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FAQ: Hypocalciaemie - Krampfanfall nach SD- OP

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Gabriele.
Beitrag:

BeitragFAQ: Hypocalciaemie - Krampfanfall nach SD- OP

 (#p76)
Verfasst am: 15. Jun 2003, 13:41
Antworten mit Zitat

Bei mir wurde im April 98 die SD wegen SD- Krebs entfernt.
zwei Tage nach der OP hatte ich einen schlimmen Krampf-
anfall, der damit anfing, das ich ein starkes Kribbeln
in den Fingern und später im ganzen Körper hatte. Als
das Kribbeln im ganzen Körper da war fing ich an zu zittern
und mir wurde übel. Ich legte mich daraufhin ins Bett, weil
ich dachte dass ich Kreislaufprobleme hätte. Im Bett bekam
ich dann, den Krampfanfall. Meine Hände versteiften sich
in die sogenannte Pfötchenstellung. Meine Gesichtsmuskeln
verzogen sich automatisch, so dass mein Mund sich zuspitzte
und meine Stirn sich nach oben zog. Dann versteifte sich
mein ganzer körper, ich konnte mich nicht mehr bewege
und ich musste mich übergeben. Der Arzt, der gerufen worden
war, gab mir zwei Entspannungsspritzen, was den Krampfanfall
dann löste. Danach wurde mir 3 Tage rund um die Uhr Kalcium
über einen Tropf zugeführt. Erst dann wurde ich zu einem
Endokrinologen - meine SD-OP wurde in der HNO-Abteilung ge-
macht - geschickt. Der meinte, dass es besser gewesen wären,
mir gleich nach dem Krampfanfall - der sogenannten Hyypo-
calciaemie - Kalcium in Verbingung mit einem Vitamin D-
Komplex zu geben. Ab dem Tag nahm ich 3xTäglich je 3000mg
Kalcium und 25mg Rocaltrol. Dieses Dosis habe ich fast 2 Jahre
genommen.
Die Hypercalciaemie entsteht, wenn die Nebenschilddrüsen - es
gibt 4 davon - bei der SD-Entfernung, versehentlich mit entnommen
werden oder einfach "nur" irritiert sind, weil sie bei der OP
berührt wurden. Die Nebenschilddrüsen reagieren sehr empfindlich.
Wenn nun alle 4 Nebenschilddrüsen entfernt wurden, muß man auf
dauer Calcium mit einem Vitamin D-Koplex einnehmen. Das Vitamin
D-Komplex ist dafür da, das Kalcium im Körper zu halten.
Wenn nur 1 oder 2 Nebenschilddrüsen entfernt wurden, übernehmen
die verbliebenen Nebenschilddrüsen mit der Zeit die Aufgabe von
den beiden entfernten NSD mit. Genau wie bei der totalen Entfernung
der NSD sollte man den Kalciumspiegel im Blut öfter messen lassen.
Sollten die NSD nur irritiert sein, werden sie sich von selbst
wieder regenerieren.
Ob NSD mitentfernt wurden kann man durch das Messen des Parathormons
feststellen. Die Norm des Parathormons 12-72pg/ml.
Bei mir wurde nur 1 NSD mitentfernt und die restlichen 3 haben
ihre Arbeit mit übernommen, so dass ich keine Probleme mehr damit
haben.
ich hoffe, mit meinen Beitrag etwas geholfen zu haben

Liebe Grüsse
Gabriele
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emiliaOffline
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 (p45239)
Verfasst am: 19. Mai 2007, 14:19
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Ich bin am 20.03.07 operiert worden.Meine Schilddrüse ist ganz entfernt worden.
mein Kalziumwert beträgt zur Zeit 1,3. Meine Hypocalzemie wird von woche zu Woche schlimmer. Seit der OP habe ich ständig mit Krämpfen zu tun. Eine unkontrollierte Bewegung und schon krampfe ich . entwede sind nur Körperteile wie Hände , Brust ,Kehlkopf, Lunge, Waden Zehe,etc betroffen oder der ganze Körper. Nur mit meinem Bewußtsein schaffe ich es, diese Krämpfe zu kontrollieren. Wenn ich schlafen möchte, das Bewußtsein nachläßt, fangen sie so richtig an, so das ich nachts viele Stunden nicht schlafen kann. Jeder Tag ist anders. Mal kann ich Stunden lang kaum tippen oder Schreiben, weil ich Pfötchenstelung und Handkrampf habe, ma lkann ich kaum sprechen, weil ich Krämpfe im Kehlkopf habe. Die ganzen Beine/Knochen schmerzen, ich kann kaum laufen, von den wochenlangen Wadenkrämpfe.
Ich werde von Artzt zu Arzt geschickt. Am Montag soll ich mich im Klinikum vorstellen. Kein Artz konnte mir bisher helfen. Da mein Körper das Kalzium, ich habe schon verschiedene Präperate genommen,nicht aufnimmt.
Hat jemand einen Tipp, Ratschlag für mich.
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InSeNSUOffline
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 (p45251)
Verfasst am: 19. Mai 2007, 22:09
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Hallo Emilia,

Calcium von 1,3 ? Welche Maßeinheit? Ist das ionisierte Calcium gemessen oder das Gesamtcalcium? Auf jeden Fall ist bei diesem Ausmass von Beschwerden umgehend ein Arzt einzuschalten.

Für den Fall, dass der Arzt nicht gut informiert ist, empfiehlt es sich, diese Hinweise auszudrucken und mitzunehmen:
http://www.insensu.de/HypoparaFuerAerzte/Link verläßt das Forum, neues Fenster wird geöffnet

Du findest unter www.insensu.deLink verläßt das Forum, neues Fenster wird geöffnet auch ausführliche Info, damit Du Dich selbst schlau machen kannst. Das ist bei dieser Erkrankung sehr zu empfehlen, da nur wenige Ärzte sich damit wirklich auskennen.

Alles Gute wünscht Dir
Frauke
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emiliaOffline
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Beitraghypocalzemie

 (p45301)
Verfasst am: 21. Mai 2007, 16:41
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[Danke liebe Frauke für Deine Antwort. Seit der OP nehmen ich 3x1000 Calcium und habe einen Wert von 1,3.Ich kann kaum noch laufen und meine Krämpfe hören nicht auf. Im Klinikum heute haben sie mir Rocaltrol 1x1 verschrieben und 2x1000Calcium und mir gesagt das es nun helfen würde. mal schauen
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conny cOffline
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Sd und calziumangel ...
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BeitragHallo zusammen

 (p53198)
Verfasst am: 10. Dez 2007, 23:39
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Ich möchte euch was mut machen , Ich habe wohl alle 4 Nebenschildrüsen noch ,aber sie sind immer noch beleidigt . Mein letzter wert war 2,05 und es wird immer besser hoffe ich. Aber mal sehen vielleicht erholen sich meine ja auch . Lg Conny
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cathy
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BeitragHypocalciamie

 (p53439)
Verfasst am: 19. Dez 2007, 09:03
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Guten Morgen,

leider sehe ich hier bestätigt, dass Kalziunmangelkrämpfe doch häufiger auftreten, als mir mein Endokrinologe (2 Fälle pro Jahr bei 250 OP) weißmachen wollte.

Hatte am 6.12. Totalentfernung wegn massiver kalter Knoten - Alle 4 NSD sollten erhalten geblieben sein, ein Tag später CA-Wert 2,0 und in der Nacht ging dann das Kribbeln in den Beinen und Armen los. 2x an Tropf, tagsüber Brausetabletten und am 9.12. (So.) trotz Kribbeln nach Hause - ohne vorherige Kontrolle der Werte. Lag ja auch auf Chirurgie. Montag früh dann der 1. Krampf (Pfötchenstellung, Gesichtslähmung) - Elektrolyt-Tropf, der in der Notaufnahme wieder abgenommen wurde und mittags - immer noch auf dem Flur der Notaufnahme der 2. Krampf. Auf alles, wie z. B. Thrombose, Herzinfarkt wurde getestet, bis ich dann auf die Innere kam. Der dortige OA war da etwas verständiger und den Rest des Tages gab es CA und D3 in allen Formen. CA-Wert stieg von 2,0 auf 2,5, am Mittwoch der Entlassung wieder 2,0 und es kribbelte weiter.

Medikation 2,5 g CA und Rocaltrol. In der Nacht von Do-Fr dann der nächste Krampf und wieder fiel dem Notarzt trotz vorliegender Befunde nichts Besseres ein, als mir ein Beruhigungsmittel zu geben, da ich ja seiner Meinung nach genug CA hätte. Glücklicherweise hatte meine Hausärztin ein Einsehen und hängte mich wieder an den Tropf und anstelle der ekligen Brausetabletten habe ich jetzt Kauttabletten. 4x500mg Calcium pur und 2x500mg CA mit D3, dazu 2x0,25 mircrogr. Rocaltrol.

Das Kribbeln ist fast weg, aber die Angst ist geblieben - zumal mein Sohn alle 3 Krämpfe und die "Behandlung" miterlebt hat.
Wache jede Nacht schweißgebadet auf.
Aber vielleicht liegt das ja auch an den fehlenden SD-Hormonen. Habe mit L-Thyrox 75 angefangen (pro Woche + 25) und der TSH-Wert liegt bei 21.

Bin mit den Nerven ziemlich runter glücklicherweise habe ich ein paar Pfunde gegenzusetzen, so dass ich zumindest tagsüber halbwegs beschäftigen kann.

Lg Cathy
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InSeNSUOffline
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 (p53440)
Verfasst am: 19. Dez 2007, 10:44
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Hallo Cathy,

bleibende Nebenschilddrüsenunterfunktion kommt tatsächlich nur bei etwa 3-5 % der derzeit jährlichen zirka 100000 Schilddrüsen-OP en in Deutschland vor. Häufiger gibt es eine vorübergehende Störung der Funktion und damit im Calciumstoffwechsel. Als Anreiz zur Wiederherstellung der Drüsenfunktion sollte der Calciumwert im Blut mit Tabletten nur im unteren Nombereich (2,1-2,3 mmol/l) gehalten werden. Wenn er höher kommt, kann es zu zu viel Calcium im Urin kommen und das verbliebene Nebenschilddrüsengewebe hat auch keinen Grund, seine Parathormonproduktion wieder aufzunehmen.

Ausführliche Info und einen Notfallausweis (damit in Zukunft jeder Arzt weiß, was bei Krämpfen mit Dir los ist) findest unter www.insensu.deLink verläßt das Forum, neues Fenster wird geöffnet
Der Calciumwert sollte noch öfter geprüft werden, obwohl er wohl nicht weiter absinken wird. Man darf aber auch nicht verpassen, wenn er wieder ansteigt, weil auch zu viel Calcium im Blut gefährlich ist.

Wenn Du verstanden hast, wie Deine Erkrankung "funktioniert", wird die Angst langsam weniger werden. Mit der Medikation bist Du ja auch einem guten Weg. Falls Du weitere Fragen hast, mach bitte ein neues Thema auf, damit es hier nicht zu unübersichtlich wird.

Gute Besserung wünscht Dir
Frauke
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