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Verunsicherung wegen meiner Werte

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Ulli
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BeitragVerunsicherung wegen meiner Werte

 (p13990)
Verfasst am: 01. Jun 2005, 16:08
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Hallo,

vielleicht kann mir hier jemand helfen. Bin vor ca. 6 Wochen an der Schilddrüse operiert worden wegen struma nodosa. Rechte Seite wurde total entfernt, links subtotal. Jetzt, 6 Wochen nach meiner OP hat meine Hausärztin die Blutwerte kontrolliert. Hier die Ergebnisse:

Trijodthyronin (T3) = 0,91 ng/mL
Thyreotropin (TSH) = 5,06 uU/mL

Meine Hausärztin meint, die Werte seien o.k. Bin aber ziemlich verunsichert, da ich hier im Forum immer auch von T 4 lese. T 4 wurde bei mir anscheinend gar nicht kontrolliert. Auch erscheint mir der TSH-Wert zu hoch zu sein. Wer kennt sich damit aus und kann mir evtl. weiterhelfen. Laut meiner Hausärztin soll ich erst in ca. 3 Monaten eine weitere Kontrolle sowie Ultraschall machen lassen. Nehme zurzeit Euthyrox 100. Bin dankbar für Hilfe.

Viele Grüße
Ulli
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OhhRafi
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 (p13993)
Verfasst am: 01. Jun 2005, 17:18
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Hallo Ulli,

ganz kurz:

deine Hausärztin hat wahrscheinlich keine Ahnung von Schilddrüsenangelegenheiten, so wie fast alle anderen HausärztInnen. T4 muss nicht unbedingt bestimmt werden, aber der TSH ist zu hoch. Und es besteht bei ein bisschen SD Rest wohl kaum Hoffnung dass dies sich von alleine regelt. Eigentlich müsstest Du dich auch nicht besonders fit fühlen. Kann das sein?

Gruß

Rafael
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BeateOffline
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 (p13996)
Verfasst am: 01. Jun 2005, 19:07
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Hallo Ulli,

T4 ist bei jemandem, der keine SD mehr hat und stattdessen Thyroxin nimmt, nicht unbedingt erforderlich, denn es zeigt eigentlich nur an, wieviel von diesem SD-Hormon grade im Blut zirkuliert (und kann im Verlaufe des Tages ziemlich schwanken).

T3 ist in sofern interessant, weil es anzeigt, ob die körpereigene Umwandlung von T4 in T3 (das wirklich aktive SD-Hormon) korrekt funktioniert - wie sind denn hierfür die "Sollwerte" (Referenzwerte) deines Labors, die stehen normalerweise in Klammern dahinter?

Aber auch T3 kann schwanken - daher ist der verlässlichste Wert, um zu sehen, ob man korrekt eingestellt ist oder nicht, normalerweise der TSH-Wert. Er zeigt nämlich, ob die zugeführten Hormone dem Körper reichen oder nicht: wenn es zu wenig sind, bildet die Hypophyse mehr "thyroid stimulating hormone", um die SD (von deren Entfernung sie nichts weiss) anzukurbeln, hat man zu viel Hormone, ist der TSH-Wert ganz gering, um die SD nicht weiter zu stimulieren.

Der Referenzbereich reicht in etwa von 0,2 bis 4 oder 4,5, aber es ist seit einer Weile im Gespräch, den oberen Wert abzusenken, weil manche Patienten sich schon ab einem TSH von 2,5 in der Unterfunktion befinden können. Jeder Patient hat seinen eigenen "Set-Point", bei dem er sich wohl fühlt, und der kann sehr unterschiedlich sein - aber ein TSH-Wert von über 5 ist auf jeden Fall zu hoch.

Die Dosis von 100 µg Euthyrox ist also wohl zu gering - wieviel wiegst du denn? Ohne SD (denn es ist ja so gut wie nichts übrig) rechnet man normalerweise etwa 1,7 bis 2 µg pro kg, also würden 100 µg für jemanden von 50 - 55 kg ausreichen (aber der Bedarf ist sehr unterschiedlich, daher passt man ihn nach der ersten Kontrolle dem TSH-Wert entsprechend an).

Wie fühlst du dich denn, hast du Unterfunktionssymtome wie Traurigkeit, Frieren, Müdigkeit, Gewichtszunahme, Verstopfung? Wenn deine Hausärztin die Dosis nicht erhöhen will, solltest du wirklich zu einem Endokrinologen gehen - aber vielleicht kannst du sie ja noch überreden (schau mal, was für Referenzwerte für TSH auf deinen Ergebnissen stehen, und beschreibe ihr deine Symptome)? Wenn man einen Arzt hat, der einem ZUHÖRT und auf unser Befinden reagiert (nicht NUR auf die Blutwerte), dann braucht man nicht "unbedingt" einen Endokrinologen (die sind oft schwer zu finden und noch schwerer, einen Termin bei ihnen zu bekommen), dann kann auch ein Hausarzt ausreichen ... aber wenn man sich selber kaum auskennt und es mit der Einstellung wirklich nicht klappt, ist ein Endokrinologe, zumindest am Anfang, sicher die beste Anlaufstelle.

Alles Gute!

Beate
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Ulli
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 (p14091)
Verfasst am: 04. Jun 2005, 17:17
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Hallo Rafael, hallo Beate,

danke für eure Antworten. Fühle mich jetzt etwas sicherer und werde auf jeden Fall nächste Woche nochmal zu meiner Hausärztin gehen. Sollte sie weiterhin der Meinung sein, meine Werte seien so o.k., werde ich einen anderen Arzt aufsuchen. Fühle mich auch ziemlich schlapp und habe seit der OP verstärkten Haarausfall. Weiß allerdings nicht, ob dies auch auf die Blutwerte zurückzuführen ist, da Haarausfall wohl eher bei einer Überfunktion vorkommt. Habe heute erstmal meine Dosis um 1/4 Tablette erhöht, sodass ich auf 125 komme. Das kann ja auf keinen Fall schaden. Weiß jemand, ob ich auch noch Jod nehmen muss? Habe vor der OP nämlich schon Thyronajod 75 genommen. Super, dass es dieses Forum gibt.

Viele Grüsse
Ulli
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Maria2Offline
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 (p14092)
Verfasst am: 04. Jun 2005, 17:25
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Hallo Ulli,

da du ja fast keinen SD-Rest mehr hast, brauchst du höchstens noch ein bisschen Jod dazu nehmen. Wobei man mit der Nahrung ja auch welches aufnimmt, vielleicht reicht das auch, um deine Rest-SD zu beschäftigen.
Haarausfall kommt nicht nur bei Über-, sondern auch bei Unterfunktion vor.

Viele Grüße von
Maria
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Verunsicherung wegen meiner Werte

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