum er den Knoten für verdächtig hält. Es git einige Merkmale im Ultraschall, die Knoten mehr oder eben auch weniger verdächtig machen.

Ein Konten dieser Größe, sollte sich von einem erfahrenen Untersucher auch problemlos punktieren lassen. DIe Feinnadelpunktion bringt zwar keine abslotue Sicherheit, hätte aber auf jeden Fall den Vorteil, dass man im Falle der bestätigten Bösartigkeit oder eines dringenden Verdachts die vom Umfang OP gleich entsprechend planen könnte und Dir so unter Umständen eine 2. OP erspart bliebe.

AUf jeden Fall könntest DU noch eine zweite Meinung einholen, vorzugsweise bei einem Endokrinologen oder Nuklearmediziner mit SD-Schwerpunkt.

Leider habe ich bzgl. der Gegend keine Erfahrung, da wird sich evtl. noch jemadn anderes melden.

Viele Grüße
Karl
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Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
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Mara77
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 (p107750)
Verfasst am: 09. Dez 2011, 13:24
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Vielen Dank für deine Antwort!

Der operierende Arzt meinte, dass man während der OP eine Schnelluntersuchung macht und bei bösartigem Befund noch einmal nachoperiert, so dass eine zweite OP vermieden wird.
Da er so ein erfahrener Operateur ist, vertraue ich mal darauf, dass er mir eine Punktion vorgeschlagen hätte, wenn er sie für nötig gehalten hätte. Sicher bin ich mir auch nicht, mein Vertrauen in die Ärzteschaft hat gerade einen kleinen Riss. Schließlich hat mich mein Hausarzt vor einem Jahr noch beruhigt: Der Knoten sei im Inneren flüssig und homogen, die Punktion hat im Prinzip nur Blut ergeben, d.h. alles paletti, alles nur eine blutige Zyste, eine Einblutung...und nun das!
Ich bin gerade dabei mich meinem Schicksal zu ergeben, den Operateur mit der besten Erfahrung ranzulassen und dann der Dinge zu harren, die da kommen...

Der Radiologe, der vor 3 Wochen das Szintigramm gemacht hat, hat im Prinzip verschiedene Indikatoren aufgeführt, die für die OP sprechen: Mein Alter, die Größe des Knotens und die Tendenz des Knotens diese gespritzte Flüssigkeit aufzunehmen. Diese Tendenz sei jedoch kein Beweis für die Bösartigkeit, sondern - so wie ich es verstanden habe - ein weiterer Indikator dafür, dass auf jeden Fall eine Operation gerechtfertigt ist. Der operierende Arzt hat sich den Bericht auch durchgelesen und danach trotzdem gesagt, dass der Knoten zu 90% gutartig ist. Keine Ahnung woher er die Zahl hat, ob er mich nur beruhigen wollten, weil ich schier vom Stuhl gekippt bin. Er meinte nur noch, wenn der Knoten wirklich die ganze Zeit bösartig gewesen wäre, dann wäre er wohl etwas schneller gewachsen... keine Ahnung... ich glaube ich habe jetzt entschieden mich einfach vertauensvoll in die Hände des erfahrendsten Arztes zu geben. Alles andere ist dann wohl Schicksal... Ich habe auch nichts dagegen den Löffel abzugeben. Ich bin zwar jung, aber mein Leben war erfüllt und schön. (Okay, das geht jetzt in Richtung Gotteslästerung Surprised, denn ich LIEBE UND ACHTE MEIN LEBEN!) Was meine einzige und meine größte Sorge ist: Ich habe drei kleine Kinder und so eine Art des Schicksals würde ich ihnen gerne ersparen Surprised(.

Liebe Grüße
Mara
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dkrOffline
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 (p107751)
Verfasst am: 09. Dez 2011, 13:49
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Hallo nochmal,

vermutlich war es ein kalter Knoten, was allein noch nicht unbedingt für Bösartigkeit spricht. Weitere Indikatoren sind Echoarmut, unregelmößiger Rand gute Blutversorung und andere.

Wenn der Knoten bereits einmal punktiert wurde, bin ich nicht sicher, wie sinnvoll eine weitere Punktion wäre. Chirurgen neigen naturgemäß eher dazu eine OP zu empfehlen als andere Ärzte. Letztlich musst Du selbst entscheiden. Wenn Du selbst das Gefühl hast, sicher gehen zu müssen, würde ich auch für die OP plädieren.

Die Untersuchung währen der OP ist ein Schnellschnitt. Dieser bringt bei papillären Karzinomen meistens das richtige Ergebnis, follikuläre werden oft nicht nachgewiesen. In meinem Fall war intraoperativ bei der ersten OP kein Verdacht, die endgültige Histologie ergab dann trotzdem einen pT3b, und es musste nachopereirt werden.

Die Zahl von 10% ist vermutlich ein Erfahrungswert aus seiner OP-Praxis. Man sagt, dass im Durchschnitt bei uns ca. 5% aller operierten kalten Knoten bösartig sind. Wenn die Zuweisung zur OP auf einer besseren Diagnostik beruht, steigt dieser Anteil natürlich, weil eher die wirklich notwendigen OPs durchgeführt werden. In der Klinik, in der ich operiert wurde, liegt der Anteil auch bei knapp 10%. Ein höherer Anteil ist eher ein Zeichen, dass dort nicht soviel unnötige diagnostische OPs durchgeführt werden.

Viele Grüße
Karl
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Mara77
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 (p107753)
Verfasst am: 09. Dez 2011, 13:57
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"Chirurgen neigen naturgemäß eher dazu eine OP zu empfehlen als andere Ärzte. Letztlich musst Du selbst entscheiden. Wenn Du selbst das Gefühl hast, sicher gehen zu müssen, würde ich auch für die OP plädieren."

Das denke ich mir auch, aber für mich ist ganz klar, dass das Ding raus muss! Sonst dreht man doch bei jeder Kontrolluntersuchung am Rad. Und wie lange soll man warten? Bis ein harmloser Knoten wirklich entartet? Natürlich hat jede OP ihre Risiken, es ist immer ein Abwägen. Ich hoffe nun, dass die Untersuchungen im letzten Jahr nicht alle falsch waren...

Liebe Grüße und dir weiterhin alles Gute
Mara
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HaraldOnline
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 (p107754)
Verfasst am: 09. Dez 2011, 14:03
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Hallo Mara,

Hier der Link zu Kompetenzzentren für Schilddrüsenchirurgie (CAEK - Zertifizierung) (Link in der Linkliste).

Viele Grüße
Harald
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CourtOffline
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 (p107755)
Verfasst am: 09. Dez 2011, 15:39
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Hallo Mara,

es ist mir noch nicht so ganz klar, ob Du nun einen kalten Knoten oder eine Zyste hast.

Denke aber, dass Du sowohl in Wangen in der Oberschwabenklinik als auch in Weingarten im Städtischen Krankenhaus "14 Nothelfer"(wo Du dann wohl von Herrn Dr. Hewel operiert werden würdest) in guten Händen bist. Beide Krankenhäuser haben die nötige Erfahrung mit SD-Operationen. Denke auch, dass die dort tätigen Chefärzte gut sind. Dr. Hewel hat ja wirklich eine große Erfahrung, aber ist auch fast 70 Jahre alt.

Wichtig ist jedoch, dass Du Dir genau überlegst, ob im Moment wirklich eine OP notwendig ist, zumal ja alle Untersuchungen bisher noch keine Anzeichen für Bösartigkeit ergeben haben. Wenn "das Ding erst mal raus ist" ist es raus und Du darfst dann Tabletten einnehmen. Es gibt auch Meinungen von führenden Chirurgen, dass einfach zu viele SD-Operationen vorgenommen werden.

Es wäre auch schön, wenn Du Dich hier anmelden würdest.

Herzliche Grüße

Court
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Lumpi64Offline
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Hemithyreoidektomie ...
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 (p107767)
Verfasst am: 10. Dez 2011, 13:10
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Aber das ist ja das Dilemma. Mir hat z.B. der Nuklearmediziner gesagt, dass es für mich keine andere Wahl außer der OP gibt, weil einige der Knoten im US suspekt aussehen und teilw. einfach recht groß sind (knapp 4 cm) . Jetzt lebt man mit der Unsicherheit, ob wirklich bösartig oder nicht. Operieren, ja oder nein? Nach Rücksprache mit meiner Hausärztin hab ich mich nun dazu entschlossen. Diese Unwissenheit stimmt mich leider auch etwas unruhig, zumal ich den großen Knoten auch merke (Druckgefühl und möglicherweise dadurch bedingt Luftnot). Na ja, ich hoffe, dass es nicht bösartig ist und ich mit der Hormoneinstellung hinterher gut zurechtkomme. Aber verstehen kann ich Mara absolut gut....zumal sie noch 3 kleine Zwerge an ihrer Seite hat.
Meine Mutter hat mit ihrer Schilddrüsen-OP übrigens auch lang gewartet, so dass es hinterher dann doch schnell gehen musste. Rolling Eyes
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Mara77
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 (p107770)
Verfasst am: 10. Dez 2011, 23:33
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"Es ist mir noch nicht so ganz klar, ob Du nun einen kalten Knoten oder eine Zyste hast."

Mir auch nicht!

Vor einem Jahr sprach mein Hausarzt von einer Zyste und ich glaube mich zu erinnern, dass er während des Ultraschalls meinte, dass das Innere flüssig sei. Nun sprechen aber Radiologe und Chirurg von einem kalten Knoten und davon, dass das nie etwas anderes gewesen ist. Ich war jetzt die letzten Wochen so verunsichert, dass ich überhaupt nichts nachgefragt habe.
Ich möchte den Ärzten keine Vorwürfe machen, für sie ist das alles Routine, aber mich haben sowohl der Radiologe, als auch der Chirurg fix und alle gemacht. Der Radiologe meinte vor dem Szintigramm: "Jetzt schauen wir mal, ob das gutartig oder bösartig ist!" Ich: "Hääääääh?!?!?" Und dann bei der Besprechung Er:"Hmmmm...na ja......!" Ich:"Waaaaaahhhh!" Dann hat er sein Gesicht so in Falten gelegt und auf seinen Bildschirm geschaut. Ich habe nur darauf gewartet, dass er mir ein Prospekt überreicht mit den Worten: "Fichte oder Kiefer? Samt oder Seide?" Entschuldigt meinen schwarzen Humor. Vor 2 Wochen war mir ganz anders zumute. Ich bin ein gesunder Mensch und gehe selten zum Arzt. Wenn ich zu einem Radiologen gehe und er das Wort "bösartig" in den Mund nimmt, dann gehe ich davon aus, dass er mir damit etwas sagen will. Ich habe auf jeden FAll drei Tage danach nur durchgeheult, konnte mich kaum beruhigen. Das Gespräch mit dem Chirurgen war dann auch nicht erquickender. Er hat nur auf die wenigen Berichte draufgeschaut und gleich kommentiert: "Um Gottes Willen! Das Ding muss raus! Sie sind jung! Ab 3cm entarten die Knoten häufig und in ihrem Alter noch häufiger!" Ja, da ist man dann sehr beruhigt.... Entschuldigt, dass ich das Forum als Seelenmülleimer missbrauche, aber so etwas von 0 auf 100 verkraftet man nicht ohne Weiteres. Dazu kommt, dass ich eine große Familie habe und mich täglich neue Kondolenzanrufe erreichen. Das hebt doch gleich die Stimmung! Wenn ich schon beim Beichten bin...einen Bock habe natürlich ich geschossen. Ich habe nie das Schilddrüsenhormon genommen. Irgendwie hat sich das für meine Ohren nicht so wichtig angehört, eher als Option. Und nachdem ich diese weißen Pillen so oft vergessen habe, habe ich sie einfach weggelassen. Das war im Nachhinein nicht gerade eine meiner besten Ideen, dann hätte man jetzt vielleicht eher sehen können, in welche Richtung es sich entwickelt. Ärgerlich!

Was mich noch interessieren würde: in meiner Gegend ist das Schilddrüsenkompetenzzentrum in Konstanz. Ist das automatisch eine gute Adresse, nur weil es ein Kompetenzzentrum ist? Ich kenne leider niemanden, der dort operiert wurde. Ich kenne aber einige, die sich in Friedrichshafen haben operieren lasse, die sehr zufrieden waren, obwohl das KKH überhaupt nicht auf Schilddrüse spezialisiert ist. Ist das denn so eine Standartoperation? Ich liebäugle noch mit Wangen, aber da habe ich auch von niemandem etwas gehört! Ich habe halt nur ein wenig die Befürchtung, dass mein sehr erfahrener, aber auch sehr betagter Chirurg eventuell nicht über die neuesten OP-Techniken bescheid weiß? Ist diese Befürchtung berechtigt? Meine Bekannte mit 4cm großem Knoten wurde in Friedrichshafen operiert von Dr. Lehmann. Der Schnitt sei sehr klein und was mich verwundert hat: sie hat gar keine Wunddrainage bekommen. Das hatte meine Mutter noch vor 10 Jahren. Gibt es heute standardmäßig keine Drainage oder hängt das von der OP-Technik ab?

Danke fürs Lesen
Mara
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WeberinOffline
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Strumektomie, Hypopa...
Baden-Württemberg
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 (p107774)
Verfasst am: 11. Dez 2011, 01:25
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Liebe Mara,

obwohl ich am Bodensee wohne - und weiß, daß es eine halbe Weltreise sein kann, nach Konstanz zu kommen, kann ich dir wenig raten, was Krankenhäuser angeht. Meine Op war 94 in Tettnang - da hat sich inzwischen viel geändert und der Arzt ist auch schon lange pensioniert.

Zitat:
Hast Du denn eine Kopie des Befunds vom Radiologen erhalten?


Es ist hilfreich, alle Arzbriefe und Befunde schriftlich zu haben. Ich bitte immer die Sprechstundenhilfe meiner Hausärztin, mir die Briefe auszudrucken. Das kostet manchmal Kopiergebühr, aber es lohnt sich. Du kannst in Ruhe zu Hause nachlesen, was in der Aufregung beim Arztbesuch nur schwer zu verstehen ist, besonders bei einer solchen Diagnose.

Ich wünsche Dir alles Gute und drücke die Daumen für Dich.
Viele Grüße
Brigitte
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Maria2Online
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 (p107778)
Verfasst am: 11. Dez 2011, 12:08
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Hallo Mara,

bei einem Knoten von 3 cm würde ich jedenfalls eher an eine OP denken als bei einem mit nur 1 cm - und zwar unabhängig davon, wie verdächtig er denn nun aussieht.
Kleiner wird er von selbst nicht mehr werden, höchstens nicht weiter wachsen. Und wenn er irgendwann zu wachsen anfangen sollte, musst du trotzdem zur OP.

An deiner Stelle würde ich mir den besten Chirurgen suchen, den ich finden kann (da bist du ja ohnehin schon drüber Smile ) und mir möglichst bis zur OP nicht zu viele Gedanken machen, denn wie dir schon geschrieben wurde: Die wenigsten Knoten sind tatsächlich bösartig, und sogar wenn, kommt es auf ein paar Wochen normalerweise nicht an, und außerdem gibt es sehr gute Behandlungsmöglichkeiten Daumen hoch

Viele Grüße von
Maria
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 (p107791)
Verfasst am: 11. Dez 2011, 19:09
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Guten Abend Mara,

Zertifizierungen bei Krankenhäusern können, müssen aber nichts über die tatsächliche Qualität aussagen, da dort meistens prozessuale Abläufe begutachtet und festgeschrieben werden. Wie diese dann gelebt werden, ist wieder einen andere Sache. Und bei zumindest bei einer Klinik auf der Liste der Kompetenzzentren würde ich nach meinen eigenen, aber auch nach Erfahrungen anderer, den Daumen senken.

Auf der anderen Seite habe ich vom Klinikum Konstanz, das ich aus meiner beruflichen Erfahrung kenne, eine gute Meinung. Und sie sind auf dem neuesten Stand der Technik. Was die Erfahrung mit SD-Operationen angeht sind aber Wangen (etwas mehr SD-OP's) und Weingarten (ähnliche Anzahl wie Konstanz) nicht schlechter aufgestellt.

Entscheidend sollten hier Deine persönlichen Eindrücke sein. Da Du nicht unter Zeitdruck stehst - auf ein pass Wochen mehr oder weniger kommt es nicht an - würde ich bei allen drei Krankenhäusern die Chefärzte aufsuchen und mir danach eine Meinung bilden.

Habe mir selbst vor meiner OP auch die Ärzte von drei Krankenhäusern aufgesucht und während ich bei zweien die OP wieder abgesagt habe, da ich Störgefühle entwickelt hatte, war mir beim Dritten sofort klar, der ist der richtige Arzt für mich. Zeitlich lagen da 15 Monate zwischen 1. und 3. Arzt und bei mir war der Verdacht bösartig von vornherein gegeben.

Herzliche Grüße

Court
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Mara77
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 (p107799)
Verfasst am: 12. Dez 2011, 07:51
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"Habe mir selbst vor meiner OP auch die Ärzte von drei Krankenhäusern aufgesucht und während ich bei zweien die OP wieder abgesagt habe, da ich Störgefühle entwickelt hatte, war mir beim Dritten sofort klar, der ist der richtige Arzt für mich. Zeitlich lagen da 15 Monate zwischen 1. und 3. Arzt und bei mir war der Verdacht bösartig von vornherein gegeben."

Court, du hast aber gute Nerven Surprised).
Bei mir ist Folgendes das "Problem". Ich bin privat versichert und da ist es unheimlich schwierig einen objektiven Eindruck zu bekommen. Keiner wird sagen: Bei xy sind sie aber besser aufgehoben! Deshalb wollte ich mich nicht noch mehr verunsichern lassen und habe einen weiteren Termin im Krankenhaus Friedrichshafen abgesagt. Bei dem Superspezialisten, bei dem ich war, habe ich aber genau die Störgefühle, die du beschreibst. Mir hat ein wenig die Professionalität gefehlt. Dazu gehört für mich, den Patienten nicht noch mehr zu verunsichern, als er eh schon ist. Was mich halt auch stört, dass er im Ruhestand ist, "nur" noch 1 mal in der Woche operiert. Da denkt man sich halt, dass es da nicht so ein eingespieltes Team gibt. Andererseits weiß ich nicht, ob das alles berechtigte Sorgen sind oder eben nur Kopfkino. Wo ich tatsächlich noch mal nachfragen muss: Ich habe überall gelesen, dass es dieses Stimmbandmonitoring gibt - davon hat er nichts erwähnt. Eine Bekannte erzählte mir auch, dass in ihrer Klinik ein Besuch beim HNO vorher und nachher verpflichtend war. Davon war auch nicht die REde.

Würdest du denn einen Chirurgen in Erwägung ziehen, von dem du nur Gutes gehört hast, er aber kein Spezialist für SD ist, sie aber auch regelmäßig operiert? Dann würde ich vielleicht doch noch in FN anfragen und vielleicht in Wangen.

Liebe Grüße
Mara
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Ob und wo zur Schilddrüsenoperation in KN/FN/RV?

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