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Covid-19: Auffrischungsimpfung, Erstattung Antikörpertests bei Immundefizienz

Covid-19: Auffrischungsimpfung, Erstattung Antikörpertests bei Immundefizienz

| Beitrags-ID: 404582

Covid-19: Auffrischungsimpfung, Erstattung Antikörpertests bei Immundefizienz (ID) – Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz (GMK)

Überblick:

Folgende Mail erreichte uns hierzu von der BAG Selbsthilfe:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

in Reaktion auf die STIKO-Empfehlung hat nun die Gesundheitsministerkonferenz folgenden ergänzenden Beschluss zu den bisherigen Beschlüssen zu Auffrischungsimpfungen gefasst, mit dem auch die Frage der unzureichenden Erstattung von Antikörpertests bei Immundefizienz angesprochen wird:

1. Personen ab zwölf Jahren mit einer schweren ID (Immundefizienz) wird nach der vierten Woche nach Verabreichung der 2. Impfstoffdosis zur Optimierung des Impfschutzes eine 3. Impfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten.

2. Bei Personen mit schwerer ID besteht die Möglichkeit einer fehlenden Immunantwort und damit trotz verabreichter Impfungen eines fehlenden Schutzes gegen COVID-19. Deshalb soll ihnen sowohl nach der vierten Woche nach der 2. Impfstoffdosis als auch nach der vierten Woche nach der 3. Impfstoffdosis eine serologische Untersuchung auf spezifische Antikörper gegen das SARS-CoV-2-Spike-Protein angeboten werden. Das Ergebnis der ersten Antikörpertestung muss nicht abgewartet werden, bevor eine 3. Impfstoffdosis verabreicht werden kann. Der Bund wird eine Regelung zur Finanzierung der Antikörpertests für diesen Personenkreis prüfen.

3. Personen, die eine Impfung des Herstellers Johnson & Johnson erhalten haben, wird zur Optimierung der Grundimmunisierung nach der vierten Woche nach der verabreichten Impfung eine Auffrischimpfung mit einem mRNA-Impfstoff angeboten.

4. Die Sicherheit und Verträglichkeit der in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 ist durch umfangreiche Daten belegt. Aus fachlicher Sicht ist eine weitere Differenzierung von Impfreaktionen zwischen COVID-19-Impfstoffen und anderen Totimpfstoffen, wie Influenza-Impfstoffen, nicht mehr notwendig. Demnach können Impfungen gegen COVID-19 und gegen Influenza zeitgleich verabreicht werden.

Sie finden diesen Beschluss unter folgendem Link:

https://www.gmkonline.de/Beschluesse.html?uid=231&jahr=2021

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Siiri Doka

Referatsleiterin Gesundheits- und Pflegepolitik
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