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Beitrag |
Alba
Pap. SD-Ca., foll. V... Sachsen-Anhalt  50+ |
Beitrag:  (p108764)
Verfasst am: 25. Jan 2012, 09:59 |
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Hallo,
mir ist die Idee, Werte wie vor der OP anzustreben, ein wenig zweifelhaft.
Zunächst mal war man vor der OP schilddrüsentechnisch nicht unbedingt gesund, denn sonst wäre eine OP ja nicht nötig gewesen.
Die Werte können sich dabei durchaus im Normalbereich befunden haben.
Ausgangspunkt solcher Überlegungen ist denn auch viel mehr folgende Annahme:
- wenn es einem damals - also vor der OP - gut gegangen ist, so bewirkten ähnliche Werte heute dasselbe.
Das eben scheint mir nicht sonderlich gegründet. Immerhin verändert die OP die Stoffwechselsituation des Körpers nicht ganz unerheblich.
Wer sagt denn, daß mit fehlender Schilddrüse und vollständiger Substitution oder meinetwegen auch mit halber Schilddrüse und Teilsubstitution mit Tabletten haargenau dieselben Werte wie vorher sinnvoll sind?
Das ist mir viel zu mechanisch gedacht.
Praktisch hielte ich es ohnehin für sinnvoller, vom Jetzt-Zustand auszugehen.
- Schritt 1: Man nimmt eine bestimmte Dosis minimindestens 4 Wochen lang, besser aber noch 6-8 Wochen, guckt wie sich das Befinden darunter entwickelt und läßt sodann
- Schritt 2: Blutwerte (TSH, fT3, fT4) bestimmen.
Und dann
- Schritt 3: wird gegebenenfalls angepaßt, wonach man wieder
- Schritt 4: minimindestens 4 Wochen warten muß, um
- Schritt 5: erneut Blutwerte bestimmen zu lassen
- ...
Je näher man der "Feinjustierung" kommt,, um so geringer sollten die Veränderungs-Schritte werden und um so größer die nötige - Achtung: das meist gehaßte Wort im Forum: Geduld.
Einen anderen Weg kenne ich nicht. Aber ich kenne nicht wenige Berichte von Abkürzungsversuchen, die letztlich alle nichts brachten außer Wertechaos und Chaos im Befinden.
Hier noch was zu den Fragen von Andrea
| Zitat: | Stimmt es, dass:
- fT3 und ft4 Werte so zusagen genetisch vorbestimmt sind? | Wohl eher nicht - wie wären sonst Werteschwankungen und zirkadiane Rhythmen erklärbar? Andererseits gibt es natürlich Leute, die sich eher mit Werten im unteren Bereich wohlfühlen und andere, bei denen es genau umgekehrt ist.
| Zitat: | | -"über den Daumen gepeilt" der Hormonbedarf bei einer 100% Entfernung das Körpergewicht mal 2 ist und bei 50% Entfernung also ungefähr das Körpergewicht wäre. | In der Literatur finden sich Empfehlungen vom 1,5fachen bis zum 2,3 fachen des Körpergewichtes. Tatsächlich ist der Bedarf vom Körpergewicht allenfalls indirekt abhängig und sehr, sehr individuell.
Noch weniger stimmt die Rechnung mit einer halben Schilddrüse. Es kann nämlich durchaus sein, daß eine halbe Schilddrüse ausreicht, um den Körper zu versorgen. Auf den Seiten von Merck (also einem SD-Hormon-Hersteller!) habe ich gelesen, das wäre bei etwa der Hälfte aller Betroffenen der Fall.
| Zitat: | | - warum und wann nimmt man Jod? hat mir noch nie jemand empfohlen | Jod ist sozusagen der Rohstoff, den die Schilddrüse braucht, um daraus SD-Hormon herzustellen. Ob man das extra geben muß, ob man mittlerweile nicht genügend aus der Nahrung aufnimmt, ist umstritten.
Es gibt darüber hinaus eine Studie, die der Kombination von Jod + SD-Hormon gegenüber der alleinigen Gabe von SD-Hormon oder Jod einen gewissen Vorteil bei der Verhinderung weiteren Wachstums zuerkennt.
| Zitat: | | muss man tatsächlich 6 Wochen bis zur nächsten Blutentnahme warten, geht es so lange, bis sich die Werte im Blut anpassen, oder habt Ihr einfach langsam stetig erhöht und erst nachdem ihr euch gut gefühlt habt die Werte wieder bestimmen lassen? |
Nach einer OP nähert man sich in der Regel relativ zügig und ohne langes Einschleichen der vom Arzt angepeilten Zieldosis. Wenn man diese dann 6 Wochen genommen hat, lohnt sich eine Wertebestimmung.
Grüße an alle von Alba
P.S. Das von Alexa beobachtete Absinken des fT3-Wertes bei Stefan scheint mir relativ gering zu sein. Allerdings fehlen hier die genauen Referenzwerte des messenden Labors. _________________ Als Verein sind wir stärker: Fördermitglied oder aktives Vereinsmitglied werden |
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Gertrudis Anmeldung: 21.12.11 Beiträge: 10 |
Beitrag:  (p108769)
Verfasst am: 25. Jan 2012, 11:39 |
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Liebe Alba
Danke für Deine Antwort auf meine Fragen. Deine Gedanken bezüglich der Einstellung der Hormone gemäss Richtwert vor der OP sind interessant. Bei mir war vor der OP alles okay und ein kalter Knoten hat ja im Gegensatz zu einem warmen Knoten im Normalfall keine Auswirkung auf die Hormonproduktion, ist aber anscheinend gefährlicher.
Nach meiner OP im Januar 2010 habe ich in Honduras gelebt und mein honduranischer Endokrinologe hat sich ganz klar nach meinen fT3 und fT4 Werten vor der OP gerichtet, weil er meinte, das seien meine Wohlfühlwerte. Ich habe (leider) nicht wirklich auf ihn gehört, da meine CH-Ärzte fanden, dass ich vor allem auf den TSH achten müsste und wenn der im Normbereich liegen würde, die SD nicht Schuld an meinen Beschwerden sein könne und da mein TSH längstens im Normbereich lag, habe ich auf SD Hormone verzichtet.
Die These meines hond. Arztes ist nun seit kurzem wieder mein Hoffnungsschimmer geworden. Irgendwie macht das für mich doch Sinn, also, wenn es mir vor der OP (wegen kaltem Knoten wurde ein Lappen entfernt) gut ging, könnten diese Werte doch evtl. meine Wohlfühlwerte sein. Klar, dass sich nach der OP der ganze Stoffwechsel verschiebt und so auch die Werte, doch würde ich dieses Gleichgewicht durch die Einnahme von Hormonen wieder erreichen, würde ich mich evtl. auch wieder wohl fühlen.
Nach Deiner Aussage bin ich nun wieder verunsichert... und ich frage mich, wonach ich mich überhaupt richten kann? nur nach meinem Wohlbefinden?
Gibt es Leute die damit Erfahrung haben? Also, wenn ihr euch nach einer TeilOP wieder so gut wie vor der OP fühlt, sind die Werte (vor allem fT3 und fT4) ähnlich wie vor der OP oder hat das Eine wirklich nichts mit dem Andern zu tun?
Vielen Dank für alle Antworten!!!
Andrea |
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dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 2004 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p108771)
Verfasst am: 25. Jan 2012, 12:06 |
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Hallo Andrea,
| Zitat: | | und ich frage mich, wonach ich mich überhaupt richten kann? nur nach meinem Wohlbefinden? |
Kurz und knapp: Ja, in allererster Linie. Wenn die Blutwerte in einem vernünftigen Bereich liegen, sollte das Befinden die Hauptrolle spielen!
Viele Grüße
Karl _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
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| St.ef.a.n |
Beitrag:  (p108777)
Verfasst am: 25. Jan 2012, 14:53 |
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Hallo,
und wieder einmal danke für eure Antworten! Es hilft allein schon einmal mit Menschen in Kontakt zu treten, die ähnliches erlebt haben.
@Alexa: Für was steht der T3 Wert und was passiert imKörper wenn er sinkt?
@Noee: Erst einmal die Referenzwerte:
TSH 0.30-4.20 (Graubereich2.5-4.2)
T4 0.9-1.7 (War also immer grenzwertig und zum Teil auch darüber)
T3 2.0-4.4
@all: Und ja ich habe bestimmt zu oft gewechselt, doch musste ich mich auch erst einmal in die Materie einfinden. Was soll man machen, wenn ein Professor der Endokrinologie bahauptet sie brauchen mindestens 75 besser noch 87.5. Dann schenkt man dem erst einmal glauben und versucht es durchzuziehen, bis es halt dann doch nicht geht. Und auch meine Hausärztin meinte zum Beispiel, dass man sich nach ein paar Tagen wohl fühlen sollte mit der passenden Dosis. Nun lese ich hier aber, dass es bei vielen länger dauert und das Wohlbefinden etwas nachhinkt und den Verdacht habe ich jetzt inzwischen auch. Hätte damals die 50 mal länger durchhalten sollen.
Übrigens habe ich auch Bluthochdruck bekommen teilweise 150 für den systolischen Wert nach 45 Minuten autogenen Training unter 87.5. Interessanter Weise hat sich der untere Wert fast immer im Idealbereich aufgehalten und zuvor hatte ich auch nie Bluthochdruck gehabt. Hat mir echt Angst gemacht, da ich meinem Herzen nicht auch noch einen Knacks verpassen möchte. Zumal auch der Ruhepuls auf 80 gestiegen ist und sonst bei mir immer zwischen 50 und 60 liegt. Mit sinkender Dosis gingen die aber zum Glück runter. Man hört immer wieder Horrormeldungen, dass man sich das Herz durch eine Überfunktion schädigen kann. Stimmt das? Und ist das auch durch die falsche Tabletteneinnahme möglich ? Oder steckt ein gesundes Herz so eine kurzfristige Erhöhung weg?
Noch eine Beobachtung meinerseits. Ich habe als Hobby das Wellenreiten. Und meine Symptome waren seit der OP am Meer und mit viel Sonne immer verstärkt. Spricht doch irgenwie auch für ein zuviel an Hormonen...
Danke,
Stefan |
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| S.t.e.f.a.n |
Beitrag: (p108778)
Verfasst am: 25. Jan 2012, 15:02 |
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@Gertrudis: Hast du ausreichend lange 37.5 probiert bevor du auf 50 bist? Die Symptome klingen mir mehr nach Überfunktion. Insbesonderer der Durchfall und die Erschöpfung nach 3 Tagen Bummeln in Paris. Die ersten 2 Wochen würden sich dann auch so erklären, dass die 50 dann noch nicht ihren vollen "Wirkspiegel" entfaltet hatten und der demnach etwas darunter liegt... Nur ne Vermutung...
Gruss,
Stefan |
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Alexa Anmeldung: 12.09.05 Beiträge: 672 |
Beitrag:  (p108780)
Verfasst am: 25. Jan 2012, 15:27 |
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Hallo Stefan,
T3 ist das stoffwechselaktive Hormon. Es wird im Körper aus T4 gebildet. Je niedriger der Wert, desto weniger aktives Hormon steht dem Körper zur Verfügung. Da würde ich Alba schon wiedersprechen und finde es nicht so relativ gering. Ich merke durchaus, wenn zuwenig T3 da ist und mein Körper reagiert mit Stressymptomen, vor allem bei Blutdruck und Puls, die hoch gehen, wie auch bei zuviel Hormonen. Das hat lange gedauert, bis ich das wirklich begriffen habe.
Die Werte, die du weiter oben eingestellt hast waren fT3 3,7 (2-4,4) vor der OP und danach, bei gleichen Referenzwerten, ging es runter bis zu 3,1.
Die Frage, mit der ich mich seit meiner Op plage, ist, wie komme ich jetzt klar, wo alles so anders ist. Erstmal muss die grobe Richtung stimmen, was die Dosis angeht, dann kommt das Feintuning. Da braucht man echt einen langen Atem für. Da sind Geduld und Gelassenheit gefragt, das lerne ich so langsam und recht mühsam.
Tröstlich ist, dass die meisten Menschen mit der Substitution klarkommen, wenn die Dosis erstmal stimmt.
Alles Gute wünscht
Alexa |
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sd-wirbel
Anmeldung: 13.03.08 Beiträge: 716 SD-CA med.+papillär/... München Land  60+ |
Beitrag:  (p108798)
Verfasst am: 26. Jan 2012, 00:24 |
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Hallo Stefan,
ich möchte hier noch einige Bemerkungen anfügen:
1. der Mensch ist bekannterweise keine Maschine , es ist durchaus normal, dass die Werte der freien Hormone auch bei gleichbleibender Dosierung schwanken.
Sollten Deine Werte evtl. noch nicht IMMER im gleichen Labor untersucht worden sein (also mal Hausarzt, mal Endo), dann ist es so gut wie sicher, dass nur ä h n l i c h e Werte gemessen werden. Natürlich dürfen auch dann keine allzugroßen Unterschiede auftreten.
2. Zu der Annahme, dass man mit mindestens 1,5 µg T4 pro kg Körpergewicht rechnen sollte, kann ich Dir mitteilen, dass ich nach ca. 5 Jahren immer wieder notwendiger Änderungen jetzt fast auf 1,0 µg/kg herunterunter dosiert wurde.
3. Der häufig zitierte sog. "Wohlfühlbereich"
Meine Endokrinologin (SD-Spezialistin einer Uni-Klinik und in der SD-Forschung aktiv) ist der Überzeugung, dass aus GESUNDHEITLICHEN Gründen der sog. "Wohlfühlbereich" sekundär ist - wichtig sei der TSH-Wert als Leitwert bei der Einstellung (ich übersetze das jetzt mal ganz leger mit eigenen Worten: "lieber eine Zeitlang müde, bis sich der Körper auf eine niedrige Dosierung eingestellt hat - das dauert bei mir jedesmal Monate - als später krank zu sein.)
Diese Endokrinologin steht mit ihrer Erfahrung nicht alleine: Prof. Dr. Jochen Seufert, Leiter der Endokrinologie des Universitätsklinikums Freiburg sagt hier ebenfalls: „Angesichts der neuen Erkenntnisse ist auch bei einer leichten Schilddrüsenüberfunktion zur Therapie zu raten“.
Eine Metaanalyse durch belgische Forscher ergab, dass sich die Sterblichkeit von Menschen, insbesondere von Männern ab dem 60. Lebensjahr, um 41 Prozent erhöht, auch wenn sie an einer nur leichten Überfunktion leiden. Es handelte sich hier um Patienten, die keiner SD-OP unterzogen waren.
Man weiß heute also, dass Patienten auch mit einer nur LEICHTEN Überfunktion im Alter häufiger an Vorhofflimmern erkranken, einer Herzrhythmusstörung, die tödliche Schlaganfälle begünstigt. Bei Frauen kommt es außerdem häufiger zur Osteoporose.
Diese leichte Überfunktion hat man eben auch sehr schnell, WENN der TSH zu niedrig ist. Es ist daher immer eine Gradwanderung zwischen NOTWENDIGER Suppression bei Risiko-Patienten und dem anderen Risiko weiterer Erkrankungen.
Meines Erachtens spielt also der "Wohlfühlbereich" aus diesen Gründen nur eine sekundäre Rolle. (Pardon, lieber Karl !!)
Stefan, halte Deine Dosierung jetzt wirklich mal 6-8 Wochen durch bis zur nächsten Blutentnahme. Und hör auf Deinen Ruhepuls, er kann ein guter Indikator sein für eine Überdosierung.
Lieben Gruß vom sd-wirbel _________________ Bist Du noch kein Vereinsmitglied ...
Mit Deiner Hilfe könnten wir noch mehr erreichen ...  |
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dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 2004 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p108800)
Verfasst am: 26. Jan 2012, 00:43 |
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Hallo Wirbel,
ich sprach ja auch von Wohlbefinden bei vernünftigen Hormonwerten
Und die von Stefan angegebenen TSH-Werte zwischen 1,24 und 2,44 sind allesamt ganz bestimmt nicht zu niedrig und würden auch bei großzügiger Auslegung in keinem Fall in Richtung Überfunktion zu deuten sein.
Eine dauerhafte Einstellung in Richtung Unterfunktion bzw. am oberen Ende des Referenzbereichs für den TSH ist bei einer vorhandenen Restschilddrüse auch genausowenig anzustreben wie eine zu niedrige, da eine Überforderung der Restschilddrüse auch nicht gesund ist und diese zum Weiterwachsen und zur Knotenbildung anregen könnte.
Viele Grüße
Karl _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
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| S.t.e.f.a.n |
Beitrag:  (p108804)
Verfasst am: 26. Jan 2012, 11:39 |
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Hallo,
und wieder einmal danke für eure Antworten. Nach einigen Tagen mit der niedrigen Dosis war gestern Abend mal wieder mein Blutdruck (117/73) und Puls (61) bei den Werten, wie ich sie hatte als ich gesund war. Eine Schwalbe macht bekanntlich keinen Sommer aber immerhin! Ach, und die Muskelschmerzen sind auch weg. Ansonsten bin ich momentan am Tag ziemlich müde. Aber da muss ich jetzt wohl mal durch. Und bezüglich der Diskussion zwischen dkr und dsr-wirbel, von beidem habe ich leider auch schon gehört. Doch muss ich sagen, dass ich dann lieber ein wenig mehr im Blut habe und einen weiteren Knoten riskiere als ein kaputtes Herz. Irgendiwe ist das, wie die Wahl zwischen Pest und Cholera, haha. Naja folgender Artikel hat mich auch noch einmal zu einer niedrigeren Dosis animiert. Zumal ich wirklich scheinbar zu hoch dosiert war, worauf die Symptome hindeuteten...
http://www.webmed.ch/Archiv_akuelle.....ddruesenueberfunktion.htm
Lieben Gruss,
Stefan |
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| S.t.e.f.a.n |
Beitrag:  (p108993)
Verfasst am: 02. Feb 2012, 11:58 |
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Hallo,
nehme nun seit ca. 1,5 Wochen 62,5 und hatte das Gefühl, dass es langsam besser wird. Zumindest sind die Muskelschmerzen, der Bluthochdruck und Puls und der Stuhlgang zurückgegangen, ich schlafe auch besser. Leider hatte ich gestern dann aber wieder aus heiterem Himmel Muskelschmerzen, 3 Stuhlgänge, Unruhe und Schweissausbrüche in der Nacht mit einem systolischen Wert von 150. Heute morgen war der Blutdruck dann wieder O.k. Lange Rede kurzer Sinn, hier meine Frage. Ich habe davor ja 87,5 und 75 genommen, schwirren von diesen Dosen noch Hormone in meinem Blut. Und wenn ja, wie lange dauert es bis man sagen kann jetzt sind nur noch die 62,5 im Blut?
Schon einmal danke für eure Antworten!
Stefan |
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noée Anmeldung: 27.09.10 Beiträge: 68 Pap.SD-CA pT2 pNO Thun/Schweiz  30+ |
Beitrag:  (p109014)
Verfasst am: 02. Feb 2012, 22:24 |
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Hallo Stefan
Du wirst es sicher nicht gerne hören, aber das Zauberwort heißt immer noch GEDULD!
Wie schon von mir und anderen geschrieben wurde, musst Du deine Dosis mind. 6 Wochen halten, damit die Werte und Dein Befinden aussagekräftig wird/ist. Nach 1.5 Wochen ist die Dosis von 62.5 noch lange nicht angekommen, sondern es herrscht noch ein "Hormonchaos".
Halte durch und weiterhin viel GEDULD!
Noée |
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| S.t.e.f.a.n |
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| S.t.e.f.a.n |
Beitrag: (p109616)
Verfasst am: 22. Feb 2012, 15:51 |
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Hallo,
nach fast 5 Wochen mit 62,5 mal ein Update wie es mir geht und einiger Fragen.
Leider hat sich nach anfänglicher Besserung der Symptome die Lage zum Negativen gewandt. Hier mal einige Informationen zu meinem Zustand (Blut wird auch bald untersucht). Insbesondere nach körperlichen Anstrengung zum Beispiel Fahrad fahren (Nein, keine Tour de France) verspüre ich am nächsten Tag oder noch am Abend:
- Extreme Erschöpfung und zum Teil regelrechte Benommenheit mit Muskel- Glieder- und Gelenkschmerzen.
- Kopfschmerzen und Nackenverspannung.
- Lidödeme, sehe so erschöpft aus wie ich mich fühle.
- Blähungen. Kann ich die Uhr danach stellen, dass wenn ich mich körperlich betätige ich extreme Blähungen bekommen.
- Blutdruck ist eigentlich ideal. Messe jetzt immer am Morgen und er ist so um die 125-115/<80.
-Mein Puls ist mir hingegen suspekt, da er nur noch selten über 60 ist. Am Morgen meistens im 50er Bereich. Wäre ja eigentlich schön nur bin ich momentan ales andere als ein Ausdauersportler. Im Gegenteil war letzte Wochen mal 13 KM (alte Standardstrecke) wandern und war danach fast 3 Tage komplett neben der Spur.
- Schlafstörungen. Wache Nachts immer wieder auf. Nach körperlichen Betätigungen habe ich manchmal auch nächtens leichte Schweissausbrüche.
- Thema Schweiss: Kann aber ansonsten nicht behaupten, dass ich viel schwitze. Kommt mir eher wenig vor.
- Habe trockene Haut. Allerdings ist ja Winter und das hatte ich füher auch schon hin und wieder.
- Kommen wir mal zur Körpertemperatur und Frieren. Es fröstelt mich zwar mal hin und wieder nach besagten körperlichen Anstrengungen ansonsten ist mir aber nicht oft kalt. Jedoch macht mir meine Körpertemperatut sorgen. Messe nun regelmäßig im Mund und komme selten über 36. Meistens um die 35 war aber schon zweimal 34,9. Das ist soviel ich weiss viel zu niedrig.
- Habe öfters eine belegte Stimme und muss mich viel räuspern.
- Stuhlgang: Der ist O.K. Zweimal am Tag. Hatte schon immer eine fixe Verdauung.
- Gewicht: Ist konstant bei 78 Kg.
- Psyche: Durch die häufige Erschöpfung fühle ich mich natürlich nicht gut. Bin dadurch öfters gereizt und auch deprimiert. Habe auch hin und wieder Angstzustände, die ich von mir eigentlich nicht kenne.
- Hashimoto habe ich nicht, wurde inzwischen herausgefunden.
- Ansonsten: Am Morgen habe ich Anlaufschwierigkeiten. Mittags meist ein Tief und Abends geht es mir in der Regel am "besten".
- Ach, mein Cholesterin ist auch immer leicht erhöht, außer als ich auf 87,5 war.
- Calcium, Vitamin D, Testosteron und sonstige Werte sind gut, habe ich inzwischen abklären lassen.
- Und damit der Rundumschlag komplett wird und alles auf einen Blick ist hier noch einmal mein Werteverlauf:
Januar 2011 vor der OP, habe mich eigentlich prima gefuehlt. Doch muss jetzt nachtragen, dass bei genauerer Überlegung ich doch zu diesem Zeitpunkt seit ca. 2 Jahren ein Leistungstief verspürte. Habe es damals aber auf das älter werden geschoben und es war auch nicht permanent. Der TSH war allerdings damals grenzwertig:
TSH 2,44/T4 1.7/T3 3.7
Im Juni nach ca. 3 Monaten mit 75 und regelmäßigen Symptomen wie Erschöpfung, Hitzewallungen etc.:
TSH 1,71/T4 1.8/T3 3.4
Im November nach einem Monat mit 50 und Symptomen wie Frieren und Wadenkrämpfen:
TSH 2.29/T4 1.6/T3 3.4
Im Dezember nach 3 Wochen mit wieder 75:
TSH 1,24/T4 1.7/T3 3.1
Im Januar nach 2 Wochen mit 87.5, die Werte habe ich nun auch auch:
TSH 1,19/T4 1,84/T3 3,2
Referenzwerte:
TSH 0.30-4.20 (Graubereich2.5-4.2)
T4 0.9-1.7 (War also immer grenzwertig und zum Teil auch darüber)
T3 2.0-4.4
So, meine Bitte nun an euch. Teilt mir bitte mit ob das hier Richtung Unterfunktion oder Überfunktion? Ich weiss das ihr auch nur spekulieren könnt und das ist O.K. Denn mir ist es langsam peinlich mit meiner Selbsteinschätzung. Mal denke ich es ist zuviel mal zu wenig. Wobei ich momentan ziemlich davon überzeugt bin gerade in eine Unterfunktion zu rutschen bzw. schon ein habe. Bitte sagt einfach eure Meinung dazu!
Dann noch eine Frage. Stimmt es, das bei Substitution nach Teilresektion (zur Erinnerung etwas mehr als die Hälfte ist bei mir weg) sich der TSH um die 1 einstellen sollte? das meinte meine Hausärztin/Internistin.
Danke fürs Lesen und schon jetzt für die Antworten.
Liebe Grüße,
Stefan |
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Gertrudis Anmeldung: 21.12.11 Beiträge: 10 |
Beitrag:  (p109671)
Verfasst am: 23. Feb 2012, 12:27 |
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Lieber Stefan
Ich kenne fast alle Deine Symptome genaustens (Puls, Blutdruck und Temperatur mess ich nie!) und habe auch nur noch einen (kleinen) SD Lappen (ca. 4-5 ml).
Bei mir sind das klar Symptome einer Unterfunktion und ich bin im Moment daran, meine Hormone hochzufahren. Bei Erhöhung geht es mir die erste Woche recht gut, viele Symptome sind weg, dann kommen sie aber, zum Teil auch verstärkt, zurück. Mein neuer (super!) Spezialist meint dazu, dass das absolut normal sei. Der Körper erholt sich zuerst, weil er mehr Hormone erhält, merkt dann, dass es doch zu wenig ist und sendet wieder Signale aus. Momentan ist es so, dass ich mich gut fühle, sofern ich mich nicht stark bewege, mache ich Sport, kann ich fast all deine Symptome auflisten. Laut Doc reichen meine Hormone mittlerweilen für Ruhephasen aus, aber noch nicht für meinen altgewohnten aktiven Lebensrhythmus.
Bezüglich TSH um die 1 hat er sogar gemeint, dass er eher auf unter 1 tendieren würde (mein TSH lag aber vor der OP bei 0,5), um das Wachstum von meinen kleinen Knoten im verbleibenden SD-Lappen nicht zu provozieren und die verbleibende SD zu entlasten.
Zu Deinen Werten werden sich sicher noch andere melden, ich bin da keine Expertin. Mir fällt nur auf, dass Du oft Blutwerte schon nach 3 Wo gemessen hast. Ich denke, dass die Werte aber wirklich erst nach 6 Wo aussagekräftig sind.
Vielleicht hilft dir noch dieser Vergleich: Ich bin 1,65 gross und ca. 57 kg, meine verbleibende SD ist klein, Volumen ca 4 - 5 ml, und ich muss nun auf 75 ug hochfahren.
Drücke Dir die Daumen, dass es bald besser geht, es ist echt zum "Hühnervögelkriegen" wenn man sich dauernd nur noch halb lebendig fühlt. Aber es kommt!!!! ich bin sicher!!! wir müssen eben nur GEDULD haben
Liebe Grüsse
Gertrudis |
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| S.t.e.f.a.n |
Beitrag:  (p109692)
Verfasst am: 23. Feb 2012, 18:18 |
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Liebe Gertrudis,
vielen, vielen Dank für deinen Zuspruch! Manchhmal denke ich das ist wie ein Puzzle, Stück für Stück setzt sich das Bild zusammen und man kann langsam etwas erkennen.
Du hast ja scheinbar einen der wenig guten Ärzte erwischt, der wirklich in der Lage ist die Problematik zu erklären. So dass, man nicht zum Wechsel der Dosis tendiert wenn man mal sich wieder nicht so gut fühlt. Im Nachinein betrachtet finde ich es fast skandalös, wie die Patienten NICHT vorvereitet und aufgeklärt werden. Man kriegt einfach ein paar Tabletten in die Hand und das wars. Ich finde das jeder Patient vor der Substitution eine Aufklärungsgespräch bekommen sollte oder zumindest eine Brochüre, wo erkärt wird was die Tabletten bewirken können, wie lange es dauren kann etc. So das man von Anfang sensibilisiert ist und nicht wie ich sich fragt, was mit einem los ist und erst einmal gar nicht an die Schilddrüse denkt. Weiterhin wäre es gut gewesen mal von Anfanf an mit eingebunden zu werden, welche Werte es anzustreben gilt usw.
Deine Schilderungen kann ich so auch nur unterschreiben. Auch bei mir geht es wenn ich körperliche Anstrengungen meide. Das Schlimme ist als ich vor 5 Wochen auf 62,5 reduziert habe ging es mir anfänglich ziemlich gut und ich dachte Bingo. Doch jetzt weiss ich oder glaube zu wissen, dass das wohl die positive Nachwirkung der Phase mit 87,5 und 75 waren. Habe ich hier nachgelesen:
http://www.schilddruesenguide.de/sd_hormontherapie.html
iDie ganze Seite Ist sehr informativ und hat für mich endlich mal Licht in den Sachverhalt gebracht.
Melde mich die Tage mal wenn ich die Werte habe.
Dir weiterhin viel Erfolg und Kraft mit deiner Erhöhung!
Lieben Gruss,
Stefan
| Gertrudis hat folgendes geschrieben: | Lieber Stefan
Ich kenne fast alle Deine Symptome genaustens (Puls, Blutdruck und Temperatur mess ich nie!) und habe auch nur noch einen (kleinen) SD Lappen (ca. 4-5 ml).
Bei mir sind das klar Symptome einer Unterfunktion und ich bin im Moment daran, meine Hormone hochzufahren. Bei Erhöhung geht es mir die erste Woche recht gut, viele Symptome sind weg, dann kommen sie aber, zum Teil auch verstärkt, zurück. Mein neuer (super!) Spezialist meint dazu, dass das absolut normal sei. Der Körper erholt sich zuerst, weil er mehr Hormone erhält, merkt dann, dass es doch zu wenig ist und sendet wieder Signale aus. Momentan ist es so, dass ich mich gut fühle, sofern ich mich nicht stark bewege, mache ich Sport, kann ich fast all deine Symptome auflisten. Laut Doc reichen meine Hormone mittlerweilen für Ruhephasen aus, aber noch nicht für meinen altgewohnten aktiven Lebensrhythmus.
Bezüglich TSH um die 1 hat er sogar gemeint, dass er eher auf unter 1 tendieren würde (mein TSH lag aber vor der OP bei 0,5), um das Wachstum von meinen kleinen Knoten im verbleibenden SD-Lappen nicht zu provozieren und die verbleibende SD zu entlasten.
Zu Deinen Werten werden sich sicher noch andere melden, ich bin da keine Expertin. Mir fällt nur auf, dass Du oft Blutwerte schon nach 3 Wo gemessen hast. Ich denke, dass die Werte aber wirklich erst nach 6 Wo aussagekräftig sind.
Vielleicht hilft dir noch dieser Vergleich: Ich bin 1,65 gross und ca. 57 kg, meine verbleibende SD ist klein, Volumen ca 4 - 5 ml, und ich muss nun auf 75 ug hochfahren.
Drücke Dir die Daumen, dass es bald besser geht, es ist echt zum "Hühnervögelkriegen" wenn man sich dauernd nur noch halb lebendig fühlt. Aber es kommt!!!! ich bin sicher!!! wir müssen eben nur GEDULD haben
Liebe Grüsse
Gertrudis |
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