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Bundesverdienstkreuz für Hedy Kerek-Bodden, Vorsitzende des Haus der Krebsselbsthilfe – Bundesverband

Bundesverdienstkreuz für Hedy Kerek-Bodden, Vorsitzende des Haus der Krebsselbsthilfe – Bundesverband

| Beitrags-ID: 485240

Haus der Krebs-Selbsthilfe - Bundesverband (HKSH-BV)
Pressemitteilung

Bundesverdienstkreuz für Hedy Kerek-Bodden –
Auszeichnung würdigt Engagement für die Krebs-Selbsthilfe

Bonn, den 18.05.2026 – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat Hedy Kerek-Bodden, Vorsitzende des Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e. V. (HKSH-BV), das Bundesverdienstkreuz verliehen. Die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, überreicht die Auszeichnung am 18.05.2026 in Berlin.

Damit wird das langjährige Engagement von Hedy Kerek-Bodden für die Förderung von Patientensouveränität würdigt. Dieser Einsatz ist beispielhaft für die Bedeutung der organisierten Krebs-Selbsthilfe in Deutschland. Frau Kerek-Bodden verbindet wissenschaftliche Expertise mit der konsequenten Vertretung von Betroffenen und Angehörigen. Sie hat die Patientenbeteiligung in zentralen Gremien der Krebs- und Gesundheitspolitik maßgeblich geprägt.

Engagement „von Betroffenen für Betroffene“

Hedy Kerek-Bodden war beruflich als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsbereich Epidemiologie und Sozialmedizin am Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung tätig. Ihre fachliche Expertise basiert auf einem Studium der Betriebswirtschaft und Gesundheitsökonomie sowie auf ihrer Arbeit in der medizinischen Datenanalyse und Dokumentation.

Nach ihrer Brustkrebserkrankung setzt sich Hedy Kerek-Bodden mit großer Leidenschaft für die Krebs-Selbsthilfe ein. Aus eigener Erfahrung weiß sie, wie wichtig Solidarität und Empowerment für Betroffene sind – und trägt diese Erkenntnis in ihre ehrenamtliche Arbeit. Seit 2013 ist sie in der Frauenselbsthilfe Krebs (FSH) aktiv. Sie leitet eine Selbsthilfegruppe an ihrem Wohnort Krefeld, war stellvertretende Vorsitzende des FSH-Landesverbands NRW, Mitglied des Bundesvorstands und schließlich Vorsitzende der FSH. Außerdem engagiert sie sich seit 2017 im Vorstand des HKSH-BV – zunächst als Schriftführerin und seit 2021 als Vorsitzende des HKSH-BV.

Für eine starke Patientenbeteiligung in zentralen Gremien und Projekten Über ihr Verbandsengagement hinaus bringt Hedy Kerek-Bodden die Perspektive von Patient:innen kontinuierlich in zentrale Strukturen von Versorgung, Forschung und Gesundheitspolitik ein. So ist sie Patientenvertreterin im Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) und im Vorstand der Deutschen Krebsgesellschaft. Im Strategiekreis der Nationalen Dekade gegen Krebs und in der Steuerungsgruppe sowie in Arbeitsgruppen des Nationalen Krebsplans vertritt sie
ebenfalls die Interessen der Betroffenen. Außerdem ist sie aktives Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Senologie.

Mit ihrer Expertise unterstützt sie den Beirat des Zentrums für Kompetenzentwicklung in der Krebs-Selbsthilfe (Universität Freiburg), den wissenschaftlichen Ausschuss des Zentrums für Krebsregisterdaten beim Robert Koch-Institut sowie die AG Daten der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren. Sie ist als Gutachterin tätig und arbeitet in Forschungsprojekten mit. 2024 wurde sie in den Deutschen Ethikrat berufen.

Anerkennung für die gesamte Krebs-Selbsthilfe

Hedy Kerek-Bodden betont, dass sie die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes nicht nur als persönliche Ehre versteht: „Diese Auszeichnung ist auch eine Anerkennung für alle Ehrenamtlichen in der Krebs-Selbsthilfe. Sie gilt den unzähligen Menschen, die Betroffenen täglich zuhören, sie begleiten, ihnen Mut machen oder in Projekten und Gremien ihre Interessen vertreten.“

Damit spricht sie für eine Gemeinschaft, die in Deutschland Hunderttausende Krebspatient:innen prägt – durch Selbsthilfegruppen, Beratungsangebote und die beharrliche Arbeit für patientenorientierte Forschung und bessere Versorgungsstrukturen.

Über das HKSH-BV

Das Haus der Krebs-Selbsthilfe – Bundesverband e. V. (HKSH-BV) wurde 2015 gegründet und vereint zwölf bundesweit organisierte Krebs-Selbsthilfeverbände mit etwa 1.500 Selbsthilfegruppen. Sie decken die Krebserkrankungen von rund 85 Prozent der ca. 4,8 Millionen Betroffenen in Deutschland ab. Der Bundesverband und seine Mitgliedsverbände geben den an Krebs Erkrankten, den Menschen mit einer erblichen Veranlagung für eine Krebserkrankung und den Angehörigen eine Stimme. Sie engagieren sich für die Umsetzung ihrer Interessen. Das HKSH-BV ist gemeinnützig und wird umfassend von der Stiftung Deutsche Krebshilfe gefördert, unter deren Schirmherrschaft es steht.

Es ist unabhängig von Interessen und finanziellen Mitteln der Pharmaindustrie und an-
derer Wirtschaftsunternehmen des Gesundheitswesens

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