Hallo,
die Finanzkommission Gesundheit hat heute ihren Bericht vorgelegt, in dem mögliche Einsparpotenziale aufgezeigt werden. Den Bericht findet ihr hier:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/finanzkommission-gesundheit
Die Sachverständigen-Kommission hat insgesamt 66 Maßnahmen vorgeschlagen, die ein Einsparvolumen von rund 60 Milliarden Euro bis 2030 umfassen – also etwa doppelt so viel wie benötigt. Das eröffnet der Politik entsprechend Spielräume für Verhandlungen.
Die Vorschläge reichen von einer Erhöhung der Zuzahlungen (Anpassung an Inflation) bis hin zur Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung von Ehepartnern sowie einer kostendeckenden Erstattung der Beiträge für Bürgergeldempfänger.
Für Arzneimittel sind über Rabatte auch Einsparungen vorgesehen.
Viele Leistungen, deren Nutzen nach der evidenzbasierten Medizin nicht belegt ist, sollen gestrichen werden (u.a. Hautkrebs-Screening, Homöopathie).
Ein Großteil der Einsparungen würde die Leistungserbringer und den Bundeshaushalt betreffen, aber auch Patient*innen sollen stärker belastet werden.
Unser Dachverband die BAG-Selbsthilfe wird im Laufe der Woche, den Bericht (483 Seiten, ohne Literaturverzeichnis 447 Seiten) noch genauer analysieren und uns aus Sicht der Selbsthilfe die Vorschläge bewerten.
Viele Grüße
Harald
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Dieses Thema wurde geändert vor 2 Wochen, 6 Tage von Harald.
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