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Fußpflege bei Hand-Fuß-Syndrom unter TKI?

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Harald(Bundesgeschäftsführer
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BeitragFußpflege bei Hand-Fuß-Syndrom unter TKI?

 (p170593)
Verfasst am: 17. Mai 2019, 20:46
Danke! sagt : dkr
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Hallo,

bei der Behandlung mit den meisten Tyrosinkinase-Inhibitoren (TKI) tritt das Hand-Fuß-Syndrom auf.

Meine Frage an die Betroffenen, die TKIs nehmen und vom Hand-Fuß-Syndrom betroffen sind, bekommt ihr einen "podologische" Fußpflege zur ergänzenden Unterstützung, z. B. bei einem schweren Hand-Fuß-Syndrom - Grad III und IV -, verordnet und bekommt ihr dafür (k)eine Kostenübernahme durch die Krankenkakssen.

In der aktuellen Heilmittelverordnung (Seite des G-BA) wird in Kapitel E wird die Podologische Therapie eingschränkt auf:
Zitat:
Maßnahmen der Podologischen Therapie sind nur dann verordnungsfähige Heil-mittel, wenn sie zur Behandlung krankhafter Schädigungen am Fuß infolge Diabetes mellitus (diabetisches Fußsyndrom) dienen.


Im G-BA hat die Patientenvertretung bereits 2015 einen Antrag gestellt; ein Beschluss des G-BA auf Überürfung dieser Einschränkung wurde im Mai 2018 gefällt.
Laut Plan vom 25.4.2018 ist ein Beschluss für Mai 2019 geplant (mehr konnte ich allerdings auch noch nicht in Erfarhung br

Viele Grüße
Harald

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Harald(Bundesgeschäftsführer
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 (p170637)
Verfasst am: 21. Mai 2019, 12:08
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Hallo,

habe den obigen Beitrag konkretisiert.

Erfahrungen von anderen Betroffenen diesezüglich sind sehr hilfreich.

Viele Grüße
Harald

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dkr(Bundesvorsitzender
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multifok. pap. SD-CA...
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 (p170638)
Verfasst am: 21. Mai 2019, 13:50
Danke! sagt : Harald
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Hallo,

die Ausdehnung auf andere Indikationen ist eine alte Forderung auch von anderer Seite. Leider wurde darauf bisher nicht angemessen reagiert.

Mögliche Schädigungen sind nicht allein Folge des diabetischen Fuß-Syndroms, das meist Folge einer durch die Durchblutungsstörungen bedingte Neuropathie ist. Neuropathien mit den gleichen Folgen können jedoch auch etliche andere Ursachen haben (Chemotherapien, Vit. B-Mangel etc.) oder rein idiopathisch auftreten (so bei mir). In allen diesen Fällen wird eine medizinische Fußpflege zwar von den Fachleuten als sinnvoll angesehen aber nicht bezahlt.

Evtl. müsste man sich hier auch mit anderen Betroffenenorganisationen zusammentun.

Viele Grüße
Karl

_________________
Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg


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Zuletzt bearbeitet von dkr am 23. Mai 2019, 13:42, insgesamt einmal bearbeitet
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mehcojOffline
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 (p170639)
Verfasst am: 21. Mai 2019, 14:37
Danke! sagen : Harald, dkr
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Halo zusammnen,

Ich nehme seit 2016 unterschiedliche TKIs. Vorbeugend bin ich unregelmäßig zur medizinischen Fußpflege gegangen und habe vor allem Hornhaut entfernen lassen. Ich habe die Kosten immer selbst getragen, da diese mit etwa 30 Euro alle 8-12 Wochen tragbar waren. Ich bin nie auf die Idee gekommen, die Kosten bei der Krankenkasse einzureichen. Das werde ich mit der nächsten Behandlung aber mal versuchen.

Das Hand-Fuss-Mund Syndrom trat bei mir unter Sorafenib (Nexavar) ganz wenig und stärker unter Cabozantinib (Cabometyx) auf. Ich habe es mit Mapisal (Salbe) und Allpresan (Schaum) gut in den Griff bekommen.

Das war jetzt hier nicht ganz die Frage, aber ich wollte meine Erfahrungen trotzdem hier so teilen.

Viele Grüße, Mehcoj
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Micha2(Fördermitglied)Offline
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Beiträge: 3
Beitrag:

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 (p170660)
Verfasst am: 22. Mai 2019, 22:56
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Guten Abend,

nur zur Info - Mapisal wird nicht mehr hergestellt. Da ich Mapisal ebenfalls vorbeugend - nachdem ich die Chemo absetzen musste, da ich das Hand-Fuß-Syndrom Grad IV mit Rissbildung der Fußsohlen re + li hatte, fragte ich beim Hersteller nach dem Grund der Einstellung. Leider habe ich bis heute noch keine Antwort. Ich bleibe aber dran. Confused
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Micha2(Fördermitglied)Offline
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 (p170679)
Verfasst am: 23. Mai 2019, 20:32
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Evil or Very Mad Bei mir hat sich der Fehlerteufel eingeschlichen! Ich meinte im gestrigen Beitrag nicht Chemo, sondern TKI. Ich sage zu Außenstehenden immer Chemo, da ich ansonsten nur erkläre, was TKI bedeutet.
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Harald(Bundesgeschäftsführer
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 (p171187)
Verfasst am: 03. Jul 2019, 17:25
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Hallo,

könnt ihr die Fußpflege beim Hand-Fuß-Syndrom unter TKI bekommt, beschreiben, was dort genau gemacht wird und worin der Nutzen ist.

Dies wird mir dann im G-BA weiterhelfen, da ohne Nutzenbeleg es sehr schwierig ist, bei dieser Frage weiter zu kommen.

Danke und viele Grüße,
Harald

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Micha2(Fördermitglied)Offline
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 (p171461)
Verfasst am: 24. Jul 2019, 14:12
Danke! sagen : Harald, Maria2, dkr
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Hallo Harald,

vielen Dank, dass Du bzw. Ihr am Thema bleibt. Wir haben mittlerweile auch Klage beim Sozialgericht Lüneburg gegen den ablehnenden Widerspruchsbescheid der KK meines Mannes erhoben.

In Beantwortung Deiner Anfrage hier eine kurze Stellungnahme:

Vorangestellt sei -

=> Podologenleistungen sind:

Verletzungsfreie Hornhautabtragung an den Füßen, um Hautschädigungen, Risse und Entzündungen zu vermeiden
Verletzungsfreie Beseitigung von abnormen Nagelbildungen durch Schleifen, Fräsen und Schneiden der krankhaft verdickten Zehennägel
Untersuchung des Fußes auf Verletzungen, Entzündungen, Blasen, Geschwüre, offene Wunden, Druckstellen, Hühneraugen, Pilzerkrankungen, Warzen oder eingewachsene Fußnägel
Unterweisung des Patienten in Fuß-, Haut- und Nagelpflege
Prüfung des vorhandenen Schuhwerks auf die ideale Paßform

Medizinische Fußpflege bedeutet Krankenbehandlung im Sinne von Heilkundeausübung und ist Ärzten, Heilpraktikern und Podologen vorbehalten. Sie ist als heilberufliche Tätigkeit gesetzlich geregelt und wird auf Grundlage einer ärztlichen Verschreibung durchgeführt.

Zu einer enventuell möglichen Nachfrage, warum eine selbständige Versorgung der Füße nicht möglich ist:

Michael hat keine heilkundliche Ausbildung und somit keine Befähigung die oben ausgeführten Tätigkeiten an sich selbst zu erbringen. Ebenfalls ist es aufgrund seiner Größe (2,03 m) und der Empfindungsstörungen aufgrund seiner Polyneuropathie in seinen Füßen schwierig für ihn, selber eine fachgerechte Fußpflege ohne Schädigung des Nagelbetts, seiner Fußsohlen etc. an sich selbst durchzuführen. Er würde nicht merken, wenn er sich durch eine „unprofessionelle Fuß-Selbstversorgung“ selbst verletzen würde. Nur anhand von Blutungen oder Entzündungen würde er es verspätet merken, und zwar dann, wenn er sich schon verletzt hat.

Die Verletzungen würden sich entzünden oder es würden sich Risse der Fußsohlen bilden, welche die bereits vorhandenen Schmerzen noch mehr verstärken bzw., wie es im Dezember 2018 der Fall war, eine Teilnahme am täglichen Leben soweit einschränken, dass die Lebensqualität erheblich eingeschränkt ist. Ebenso könnten Folgeschäden entstehen, da die Behandlung mit den TKIs dann eingestellt werden muss, und die Krebszellen entsprechend weiter wachsen bzw. sich auch weiter verbreiten können, welches wiederum zu Folgeschäden mit unabsehbaren Folgen für die Gesundheit meines Mannes führen kann.

Bei dem Hand-Fußsyndrom wächst durch die Einnahme von TKI´s u.a. die Hornhaus an den Füßen so schnell nach, dass die dann dicke Hornhaut - dann zusätzlich zu den bereits vorhandenen Fußschmerzen - beim Laufen einen Druckschmerz hervorruft. Durch die podologische Fußpflege wird die schnell nachgewachsene Hornhaut dann medizinisch fachgerecht entfernt und damit werden die Schmerzen und die Gefahr des Einreissens der Füße ge- bis verhindert.

Sollten noch weitere Informationen benötigt werden oder wir noch etwas beitragen können, melde Dich bitte. Konnten urlaubsbedingt vorher nicht antworten. Hoffen, die Antwort kommt noch zeitgemäß.

Herzliche Grüße aus der Heide
von Simone und Michael
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