| Autor |
Beitrag |
Alba
Pap. SD-Ca., foll. V... Sachsen-Anhalt  50+ |
Beitrag:  (p96797)
Verfasst am: 20. Jan 2011, 08:49 |
|
|
Hallo Maike,
kann es sich bei Dir vielleicht auch um sowas hier handeln?
http://de.wikipedia.org/wiki/Vocal_cord_dysfunction
Das ist nur der Link zu Wikipedia.
Nach meiner Erinnerung gab oder gibt es dazu auch eine Art Forum mit Krankheitsberichten Betroffener - mußt Du mal googeln.
Ich selbst habe - übrigens ohne Stimmbandlähmung und 1x sogar schon vor der SD-Op - derartige Anfälle auch mehrmals gehabt.
Mir hat geholfen: gezielte Entspannung und die Technik der Lippenbremse (gegen die halb geschlossenen Lippen ausatmen) - dann löste sich der Stimmritzenkrampf am schnellsten und mit den wenigsten Folgen.
Die ersten Male aber war ich zu Tode erschrocken und hatte große Angst.
Bei mir könnte es gut sein, daß es vom Reflux kommt, mit dem ich immer mal wieder zu tun habe, und auch eine psychische Komponente will ich nicht vollkommen ausschließen.
Mir persönlich hilft (nicht nur hier) Rationalisierung: wenn ich weiß, was es ist, geht die Angst zurück und zugleich treten Anfälle seltener auf.
(Diese Erfahrung habe ich z.B. auch mit Panikattacken gemacht, mit denen ich vor etlichen Jahren ab und an zu tun hatte - toi toi toi: hatte).
Grüße von Alba, die Dir baldige Besserung wünscht _________________ Als Verein sind wir stärker: Fördermitglied oder aktives Vereinsmitglied werden |
|
 |
|
 |
dkr
Anmeldung: 19.07.09 Beiträge: 2004 Multifok. pap. SD-CA... Ober-Ramstadt  50+ |
Beitrag:  (p96807)
Verfasst am: 20. Jan 2011, 11:07 |
|
|
Hallo,
auch ich hab an VCD gedacht, wenn allerdings ein Bronchienerweiterndes Medikament hilft, ist VCD allein eher weniger wahrscheinlich. Trotzdem wäre eine Beteiligung möglich, da auch schwer behandelbare Asthmatiker oft zusätzlich an VCD leiden, was vielfach verkannt wird.
Ich hatte ebenfalls wie Alba ähnliche Beschwerden, allerdings nach den OPs und mit einseitiger Recurrensparese. Von HNO-Seite war das angeblich durch die Recurrensparese nicht erklärbar. Eine Nachfrage bei einem VCD-Spezialisten in Berchtesgaden ergab, dass die Beschwerden sehr wohl nach SD-OPs vermehrt auftreten können und auch Recurrensparetiker oft betroffen sind und nach dem Beschwerdebild eine VCD recht wahrscheinlich war. Ebenso wie Alba, habe ich die Prbleme allein durch das Wissen um eine mögliche Ursache sowei Entspannungs- und Atemtechniken in den Griff bekommen.
Hier ist ein Link auf die Klinik in Berchtesgaden, wo anschaulich das Beschwerdebild beschrieben wird, dort gibt es auch einen Link auf eine kurzen Film mit einer besipeilhaften Krankengeschichte:
http://www.schoen-kliniken.de/ptp/k.....bk/art/00426/index.php.de
Wenn Du Dich in dem Beschwerdebild wiederfindest, helfen ja die Tipps die Alba beschrieben hat, und die in ähnlicher Weise auch mir geholfen haben. Ansonsten ist bei ernsthaften bzw. dauerhaften Beschwerden die erwähnte Klinik sicher ein möglicher Anlaufpunkt.
Viele Grüße
Karl _________________ Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg
Mitglied werden! Fördermitglied oder aktives Mitglied |
|
 |
|
 |
| Heidi K. |
|
 |
|
 |
Maike62
Anmeldung: 03.04.07 Beiträge: 23 Schildrüse fast komp... Sachsen  40+ |
Beitrag: (p96844)
Verfasst am: 21. Jan 2011, 13:36 |
|
|
Hallo Ihr Lieben,
danke das Ihr mich nicht in Stich gelassen habt. Es hat mich ein ganzes Stück weiter gebracht. Das Kind hat endlich einen Namen. Ich sehe soviel Parallelen, die Stimmbandlähmung, dann schließt mein Refluxmuskel nicht (Medikation Omeprazol 40mg ). Es schließt ja das Eine das Andere nicht aus, wobei ich ja auch zusätlich Asthma haben kann. Dazu sind aber meine Lungenwerte zu gut gewesen, konnte ich mich dadurch mit der Diagnose nicht so recht anfreunden. Auf der von Euch hingewiesenen Seite habe ich mir das Wichtigste ausgedruckt und werde es meinem Hausarzt, sowie meinem Pneumologen und meiner HNO Ärztin zeigen. Vieleicht hilft das ja dann anderen Patienten.
Ich sehe meine Krankheitsbild auf jeden Fall in VCD, denn besser hätte ich meine Anfälle nicht beschreiben können.
LG Haike |
|
 |
|
 |
Georg2 Anmeldung: 14.10.04 Beiträge: 13 Pap.Sd.ca pT4N1Mx St... Ulm |
Beitrag:  (p108279)
Verfasst am: 31. Dez 2011, 16:23 |
|
|
Hallo Leute,
ich habe eine einseitig Lähmung des Stimmbandes
auf der linken Seite,ich wurde 2001 an der Schilddrüse operiert.Jetzt bekomme ich immer größer Atembeschwerden. Nun wurde festgestellt das der Aryknorpel abgesunken ist .Durch eine Op.möchte man versuchen den Ary wieder aufzurichten und mittels der Lichtenberg-Technik zu fixeren. Ich weiß überhaupt nicht ob ich der Op. zustimme.Danach können Schluckbeschwerden auftreten ,Kloßgefühl dazu kann die Stimmen auch noch schlechter werder.Demnächst werde ich mich entscheiden müssen.
Ich wünsche Allen ein Gutes Neues Jahr!
Georg 2 |
|
 |
|
 |
| Detlef2 |
Beitrag:  (p111247)
Verfasst am: 09. Apr 2012, 10:52 |
|
|
Hallo an alle Leidensgefährten mit einseitiger Stimmbandlähmung. Da ich mir in diesem Forum viele Tipps und Anregungen geholt habe, möchte ich nun auch meinen Leidensweg schildern und damit vielleicht dem einen oder anderen behilflich sein.
Ich hatte im August 2010 eine Schilddrüsen-OP, nach der meine Stimme weg blieb und eine Lähmung des linken Stimmbandes diagnostiziert wurde. Die operierenden Ärzte versicherten mir jedoch, dass der Stimmbandnerv nicht durchtrennt bzw. erheblich beschädigt wurde, eine baldige Erholung des Nervs also sehr wahrscheinlich ist. Die ambulante Weiterbehandlung beim HNO-Arzt blieb erfolglos. Medikamentöse Stimulierung des Nervs war erfolglos, meine Stimme blieb extrem heiser, ich hatte beim Sprechen und bei Anstrengungen extreme Atemprobleme und ständig ein starkes sehr unangenehmes verschleimen des Halses. Mein HNO-Arzt machte einen ziemlich ratlosen Eindruck, von ihm hörte ich aber erstmals die Meinung, dass man mindestens ein Jahr abwarten müsse, solange könnte der Nerv wieder aktiv werde, dann wäre eine Verbesserung der Stimme operativ möglich, die Erfolgsquote aber nicht sehr hoch. Spezialisten konnte oder wollte er mir nicht empfehlen. Viel mehr Hilfe bekam ich da von meiner sehr engagierten Logopädin, auch wenn ihre Übungen keinen großen Erfolg brachten, war sie mir psychologisch eine große Hilfe. Von ihr erfuhr ich sehr viel mehr über die Funktion oder in meinem Fall besser Nichtfunktion von Stimmbändern und den Vorgängen, die sich dabei abspielten. Von ihr hörte ich auch das erste Mal etwas über eine "Taschenfaltenstimme" und dass diese bei mir sehr wahrscheinlich vorliegt. Von ihr kam auch der Tipp mich einem Facharzt (Phoniatiker) vorzustellen. Ich fand auch einen in der Nähe, wirklich weiterhelfen konnte er mir aber auch nicht. Er war zumindest der erste, der mit einer Kamera untersuchte. Aber letztlich konnte er mir auch nur bestätigen, dass mein Stimmband gelähmt war, ein Stimmbandschluss nicht mehr erfolgt und sich dadurch eine Taschenfaltenstimme ausgebildet hat. Auch er sagte mir, dass eine OP vor Ablauf eines Jahres nicht ratsam ist und ohnehin nur wenig bewirken würde. Nun, ca 9 Monate waren seit der OP vergangen und eine Besserung war nicht zu spüren, begann ich im I-Net zu recherchieren und fand so auch den Weg in dieses Forum. Besonders der Beitrag hier und diverse andere Artikel von Professor Sittel machten mir neuen Mut und ich entschloss mich mein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und Professor Sittel zu kontaktieren. Stuttgart und meine Heimatstadt sind zwar mehr als 600km voneinander entfernt, aber da mein Sohn in Stuttgart lebt war es kein Problem mich Professor Sittel im August 2011, also ziemlich genau ein Jahr nach der OP vorzustellen. Die Diagnose war "ernüchternd" aber wenigstens wurde zum ersten Mal Klarheit geschaffen. Zur Stimmbandlähmung diagnostizierte der Professor zusätzlich eine Veränderung der Stellung des Aryknorpels, der so etwas wie die "Aufhängung" des Stimmbandes ist. Der Aryknorpel stand so, dass er einen Stimmbandschluss unmöglich machte. (Deshalb auch die Erfolglosigkeit der logopädischen Übungen) Er zeigte mir im Video die Stellung des Aryknorpels und wie er durch seine Stellung zwischen den Stimmbändern einen Schluss dieser verhindert. Was HNO-Arzt und Phoniatiker nicht erkannten, konnte ich als Laie deutlich erkennen!!
Professor Sittel macht mir klar, dass es zur OP keine Alternative gibt und diese Diagnose auch schon wenige Wochen nach der OP hätte gestellt werden können. Er nahm sich viel Zeit mir seine Diagnose zu erläutern und mir genau zu beschreiben, was er bei einer OP tun würde.
Er beschrieb mir, dass er zunächst den Aryknorpel wieder aufrichten wird und diesen in der Normalstellung befestigen wird. Dann würde er ein Implantat in das gelähmte Stimmband einsetzen, wodurch das gelähmte Stimmband in eine Position fixiert wird, welche einen Schluss der Stimmbänder ermöglicht. Ein spritzen von Botox oä. käme nicht in Frage, da die Stimmbänder viel zu weit auseinander stehen, so erläuterte er mir weiter. Er nahm sich wirklich viel Zeit, erläuterte mir, dass sich mit hoher Wahrscheinlichkeit Stimme und Luft deutlich verbessern würden und beantwortete mir geduldig alle meine Fragen. Auf Grund meiner bis dahin eher negativen Erfahrungen hatte sich bei mir ein gewisses Misstrauen zu Ärzten aufgebaut. Bei Professor Sittel fühlte ich mich aber von Beginn an in „guten Händen“ ich fasste wieder Vertrauen und ging wieder mit Optimismus durchs Leben, auch wenn seine Diagnose eine Hoffnung auf Widerherstellung der Stimmbandfunktion zerstörte.
Im September 2011 war es dann so weit, ich ging in das Stuttgarter Marienhospital zur OP. Nochmal nahm sich Professor Sittel viel Zeit, erläuterte mir nochmals die OP. Er Erläuterte mir auch noch einmal, dass ohne Arykorrektur das Einsetzen des Implantates in das Stimmband nur mit Lokalanästhesie erfolgen würde und somit eine mm-Genaue Positionierung des Stimmbandes erfolgen könnte, da der Patient Laute bilden kann und somit die Stellung des Stimmbandes genau beurteilt werden kann. Durch die Arykorrektur müsste aber eine Vollnarkose erfolgen und somit kann nur eine grobe Positionierung erfolgen. Eine spätere Korrektur durch Botoxspritzen könnte dann den OP-Erfolg eventuell noch verbessern.
Sofort nach Erwachen aus der Narkose probierte ich meine „neue Stimme“ aus und stellte fest, dass sie ähnlich gut war wie meine alte. Bereits nach 3 Tagen, als keine Gefahr einer Halsschwellung mehr bestand, konnte ich das Krankenhaus wieder verlassen, natürlich nachdem sich Professor Sittel noch einmal vom Erfolg seiner OP überzeugt hatte. Er empfahl mir, mich nach ca ½ Jahr nochmal bei ihm vorzustellen.
In der Folge konnte ich feststellen, dass ich unter normalen Bedingungen wieder normal reden konnte. Bei größeren Belastungen wird die Stimme aber schnell für kurze Zeit heiser. Ebenso stelle ich eine gewisse Wetterfühligkeit fest. Dh. Bei extremen Wetterumstellungen bin ich schnell mal heiser. Auch tiefe Temperaturen bekommen meiner Stimme nicht so gut. Insgesamt kann ich also feststellen, dass meine Stimme nicht wieder ganz die alte ist, aber sie ist bedeutend besser als vor der OP durch Professor Sittel. Meine Lebensqualität und damit mein psychisches Wohlbefinden haben sich bedeutend verbessert.
Auch die Atemprobleme und das Verschleimen des Halses haben sich deutlich verbessert. Beides ist auch stark vom Zustand der Stimme abhängig, also wenn ich heiser bin, geht auch das Atmen schwerer und der Hals ist mehr verschleimt. Aber auch hier kann ich eindeutig feststellen, dass sich die Situation durch die OP deutlich verbessert hat.
Da demnächst wieder ein Besuch bei unserem Sohn in Stuttgart ansteht, werde ich mich wie geplant noch einmal beim Professor Sittel vorstellen, vielleicht lässt sich ja noch eine weitere Verbesserung erzielen. Ich werde dann erneut berichten.
Ich kann jedem, der Probleme mit den Stimmbändern hat nur empfehlen sich Professor Sittel vorzustellen. Er ist wirklich ein hervorragender Fachmann auf diesem Gebiet.
Meinem HNO-Arzt bin ich übrigens treu geblieben. Als ich mich ihm nach der OP zur Weiterbehandlung vorgestellt habe (er wußte vorher von meinen Kontakten und von meiner OP-Absicht nichts) sind ihm förmlich die Kinnladen heruntergeklappt. Er sagte mir ehrlich, dass er auf dem Gebiet zwar kein Spezialist ist, aber solch einen OP-Erfolg noch nie gesehen hat. Er ist sicher ein guter HNO-Arzt, aber eben kein Spezialist für die doch relativ seltene Stimmbandlähmung, sicher verfügter auch nicht über die notwendige Diagnosetechnik dafür. Das einzige was ich ihm vorwerfen kann, ist dass er mich nicht an Spezialisten weiterverwiesen hat, obwohl Professor Sittel in der HNO-Branche doch sicher nicht ganz unbekannt sein dürfte.
Der Phoniater, bei dem ich war sieht mich jedoch nie wieder. Er nennt sich schließlich „Facharzt“ und verfügt über zumindest ähnliche Diagnosetechnik wie Professor Sittel. Er hätte schon viel früher diagnostizieren müssen, dass es zur OP keine Alternative gibt und mir ein qualvolles Wartejahr ersparen können. |
|
 |
|
 |
| Detlef2 |
Beitrag:  (p112044)
Verfasst am: 09. Mai 2012, 23:31 |
|
|
So, zuerst eine Korrektur meines Beitrages: Professor Sittel ist im Stuttgarter Katharinenhospital zu finden nicht wie von mir geschrieben im Marienhospital.
Am 7.5. stellte ich mich bei Prof. Sittel zur Nachuntersuchung vor. Wieder nahm er sich viel Zeit, zeigte mir, dass die Stimmbänder optimal schließen und erläuterte mir, warum meine Stimme anfälliger ist als vorher. |
|
 |
|
 |
Gehe zu Seite Zurück 1, 2
|