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KHK

KHK

| Beitrags-ID: 460525

Hallo,

ich melde mich nach langer Zeit mal wieder, nachdem ich leider durch viele andere Baustelle, medizinische und andere, verhindert war, regelmäßig hier reinzuschauen.

Die aktuelle gesundheitliche Lage ist kompliziert.. Zuletzt hat mich das Herz beschäftigt.

Nach einem Eingriff in der linken Niere im letzten Herbst , hatte ich am 2. Post OP Tag Atemprobleme. Es wurde ein gottseidank sehr aufmerksamer und zugewandter Pneumologe. hinzu gezogen. Röntgen Lunge war bis auf bekannte Belüftungsstörungem in den. unteren Lungenlappen OK. Der Arzt ordnete dann eine Poligrafie über Nacht an, für die ich Ende des Jahres auch einen Termin bekam.

Dabei kam heraus, dass ich sehr viele Atemstillstände vermutlich zum Teil auch zentralen Ursprungs hatte mit teilweise bedenklichen Entsättigungen. Anfang des Jahres kam dann ein Termin im Schlaflabor zustande, bei dem wegen der sehr eindeutigen Befunde der Poligrafie direkt eine CPAP Beatmung gestestet wurde, mit sehr gutem Ergebnis, fast keine Atemstillstände mehr bei guter Sättigung.

Bei einem Nachgespräch brachte ich meine umfangreichen intensiven Kontakte mit lungenschädlichen Substanzen im Jungen und später auf den Tisch (vor allem intensiv Asbest, sowie diverse giftige Lösungsmittel und Beton und Zementstaub).

Der Arzt ordnete dann ein CT an, zur Sicherheit, um. eventuelle Schäden zu entdecken.

Ironischerweise waren die Lungen bis auf die bekannten Vorbefunde ok, allerdings fielen dem Radiologen erhebliche „Verkalkungen“ der Herzkrangefäße auf mit der dringenden Empfehlung einen kardiologischen Termin zu vereinbaren.

Bei diesem Termin waren EKG, Echo und Ergometrie zwar im Rahmen meines desolaten Fitnesszustandes soweit ok, aber der Radiologiebefind legte doch eine Abklärung per Herzkathether nahe.

Alle Befunde nach dem Niereneingriff waren letztlich Zufallsbefunde.

Bei der Herzkathetheruntersuchung stellten sich Verengungen in drei Kranz Gefäßen heraus, zwei bis mit 50 und 30 Prozent Restquerschnitt, eines mit 10 Prozent. Betroffen alle drei großen Gefäße.

Zwei wurden mit Ballondilatation gedehnt, das zu 90 Prozent Betroffene gedehnt und mit einem Stent versorgt.

Eine Anschlussreha wurde empfohlen und fand ambulant ganztägig 4 Wochen lang in der Nähe statt.

Letztlich sind vermutlich verschiedene Faktoren an der Entstehung der Erkrankung beteiligt: Fettstoffwechselstörung, jahrzehntelanger Stress, Bewegungsarmut.

Außerdem denke ich darüber nach, ob vielleicht auch die lange ziemlich stramme TSH Einstellung einen Teil beigetragen haben könnte, womit wir beim. Thema dieses Forums wären. Ich denke, man sollte die TSH Unterdrückung sehr überlegt einsetzen.

Ich war nach OP und RJT zwar high risk und hatte und habe immer noch Tg-Antikörper aber immer im wesentlichen stabil und im Sono zwar viele vergrößerte aber nicht verdächtige LK.

Vielleicht hätte man früher lockern können und mich früher in den Referenzbereich entlassen und dann auch höhere Werte zulassen können.

Das ist nun nicht mehr zu ändern. Vielleicht kommt es langsam hinsichtlich TSH zu einem Umdenken.

Im CT wurde auch auf Verkalkungen der Carotiden hingewiesen, die demnächst noch genauer abgeklärt werden und vielleicht bei einem Teil der neurologischen Beschwerden (massiver essentieller Intensionstremor, Störungen der Feinmotorik u. a.) beteiligt sind. Parkinson wurde vorläufig ausgeschlossen.

Letztlich spielte bei alledem ein aufmerksamer Pneumologe und ganz viel Zufall mit.

Viele Grüße

Karl

Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg

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4 Nutzer*innen haben sich für diesen Beitrag bedankt.
Maria2
Moderator
pap. Karzinom pT3 tall-cell-Variante

Antwort auf: KHK

| Beitrags-ID: 460530

Hallo Karl,

vielen Dank für deinen Bericht.

Da hast du wirklich einige Baustellen. Gott sei Dank sind die verengten Herzkranzgefäße rechtzeitig gefunden worden.

Ich bin inzwischen auch der Meinung, dass ein zu niedriger TSH (sogar wenn die freien Werte im Normbereich sind) möglichst vermieden werden sollte. TSH-Unterdrückung also nur, wenn es wirklich notwendig ist zur Verhinderung eines erneuten Tumorwachstums (die wirkliche Kunst dürfte die Abgrenzung sein, wann diese Notwendigkeit denn nun besteht…). Aus meiner Erfahrung heraus meine ich: Je niedriger die Dosis an SD-Hormonen ist, mit der man sich wohl fühlt, umso besser für den Körper, damit der nicht immer auf Hochtouren laufen muss.

Alles Gute dir weiterhin! 👍

Viele Grüße, Maria

  • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Wochen, 2 Tage von Maria2.
2 Nutzer*innen haben sich für diesen Beitrag bedankt.
InSeNSU
Moderator
Basedow, Hypoparathyreoidismus

Antwort auf: KHK

| Beitrags-ID: 460539

Hallo Karl,

gut wieder einmal von dir zu hören, auch wenn es leider nur Baustellen zu berichten gibt.

Wie ist denn dein Status in Sachen  Hypopara inzwischen? Da ist ja leider in Sachen Verkalkungen auch immer wieder von Zusammenhängen die Rede. Das Fahr-Syndrom (Stammhirnverkalkungen) kann ähnliche Symptome machen wie Parkinson. Es kann als paradoxe Verkalkung auch durch einen längerfristig zu niedrigen Calciumwert auftreten. Zu viel Calcium macht vor allem in Verbindung mit Phosphat Nierenprobleme, wie wir es in unserer Broschüre ausführlich erläutern:

https://hypopara.de/cms/wp-content/uploads/2022/04/Ernaehrungsbroschuere_Hypopara_201906.pdf

Ich habe übrigens nächste Woche wegen Rhythmusstörungen auch ein Herzecho und hoffe, dass ich mich in Sachen Verkalkungen da nicht einreihen muss.

Nach diesem sehr informativen Vortrag:

https://www.sd-krebs.de/foren/forum/sd-foren/termine-treffen/topic/online-vortrag-thyroid-disorders-as-cardio-vascular-risks-31-mai-2024-um-1500/#

habe ich wegen meines niedrigen TSH einen zweiten Versuch begonnen, die Euthyrox-Dosis zu senken. Den ersten Versuch (auf Anraten einer Endokrinologin) hatte ich wegen erheblicher Probleme abgebrochen, aber diesmal scheint es besser zu laufen. Jedenfalls sind die Herzrhythmusstörungen weniger geworden.

-Und willkommen im Club in Sachen Schlafapnoe.;-) Gut dass die CPAP-Therapie bei dir anschlägt! Vielleicht erinnerst du dich an mein altes Lieblingsthema Alkalose durch Hypopara? Da Alkalose den Atemantrieb senkt, finde ich neben der Kontrolle der Elektrolyt-Balance (Szent-Giörgy) immer wichtig, auch nach dem Säuren-Basen-Gleichgewicht zu schauen. -Aber wenn du eine Nieren-OP-hattest, werden die Nephrologen da hoffentlich ohnehin entsprechend drauf achten.

Alles Gute für den weiteren Verlauf wünscht dir

Frauke

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1 Nutzer*in hat sich für diesen Beitrag bedankt.
dkr

Antwort auf: KHK

| Beitrags-ID: 460541

Hallo Frauke,

bei mir gab es eigentlich nie wirklich Hinweise auf Hypopara. Parathormon wurde bei den jährlichen Nachsorgen immer mitbestimmt, Ca sowieso, da war immer alles im grünen Bereich, Vit D war öfter mal grenzwertig und wird im Sommer mit ca. 1000 IE und im Winter mit 2000 IE substituiert.

Es ist auch immer nur die linke Niere, die Steine produziert, die aber dafür sehr fleißig. Wurde mittlerweile nach diversen Steinabgängen zwischendurch schon zweimal endoskopisch mit Laserzertrümmerung und Bergung durch den Harnleiter geräumt. Die produziert aber immer weiter

Die rechte war und ist hingegen immer steinfrei. Man vermutet evtl. irgendeine anatomische Besonderheit.

Viele Grüße

Karl

Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg

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Antwort auf: KHK

| Beitrags-ID: 460686

Ich freue mich auch sehr von ihnen zu hören..mich würde interessieren wie es der Stimme geht.. habe ja auch leider eine Stimmbandlähmung Links.. liebe Grüße und Weiterhin alles Gute

Anonym
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