| Autor |
Beitrag |
fabulanta Anmeldung: 26.01.12 Beiträge: 1 |
Beitrag:  (p108888)
Verfasst am: 30. Jan 2012, 08:07 |
|
|
Meine RJT liegt schon eine ganze Weile zurück, ich war 2003 zur RJT im Katharinenhospital in Stuttgart. Da meine Werte total schlecht waren, bekam ich innerhalb von einer Woche einen Termin. Hatte keinen SD sondern Basedow. Der Oberarzt meinte allerdings, dass ich mich auf eine 2. RJT einstellen müsste.
An einem Montag, ich war ziemlich nervös, auf den Weg nach Stuttgart und war natürlich viel zu früh. An der verschlossenen Tür musste ich auf die Schwester warten.
Da das Szintigramm eine Woche zuvor gemacht wurde, wurde nur die normalen Werte kontrolliert.
Kurz vor 12 bekam ich die Tablette, zusammen mit einer Mitpat. Diese Mitpat. war etwas anstrengend, da sie um 20 Uhr das Licht ausmachte (und ich in der Regel nicht so früh ins Bett gehe).
Da meine Tochter damals noch so klein war, musste ich neun Tage auf der Station ausharren. Ich hatte zum Glück genügend Bücher dabei. Auf dem Stationsbalkon durfte damals geraucht werden.
Essen war ok. Ärzte und Krankenschwestern war nett. |
|
 |
|
 |
DaMa Anmeldung: 28.02.12 Beiträge: 39 Pap CA pT3, pN1b(34/... Trier  20+ |
Beitrag: (p111184)
Verfasst am: 06. Apr 2012, 09:00 |
|
|
Hier mein Bericht zu meiner 1.RJT mit 3,0 Gbq im Mutterhaus Trier vom 04.04-06.04.2012.
1. Tag
Ankunft 04.04.2012 09:00 Uhr.
Anmeldung in der Patientenanmeldung.
Danach auf zur Station A2, im Schwesternzimmer melden.
Die schickte mich erstmal ins Labor zur Blutabnahme und verlangte etwas Urin um eine Schwangerschaft auszuschließen.
Zurück zur Station.
Ich wurde in die Nuklearmedizin geschickt zum Arztgespräch.
Also ab in den Keller. Überall relativ kurze Wartezeiten.
Der Arzt nahm sich wirklich Zeit alle Fragen zu beantworten und es möglichst einfach zu erklären.
Danach ca. 11 Uhr wurde man auf sein Zimmer gebracht, alles wurde von einer sehr netten Schwester gut erklärt und man wurde herumgeführt.
Die Station hat 3 Zimmer 2 2Bettzimmer und 1 Einzelzimmer.
Balkone gibts bei einem 2Bettzimmer und dem Einzelzimmer.
Ich durfte ins Einzelzimmer, da außer mir nur Männer einzogen.
Die Toilette musste ich mir mit meinen Zimmernachbarn teilen, das andere Doppelzimmer hat wohl ein eigenes Bad.
Duschen gibts keine, darauf verzichten sie in Trier ganz wegen der hohen Kosten der Wasserentsorgung.
Dann gibts noch eine kleine Küche mit einem Kaffeeautomat an dem man sich bedienen darf, dort stehen auch Teebeutel und soviel Sprudel wie man trinken kann.
Die 2 Herren neben mir kannte ich mittlerweile schon recht gut, weil wir uns die Tage vor der RJT immer in der Nuklearmedizin zu den Voruntersuchungen gesehen hatten.
Sie waren sehr sehr nett und luden mich ein jederzeit rüber zu kommen wenn ich mich alleine fühle.
Um 12:30 Uhr kam dann der nette junge Arzt und nahm mich mit aus dem Zimmer.
Ich musste gegenüber vor einer Tür (auf dem Boden war eine kleine Erhebung die mir zeigte bis wohin es mir gestattet war vorzutreten) stehenbleiben.
Er kam mit einem Plastikröhrchen und sagte schnell schlucken und mit Wasser nachspülen. Die Schwester hinter mir trat 3 Schritte zurück und auch er hielt einen großen Abstand ein während ich also diese berühmte Kapsel schluckte.
Sofort wurde ich zurück aufs Zimmer geschickt und sollte dort bleiben, zumindest für heute solle ich alleine bleiben.
Man sagte mir das ich in einer Stunde das aufgewärmte Mittagessen bekäme, und so wars auch, um 13:34 Uhr brachte eine andere total nette Schwester auf einem Wagen das Esstablett herein und fragte ob ich die Kapsel gut vertragen hätte.
Bisher konnte ich keine Nebenwirkungen bemerken.
Ab jetzt durfte man dann auch trinken, was ich tat. Ich hatte mir mal das Mindestmaß von 3 Litern an diesem Tag vorgenommen.
Geschafft hatte ich 4 Liter
Um 17:30 Uhr gabs Abendessen.
Dann wars das mit dem Programm und man musste sich allein beschäftigen.
2. Tag
07:30 Uhr rollte die Schwester das Frühstück auf einem kleinen Stahlwagen herein und wünschte herzlichst einen guten Morgen.
09:30 Uhr Messung durch den Arzt.
Wir mussten aus unseren Zimmern kommen, vor eine Wand stellen, er richtete die Gammapistole auf uns und sagte nur "Wunderbar, Sie können morgen heim"
*Freu*
11:30 Uhr Mittagessen auf Stahlwagen...
17:00 Uhr Abendessen auf Stahlwagen...
3. Tag
07:30 Uhr Frühstück auf Stahlwagen...
09:45 Uhr Messung, Antwort: alles klar sie dürfen heim
Mein Fazit:
Essen war gut, jedoch hatte ich den Eindruck das die Abstände dazwischen nicht lang genug waren.
Personal super freundlich.
Station absolut akzeptabel.
Eigentlich hab ich mich richtig erholen können vom Alltagsstress, ich habe viel geschlafen und hab die Ruhe genossen.
Ich kann jedem sagen: NUR MUT zur RJT!!! |
|
 |
|
 |
Jamuna Anmeldung: 22.02.12 Beiträge: 10 Pap. SD-CA pT1b, pN1b Niedersachsen  20+ |
Beitrag: (p111213)
Verfasst am: 07. Apr 2012, 20:06 |
|
|
Ich habe meine RJT in Göttingen gemacht und habe mich da gut aufgehoben gefühlt. Die Therapie an sich lief ab wie wahrscheinlich in jeder anderen Klinik auch, deswegen gebe ich nur Infos zu der Station an sich.
Ich hatte ein Einzelzimmer. Die Fenster waren nicht abgeschlossen, dürfen aber nicht geöffnet werden. Da man aber eh die meiste Zeit allein im Zimmer ist, bekommt es niemand mit, ob man es aufmacht oder eben nicht Eine Ausblick gibt es leider nicht. Vor der Fensterfront wurde im Abstand von ca. 1,5 m eine Betonmauer hochgezogen. Der Bereich dazwischen ist ein bisschen grün.
Das Zimmer hat ein Badezimmer mit Waschbecken und Toilette, sowie ein Flachbildfernseher und Telefon.
Eine Dusche gibt es auf dem Zimmer nicht, man bekommt nur eine Schüssel mit Waschlappen und Handtüchern, die täglich gewechselt werden (können).
Auf der Station gibt es eine Dusche. Ich durfte sie auch am dritten Tag benutzen. Ich weiß aber nicht, ob das jeder darf - seid nett zu den Schwestern
Wer W-Lan nutzen will, muss sein Laptop anmelden, zusätzlich kann man aber auch über ein Netzwerkkabel online gehen.
Das Essen fand ich für ein KKH sehr gut. Frühstück gibt es gegen 07:30, Mittag gegen 12:00, Nachmittags Kuchen und gegen 18:00 Abendbrot. Am Tag zuvor kann man sich aus einer wirklich großen Liste das Essen für den nächsten Tag bestellen. Ich bin sehr wählerisch was das Essen angeht und bin jeden Tag satt geworden.
Wasser, Tee und Kaffee gibt es soviel wie man mag. Tee/Kaffee habe ich mir immer in Kannen bringen lassen.
Auf der stationseigenen Bibliothek gibt es ein Trimmrad, welches benutzt werden kann, sobald die Strahlung gering ist.
Die Schwestern und Ärzte sind wirklich sehr nett und versuchen einem den Aufenthalt wirklich so angenehm wie möglich zu gestalten.
Vertragen habe ich die Kapsel (150 mci) ganz ok. Am Morgen nach der Einnahme litt ich unter extremer Übelkeit, habe mich auch Übergeben. Nach ein bisschen Bettruhe war dann aber wieder alles ok.
Aufgrund der Recurrenspharese habe ich, zusätzlich zum Magenschutz, Cortison bekommen. Dadurch hatte ich nur leichte Hamsterbacken, die nach ein bisschen Kühlen verschwunden waren.
Ich persönlich werde Bücher bei meinem nächsten Aufenthalt zu Hause lassen; Strickzeug, Laptop, GameBoy sowie Klatschblätter kommen wieder mit in den Koffer.
Liebe Grüße und alles Gute! |
|
 |
|
 |
| Koko2012 |
Beitrag: (p111463)
Verfasst am: 16. Apr 2012, 16:09 |
|
|
Hallo, ich war im März für 5 Tage in der Uniklinik Bonn für die Radiojodtherapie (wegen MB). ich kann nur sagen, dass alle Bedenken und Ängste umsonst waren und ich hoffe ich kann einigen, die in die Uniklinik Bonn müssen ein paar Bedenken nehmen.
Das Zimmer (2-Bett) war super! Mit eigenem Bad, jeder hat seinen eigenen Schreibtisch und eigenen Flachbildfernseher/ Radio über dem Bett. Das Schwesternteam war sehr nett und bemüht auch 'Neulingen' das Gefühl zu geben, man sei willkommen. Es war immer eine entspannte Atmosphäre und ich kam mir nie vor wie ein 'Kranker'. Man gewöhnt sich schnell daran, dass man die Fenster nicht öffnen darf und die Station nicht verlassen darf. Aber es gibt einen kleinen Garten, wo man frische Luft genießn kann. Ich durfte schon am 2. Tag in den garten und hatte Glück, denn die Sonne schien .
Was gibt es noch zu berichten: ach ja das Essen war toll. Findet wahrscheinlich nicht jeder, aber ich konnte mich nicht beklagen.
Ich hoffe zwar, dass die Therapie gewirkt hat, aber wenn ich noch mal wiederkommen muss, kann ich das mit ruhigem Gewissen tun. Denn in einigen Beiträgen im Internet wurden ja schon fast 'Horrorgeschichten' von den RJT berichtet...
Alles Gute an Alle! |
|
 |
|
 |
| Peter64 |
Beitrag: (p112074)
Verfasst am: 11. Mai 2012, 19:02 |
|
|
04.05.2012
Morgens um 07:30 ur war ich in der Uniklinik Düsseldorf. Gegen 08:00 Uhr wurde ich ins Nuklearzentrum nach Jülich gefahren, wo ich wegen meines Schilddrüsentumors, der entfernt wurde eine Radiojodtherapie machen musste. Dort schluckt man eine Pille, die Radioaktiv ist und mit Jod angereichert. Bezwecken soll diese Therapie bei mir, das eventuell noch vorhandenes Restmaterial der Tumorentfernten Schilddrüse sich mit der Radioaktivität anreichert und vernichtet wird.
Gegen 09:30 Uhr kamen wir in Jülich an.Gegen strenge Sicherheitsauflagen ging es dann ins Forschungszentrum. Am Klinikgebäude angekommen wurde ich von dem Personal sehr freundlich aufgenommen. Wenn auch etwas hektisch, musste ich schnellstens zur Blutabnahme. Danach Aufnahmeuntersuchung durch eine freundliche Frau Doktor, die auch alles sehr ausführlich erklärte.Dann zurück, auf der Station die Erklärung, wie die Verhaltensmasnahmen sind. Danach aufs Zimmer, wo schon ein Patient lag.Noch konnte ich aus dem Zimmer, aber gegen 15:00 Uhr kam dann die Ärztin mit einem Bleibehälter in dem die Pille lag. Sie erklärte mir die Vorgehensweise. Der Bleibehälter wurde geöffnet und ein Mundstück in den Behälter eingeführt.Dann wurde mir das Mundstück in den Mund eingeführt welches ich fest mit den Lippen umschließen sollte. Der Behälter wurde gekippt und die Pille lief in meinen Mund. Ich musste sofort 2 Gläser Wasser hinterher kippen und bestätigen, dass die Pille auch in meinen Mund gekommen war und nicht etwa auf den Boden gefallen war. Die Einheit, die ich bekam waren 3700 mb. Ich durfte ab sofort das Zimmer nicht mehr verlassen. Es befand sich ein Balkon an dem Zimmer, auf den man sich mal kurz aufhalten durfte um frische Luft zu schnappen.Die Fenster waren nicht zum öffnen und die Türe durfte auch nur kurz zum lüften geöffnet werden, da wir ja radioaktiv strahlten.
Den ersten Abend waren wir bis 22:30 Uhr auf und gingen dann zu Bett. Da wir massenweise trinken musste, was bewirken sollte, das mit dem Urin die Radioaktivität schnellstens wieder abgebaut werden sollte. Ich habe in der Nacht kaum geschlafen, weil es mein Kopf nicht verkraftete, das man quasi eingesperrt wurde und das Zimmer nicht verlassen durfte. Außerdem musste man laufend zur Toilette, wegen des vielen Trinkens. Ich schellte nachts um 03:00 Uhr nach der Schwester, weil ich sehr aufgeregt war und bat um eine Schlaftablette. Sie meinte, dass es um die Uhrzeit keine Schlaftablette mehr geben würde, da man sonst den ganzen Tag nicht auf die Beine käme. Sie machte mir eine warme Tasse Milch, die auch beruhigend wirkte. Ich schlief bis zum morgen um 08:00 Uhr durch, nur geweckt von dem Drang zur Toilette zu gehen.
1
2
05.05.2012
Um 08:00 Uhr wurden wir geweckt und es gab kurz danach ein leckeres Frühstück. Dann wurde Blutdruck gemessen und etwas später kam der Arzt, klopfte an die Zimmertüre. Nach dem öffnen sagte er, wir sollten nacheinander an die Türe kommen. Dann legte er uns einen Geigerzähler an den Hals und es wurde die Strahlung gemessen. Da in Deutschland das Strahlenschutzgesetz sehr streng ist, kann man erst entlassen werden,wenn man unter 250 strahlt.Das sollte bei mir, wenn immer viel getrunken würde, am Montag sein.
Gegen 12:00 Uhr gab es Mittagsessen. Ratet mal was? Genau, Fisch. Obwohl man vorher immer gesagt hat man solle alles vermeiden was Jodhaltig wäre wegen der Therapie. Ich werde mal die Ärztin fragen, wie sich das verhält. Abend um 18:00 Uhr wieder ein reichhaltiges Abendessen. Habe mir heute mal eine Schlaftablette geben lassen. Sollte ich wieder Panik bekommen, kann ich sie ja nehmen. Mein Kopf kann das nicht verkraften eingesperrt zu sein.Mal sehe, wie die Nacht wird. Außerdem läuft die ganz Nacht und den ganzen Tag die Klimaanlage, da wir ja strahlen und diese Strahlen abgesaugt werden müssen. Ist schon ein nervendes Geräusch.
06.05.2012
Habe die Nacht sehr gut mit der Schlaftablette verbracht. Nur aufgestanden um zur Toilette zu gehen. Dann sofort wieder eingeschlafen. Keine Gedanken an was. Prima.
Heute um 08:00 Uhr wecken und frühstücken. Danach Blutdruckmesse, der auch vortrefflich war. Eben gerade wieder die Radioaktivität gemessen. Ergebnis 185 mb Karel.
Das heißt: Morgen geht es nach Hause.
Nun ist Mittag und es kommt das Essen. Frühstück müssen wir uns einzeln an der Türe abholen, Mittagessen wird gebracht. Abendessen wieder an der Türe abholen. Alle Ärzte und Schwestern hier sehr nett. Heute Abend werde ich mir noch einmal eine Schlaftablette nehmen. ( wegen dem Zimmerkoller )
07.05.2012
Wieder gut geschlafen diese Nacht. Um 08:00 Uhr wecken. Dann Frühstücken.
Anschließend wieder vermessen. Es waren nur noch 85 mb Karel.
Dann bekam ich ein Ganzkörperzintigramm gemacht. Danach Gespräch mit Oberarzt und dann nach Hause gegen 10:00 Uhr.
Im September muss ich dann noch einmal für 3 Tage dorthin.
Ich habe zur Dosis mb Karel geschriebn, weil ich nicht die genaue Bezeichnung kenne, aber Ihr wisst schon, was ich damit meine. Sorry |
|
 |
|
 |
Gehe zu Seite Zurück 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10
|