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Foren-Übersicht SD-Krebs (allg.) Aprikosenkerne - Amygdalin, Laetril...
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Aprikosenkerne - Amygdalin, Laetrile, Vitamin B17 etc.

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Harald(Bundesgeschäftsführer
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BeitragAprikosenkerne - Amygdalin, Laetrile, Vitamin B17 etc.

 
Verfasst am: 18. Apr 2005, 12:56
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in den Link-Kategorien:
[url=l1914Cochrane: Laetrile zur Behandlung von Krebs (2011/2014)[/url].(167 clicks)
Laetrile treatment for cancer

Cochrane Review Autoren:
  • Stefania Milazzo,
  • Edzard Ernst
  • Stephane Lejeune,
  • Katja Boehm,
  • Markus Horneber


zu Cohrane siehe Link innerhalb des Forums FAQ: Qualität von Studien? Datenbanken zu Studien.

zur Link-Liste
Aprikosenkerne - Amygdalin, Laetrile, Vitamin B17 etc.

wie bei vielen so genannten 'Alternativen Krebstherapien' ist es überaus schwierig qualitativ gute Seiten im Internet zu finden, da die Vermarkter solcher Produkte massiv eben auch im Internet werben, ich habe daher auch eine ganze Weile gebraucht bis ich in diesem Dschungel von Werbeseiten über Umwegen eine seriöse Quelle gefunden habe: Amygdalin - ein neues altes Krebsmittel? von Thilo Bertsche und Martin Schulz vom Zentrum für Arzneimittelinformation und Pharmazeutische Praxis (ZAPP) der ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) in der Pharmazeutischen Zeitung Online Nr.24, 2003.

In diesem Artikel wird eindringlich vor Amygdalin -auch unter Amigdalina, Laetrile (Lätril), Mandelonitril oder Vitamin B17 bekannt - gewarnt: 'Wegen nicht auszuschließender Risiken ohne wissenschaftlich erwiesenen klinischen Nutzen bei teilweise nicht ausreichender pharmazeutischer Qualität wird Amygdalin als bedenklicher Arzneistoff eingestuft. Deswegen ist eine Abgabe durch den Apotheker zur therapeutischen Anwendung nach derzeitigem Kenntnistand nicht zulässig. Von einer eigenmächtigen Therapie nach Bezug über das Internet ist Patienten dringend abzuraten. ' ( ebenda)

In diesem Artikel wird ausführlich auf Amygdalin eingegangen, auf seine (Entdeckungs-)Geschichte, chemische Klassifikation, biologische Herkunft (Aprikosenkerne), pharmakologische Wirkung, tierexperimentelle und klinische Studien, toxische Effekte beim Menschen und die mangelhafte Qualität, die über den Internetmarkt angebotenen Produkte.

Glossar :
Vitamin B17
irreführende und verharmlosende Bezeichnung für Amygdalin. Vitamine sind für den Stoffwechsel notwendige Substanzen. Dies trifft jedoch bei Amygdalin nicht zu. Die Bezeichnung von Amygdalin als Vitamin wird von den Befürwortern dieser alternativen Krebstherapie benutzt, um damit "Gesundheit" und "Lebensnotwendigkeit" zu verbinden.
(Quelle: Zeitschrift: Gute Pillen - Schlechte Pillen; Nr. 1/2015; S. 17)


Die pharmaunabhängigen Zeitschrift: Gute Pillen - Schlechte Pillen gibt unter dem Titel: "Quacksalberei gegen Krebs: Amygdalin und Laetrile" Aufklärung und Warnhinweise, u.a. sei die Gefahr einer Blausäurevergiftung noch höher, wenn gleichzeitig hoch dosiert Vitamin C eingenommen wird.

Hier noch die Warnung des Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR):
Verzehr von bitteren Aprikosenkernen ist gesundheitlich bedenklich
(Stellungnahme Nr. 014/2007des BfR vom 03. Mai 2007)

Noch ausführlichere Informationen mit weiteren Quellen-Angaben finden sich auf den Seiten des National Cancer Institut: Laetrile/Amygdalin (PDQ®)

Da es durch die Aprikosenkerne vermutlich nicht zu den starken Blausäuere/Cyanid-Vergiftungserscheinungen kommen wird wie Bewusstlosigkeit und Tod, habe ich hier nur mal die leichten Vergiftungserscheinungen: 'Reizerscheinungen an den Augen, dem Rachen und den oberen Luftwegen, Kopfschmerzen, erhöhter Speichelfluss, Angstgefühle' (Quelle: Blausäure auf m-ww.de; Download 18.4.2005)

Ergänzung 6.6.08
Schilddrüsenkrebspatienten schaden sich mit Aprikosenkernen doppelt

Beim übermäßigen Verzehr von cyanogenen Pflanzen - und dies macht man, wenn man Aprikosenkerne zu sich nimmt - kommt es in Folge zu einer gesteigerten Thiocyanat (SCN-)-Bildung.
Thiocyanat blockiert dann den Anionencarrier (Na+ -Anionensymport), welcher für den Transport des Jods in die Schilddrüsenzellen bzw. Schilddrüsenkrebszellen zuständig ist.
(Quelle: Dr. med. Glossmann: Pharmakologie Endokriner Systeme (PDF ohne Datum, Seite 163; Download 6.6.2008)

Durch den Verzehr von Aprikosenkernen kann es also dazu kommen, dass bei einer Radiojodtherapie dadurch verhindert wird, dass die Schilddrüsenkrebszellen das radioaktive Jod aufnehmen. Der Erfolg einer Radiojodtherapie wird dadurch eventuell verhindert.
(Eventuell hat es sogar noch weitere Folgen, unabhängig davon, ob eine RJT gemacht wird, auf die Differenzierung der Schilddrüsenkrebszellen.
Dies versuche ich derzeit noch bei den Ärzten zu klären, ist aber nicht so einfach zu beantworten.
Ende der Aktualisierung)

Anmerkung zur Forschung über alternative Therapien:
Geradezu als Märchen entpuppt sich auch die immer wieder gern erzählte Geschichte, von der bösen reichen Pharmaindustrie und der guten armen Alternativ Medizin. So habe ich in einem Vortrag von Prof. Dr. med. Rudolf Joss, Luzern, Schulmedizin und Alternativmedizin ? Die Sicht der Schulmedizin (Vortrag 2003) den Hinweis gefunden, dass 1981 in den USA man mit Laetrile, einem Aprikosenstein-Extrakt, einen Umsatz von 2 Milliarden $ erzielte, während im gleichen Zeitraum für Chemotherapie lediglich 0,2 Milliarden $ ausgegeben wurden. (Angegeben Quelle ist McGinnis L.S.: Alternative therapies, 1990. An overview. Cancer 1991; 67 (6 Suppl): 1788-1792; - Abstract auf PubMed). Bei diesem Umsatz müsste es nun wirklich möglich sein vernünftige Studien durchzuführen, die die Wirksamkeit der Aprikosenkerne nachweisen.

Viele Grüße
Harald

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Zuletzt bearbeitet von Harald am 05. Feb 2015, 23:32, insgesamt 12-mal bearbeitet
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Harald(Bundesgeschäftsführer
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Beitrag:

BeitragSchilddrüsenkrebspatienten schaden sich mit Aprikosenkernen

 
Verfasst am: 06. Jun 2008, 17:01
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Hallo,

ich möchte Euch auf eine wichtige Ergänzung aufmerksam machen:

Schilddrüsenkrebspatienten schaden sich mit Aprikosenkernen doppelt

Beim übermäßigen Verzehr von cyanogene Pflanzen - und dies macht man, wenn man Aprikosenkerne zu sich nimmt - kommt es in Folge zu einer gesteigerten Thiocyanat (SCN-)-Bildung.
Thiocyanat blockiert dann den Anionencarrier (Na+ -Anionensymport), welcher für den Transport des Jods in die Schilddrüsenzellen bzw. Schilddrüsenkrebszellen zuständig ist.
(Quelle: Dr. med. Glossmann: Pharmakologie Endokriner Systeme (PDF ohne Datum, Seite 163; Download 6.6.2008)

Durch den Verzehr von Aprikosenkernen kann es also dazu kommen, dass bei einer Radiojodtherapie dadurch verhindert wird, dass die Schilddrüsenkrebszellen das radioaktive Jod aufnehmen. Der Erfolg einer Radiojodtherapie wird dadurch eventuell verhindert.

(Eventuell hat es sogar noch weitere Folgen, - unabhängig davon, ob eine RJT gemacht wird -, auf die Differenzierung der Schilddrüsenkrebszellen.
Dies versuche ich derzeit noch bei den Ärzten zu klären, ist aber nicht so einfach zu beantworten.)

Viele Grüße
Harald

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Zuletzt bearbeitet von Harald am 09. Jun 2008, 20:09, insgesamt einmal bearbeitet
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FrauKOffline
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Tot. Thyroidektomie
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Beitrag

 (p60338)
Verfasst am: 06. Jun 2008, 17:55
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Hallo Harald!

Nun möchte ich aber meinen ausdrücklichen Respekt aussprechen.
Obwohl ich meine Schilddrüse nur wegen einer Struma nodosa verlor, habe ich auch dafür sehr viele substantielle Hinweise erhalten.
Ich bin allgemein in Foren nicht so zuhause, aber hier spüre ich doch eine so hohe Sorgfalt, dass ich unbedingt meine Anerkennung zollen möchte. Und Danke sagen, natürlich.

Herzlichen Gruß

FrauK
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RosenquarzOffline
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Beiträge: 108
die wichtigsten: pap...
Wuppertal
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Beitrag:

Beitrag

 (p60368)
Verfasst am: 07. Jun 2008, 11:54
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Hallo Harald,

Vielen Dank für den großartigen Beitrag über dieses gefährliche Zeug.

Leider wird es selbst in Reformhäusern als antikrebsmittel angeboten, und nur ein dünner Satz der meist kaum lesbar ist, warnt schwächlich davor das Risiken bestehen.
Meiner Meinung nach handeln Gesetzgeber sehr inqosequent, weil der Handel damit zugelassen wird und besonders im Internet Berichte über angebliche Wunderheilungen durch den Verzehr dieser Kerne.
Ich habe mit einem Vertreiber einen kleinen Kampf ausgefochten, und er wollte mich doch wegen Verleumdung vor Gericht bringen- aber auch das Gesundheitsamt, schickte mir nur einen Brief mit einer Warnung vor diesem Zeug, offiziell kam nichts, die seiten stehen immernoch im Netz.
Überall tauchen dann auch Verfechter auf die angeblich ein Vitamin B17 geschluckt haben wollen, das es gar nicht gibt, es ist ein Blausäurederivat, das nicht sofort toxisch wirkt und damit man es verkaufen konnte bekam es den Status eines Vitamins angehängt.
Leider leider neigen viele nicht dazu sich genau zu informieren.
Es gibt doch klare Definitionen !!!

Ich kann die Warnungen nur dick unterstreichen. In einem Chat, haben wir dann mal angeboten ein Treffen zu machen, und der Anpreiser sollte uns zeigen wie er diese Kerne verspeist. Natürlich gabs dann einen Rückzieher.

Nochwas: der Betreiber der von mir weiter oben angesprochenen Seite
schrieb mir- wir verkaufen eigentlich nichts anderes als bittere Bandeln, die man ja auch als Backzutat verwendet.
Also obendrein noch Beschiss!! - Und Verdummung. Man überlege mal wieviel Bittere Mandeln in einen 1kg-Kuchen kommen- und was hingegen als angebliche Therapie angepriesen wird.
Ich kann nur sagen: Finger weg!!! Wenn Ihr Euch was gutes tun wollt, esst die Aprikose, aber nicht deren Kerne!!!
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BibiOffline
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Bremen
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Beitrag

 (p60370)
Verfasst am: 07. Jun 2008, 12:16
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Hallo Harald!

Vielen Dank für Deinen Bericht. Ich bin jetzt etwas irritiert.
Laut Herstellerangabe ist in meinen Thyroxin-Tabletten Dinatriumthiosulfat enthalten. Im Internet habe ich jetzt gelesen, dass Natriumthiosulfat bei Cyanidvergiftungen gegeben wird und sich daraus Thiocyanat bildet, das wiederum die Aufnahme von Jod in der SD verhindert! Shocked bzw. Alle können dies sehen

Heißt das, ich muss mir andere Thyroxin-Tabletten suchen? Oder ist das was anderes?
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Harald(Bundesgeschäftsführer
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Beitrag

 (p60373)
Verfasst am: 07. Jun 2008, 14:58
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Hallo Bibi,

bin kein Chemiker und kein Pharmakologe.

Aber ich denke Deine Besorgnis lässt sich ganz leicht auflösen.

Bei Cyanidvergiftungen gibt man Natriumthiosulfat damit ein enzymatisches Entgiftungssystem aktiviert wird:
Aus dem Cyanid (CN−) wird mit Hilfe des Natriumthiosulfat dann Thiocyanat (SCN−). (Das Natriumthiosulfat ist in diesem Prozess der Helfer).
(Meine Quelle hierzu wikipedia Rhodanase)

Dieser Entgiftungsprozess macht der Körper auch von alleine, wenn man cyanid-haltige Nahrungsmittel zu sich nimmt, davon gibt es eine ganze Reihe.

Wenn man eine Blausäurevergiftung hat, ist schnelles Handeln von Notwendigkeit, darum die Natriumthiosulfat-Lösung. Wenn dann mal kurz keine Schilddrüsenhormone produziert weden können, ist dies kein Drama, im Vergleich zur Blausäurevergiftung.

Gewarnt wird hier jedoch vom übermäßigen Verzehr von cyanogenen Pflanzen, weil dies eben auf Dauer die Aufnahme des Jods in die Schilddrüsenzellen verhindert.

Viele Grüße
Harald

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Harald(Bundesgeschäftsführer
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Beitrag

 (p61058)
Verfasst am: 25. Jun 2008, 13:30
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Hallo Dodi,

Du hast Recht, jeder kann für sich selber entscheiden, was er macht.

Ich mach mir allerdings etwas Sorgen um Dich, weil ich den Eindruck habe, Du hast bislang gar nicht alle notwendigen Informationen wahrgenommen, um diese Entscheidung auch wirklich eigenverantwortlich treffen zu können.

Zum Beispiel: Bei einem papillären Mitkrokarzinom der Schilddrüse braucht man nach einer Schilddrüsenoperation auch keine RJT (ein Chemo sowie nicht), um geheilt von diesem Schilddrüsenkrebs zu sein.

Was für einen Schilddrüsenkrebs hattest Du denn?

Zu bendenken ist auch, dass Schilddrüsenkrebs in der Regel sehr langsam wächst, ... zwei Jahre sagen hier überhaupt nichts aus.

Nimmst Du denn die Aprikosenkerne? Weil dies ist ja auch eine Art Chemo-Therapie (Cyanid), auch wenn sehr unspezifisch und mit geringer - wenn überhaupt - Wirkung gegen den Krebs (jedenfalls bislang ohne ausreichenden Nachweis, und diese Therapie wird immerhin in eine paar Ländern schon über 30 Jahre praktiziert.)

Viele Grüße
Harald

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 (p61711)
Verfasst am: 14. Jul 2008, 21:07
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Harald(Bundesgeschäftsführer
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 (p61721)
Verfasst am: 14. Jul 2008, 23:18
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Hallo Vena,

wir können Deine Informationen nicht nachprüfen, noch kennen ich/wir uns mit den anderen Krebsarten aus.

Krebs ist nicht gleich Krebs.

Ich freu mich, dass es Deiner Frau den Umständen ensptrechend gut geht.
Die Geschichte Deiner Frau sagt jedoch überhaupt nichts aus über die Wirksamkeit von Amygdalin.

Einzelfall-Beschreibungen sind in der Medizin hilfreich, um neue Behandlungsmethoden zu entwickeln, aber auch um Nebenwirkungen und Gefahren von Therapien zu entdecken.

Amygdalin wird allerdings seit Jahrzehnten angewandt, ohne dass hier ein wirklicher Nutzen nachgewiesen wurde.

Ich könnte Dir auch Einzelfälle nennen, von Schilddrüsenkrebspatienten, die obgleich sie Amygdalin genommen haben, gestorben sind.
Aus diesen Erfahrungen allein würde ich jedoch keine Schlussfolgerung ziehen wollen.

Auch bei Krebs gibt es zu einem ganz geringem Prozentsatz spontan Heilungen, d.h. der Krebs bildet sich zurück, ohne dass man bis heute weiß, warum.
Den Heilungsberichten der Alternativen Medizin ist nun eigen, dass es nur wenige Einzelfälle sind. Einen systematischen Nachweis ihres Erfolges leisten die Alternativen Therapien jedoch nicht. Über die vielen gescheiterten Therapieversuche wird geschwiegen.
( Herbert Kappauf: "Auch Wunder sind möglich - Spontanheilung bei Krebs" (Herder, Freiburg 2003) (Link innerhalb des ForumsRezenison)

Du schreibst, dass jeder das Recht hat sich zu informieren.

Ich finde es gibt aber auch eine Pflicht sich zu informieren, bevor man in einem Fremden-Forum unkritisch Werbung macht.

Die Warnhinweise hast Du Dir jedenfalls nicht durchgelesen, diese Beruhen auf nachprüfbarem Wissen:

siehe erster Link innerhalb des ForumsBeitrag in diesem Thema.

Viele Grüße
Harald

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 (p61744)
Verfasst am: 15. Jul 2008, 20:09
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Harald(Bundesgeschäftsführer
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 (p61755)
Verfasst am: 16. Jul 2008, 00:04
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Hallo Vena,

lass uns doch einfach die Fakten anschauen, ...

Die so genannte "Deutschen Gesellschaft für Onkologie" hat noch nicht mal eine richtige Webiste. Vermutlich ist die Gesellschaft ein Zusammenschluss von ein paar Ärzten, die sich mit so Dingen wie "Bioenergie" in der alternativen Krebstherpie beschäftigen. Mehr konnte ich über diese Gesellschaft nicht erfahren

Die Studien, die es zu Amygdalin gibt, haben alle keinen Nachweis eines Nutzens erbracht.

Kritische Seiten zu Dr. Hans A. Nieper Biographie auf esowatch.com
Warnung vor Therapien nach Dr. Hans A. Nieper durch cancertreatmentwatch.org (engl.)

Bezüglich der Nachprüfbarkeit Eurer Geschichte: Ich werde es nicht beurteilen können.

Es gibt jedoch in Nürnberg die Arbeitsgruppe Biologische Krebstherapien, diese Gesellschaft sammelt und prüft Dokumente zu alternativen und komplementären Therapien, unabhängig von wirtschaftlichen Interessen.

Im Gegensatz dazu steht die Gesellschaft für biologische Krebsabwehr, welche in Heidleberg sitzt und alternative und komplementäre Therapien anpreist.
Die Haupteinahme Quellen der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr sind nicht öffentlich.
Die Gesellschaft wirbt zwar mit dem Spendensiegel des Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen. Dieses Siegel sagt jedoch lediglich darüber etwas aus, wie die Gelder ausgegeben werden (also kein unverhältnismäßig hohen Ausgaben für Werber von Spenden oder Verwaltung). Das Spendensiegel macht jedoch keine Prüfung darüber, woher die Einnahmen kommen.

Viele Grüße
Harald

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 (p61758)
Verfasst am: 16. Jul 2008, 00:22
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Harald hat folgendes geschrieben:
Die Haupteinahme Quellen der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr sind nicht öffentlich.


Harald, hältst Du diese Organisation denn für unseriös?
Das sie (ich kanns nicht beurteien) öffentlich nicht besonders unterstützt werden, bedeutet doch aber noch nicht zwangsweise, dass die dort arbeitenden Ärzte nicht seriös sind ..

Wieder mal der neugierige Wirbel ...
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Beitrag

 (p61759)
Verfasst am: 16. Jul 2008, 08:19
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Hallo SD-Wirbel,

also ich geh davon aus, dass die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr neben Mitgliedsbeiträgen (von denen sie sicherlich auch nicht wenig haben, weil sie ja doch sehr viel Hoffnungen mit ihrer unkritischen Anpreisung von Therapien bei Krebspatienten wecken) vor allem sehr viel Geld von Firmen bekommen, die in irgendeiner Weise davon profitieren, dass für die Therapien geworben wird.

Dies kann ich nur vermuten, da die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr keinen transparenten Haushalt hat.
Sie haben auch kein so genanntes Qualitätssicherungssiegel (siehe Link innerhalb des ForumsWie finde ich seriöse Gesundheitsinformationen?) (obgleich diese Siegel nur schwache Instrumente sind, um solche wirtschaftlichen Einflüsse aufzudecken. Ich wünschte mir noch strengere Kriterien und Kontrollen bei der Transparenz der Einnahmen).

Viele Grüße
Harald

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 (p61948)
Verfasst am: 18. Jul 2008, 21:50
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Harald(Bundesgeschäftsführer
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Beitrag

 (p61961)
Verfasst am: 19. Jul 2008, 10:41
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Hallo Vena,

nein, es liegt bei mir kein Lesefehler vor:

Meine Kritik gilt der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr, die in Heidelberg sitzt und diverse, von der Theroie auch ganz unterschiedliche alternative Therapien (z.B. Homöopahtie, Phytotherapie, Anthroposophie, ...) empfiehlt.
(Mir wäre allerdings auch neu gewesen, dass die Gesellschaft für biologische Krebsabwehr Amygdalin empfiehlt. Dies haben Sie in ihrem obigen Beitrag nicht klar formuliert, dass die Gesellschaft Amygdalin nicht empfiehlt. Da ich mir dies aber schon dachte, dass dem nicht so ist, bin ich hier gar nicht im speziellen darauf eingegangen.)


Der arme Galileo Galilei wäre sicherlich furchtbar entsetzt, wie sie sein Zitat benutzen. Galileo Galilei war ja einer der ersten, der eine mathematische Beschreibung der Naturgesetze einforderte.

Wofür sie hier werben, ist jedoch eine Einzelerfahrung zu einer Therapie (Wissenschaft) zu machen.
Einzelerfahrungen sind wichtig, um Fragen aufzuwerfen, neue theoretische Modelle zu entwickeln und neue bessere Studien durchzuführen.
Einzelerfahrungen können jedoch Studien nicht ersetzen, noch kann man auf einer Einzelerfarhungen eine Theorie ("Tatsache") propagieren wie Sie es tun. Gegen ein solches Vorgehen hat Galileo Galilei gekämpft.

Amygdalin /Laetrile wurden in 70er/80er Jahren sehr propagiert, nach dem jedoch eine Studie im Jahr 1982 zeigte, dass kein Nutzen jedoch Risiken bestehen, sind fast alle Ärzte wieder davon abgegangen mit Amygdalin Krebs behandeln zu wollen.
Zitat:
Laetrile was at the height of its popularity in the 1970s and 1980s, and has since been rejected by the scientific community after a phase II controlled clinical trial in 1982 which found no evidence for the efficacy of laetrile and highlighted safety concerns.

Quelle: www.cam-cancer.org
Dort gibt es noch mehr ausführliche Infomationen zu
Laetrile mit Verweisen auf eine Reihe von Studien.

Ich kann daher nur meine Argumente wiederholen, und empfehlen,
wenn Sie wirklich möchten, dass andere Krebspatienten von Ihrer Einzelerfahrung profitieren, sich an die Arbeitsgruppe Biologische Krebstherapie in Nürnberg zu wenden.
Dabei ist auch zu beachten, dass ihre Frau möglischt vollständig ihre Krankengeschichte schildert, was sie alles an Schul- , alternativ und kompelmentären Therapien gemacht hat bzw. macht (Sie nimmt ja nicht nur Amygdalin zur Zeit).

Viele Grüße
Harald

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