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Buchempfehlungen zu Medikamenten und alternativen Therapien

HaraldBundesgeschäftsführer
Leitungsteam SHG Berlin
follikulärer SD-Krebs 1997 (oxyphil), Zungengrundkrebs 2024

Buchempfehlungen zu Medikamenten und alternativen Therapien

| Beitrags-ID: 246315

Hallo,

hier ein paar Empfehlungen für den Gabentisch:

Wer es pharmakritisch haben möchte:

Aber auch komplementäre Behandlungen kann man unter evidenzbasierten Gesichtspunkten kritische betrachten:

  • Edzard Ernst und Simon Singh: Gesund ohne Pillen
    Was kann die Alternativmedizin?

    Eine Übersetzung aus dem englischen. Ernst, der einen der ersten Lehrstühle für alternative bzw. komplementäre Heilverfahren bekam und einst selbst homöopathisch behandelte, urteilt nun über die alternativen Therapien schonungslos.

    In der Einführung geht er jedoch zunächst einmal kritisch auf die Geschichte der Schulmedizin ein.

    Den Lesern gibt er gleich zu Beginn den Ratschlag: „Es hat keinen Sinn auch nur das erste Kapitel zu lesen, wenn Sie nicht bereit sind, die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass die wissenschaftliche Methode als Lackmustest für die Wahrheit gelten kann.

  • Hübner: Aloe, Ginkgo, Mistel & Co
    Ergänzende Wirkstoffe in der Krebsbehandlung:
    Der Ratgeber für Patienten und Angehörige

    Der Band richtet sich vor allem an Patienten und Betroffene. Er gibt einen schnellen Überblick über Wirkungen, möglichen Nutzen sowie Risiken und Gefahren von komplementären und alternativen Behandlungsmethoden in der Krebstherapie.

    Hübner erklärt den Sinn wissenschaftlicher Studien und die Rolle der Ernährung bei der Vorbeugung von Krebs.

    Es folgen Kapitel, wann eine komplementäre Behandlung sinnvoll ist, sowie eine Liste zu 117 Wirkstoffen.

    Neuste Studien-Ergebnisse, wie dass Grüner Tee, die Wirkung bestimmter Chemotherapie beeinträchtigen kann, kann ein solches Buch natürlich nicht so schnell aufnehmen.
    Ärgerlich ist, dass Verweise auf die Studien fehlen, auf Grund deren die Aussagen gemacht werden. Ein Buch, welches sich an den kritischen und informierten Patienten wendet und fördern möchte, sollte darauf eigentlich nicht verzichten.
    Die besonderen Problematik beim Schilddrüsenkrebs wird nicht berücksichtigt: z.B. dass Joahnniskraut den TSH-Wert erhöhen kann.

oder Gesundheitspolitik mal ganz spannend, ohne Mythen:

  • Reiners: Mythen der Gesundheitspolitik
    Verlag Huber, Bern 2009

    Dieses Buch klärt die zehn am häufigsten anzutreffenden Mythen über unser Gesundheitswesen:
    1. die Kostenexplosion
    2. die ruinösen Lohnnebenkosten
    3. die verhängnisvolle demografische Entwicklung
    4. den teuren medizinischen Fortschritt
    5. die Vollkaskomentalität der Versicherten
    6. das Versagen der solidarischen Finanzierung
    7. den Ärztemangel
    8. die aufgeblähte Krankenkassenbürokratie
    9. das Heil im Wettbewerb
    10. die Notwendigkeit einer endgültigen großen Gesundheitsreform.

    Das Buch setzt sich kenntnisreich und streitbar mit diesen Mythen auseinander und liefert Argumente für eine rationale Auseinandersetzung mit den realen Problemen. Es ist zugleich ein Werkstattbericht über Gesundheitsreformen und ihre politischen Rahmenbedingungen.

Frohe Weihnachten :xmastree:
Harald

Antwort auf: Buchempfehlungen zu Medikamenten und alternativen Therapien

| Beitrags-ID: 325112

[*]Hübner: Aloe, Ginkgo, Mistel & Co
Ergänzende Wirkstoffe in der Krebsbehandlung:
Der Ratgeber für Patienten und Angehörige

Ärgerlich ist, dass Verweise auf die Studien fehlen, auf Grund deren die Aussagen gemacht werden. Ein Buch, welches sich an den kritischen und informierten Patienten wendet und fördern möchte, sollte darauf eigentlich nicht verzichten.

Wer diese detaillierteren Informationen wünscht sollte wissen, dass dieses Buch von Dr. Hübner sozusagen die gekürzte und populärwissenschaftliche Version ihres ein Jahr früher erschienen Buches ist, das wesentlich mehr Hintergrundinformationen enthält.

Gruß

Rainer

Anonym
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