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Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

HaraldBundesgeschäftsführer
Leitungsteam SHG Berlin
follikulärer SD-Krebs 1997 (oxyphil), Zungengrundkrebs 2024

Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460490

Letztes Update: Mittwoch, 24.7.2024

Liebe alle,

Zur Vorgeschichte:

Habe mich schon das ganze Jahr nicht so richtig fit gefühlt. Kann aber auch Post-Covid sein. Covid hatte ich zum ersten mal vor Weihnachten 2023. War da vor allem unglaublich müde und schlapp.

Dieses Frühjahr kamen dann leichte Halsschmerzen dazu. Da ich oft einen Sekundenschlaf am Schreibtisch hatte, ließ ich mir am 8. März 2024 , die Schilddrüsenhormone und Thyreoglobulin überprüfen. Tg nicht nachweisbar, TSH war mit 1,8 noch nie so hoch seit 25 Jahren. Habe erst mal nichts geändert. Nach  4 Wochen nochmal TSH kontrolliert, da war der TSH wieder bei 0,48 wie die Jahre zuvor.

Da die Halsschmerzen nicht weg gingen, hatte ich dann Ende Mai einen Hausarzttermin. Der kontrollierte sämtliche Blutwerte und machte mehrere Abstriche (war alles in Ordnung) und gab mir eine Überweisung zum HNO. Außerdem stellte er die Frage, ob es nicht Reflux sein könnte, was ich erst mal verneinte. Die Lymphknoten waren da auch schon leicht geschwollen am Hals. HNO am gleichen Tag aufgesucht, der hat nur über den Mund in den Rachen geschaut, dort nichts auffälliges gesehen. Und wegen der Lymphknoten eine Überweisung zum Radiologen gegeben für den Halsultraschall.

Habe dann versucht, einen Halsultraschall zu bekommen. Ich sollte in ein paar Wochen wieder anrufen, oder ein Termin im November.

Mittlerweile habe ich meinen Körper etwas beobachtet, und es kam schon immer sehr viel Speichel aus dem Rachen hoch, so dass ich dachte, es könnte vielleicht doch Reflux sein.

Kein Kaffee mehr im Büro getrunken, statt dessen Anis-Fenchel Tee…. hat nichts geholfen.

In der Zwischenzeit habe ich auch meine Krone auf das Implantat bekommen. Bei der ersten Kontrolle am 20. Juni waren die Lymphknoten auf der linken Seite doch schon so groß,  dass ich die Zahnärztin bat, sich mal die Lymphknoten anzuschauen, da auf der selben Seite wie das Implantat. Sie meinte beim Abtasten, die sind beweglich, bot mir jedoch an, dass ein Kollege in einer anderen Zahnarztpraxis  zwar kein großes Ultraschall Gerät hätte , aber mit dem für die Zähne könne er da auch schauen. Zu dem Zeitpunkt habe ich das noch abgelehnt,und wollte schauen, dass ich über den Hausarzt, dringend einen Halsultraschall bekomme.

In der Woche nach diesem Zahnarztbesuch sind die Lymphknoten wieder gewachsen, und es kamen nun Schmerzen bis zu den Ohren dazu.

Dachte immer noch an Entzündung und Reflux und habe mich dann mit Mitteln aus der Apotheke eingedeckt. Hat nichts geholfen. Donnerstag, 27.Juni hatte ich etwas Blut in der Spucke am Morgen,  wie beim Zähneputzen bei Zahnfleischentzündung. Am Freitag, auch wieder am Morgen. Bin dann zur Zahnärztin, und habe sie gebeten nochmal genauer zu schauen,  ob es vielleicht doch mit Implantat und der Krone zu tun hat. Von toten Zähnen, die entzündet sind, kenne ich es durchaus, dass Lymphknoten so geschwollen sind und schmerzen. War aber in der Röntgenaufnahme nichts zu sehen.

Nun nahm ich das Angebot an, dass ein anderer Zahnarzt mit seinem Ultraschallgerät mal schaut. Termin in 14 Tagen, besser wie weiter warten.

Samstag morgen wieder Blut morgens in der Spucke.

Bin dann Nachmittags im Tiergarten laufen gegangen,  meine 17 km mit Pausen, wie meist in diesem Jahr wie ein sehr alter Mann. Zwischendurch musst ich mal spucken, diesmal auch wieder etwas Blut.

Das beunruhigte mich nun zunehmend, und nahm mir vor, wenn am Montag immer noch, dass ich zum Hausarzt ohne Termin gehe.

Am Sonntagmorgen war wieder noch etwas mehr Blut in der Spucke. Nicht wirklich viel, aber dadurch, dass es jeden Tag etwas mehr wurde, war ich doch stärker beunruhigt.

Ich ging daher Sonntag, 30.6.2024, früh 8 Uhr in die Notaufnahme der Charité,  weil ich wusste die haben dort eine HNO Abteilung. Gegen 11 Uhr hat mich dann eine Assistenzärztin untersucht, der ich all dies erzählte.

Gegen Ende wurde sie etwas unfreundlich und meinte, für eine Magenspiegelung sei die Notaufnahme der Charité nicht da, und ich könne mir über doctolib ja dort einen ambulanten Termin suchen. Ich klagte dann nochmal über meine Mühen einen Halsultraschall zu bekommen. Sie bat mich dann energisch draußen im Wartebereich platz zu nehmen und zu warten. Ich würde noch den Bericht bekommen.

Da wartete ich nun noch eine Weile und wurde dann nochmal rein gebeten. Es sei jemand da, der Halsultraschall machen könne. Ein Oberarzt machte dann den Ultraschall und erklärte dabei der Assistenzärztin wie man vorgeht.  Erst die unauffällige Seite auf der rechten Seite mit sehr vielen Sätzen, dann die linke Seite, hier wurde er wortkarg: Zwei runde große Lymphknoten. Ab diesem Moment war mir klar, das sind Lymphknotenmetastasen, nur von welchem Krebs?

  • Aus dem Entlassungsbericht: Links im Level  IIA zwei runde Lymphknoten  bis 2,5 cm mit nicht erhaltener, inhomogener Binnenstruktur, hier entzündlich oder maligne Veränderung möglich.
  • „Im Level IIA  rechts auffällige LK mit malignistätsverdächtige DD nachrangig reaktive Veränderung.“
  • Glandula submandibularis [Unterkieferspeicheldrüse] linksseitig Inhogenität ohne sichere Entzündungszeichen oder klar abgrenzbare Raumforderung.

Es wurde noch eine Röntgenaufnahme der Lunge gemacht, jedoch unauffällig.

Eine HNO-Ärztin wurde nun hinzugezogen. Sie schaute nun erst mal tiefer in den Rachen über eine Kamera , die über die Nase eingeführt wird, und fand dann sehr schnell einen Tumor am Zungengrund.

Habe sie direkt auf Krebs angesprochen, was sie natürlich nicht zu 100% bestätigen kann. Zusammen mit den malignitäts verdächtigen Lymphknoten war mir jedoch  klar, das ist Krebs.

Da sie keine Oberärztin ist, darf sie mich nicht einweisen. Ich musste daher am Montag, 1.7.2024, zur HNO-Praxis, für eine Überweisung in die HNO-Ambulanz der Charité. Hier wurde nochmal über die Nase der Zungengrund angeschaut, und die Oberärztin gab mir eine Überweisungen zum OP Management. Die Schwester für das OP-Management war jedoch an diesem Tag  krank, so dass ich am Dienstag auf den Anruf warten musste. Termin wäre erst Ende nächster Woche gewesen.  Habe dann Druck gemacht. Erst ein Tag früher, nun wenigstens in der selben Woche schon die Probenentnahme (eine Woche früher).

Bin erstaunt dass die Pathologie bei der HNO 6 Tage bis zum Ergebnis braucht.

Am Mittwoch, den 3.7.2024, wurde in Vorbereitung der Operation für die Probe nochmal gründlich Ultraschall gemacht, außer den zwei bekannten Lymphknotenmetastasen wurde glücklicherweise nichts gefunden.

Donnerstag, 4.7.2024 wurde mir um 17.30 Uhr endlich die Probe aus dem Tumor am Zungengrund entnommen, um genau feststellen zu können,  was für ein Tumor es genau ist.

Am Freitag, Entlassung, die Oberärztin bei der Entlassung sagte, sie wisse nicht, wie weit ihre Kolleg*innen mich über die Wahrscheinlichkeit aufgeklärt hätten, dass es Krebs sei. Ich antwortete ihr, dass es eher umgekehrt war, ich die Ärzt*innen ansprechen musste, weil mir bereits nach dem Ultraschall der Lymphknoten klar war, dass dies Krebs ist.

Von der Krankenkasse bekam ich derweil einen Brief, ich sei ab 3.7.2024 arbeitsunfähig erkrankt, und ich möge doch bitte zur Erlangung von Entgeltersatzleistungen folgenden Fragebogen ausfüllen, in dem wurde u.a. abgefragt, ob ich schon eine Reha beantragt habe und es wurde abgefragt, ob ich einwillige für eine individuelle Beratung (quasi in Vorbereitung für §51 SGB V – der Aufforderung der Krankenkassen zum Antrag auf Rehabilitation; für dieses Problem, in dem die Krankenkassen die Versicherten möglichst schnell in Rente schicken wollen, werde ich noch ein Wiki machen).
Da ich vom Krankenhaus keine Liegebestätigung bekam, wollte ich klären woher die Krankenkasse es weiß, und vor allem wie lange. Ein Sachbearbeiter hat mir dann mitgeteilt, dass ich bis Oktober krankgeschrieben sei, und die Meldung vom Krankenhaus kam. Habe ihn dann darauf hingewiesen, dass ich nicht so lange krank bin und auch noch arbeite. Hat er sich notiert.

Am Montag, 8.7.2024, zum Hausarzt, und  mit ihm auch die Patientenverfügung nochmal durchgegangen und hinterlegt.

Am Dienstag, 9.7.2024 habe ich das CT bekommen. Fernmetastasen wurden nicht festgestellt, jedoch leicht verdächtige Lymphknoten auch auf der rechten Seite des Halses. Die Knoten auf der schmerzhaften linken Seite wurden nicht beschrieben, dies ist mir erst nach dem Gespräch mit der Oberärztin am 11.7.2024 aufgefallen. Meine E-Mail mit dem Hinweis, dass im CT Bericht  die Lymphknoten aus dem UltraschallLinks im Level  IIA zwei runde Lymphknoten  bis 2,5 cm“ fehlen, anscheinend nicht ankam vor der Tumorkonferenz.

Weil mir das Essen zunehmend weniger Spaß macht, und gefühlsmäßig die Schmerzen immer weiter ausstrahlen, nicht nur am Ohr sondern auch in den Unterkiefer, bin ich nochmal auf Station und habe gefragt, ob nicht doch früher die Operation gemacht werden kann.

Für das Ausmaß der Operation ist nicht nur das CT entscheidend, sondern auch der genaue pathologische Befund. Der ist noch nicht da. Bin auch verwundert, dass man so lange Zeit braucht, weil die Prognose des fortgeschrittenen Zungengrundkarzinomes mit Lymphknotenmetastasen nicht so rosig sind: nach 5 Jahren leben nur noch zwischen 15 und 50%.

Beim anaplastischen Schilddrüsenkarzinom (ATC) wird wesentlich schneller gehandelt. Habe diese Verwunderung auch mitgeteilt, von der ersten Diagnose bis zur Operation vergehen bei mir nun wie es scheint über 14 Tage.

Am Mittwoch, 10.7.2024 bin ich um ca. 4.30 Uhr aufgewacht und musste sehr viel Blut spucken. Direkt nach der Gewebeentnahme musste ich auch immer etwas Blut spucken, das wurde die Tage immer etwas weniger, aber nie ganz ohne, aber wirklich nur noch Spuren. Diesen Morgen kam soviel Blut wie noch nie. Ich war daher recht panisch und bin wieder in die Notaufnahme der Charité . Bleibe über Nacht zur Beobachtung. Bis jetzt allerdings nur wieder ganz geringe Mengen an Blut in der Spucke. Habe etwas Angst vor dem Morgen.

Zur Stillung der Blutung gurgele ich mit einer Lösung von Tranexamsaeure (Gelbe Liste).

Am Dienstag , 11.07.2024, Entlassung – jedoch zuvor hat eine Oberärztin noch den inzwischen vorliegenden CT Befund (vom 9.7.) gesehen:

  • Raumforderung Zungengrund (Se 10, lm 140) mit einer Ausdehnung von 33 x 36 x 31 (ap x mp x cc) mit diskreter Mittellinienüberschreitung und nur geringer Einengung des Oropharynx.
  • Lymphknoten: Zervikale Lymphknotenmetastasen, exemplarisch lokoregionär an den linken Zungengrund mit maximal 12mm, (Serie 10, Image130), zudem fraglich rechts im Level IIa mit 8 mm (Se10, lm 141) oder intraparotideal  rechts mit 8mm (Serie 10, Image 182) DD parotiseigener Tumor [Glandula parotidea = Ohrspeicheldrüsentumor)
  • Keine Fernmetastasen; jedoch in Milzläsionen die nach Kontrastmittelsonographie als Blutschwamm (Hämangiome) bestätigen
    [Die malignitäts-verdächtigen Lymphknoten links mit bis 2,5 cm aus dem Ultraschall finde ich hier nicht im Bericht]

Auch der Befund der Pathologie ist teilweise schon da:

  • gering verhornendes Plattenepithelkarzinom  des Oropharynxkarzinom (Mundrachenkrebs) Zungengrund links
    cT2 cN2c M0 ; ausstehend p16-Status [hier geht es darum, ob das Karzinom durch Humane Papillomviren (HPV) verursacht ist; wenn ja, dann ist die Prognose etwas besser;
    Ki67 als wichtiger Prognosefaktor ist im Entlassungsbericht nicht aufgeführt]
    „epithelialien Tumor mit solidem Wachstummuster und kleinherdigen Verhornungsstrukturen, teils mit Einzelzellverhornungen. Abschnittsweise leicht angedeutet basaloides Bild [Nach S3-Leitlinie  hat basaloider Subtyp bessere Prognose]; . Dazwischen eine desmoplastische Stromareaktion. Kein eindeutiges Tumorbudding [Tumorbudding ist ein Risikofaktor für invasives Wachstum]“
  • Update 16.7.2024 – Zweiter Bericht der Pathologie vom 12.7.2024
    Mikroskopie:
    PD-L1, p16, p40
    Immunhistologisch wiesen die Tumorzellen eine kräftige  nukleäre Expression von p40 sowie eine Überexpression von p16 auf.
    PD-L-1-Expressionsscores (Antikörperklon E1L3N): TPS (TC): 50%, IC: 30%, CPS 80Diagnose:
    Infiltrate eines p16-positiven teils gering verhornenden Plattenepithelkarzinoms (klinisch Zungengrund links).

    Diese gute Information – Tumor ist HPV verursacht – von der Pathologie vom 12.7.2024 habe ich erst am 16.7.2024 durch die Assistenzärztin erfahren. Obgleich dies ein bedeutender Unterschied in der Prognose ist, informiert man die Betroffenen nicht gleich. Tumore, welche HPV verursacht sind , haben eine deutlich bessere Prognose: nach 5 Jahren leben noch ca. 90 % 👍

Als möglicher Operationstermin mit dem Operationsroboter Da-Vinci, weil eben so tief am Zungengrund am Besten, wurde mir der 30. Juli genannt, dies sei der frühestmögliche Termin und auch noch innerhalb der 2 Wochenfrist nach der Tumorkonferenz am 15. Juli. Ich denke, ich brauche niemanden erklären, dass ich reichlich geschockt darüber war.

Mir geht es soweit gut. Die Hitze ist nicht so gut, weil dann der Tumor eher zur Blutung neigt, daher kein Laufen mehr. Mäßiger Sport im Studio jedoch empfehlenswert, da ich sicherlich einiges abbauen werde, nach der Operation.

16.7.2024: Eine Assistenzärztin, die selbst nicht in der Tumorkonferenz war, erklärt mir das Ergebnis der Tumorkonferenz. Die Tumorkonferenz hat zwei Empfehlungen gegeben, entweder Operation des Tumors und beidseitige Lymphknoten Resektion oder Strahlentherapie (pRCT).
Ich weise die Assistenzärztin darauf hin, dass im CT-Bericht die Lymphknoten aus dem Ultraschall „Links im Level IIA zwei runde Lymphknoten bis 2,5 cm“ fehlen, nicht beschrieben sind. Dort wird nur von kleineren Lymphknotenmetastasen geschrieben, welche nahe des Primärtumors sind.

Die Assistenzärztin hat dann nochmal den Ultraschall gemacht, und auch mit der Oberärztin Rücksprache gehalten. Mit eben dem Ergebnis, dass ich am Mittwoch ,den 24.7.2024, nochmal ein Aufklärungsgespräch mit dem operierenden Oberarzt Dr. Dommerich habe.

Der für mich schmerzhaft wahrnehmende eine Lymphknoten, sollen mehrere sein, von der Größe um 2cm. Ferner eben weil ich nochmal auf den Ultraschall aufmerksam gemacht habe, ist nicht klar, inwieweit ein Lymphknoten vor der Speicheldrüse submandibularis liegt, oder ob die Lymphknotenmetastase diese infiltriert hat.

Ferner gibt es rechts eine Speicheldrüse die auch untersucht werden muss.

Mir war angesichts der Lymphknotenmetastasen und speziell der Unklarheit wieweit diese schon infiltrativ eigentlich klar, dass ich die Operation bevorzuge. Was mir auch anhand des Berichts der Tumorkonferenz nicht klar ist, ob hier womöglich einfach nur unvollständiger CT-Bericht gesehen wurden. Die Asssitenzärztin hat auf jeden Fall nochmal Rücksprache mit der Oberärztin gehalten, die in der Tumorkonferenz war, und darauf gab es den Gesprächstermin mit dem operierenden Oberarzt am 24.7.2024.

Viele Fragen, die ich hatte lassen sich leider erst nach Operation und der Pathologie (z.B. zusätzliche Strahlentherapie; ich persönlich gehe davon aus; diese würde 6 Wochen nach der Operation beginnen, und 7 Wochen dauern.).

Am 18.7.2024 war ich dann noch im Bundeswehrkrankenhaus für eine Zweit-Meinung, und ob diese früher als 30. Juli operieren könnten. Viel früher könnten sie auch nicht operieren, und zugleich gaben sie zu erkennen, dass Dr. Dommerich bezüglich dieses Tumors der Chirurg mit der wesentlich größeren Erfahrung sei. Bezüglich meiner Sorge, des lange Wartens auf die Operation, gaben sie mir zu erkennen, dass dies nicht so viel bei diesem Tumor ausmachen würde. Ich würde sicherlich den Tumor auch in der Zeit wachsen spüren, solle mir diesbezüglich jedoch nicht so große Sorgen machen. Dies beruhigte mich doch ein wenig, wenngleich das Gefühl es wächst weiter nicht besonders angenehm ist. Dieser Lymphknoten links ist zunehmend schmerzhafter, und strahlt in Ohr und Kiefer aus.

24.7.2024 Gespräch mit dem operierenden Oberarzt Dr. Dommerich. Auch Dr. Dommerich kann mir nicht vorher sagen, ob  es einen Luftröhrenschnitt braucht. Hat mir die Alternativen benannt, notfalls 24 Stunden länger unter Narkose zu sein, was eine erhebliche körperliche Belastung sei, wobei er den Luftröhrenschnitt gegebenenfalls bevorzugt.

Auch ob am Zungengrund Eigengewebe transplantiert werden muss konnte er mir nicht sagen. Hier gibt es dann zwei Alternativen. Gewebe von der Schulter (4 Stunden Operation), Risiko dass man kalte und warme Getränke dann eventuell in der Schulter spürt. Oder Gewebe vom Unterarm (8 Stunden Operation) hier das Risiko dass das Greifen beeinträchtigt ist. Er würde ersteres bevorzugen.

Die Lymphknotenmetastase auf der linken Seite, die mich zunehmen schmerzt, sieht er nicht so problematisch: Nicht die Größe ist entscheidend, sondern ob ein Kapseldurchbruch vorliegt. Ob ein Kapseldurchbruch vorliegt wird die Pathologie erst nach der Operation feststellen, und davon wird es dann auch abhängen, ob eine Strahlentherapie angeschlossen wird.

Auf die Magensonde angesprochen, würde er diese empfehlen, da wenn eventuell noch eine Strahlentherapie geplant ist und Essen sehr lange eingeschränkt ist, dies insgesamt besser sei, um nicht zu viel Gewicht zu verlieren. Die Magensonde wird bereit am Freitag 26.7. gelegt, am Samstag dann wieder Entlassung, um sicher zu sein, dass es hier keine Komplikationen gibt.

Die eigentliche Operation am Zungengrund, plus beidseitige Neck Dissection ist dann für Dienstag früh am 30.7.2024 geplant.

Angesprochen auf die Prognose, so ist die Operation kurativ geplant 👍

Allen Danke fürs Daumendrücken.

Beste Grüße

Harald

Literatur:

  • Dieses Thema wurde geändert vor 1 Stunde, 26 Minuten von UteSt.
    Dieses Thema wurde 19-mal bearbeitet.
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MartinaV
SD-OP 1988 weg. Krebsverdacht

Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460491

Lieber Harald,

Ich drücke Dir ganz doll die Daumen und wünsche Dir das Allerbeste!

Viele Grüße

Martina

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Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460500

Lieber Harald,

auch hier noch mal: Die Daumen sind ganz fest gedrückt.

Alles alles Gute 🍀🍀🍀

Viele Grüße
Ute

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veysel1954
Nutzer
papil. SD. Ca.(pT1.NO,MO).2x RJT 1996 in UniKl.-FFM

Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460502

Lieber Harald,

Ich drücke Dir ganz doll die Daumen und wünsche Dir alles alles Gute.

Herzliche Grüße.

Veysel.

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Cira

Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460503

Lieber Harald,

Warten bis Dienstag ist sicher ein Leistung, die Dir aber gut gelingen wird und auch ich wünsche Dir, dass es dann zügig weitergeht!

Die Daumen werden also auch in Hohenwarthe für Dich gedrückt!

Liebe Grüße
CIRA

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Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460504

Lieber Harald,

gut das du so hartnäckig warst. Ist schon sehr frustrierend was mit unserem Gesundheitssystem los ist.

Versuch trotzdem positiv zu bleiben. Die Warterei ist ja das Schlimmste, leider wird uns das einfach zugemutet da zu wenig Kapazitäten. Versuch dich trotzdem zu entspannen, mach was Schönes soweit möglich.

Wir denken alle an dich.

Liebe Grüße, Beate

 

 

 

 

„Wir können den Wind nicht ändern, aber wir können die Segel richtig setzen.“ Aristoteles

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Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460506

Ach du sch… 😳 Harald, ich wünsche dir ganz viel Kraft!

1 Nutzer*in hat sich für diesen Beitrag bedankt.

Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460507

Lieber Harald,

Das Warten ist fürchterlich.

Ich dachte immer,in der Großstadt gehen Arzt und Untersuchungstermine schneller. Leider ist das ja nicht so.

Wir drücken dir ganz fest die Daumen und wünschen dir viel Kraft und Zuversicht.

Lg Wolff und bella

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Bluemle
Hashimoto,Hypopara,Mamma ca

Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460508

Lieber Harald,

auch ich möchte dir ganz viel Kraft und Zuversicht für diese schwierge Zeit wünschen!

Meine Daumen sind für dich reseviert;-).

Herzliche Grüße

Ulla

1 Nutzer*in hat sich für diesen Beitrag bedankt.
Lost

Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460513

Lieber Harald,

was für ein Mist!

Es tut mir sehr leid und ich hoffe von ganzem Herzen, dass du bald ein Ergebnis bekommst und effektiv behandelt werden kann.

Alles Gute!

Lieber Gruß

Bettina

1 Nutzer*in hat sich für diesen Beitrag bedankt.
BettiB

Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460514

Hallo Harald,

gut, daß Du nicht locker gelassen hast.

Wir drücken Dir die Daumen und denken an Dich.

Liebe Grüße

Bettina und Ehemann Michael

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Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460517

Uff. Lieber Harald, ich wünsche Dir alles Gute und schnelle Genesung!
Slart

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Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460524
  1. Lieber Harald,

eigentlich wurde ja schon alles geschrieben.

Ich wünsche dir eine OP mit einer definitiv curativen Lösung.

Daumen sind gedrückt.

Alles Gute

Karl.

Ich muß mit der Gewohnheit brechen, ehe sie mich gebrochen hat.
G.C.Lichtenberg

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  • Diese Antwort wurde geändert vor 2 Wochen von dkr. Grund: Tippfehler korrigiert
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AlbaLeitungsteam SHG Magdeburg pap. SD-Ca., foll. Variante, pT2, 2002

Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460526

Lieber Harald,

ich kann mich Karl nur anschließen und drücke Dir ganz doll die Daumen für morgen.

 

Herzlichst

Heike

 

HaraldBundesgeschäftsführer
Leitungsteam SHG Berlin
follikulärer SD-Krebs 1997 (oxyphil), Zungengrundkrebs 2024

Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460574

Hallo,

habe oben den ersten Beitrag chronologisiert und aktualisiert.

Heute, am Mittwoch, 10.7.2024 bin ich um ca. 4.30 Uhr aufgewacht und musste sehr viel Blut spucken. Direkt nach der Gewebeentnahme musst ich auch immer etwas Blut spucken, das wurde die Tage immer etwas weniger, aber nie ganz ohne, aber wirklich nur noch geringste Spuren. Diesen Morgen kam soviel Blut wie noch nie. Ich war daher recht panisch und bin wieder in die Notaufnahme der Charité . Bleibe über Nacht zur Beobachtung. Bis jetzt allerdings nur wieder ganz geringe Mengen an Blut in der Spucke. Habe etwas Angst vor dem Morgen.

Zur Stillung der Blutung gurgele ich mit einer Lösung von Tranexamsaeure (Gelbe Liste).

PS: Nacht überstanden, kein Blut mehr in der Spucke. Dafür aber schon am Morgen Schmerzen, die sonst erst Mittags kamen.

Mir geht es soweit gut.

Allen Danke fürs Daumendrücken.

Beste Grüße

Harald

  • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 5 Tage von UteSt.
    Diese Antwort wurde 3-mal bearbeitet.
6 Nutzer*innen haben sich für diesen Beitrag bedankt.
HaraldBundesgeschäftsführer
Leitungsteam SHG Berlin
follikulärer SD-Krebs 1997 (oxyphil), Zungengrundkrebs 2024

Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460606

Hallo,

habe oben ergänzt aus den Entlassungsberichten:

30.6.2024:

Aus dem Entlassungsbericht: Links im Level  IIA zwei runde Lymphknoten  bis 2,5 cm mit nicht erhaltener, inhomogener Binnenstruktur, hier entzündlich oder maligne Veränderung möglich.

Am Dienstag , 11.07.2024, Entlassung – jedoch zuvor hat eine Oberärztin noch den inzwischen vorliegenden CT Befund (vom 9.7.) gesehen:

  • Raumforderung Zungengrund (Se 10, lm 140) mit einer Ausdehnung von 33 x 36 x 31 (ap x mp x cc) mit diskreter Mittellinienüberschreitung und nur geringer Einengung des Oropharynx.
  • Lymphknoten: Zervikale Lymphknotenmetastasen, exemplarisch lokoregionär an den linken Zungengrund mit maximal 12mm, (Serie 10, Image130), zudem fraglich rechts im Level IIa mit 8 mm (Se10, lm 141) oder intraparotideal  rechts mit 8mm (Serie 10, Image 182) DD parotiseigener Tumor (Ohrspeicheldrüsentumor)
  • Keine Fernmetastasen; jedoch in Milzläsionen die nach Kontrastmittelsonographie als Blutschwamm (Hämangiome) bestätigen
    [Die malignitäts-verdächtigen Lymphknoten bis 2,5 cm aus dem Ultraschall finde ich hier nicht im Bericht]

Auch der Befund der Pathologie ist teilweise schon da:

  • Plattenepithelkarzinom  des Oropharynxkarzinom (Mundrachenkrebs) Zungengrund links
    cT2 cN2c M0 ; ausstehend p16-Status [hier geht es darum, ob das Karzinom durch Humane Papillomviren (HPV) verursacht ist; wenn ja, dann ist die Prognose etwas besser;
    Ki67 als wichtiger Prognosefaktor ist im Entlassungsbericht nicht aufgeführt]

Als möglicher Operationstermin mit dem Operationsroboter Da-Vinci, weil eben so tief am Zungengrund am Besten, wurde mir der 30. Juli genannt, dies sei der frühestmögliche Termin und auch noch innerhalb der 2 Wochenfrist nach der Tumorkonferenz am 15. Juli. Ich denke, ich brauche niemanden erklären, dass ich reichlich geschockt über diesen späten Termin war.

Mir geht es soweit gut. Die Hitze ist nicht so gut, weil dann der Tumor eher zur Blutung neigt, daher kein Laufen mehr. Mäßiger Sport im Studio jedoch empfehlenswert, da ich sicherlich einiges abbauen werde, nach der Operation.

Danke fürs Daumendrücken und beste Grüße,

Harald

  • Diese Antwort wurde geändert vor 1 Woche, 5 Tage von UteSt.
    Diese Antwort wurde 2-mal bearbeitet.
8 Nutzer*innen haben sich für diesen Beitrag bedankt.
Jan
follik. SD-Ca; OP 04-05/2001

Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460616

Lieber Harald,

nach deinem SD-Krebs hattest du die Kraft, dieses Forum und unseren Verein ins Leben zu rufen. Dafür bin ich dir sehr dankbar! Nun wünsche ich dir die Kraft, auch diesen Krebs zu überwinden  – du schaffst das!

Herzlich aus Düsseldorf

Jan

5 Nutzer*innen haben sich für diesen Beitrag bedankt.
koepfchen
medulläres Schilddrüsenkarzinom

Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460671

Lieber Harald!

Auch von mir viel Kraft und alles Gute!

 

Lg Köpfchen

1 Nutzer*in hat sich für diesen Beitrag bedankt.
Afra1976
SD-Krebs, Entfernung 1976

Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460674

Lieber Harald,

es tut mir entsetzlich leid, das zu hören. Auch von mir alles Gute und viel Kraft für die nächste Zeit!   Susanne

1 Nutzer*in hat sich für diesen Beitrag bedankt.
Bianca
pap. Carcinom 2003 + Hypopara

Antwort auf: Zweitkrebs: Zungengrundkrebs mit Lymphknotenmetastasen

| Beitrags-ID: 460676

Lieber Harald,

ich wünsche Dir, dass Du so viel Kraft aufbringen kannst wie nötig, um diesen Krebs zu überstehen und zu besiegen und danach noch etwas für Erholung übrig hast.

In Gedanken bin ich bei Dir und alle meine guten Wünsche begleiten Dich auf Deinem Weg.

Viele Grüße

Bianca

Viele Grüße
Bianca

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Anonym
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