| Autor |
Beitrag |
sandi Anmeldung: 14.04.06 Beiträge: 718 Hashimoto  30+ |
Beitrag: (p29215)
Verfasst am: 05. Jul 2006, 21:35 |
|
|
Hallo,
ich weiß ehrlich gesagt gar nicht wie ich anfangen soll, denn ich schäme mich das hier zu erzählen. Aber ich brauche Eure Hilfe!!!
Ja, wie sag ich das am besten... also, ich habe schon lange das Gefühl dass ich nicht die besten Nerven habe, d.h. wenn was nicht gleich beim ersten Mal klappt, geh ich fast an die Decke, wenn mir was zuviel wird, ebenfalls, oder wenn ich nicht genug Zeit zum Abschalten habe, auch.
Von einem Moment auf den anderen gut oder auch schlecht drauf. Ich bin kurz über 30 Jahre und hab natürlich auch des öfteren Kinderwunsch, doch da ist wieder das Problem mit meinen Nerven, ich weiß nicht ob ich das packen würde. Meine Mutter hat auch was mit den Nerven bekommt aber auf Rezept Beruhigungstabletten die mir der Arzt nicht gibt, er meinte, ich bräuchte sowas nicht, aber er kennt meine ganze Geschichte noch nicht....
Seit Jahren mach ich etwas dass ich heute das erstemal erzähle, hier im Forum fällt es mir leichter weil mich keiner kennt oder sieht.
Wenn ich zu meiner Entspannung abends auf dem Sofa sitze, dann "verunstalte" ich mich quasi selber, d.h. ich zupfe oder reiße mir die Haut unten an den Füßen ab, bis es rot durchleuchtet oder ganz blutet. Das gleiche gilt auch für die Fußnägel. Am nächsten Tag kann ich manchmal nicht richtig laufen aber nicht immer. Wenn ich abends ins Bett geh, creme ich mich dann mit Bepanten ein dass es bald wieder heilt, und am nächsten Tag geht das Ganze von vorne los.
Ich will mir auf keinen fall wehtun, denn dass wäre dann glaub ich sowas wie...andere verspüren das beim "Ritzen", die gewollten Schmerzen. Ich will aber keine Schmerzen. Mich beruhigt das und ich will das und kann das auch nicht aufhören.
Ich weiß aber dass das nicht normal ist und deshalb hab ich mich entschlossen, das mal rauszulassen und zu erzählen. Vielleicht hat schon mal jemand ähnliche Erfahrungen gemacht oder kennt jemanden.
Was hab ich für ein Problem, vielleiccht ist das ein Nervenproblem weil ich zu unruhig bin muss immer irgendwas tun, ich hab mir schon überlegt, stattdessen irgendeine andere Beschäftigung zu suchen, aber DAS ist mir irgendwie "wichtiger", klingt total blöd, aber trotz allem...ich schaff das auch nicht.
Das geht schon Jahre lang so, vor paar Jahren hätt ich mal wieder Einlagen gebraucht aber ich hab es noch nicht geschafft meine Füße wieder so zuheilen zu lassen dass man es nicht sieht und ich bei der Orthopädin meinen Fußabdruck machen lassen kann.
Ich hab das immer verdrängt und mich geschämt, tu ich immer noch weil ich das nicht kenne und noch nie gehört oder gelesen habe. Die meisten tun sich ja Schmerzen absichtlich an aber bei mir ist das was anderes, aber was?
Keine Ahnung warum ich hier schreibe, aber ich hab die Hoffnung, ja ...auf was... vielleicht auf den Rat von jemand der das kennt?
Verzeiht mir bitte es hat mir unheimlich Kraft gekostet hier zu schreiben, aber ohne das Forum hätt ich wohl nie drüber gesprochen. Hier ist man anonym und das hilft.
Ich danke auf jeden Fall dass Ihr Euch das durchgelesen habt und hoffe auf Euren Rat.
Eure Zaara

Zuletzt bearbeitet von sandi am 06. Jul 2006, 22:18, insgesamt einmal bearbeitet |
|
 |
|
 |
Li-sun-Li
SD-CA pT4a NRW  50+ |
Beitrag:  (p29220)
Verfasst am: 06. Jul 2006, 08:55 |
|
|
Hallo,liebe Zaara
Schön,dass du dich hier meldest.
Das Problem,dass du hier beschreibst,kommt nicht selten vor.Es gibt Menschen,die fügen sich selber irgendwelche Schmerzen zu,um die "Umwelt "auf sich aufmerksam zu machen.Sie möchten sich weh tun,um sich trösten zu lassen,schämen sich aber doch ,es jemandem zu erzählen.
Kann es sein,dass du dich selber aus irgendeinem Grund nicht akzeptierst so wie du bist?
Ich kenn dich leider nicht,aber lass dir von mir sagen:
Jeder Mensch ist es Wert,geliebt zu werden,auch mit kleinen "Macken".
Ich bitte dich von Herzen,hol dir professionelle "Hilfe".Du hast den ersten Schritt getan,in dem du dich hier bei uns gemeldet hast.
Wir sind alle nur Laien,aber du kannst dich drauf verlassen,dass hier immer jemand ist,der dir zu hört.
Bitte melde dich wieder.
Alles Liebe sendet dir Linda  _________________ Der Weg ist das Ziel |
|
 |
|
 |
Sabine V Anmeldung: 12.04.01 Beiträge: 137 Foll. Ca 2001, M.Bas... Berlin  50+ |
Beitrag:  (p29231)
Verfasst am: 06. Jul 2006, 11:54 |
|
|
Hey Zaara,
ich glaube, dass das für Dich ganz schön schwer ist, sich hier zu äußern, aber vielleicht kann ich Dir etwas helfen. Du denkst ja recht viel nach über Dein Verhalten und irgendwie macht Dich das noch nervöser und ratlos, weil Du nicht verstehst, warum Du so "unsinnige " Dinge tust.
Ich selbst kenne das, was Du da beschreibst auch. Wenn ich nervös oder überfordert bin knabbere ich an den Fingerrändern bis es dünn oder blutig ist. Auch meine Lippen werden aufgepuhlt, wenn ich im Stress bin. Und eigentlich alles, woran ich rumfummeln kann, ist gefährdet ( hab sogar schon Rocksäume gekillt, weil ich am losen Fädchen fummeln mußte und nicht mehr aufhören konnte)
Mir hat geholfen, dass ich herausgefunden habe, warum ich so nervös bin. Bei Schilddrüsenüberfunktion ist man eben auch (manchmal) überaktiv oder übererregt. Bei Deiner Schilderung hab ich vermißt, ob Du auch Probleme mit der Kröte hast? Oder gibt es andere Ursachen für diese "Hibbeligkeit"? Du schreibst, Du hast LRS. Das geht oftmals mit ADS ( Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) Hand in Hand und ist auch bei Erwachsenen möglich. In meinem Bekanntenkreis ist eine Familie mit 2 ADS-Kindern und der Vater hat erst mit fast 40 erfahren, dass er das auch hat. Bis dahin dachte er es ist normal, wenn die Zeiger seines Messgerätes zittern. (Seine Augen waren so angespannt vom inneren Druck).... seit er sich behandeln lässt mit einem Medikament, dass die ERregungsrezeptoren dämpft ( Ritalin) geht es der ganzen Familie besser
ADS ist durch Gehirnstrommessung diagnostizierbar.
Aslo: Versuch doch mal die Ursache für Deine Erregtheit zu finden und dann denke ich, kannst Du da gut gegen das gewachsene Verhaltensmuster angehen. Nur stressen und auch noch für "unnormal" halten solltest Du Dich nicht. Es gibt sicher einen guten Grund für Dein Verhalten.
Viel Erfolg und Gute Besserung erstmal
Sabine V |
|
 |
|
 |
| bella Morbus Basedow/ Hash...  50+ |
Beitrag:  (p29233)
Verfasst am: 06. Jul 2006, 12:36 |
|
|
Hallo Zaara,
ich fange gleich mit einem Zitat an: Heute habe ich mich selbst besiegt- und dabei nicht verloren.
Schön, das du dich gemeldet hast. Der erste Schritt ist getan. Ich kann mich nur Lindas Worten anschließen, hol dir professionellen Rat und schämen brauchst du dich überhaupt nicht. Es gibt gar keinen Grund.
Hast du denn auch ein Problem mit der Schilddrüse?
Ich wünsch dir die nötige Kraft. Melde dich bitte wieder.
herzliche Grüße bella |
|
 |
|
 |
sandi Anmeldung: 14.04.06 Beiträge: 718 Hashimoto  30+ |
Beitrag:  (p29241)
Verfasst am: 06. Jul 2006, 16:31 |
|
|
Hallo bella, Li-sun Li und Sabine,
also ich bin ja baff dass sich auf mein Thema doch jemand gemeldet hat.
Ja ich hab oder hatte ein Problem mit der SD.
Hatte vor paar Wochen SD OP wegen kaltem Knoten und bin gerade bei der Einstellung.
Mein Problem hat aber definitiv nichts mit der SD zu tun, da ich dieses Problem bestimmt schon 15 Jahre mit mir rumtrage.
Hab das schon gewusst dass das falsch ist was ich da tue, aber wollte nix sagen da ich das irgendwie nicht aufgeben will, und kann, aber warum?
Was meint Ihr, wo soll ich hin? Erst zum HA? Ich hab noch andere Dinge z u klären und ich denke wenn ich mit zuvielem komme nimmt sie mich nicht mehr ernst wenn man mal schnell seine Probleme erzählt und dann wieder geht.
Sabine, was ist LRS?
Und wie hast Du Dir da geholfen? Zu welchem Arzt muss man da?
Li-sun-Li, ja ich bin nicht so ganz zufrieden mit mir. Mein Selbstbewusstsein ist nicht so toll, ich war schon immer so. Schon in der Schule war ich diejenige die alle geärgert haben, in der Lehre wars auch nicht so leicht und ich konnte mich noch nicht richtig wehren.
Ich denk immer wenn i andere seh, die sind besser, schaun besser aus, ich bin schüchtern, hab auch regelrecht Angst wenn ich in einen Raum mit vielen Menschen muss, Kann das Wartezimmer sein, oder eine Schulung.
Da gibts viele Beispiele.
Habe mir vor drei Tagen das erste Mal richtig Gedanken gemacht und mir überlegt ob das mit meinen Nerven zusammenhängt? Oder mit dem Selbstbewusstsein oder sind das zwei paar Stiefel?
Meint Ihr dass ist alles EIN Problem, das sich aneinanderkettet?
Ich hätte so gern Tabletten die mich alles ein wenig rosiger sehen lassen oder aufgeschlossener. Meine Mutter hat die, und kann dann leichter über alles hinwegsehen, wenn sie zu viel Stress hat oder Ärger.
Aber ich bin nicht immer so. Wenn ich in die Arbeit gehe oder sonstwohin, bin ich ganz normal aber es kommt immer wieder durch, dass ich von jetzt auf gleich furchtbar genervt bin und weiß oft gar nicht warum.
Mein "Füße Problem" habe ich aber auch wenn ich gut drauf bin, also ich will mich nicht bestrafen indem ich das tue, deshalb versteh ich auch nicht, in welche Krankheits Kategorie ich das einstufen soll. Denn beim sogenannten "Ritzen" fügt man sich ja absichtlich Schmerzen zu, das kenn ich als Krankheit, aber bei mir?
Sabine ich weiß nicht so richtig warum ich so "hibbelig" bin, da steckt halt viel im Unterbewusstsein, ich denk mir manchmal viell sollte ich alles mal einem Psychologen erzählen aber das Problem ist wenn ich zum HA geh und ihm erstmal alles so ungefähr erzähle, dann bin ich ja in DEM MOMENT wo ich da sitze, ein ganz normaler Mensch, den man seine Macke nicht ansieht, ich bin freundlich und erzähl ihm alles. Ich denke da wird man dann nicht so für ganz ernst genommen oder?
Ich sehe das halt ein bisschen so: Wenn ein Alkoholicer zum Arzt sagt "ich bin ein Alc" dann wird er viell nicht SO ernst genommen, als wenn er sich versteckt es nicht zeigt und irgendwann erwicht wird, dann sagt man JA der hat ein Problem, aber diese Selbsterkenntnis, wo man selber zum Arzt geht und sagt, ich hab dies und das... ich weiß nicht. Aber ich bin halt ein Mensch, der sich beobachtet, und sich zu allem seine Gedanken macht.
Ich denk viel nach über Vergangenheit und Zukunft, denke man muss das man kann nicht immer nur sagen, es wird schon irgendwie.
Danke fürs Zuhören, es ist ganz toll, man fühlt sich schon befreiter, jetzt muss ich es nur noch schaffen, mal mit den richtigen Worten den Arzt davon in Kenntnis z u setzen.
Aber , zu welchem Arzt?
Was hab ich?
Mit welchen Worten sag ich das, hab ja auch noch andere Dinge zu besprechen u.a. SD und noch was ?
Hoffe auf Eure Unterstützun
Eure Zaara
 |
|
 |
|
 |
Alba
Pap. SD-Ca., foll. V... Sachsen-Anhalt  50+ |
Beitrag:  (p29242)
Verfasst am: 06. Jul 2006, 16:48 |
|
|
Hallo Zaara,
nur ganz kurz, muß gleich wieder arbeiten: Sabine hat das mit LRS (= Lese-/Rechtschreibschwäche) wohl verwechselt. Davon hat heute jemand namens Ladysuse oder so ähnlich geschrieben, nicht Du.
Dein erster Anlaufpunkt kann durchaus der Hausarzt sein. Der kann Dich dann weiter überweisen, z. B zu einem Psychotherapeuten, der mit Dir arbeitet.
Warum sollte er dich nicht ernst nehmen? Es ist doch gut, wenn Du erkannt hast, daß da etwas schief läuft und Dir nun Hilfe holen willst.
Deswegen bist Du trotzdem zu 99,9 % ein völlig normaler Mensch und das weiß der Arzt auch.
Achte aber bitte darauf, daß Du auch schilddrüsenmäßig optimal mit Hormonen eingestellt wirst. Das ist eine ganz andere Schiene, die aber gleichwohl Auswirkungen auf die Psyche hat.
Soweit auf die Schnelle.
Alles Gute wünscht Dir Alba |
|
 |
|
 |
Li-sun-Li
SD-CA pT4a NRW  50+ |
Beitrag:  (p29251)
Verfasst am: 06. Jul 2006, 17:26 |
|
|
Hallo,liebe Zaara
Es kann doch nur eine Übergangs-Lösung sein,wenn man sich "rosa Pillen" einwirft.In dem Moment geht es dir sicher etwas besser,aber auf Dauer?Sicher nicht.Es muss der "Kern" der Sache gefunden werden.Und das geht nur mit einem Profi.
Ich würde mich,an deiner Stelle,mal an eine Sozialstation(gibt es in jedem Krankenhaus)wenden.Da gibt es viele Leute die dir zuhören.
Du erzählst von deinen "Zwängen",und sie werden dich an die richtige Adresse weiterleiten.
Ich hatte vor Jahren auch mal jemanden im Bekanntenkreis,der ähnliche Probleme hatte.Irgendwann war er selber sooo genervt von seinem Zwang,dass er Hilfe,die er vorher lange abgelehnt hatte,in Anspruch nahm.Er fand einen Psychologen,der ihm auf Anhieb sympathisch war.
Es hat einige Zeit gedauert,und es wurden viele,viele Gespräche geführt.
Heute,nach einigen Jahren,sagt er selber,dass er rechtzeitig die "Kurve" gekriegt hat.Er ist so dankbar,dass er sich selber wieder im "Griff" hat.
Sein damaliger Therapeut hat ihm angeboten,dass er,wenn ihm danach ist,er sich jeder Zeit an ihn wenden kann.
Geh doch mal diesen Weg,vielleicht ist er der richtige für dich.
Glaub mir,es gibt für jedes Problem eine Lösung.
Aber ,so wie Alba gesagt hat,lass dich auch unbedingt hormonmässig behandeln.
Alles Liebe sendet dir Linda Du schaffst das! _________________ Der Weg ist das Ziel |
|
 |
|
 |
sandi Anmeldung: 14.04.06 Beiträge: 718 Hashimoto  30+ |
Beitrag:  (p29263)
Verfasst am: 06. Jul 2006, 20:43 |
|
|
Hallo Li-sun-li, halle Alba,
vielen Dank an Euch beiden.
Ich denk ich werd erstmal zu nem HA gehen, aber da ich in drei Wochen eh hin muss, werd ich das auf einmal machen, obwohl... bin mir noch nicht sicher ehrlich gesagt, denn ich hab ja noch die SD Werte die jetzt eingestellt werden dann muss ich nochmal zum NUK um feststellen zu lassen ob ich Hashimoto habe, und dann hab ich da noch ein zwei Sachen.. und erst DANN kommt DIESES Problem. Ich kann ja schlecht alles auf einmal erzählen oder?
Außerdem komm ich dann vielleicht nicht mit den Docbesuchen nach....
Li-sunLi, die Tabletten die meine Mutter nimmt da sagte der Arzt dass sie nicht schädlich sind auf Dauer. Aber trotzdem verschreibungspflichtig.
Du meinst ich soll zu einer Sozialstation? Ich weiß nicht so recht...
Wie soll ich das denn machen, habs ja kaum geschafft, mich hier zu "outen", wenn ich anrufe und nen Termin mach wolln die ja wissen warum, kann ich aber nicht einfach so sagen, erst recht nicht am Telefon.
Erstmal Danke an Euch
Zaara |
|
 |
|
 |
Amanda Anmeldung: 23.03.06 Beiträge: 537 pap. SD Ca, pT3 pM1 ... Köln  50+ |
Beitrag:  (p29290)
Verfasst am: 07. Jul 2006, 09:08 |
|
|
Hallo Zaara,
ich bin auch sehr angerührt von dem was Du über dich schreibst. Ich kenne das auch. Ich habe jahrelang, ab der Pubertät, an mir rumgekratzt oft stundenlang nachts vor dem Spiegel, ohne mich wirklich zu verletzen und mir weh zu tun, und ohne aufhören zu können, erst als mir die Augen zuvielen. Habe mich dafür geschämt, und mich überschminkt und nur noch langärmelige T-Shrits angezogen, weil man Spuren an meinen Armen sehen konnte.
Deine Geschichte hört sich ähnlich an und ich denke es hat wie Du schon sagst nichts mit dem "Ritzen" zu tun. Es ist eher eine Zwangsstörung, woher und warum das wirst du vielleicht nicht heraussfinden, aber du kannst dir helfen lassen, indem du dir eine psychotherapeutische Beratung suchst und dann auch eine Psychotherapie machst. Unter Umständen wirst du nicht gleich die richtige Psychotherapeutin/therapeut finden, aber man bekommt die ersten 5 Stunden quasi zum Test und kann dann wechseln. Es gibt auch Beratungsstellen, die den "richtigen" Therapeut/Therapie vermitteln und dir Adressen geben können. Erkundige dich da wo du wohnst, Telefonbuch etc.
Ich habe heute dieses Problem nicht mehr, seltsamerweise, wie mir aber auch erst jetzt gerade aufgefallen ist, überhaupt nicht mehr seitdem ich keine Schilddrüse mehr habe. Aber auch vorher hatte ich das "Problem" schon recht gut im Griff, nur noch ab und zu diese Kratzanwandlungen gehabt. Habe nie deshalb Pillen geschluckt - zum Glück - war aber auch wie Du oft mit den Nerven am ende - vielleicht doch auch ein Schilddrüsenproblem !!?? Ich wünsch Dir alles Gute, lass dir helfen, vergleich dich nicht mit Deiner Mutter und ihrer "Problematik", nimm dein Leben in Angriff. Den ersten Schritt hast du ja bereits gemacht.
Ganz ganz liebe Grüße
Amanda |
|
 |
|
 |
| bella Morbus Basedow/ Hash...  50+ |
Beitrag:  (p29298)
Verfasst am: 07. Jul 2006, 10:28 |
|
|
Hallo Zaara,
ich würde auch sagen, geh erst zu deinem HA. Vielleicht kennt er schon einen guten Psychothrapeuten. Sag ihm wie du dich fühlst, so wie du es hier geschrieben hat. er wird dann schon weitere Fragen stellen.Bist du bei einem Endokrinologen? das wäre schon wichtig. Er kann dich hormonell gut einstellen. Ich bin auch seit 2 Jahren wie "angestochen"manchmal richtig aggressiv, Tage wo ich keine Lust mehr habe irgendetwas zu tun, obwohl ich SD-mäßig gut eingestellt bin.Aber was heißt das schon. JederMensch ist anders und sollte auch so behandelt werden.
Wie wäre es, wenn du ein Tagebuch führen würdest. Vielleicht kommst du dann eher darauf was dich so belastet. Schreib deine Wünsche und Träume auf und was du alles schon erreicht hast
Melde dich bitte immer wieder.
Sei herzlich gegrüßt von bella |
|
 |
|
 |
Sabine V Anmeldung: 12.04.01 Beiträge: 137 Foll. Ca 2001, M.Bas... Berlin  50+ |
Beitrag:  (p29303)
Verfasst am: 07. Jul 2006, 11:15 |
|
|
Hallo Zaara,
sorry, es stimmt, das mit dem LRS hatte ich verwechselt - mir macht diese Hitze total zu schaffen, kann kaum einen klaren Gedanken fassen. Aber die Frage, warum Du so nervös und motorisch ( also beweglich) unruhig bist, ist dennoch wichtig zu klären und ADS könnte eine Ursache sein. Ansonsten denke ich, die Ratschläge der anderen sind schon richtig - Hilfe findest Du sicher nur bei kompetenten Fachleuten. Dieses Forum ist doch ein guter Anfang. Du "lernst", die Tatsachen zu formulieren und merkst, dass es so ungewöhnlich nicht ist. Psychologen oder Therapeuten können Dir sicher Deine Angst, eine "Macke" zu haben nehmen; entweder indem sie die Ursache finden oder eben das Problem behandeln. Also nur Mut - das sind auch nur Menschen, die Dir helfen wollen.
Liebe Grüße
Sabine V |
|
 |
|
 |
sandi Anmeldung: 14.04.06 Beiträge: 718 Hashimoto  30+ |
Beitrag:  (p29307)
Verfasst am: 07. Jul 2006, 12:24 |
|
|
Hallo Sabine,
hab mal gelesen was ADS bedeudet. Das wäre dann ja so, als ob ich irgendwie nach "Hilfe" oder "Aufmerksamkeit" suche, oder? Und das so zeigen will oder so?
Aber ich will das ja nicht zeigen, hab immer drauf geschaut dass es niemand sieht.
Hallo Amanda,
danke für Deine Antwort. Tut gut wenn andere einen verstehen, Du hast erkannt dass ich kein so ein Fall bin wie die "Ritzer". Bei mir ist das anders.
Fühl mich jetzt auch nicht krank oder so oder hab auch nicht das Gefühl ich muss dringend zum Doc, weil ich das nicht aufhören will und kann.
NUR mein Kopf sagt dass das nicht normal ist, mein Körper und mein Wille hat keine Lust zum Doc zu gehen, ich hab echt ne Macke oder?
Weoiß Du wie eine Psyychtherapie abläuft? War doch noch nie bei sowas. Aber wer weiß ob meine HA das auch so sieht wie ihr. Viell. sagt sie, alles nicht so tragisch, Beherscheen Sie sich einfach.
Nein ich will ihr da nichts unterstllen, das ist mein erstes Mal wo ich das erzähle und ich weiß halt nicht wenn ich da bei ihr drin sitz, wo ich anfangen soll, wie ich das sagen soll.
Meine Mutter hats mit den Nerven, sie ist wie ich ohne Tabletten sehr am Wasser gebaut und wenn meine Eltern mal streiten, weint sich gleich. Ist auch oft überfordert mit Arbeit und so....
Mir gehts auch so, wenn was nicht klappt beim dritten Mal, denk ich ich bin doof, wenn ein Kuchen nicht gelingt hab ich ihn schon samt Form in den Müll geworfen, bin oft gereizt, Selbstbewusstsein ist keines da, oder nicht viel. Deshalb hab ich gedacht:
Entweder das hat was mit der "Verunstaltung" zu tun oder ist extra ein Nervenproblem
Aber wie sagt man das glaubhaft einem Arzt. Ich bin da leider so, dass ich viel zu nett bin und mir deshalb das keiner ansieht, und so jemanden schickt man natürlich nicht zu einem Therapeuten oder gibt ihm Beruhigungstabletten.
Liebe Amandaa, würd mich freuen wieder von Dir zu hören!!
Auch von allen anderen, viell gibts ja noch mehr, die das Problem haben?
liebe Grüße
Zaara |
|
 |
|
 |
Ginger 
Anmeldung: 09.06.06  Beiträge: 1029 Fol. SD Ca pT 2 NXM1... Ruhrgebiet |
Beitrag:  (p29316)
Verfasst am: 07. Jul 2006, 13:47 |
|
|
Liebe Zaara,
du schreibst, dass deine Mutter ähnlich reagiert, sie ritzt zwar nicht, aber sie ist nah am Wasser gebaut und hat anscheinend ähnlich wenig Selbstvertrauen wie du.
Ich weiß nicht, wie lange du dieses Verhalten schon durch abschauen bei deiner Mutter erlernt hast, aber ich denke da könnte neben SD Problemen ein Ansatzpunkt sein. Es gibt Verhaltenstherapeuten,die dir helfen können deine Unsichreheiten und deine Reaktionen zu verändern. Dies ist ein langer und nicht immer einfacher Weg, aber er lohnt, denn die Lebensqualität ist danach spürbar gestiegen. Du musst nichts mehr verheimlichen, du kannst mit Misserfolgen leichter oder anders umgehen.
Ich habe vorige Tage in Essen eine Auskunftsnummer erhalten, dort kann man anrufen, sein Problem kurz schildern und die nennen einem dann Therapeuten in deiner Nähe.
Das Anrufen ist doch genauso anonym wie hier, die Leute am anderen Ende erleben täglich mehrere solcher Nachfragen, und sie kennen dich überhaupt nicht. Keiner sagt oder denkt, mein Gott, was war das für ein Anruf. Du bist eine von vielen!
Trau dich diesen Schritt zu gehen.
Psychotherapeutischer Infodienst
0228746699
Mo Di Do Fr 9-12 Uhr
Mo Do 13-16 Uhr
Alles Gute und viel Mut wünscht dir Ginger |
|
 |
|
 |
Ginger 
Anmeldung: 09.06.06  Beiträge: 1029 Fol. SD Ca pT 2 NXM1... Ruhrgebiet |
Beitrag:  (p29317)
Verfasst am: 07. Jul 2006, 13:51 |
|
|
Nachtrag:
Da es viele Menschen mit Problemen gibt, werden Wartezeiten immer länger um in Therapien zu kommen. Von daher könntest du dich jetzt schon bemühen. Wenn du dich jetzt bemühst, wird es bestimmt noch eine ganze Weile dauern bist du einen Termin hast. |
|
 |
|
 |
sandi Anmeldung: 14.04.06 Beiträge: 718 Hashimoto  30+ |
Beitrag:  (p29319)
Verfasst am: 07. Jul 2006, 14:25 |
|
|
Hallo Ginger,
weißt Du was mein Hauptproblem ist? Ich weiß nicht ob das ein Problem ist oder nur ne blöde Macke.
Kann mich deshalb nur schwer entscheiden, zu nem Doc zu gehen.
Aber trotzdem eine Frage: Muss ich erst zum HA oder kann man da direkt hin?
Abgeschaut von meiner Mutter...ich weiß es nicht. Sie hat früher auch immer an Ihren Fußnäglen glaub ich rugemacht, aber von daher hab ich das glaub ich nicht.
Naja, ich hatte es in der Schule nicht gerade leicht, konnt mich nicht wehren.
Hab auch mittlerweile eine Scheidung hinter mir und zu dem Zeitpunkt wo ich das meinen Eltern mitgeteilt habe, waren sie mehr hinter meinem armen Ex gestanden als hinter mir. Klar, ich war ja erst paar Wochen verheiratet, aber sie wollten und konnten das nicht verstehen.
Wie soll ich sagen. Ich fühl mich gut und denke halt immer das ist ne Macke aber keine Krankheit weil mir ja nichts weh tut.
Aber danke für Deinen Tip mit der Telefonnummer, viell kann ich mich mal dazu durchringen, aber dazu muss ich es erst mal selbst verstehen, was ich hab und OB ich was hab.
Zaara  |
|
 |
|
 |
Gehe zu Seite 1, 2 Weiter
|