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Studie: Erhöhte Krebssterblichkeit im Umkreis von 200km von Kernkraftwerken (Alwadi 2026)

HaraldBundesgeschäftsführer
Leitungsteam SHG Berlin
follikulärer SD-Krebs 1997 (oxyphil), Zungengrundkrebs 2024

Studie: Erhöhte Krebssterblichkeit im Umkreis von 200km von Kernkraftwerken (Alwadi 2026)

| Beitrags-ID: 484403

Hallo,

Schilddrüsenkrebs tritt gehäuft nach nuklearen Katastrophen auf (z. B. Tschernobyl).

Auch rund um das Endlager Asse wurden vermehrt Schilddrüsenkrebserkrankungen beobachtet:

siehe Forenthema: Mehr Schilddrüsenkrebs um Atommüll-Lager Asse ?

Bei der reinen Inzidenz ist allerdings zu berücksichtigen, dass eine erhöhte Aufmerksamkeit und intensivere Diagnostik auch zu Überdiagnosen führen können.

In einer aktuellen Analyse aus den USA wurde untersucht, ob ein Zusammenhang zwischen der Wohnortnähe zu Kernkraftwerken und der Krebssterblichkeit besteht. Die Wohnortnähe wurde dabei über Entfernungen bis zu 200 km definiert.
Die Ergebnisse zeigen ein konsistentes Signal für erhöhte Krebssterblichkeitsraten in diesem Umkreis. Einzelne Krebsarten bzw. spezifische Sterblichkeiten wurden nicht separat analysiert.

Alwadi Y, et al. National analysis of cancer mortality and proximity to nuclear power plants in the United States. Nat Commun. 2026 Feb 23;17(1):1560. doi: 10.1038/s41467-026-69285-4. PMID: 41730864; PMCID: PMC12929679.

Studiendesign:
Auswertung von Daten aus allen US-Countys im Zeitraum 2000–2018. Berücksichtigt wurden zahlreiche Einflussfaktoren wie sozioökonomische Unterschiede, Lebensstil (z. B. Rauchen, Adipositas), Umweltfaktoren und Zugang zur medizinischen Versorgung.

Ergebnisse:

  • Mit abnehmender Entfernung zu Kernkraftwerken nahm die Krebssterblichkeit zu

  • Der Zusammenhang blieb auch nach Korrektur für bekannte Risikofaktoren bestehen

  • Besonders ausgeprägt war der Effekt bei älteren Menschen: Bei Frauen zwischen 55 und 64 Jahren sowie bei Männern zwischen 65 und 74 Jahren lag das relative Risiko, an Krebs zu sterben, um etwa 2 % höher

  • Hochgerechnet ergibt sich eine relevante Zahl zusätzlicher Krebstodesfälle im Untersuchungszeitraum (Schätzung: ca. 115.000 zusätzliche Todesfälle, etwa 6.400 pro Jahr in den USA)

 

Die Studie zeigt eine statistische Assoziation, jedoch keinen Beweis für einen ursächlichen Zusammenhang. Eine direkte Messung der individuellen Strahlenbelastung erfolgte nicht.

Fazit:
Die Ergebnisse liefern ein auffälliges und konsistentes Signal, das weiter untersucht werden sollte. Eine klare kausale Erklärung lässt sich aus der Studie jedoch nicht ableiten.

Weiter Quelle:
Healio (13.03.2026): „Robust and consistent signal: Cancer mortality rates higher near nuclear power plants“

Der Artikel wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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