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FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs – eine Risikoabwägung

schlittenhund
papill-Sd-Karz.pT3, N1b,MO

Antwort auf: FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs – eine Risikoabwägung

| Beitrags-ID: 317252

Hallo RJG,

nochmals danke für dein Schreiben, denn aufgrund dessen bin ich gestern wieder mal zum Hausarzt und wir haben uns darauf geeinigt, es nochmals mit ASS 100, diesmal von einer anderen Firma, zu versuchen. Viel Auswahl gibt es bei den Blutverdünnern ja offenbar nicht. Ohne dich hätte ich den HA-Besuch sicher bis in den Januar hinausgezögert, offensichtlich braucht man manchmal einen kleinen Anstoß 😉 .

Ich wünsche dir für deine RJT, die ja nächste Woche stattfindet, alles Gute. Nimm dir genügend Lesestoff mit!

Herzlichst Schlittenhund

RJG
Nutzer*In
pap. SD-Ca. foll. Variante bei M. Basedow, ED 11/2017

Antwort auf: FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs – eine Risikoabwägung

| Beitrags-ID: 317253

Das freut mich sehr zu hören! Vielen Dank für Deine Wünsche, ich habe schon einen großen Haufen Studien für nächste Woche zur Seite gelegt ;-)

Ich wünsche Dir, dass Du jetzt mit ASS 100 gut zurecht kommst!

AlbaLeitungsteam SHG Magdeburg pap. SD-Ca., foll. Variante, pT2, 2002

Antwort auf: FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs – eine Risikoabwägung

| Beitrags-ID: 317254

Hallo RJG,

mein Mann muss seit geraumer Zeit ebenfalls ASS 100 zur Blutverdünnung einnehmen. Täglich eine Tablette davon. Seitdem bekommt er nicht selten große blaue Flecken, wenn er sich z.B. gestoßen hat.

Nun hat mir jemand aus dem Forum erzählt, man könne die Dosis auch reduzieren, schon ein Drittel der 100er hätte denselben therapeutischen Effekt – nur hätte sich bei den Ärzten eben die von der Pharmaindustrie angebotene 100er Dosierung durchgesetzt.

Weißt Du, was davon zu halten ist? Nicht von der Pharmaindustrie, sondern von der möglichen Dosisreduzierung, meine ich.

Freundliche Grüße von Alba, die alles Gute für die RJT wünscht

RJG
Nutzer*In
pap. SD-Ca. foll. Variante bei M. Basedow, ED 11/2017

Antwort auf: FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs – eine Risikoabwägung

| Beitrags-ID: 317255

Hallo RJG,

mein Mann muss seit geraumer Zeit ebenfalls ASS 100 zur Blutverdünnung einnehmen. Täglich eine Tablette davon. Seitdem bekommt er nicht selten große blaue Flecken, wenn er sich z.B. gestoßen hat.

Nun hat mir jemand aus dem Forum erzählt, man könne die Dosis auch reduzieren, schon ein Drittel der 100er hätte denselben therapeutischen Effekt – nur hätte sich bei den Ärzten eben die von der Pharmaindustrie angebotene 100er Dosierung durchgesetzt.

Weißt Du, was davon zu halten ist? Nicht von der Pharmaindustrie, sondern von der möglichen Dosisreduzierung, meine ich.

Freundliche Grüße von Alba, die alles Gute für die RJT wünscht

Liebe Alba,

das ist sehr schwierig zu beantworten. Die Blutungsrisiken, z.B. vermerkt Blaue Flecken sind ja bekannt. Ihr solltet das auf jeden Fall beim nächsten Arztbesuch ansprechen.

Die deutschen Leitlinien empfehlen ganz ausdrücklich und eindeutig die Dosis von 100mg/täglich zur Sekundärprophylaxe kardiovaskulärer Ereignisse. Es gibt zwar einige Untersuchungen, die nahelegen, dass auch schon eine niedrigere Dosis einen präventiven Effekt bei geringerem Blutungskomplikationen aufweist, das ist aber noch nicht einwandfrei evidenzbasiert. Die Amerikaner nutzen z.B. eine Dosis von etwa 81mg/täglich. Der therapeutische Nutzen einer Gerinnungshemmung fängt zwar bei 30mg an, ist aber zur Prophylaxe erst ab mindestens 50mg/täglich überhaupt geeignet.

Bei Medikamenten zur Prophylaxe von Erkrankungen, dazu gehören vor allem Gerinnungshemmer oder Medikamente zur Reduktion der Magensäureproduktion gibt es bekannte unerwünschte Nebenwirkungen. Es ist also immer die Abwägung, ob der Nutzen dieser Prävention die erwarteten unerwünschten Nebenwirkungen rechtfertigt. Es geht am Ende also auch um die Abwägung, ob häufigere und sicherlich nervige Blaue Flecken im Verhältnis zur Vermeidung eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls stehen.

Sprecht mit eurem Arzt darüber und fragt den Arzt doch mal, ob er euch bitte erklären kann, wie sich die Einnahme von ASS auf das persönliche Herz-Kreislauf-Risiko Deines Mannes auswirkt. Dann könnt ihr das zusammen mit dem Arzt besser abschätzen.

Viele Grüße

AlbaLeitungsteam SHG Magdeburg pap. SD-Ca., foll. Variante, pT2, 2002

Antwort auf: FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs – eine Risikoabwägung

| Beitrags-ID: 317256

Hallo RJG,

hab recht vielen Dank für Deine Einschätzung.

Einen schönen zweiten Advent wünscht Alba :xmastree:

schlittenhund
papill-Sd-Karz.pT3, N1b,MO

Antwort auf: FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs – eine Risikoabwägung

| Beitrags-ID: 317257

Hallo,

ich habe mir den Thread nochmals durchgelesen und komme in meinem Fall zu folgendem Ergebnis:

Nach offensichtlich „exzellentem Ansprechen“ ( da die Behandlungsabfolge laut LL sofort geklappt hat) und, da ich ursprünglich als „high risk“ eingestuft und deswegen eine jahrelange massive TSH-Unterdrückung vorgenommen wurde, liegt mein TSH, nun bereits 6 Jahre nach der OP, noch immer bei nur 0,23, was laut oben demonstrierter Liste noch immer viel zu niedrig ist.

War Ende des Jahres nun beim Internisten, die möglichen Risiken wie Vorhofflimmern oder Osteoporose liegen bei mir (noch) nicht vor, lediglich eine geringe Vorstufe zur Osteoporose (Osteopenie, aber lediglich grenzwertig).
Blutverdünner nehme ich nun schon lange nicht mehr, da ich nach monatelanger Einnahme von „Thrombo ASS 100“ unter Magenkrämpfen litt, das Alternativmedikament „Clopidogrel“ verursachte bei mir morgendliche Kopfschmerzen und ein Gelbwerden der weißen Augenhaut (Sclera).

Sollte ich nun versuchen, den THS laut obiger Empfehlung unbedingt auf 0,5 bis 1,0 zu steigern? Das würde wohl bedeuten, die L-Thyroxin -Dosis weiter zu reduzieren, was allerdings bisher immer mit einer entsprechenden Gewichtszunahme einherging.

Was könnt ihr mir empfehlen?

Vielen Dank,
Schlittenhund

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| Beitrags-ID: 317258

Hallo Schlittenhund,

wenn es dir gut geht, dann würde ich in sehr kleinen Schritten reduzieren, und dazwischen sehr viel Zeit verstreichen lassen. Oft ist es auch so, dass die Hypophyse eine Weil braucht bis sie wieder anspringt.

Viele Grüße
Harald

ivj
Nutzer*In
papilläres Schilddrüsen-Carzinom

Antwort auf: FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs – eine Risikoabwägung

| Beitrags-ID: 404819

Hallo, nach fast 10 Jahren melde ich mich auch einmal wieder … natürlich mit Problemen. 1999 PapCa mit RJT. Anfangs 175 LThyroxin. Inzwischen wegen Umwandlungstörung 100 Novothyral. Mein TSH bewegte sich in all den Jahren zwischen 0,06 und aktuell 0,01. FT3 2.44 (2.30-4.20) FT4 1.00 (0.70-1.48). Altersentsprechend (68) habe ich nun einige Beschwerden, wie z.B. Bluthochdruck. Wir möchten den TSH runterbekommen, er macht aber nicht wirklich mit. Wenn ich Novothyral reduziere, muss ich nicht Bedenken haben, Gewicht zuzunehmen, weil der FT3 ja sehr niedrig ist? Dein Hinweis, Harald, dass die Hypophyse eine Weile brauchen könnte, war interessant. Soll ich es trotz dem niedrigen stoffwechselaktiven Hormon doch wagen zu reduzieren und wenn ja, welche Dosis (ich frage das hier, weil ich nicht den Eindruck habe, dass meine Hausärztin sehr kompetent auf diesem Gebiet ist)? Noch eine Frage: was bedeutet es, wenn der Thyreoglobulin Wiederfindungswert erhöht ist?

Antwort auf: FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs – eine Risikoabwägung

| Beitrags-ID: 404829

Hallo ivj,

wenn Du Dir die einzige Leitlinie zur L-T4 und L-T3 Substitution anschaust:

Forenthema: Europäische Leitlinie zur L-T4 und L-T3-Substitution (2012), dann wirst Du sehen, dass Novothyral einen recht hohen Anteil an L-T3 hat.

Welche Dosis von Novothyral nimmst Du?

Ich selber nehme L-T4 und L-T3 (Thybon) getrennt, damit kann man besser reduzieren, auch wenn es leider nur Tabletten mit 20µg Thybon gibt.

Siehe auch Gruppe: Schilddrüsenhormone: Substitution mit L-T4 + L-T3

Forenthema: Welche Schilddrüsenhormonpräparate gibt es?

Die Gewichtsproblematik ist ein ganz eigenes Thema: Forenthema: FAQ: Gewicht und Schilddrüsenhormone

Und ebenso die Wiederfindung. Wie hoch ist denn die Wiederfindung?

siehe auch Forenthema: FAQ: Thyreoglobulin-Antikörper und SD-Krebs-Nachsorge

 

Viele Grüße

Harald

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ivj
ivj
Nutzer*In
papilläres Schilddrüsen-Carzinom

Antwort auf: FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs – eine Risikoabwägung

| Beitrags-ID: 404847

Vielen Dank für deine Antwort, Harald. Ich nehme Novothyral 100. Die Wiederfindung ist 146.4 (80-120). Der TSH scheint doch viel wichtiger zu sein, als ich bisher angenommen habe. Mir wurde jahrelang gesagt, die freien Werte (besonders FT3) sind ausschlaggebend, solange die im Normbereich sind, kann man den TSH vernachlässigen. Sollte ich versuchen, wieder auf ein reines T4 Präparat zu wechseln? Meine Hausärztin hat jeden Wechsel von Dosierung oder Medikament immer im Hauruck-Verfahren gemacht, gestern LThyroxin, heute Novothyral oder umgekehrt.

Antwort auf: FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs – eine Risikoabwägung

| Beitrags-ID: 404997

Hallo Ivy,

also ich würde mal zu einer Endokrionologin oder Endokrinologen gehen,
weg von einem Kombipräparat gehen und stattdessen zwei getrennte Schilddrüsenhormonpräparate L-T4 und L-T3 nehmen, weil man damit differenzierter reduzieren kann.
Der Körper hat sich ja auch an die hohe Dosis gewöhnt, und es braucht einfach Zeit und Geduld beim Reduzieren.

Viele Grüße,
Harald

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ivj
Maria2
Moderator
pap. Karzinom pT3 tall-cell-Variante

Antwort auf: FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs – eine Risikoabwägung

| Beitrags-ID: 405397

Hallo Ivj,

bei mir hat`s damals nach 5 Jahren mit supprimiertem TSH einige Monate gedauert (ich glaube ein halbes Jahr), bis der TSH nach der Reduzierung des Thyroxin wieder ein wenig angestiegen ist. Da hatte ich allerdings bereits nochmal reduziert und fand mich dann plötzlich in einer Unterfunktion wieder.

Also ich kann nur unterstreichen, was Harald schon geschrieben hat: gaaaaanz langsam reduzieren, und erst mal abwarten, bis sich der Körper wieder dran gewöhnt hat.

Viele Grüße von Maria

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ivj
Nutzer*In
papilläres Schilddrüsen-Carzinom

Antwort auf: FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs – eine Risikoabwägung

| Beitrags-ID: 405485

Hallo Maria,

vielen Dank für deine Antwort. Eigentlich möchte ich nicht reduzieren, da ich jetzt schon in einer latenten Unterfunktion bin. Es ist kompliziert.

Liebe Grüße, Inge

Mae
Gast

Antwort auf: FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs – eine Risikoabwägung

| Beitrags-ID: 434279

Hallo!

Ich habe im März meine OP zur vollständigen Entfernung meiner Schilddrüse gehabt und wurde von Euthyrox 50 auf Euthyrox 100 eingestellt. Der TSH-basal Wert war ungefähr 1 Monat nach der OP bei 0,33. Ich hatte bei der Dosierung nie Probleme. Im Juni hatte ich dann meine Radio-Jodtherapie und wurde auf 125 mg eingestuft. Nach 2 Monaten war die erste Kontrolle fällig und mein TSH basal Wert war auf 0,02. Daraufhin wurde mir gesagt, dass ich an zwei Tagen jeweils die Hälfte reduzieren soll. Da war der Wert nach einem Monat auf 0,04. Mein Arzt war dennoch nicht zufrieden und hat mir eine weiter Hälfte empfohlen (3 Hälften in der Woche).. nun liegt mein TSH basal Wert bei 0,08 und habe total hormonelle Veränderungen. (Diffuser Haarausfall am Kopf und Körper, meine Kopfhaut tut wahnsinnig weh und ist sensibel, Pickel am Kinn, Stimmungsschwankungen,…)

Meine Hausarzt meinte, dass der Wert bei 0,00 liegen muss.. im Internet steht jedoch zwischen 0,8 und 1 liegt der Idealwert.

Was soll ich nun tun? Hat mein gestörter Hormonhaushalt wegen der geringen Menge solche Probleme oder liegt der Hausarzt richtig?

Ich bin so verwirrt und am Boden zerstört. Wäre es sinnvoll wenn ich wieder höher dosiert werde, sodass ich im „Normal-/Idealbereich“ liege oder doch je mehr bei der 0,00 desto besser geht es mir?

Mit freundlichen Grüßen

Luna!

Antwort auf: FAQ: TSH-Unterdrückung nach Schilddrüsenkrebs – eine Risikoabwägung

| Beitrags-ID: 434306

Hallo Mae,

herzlich Willkommen bei uns im Selbsthilfe-Forum!

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Wie im esten Beitrag dieses Thema dargelgt, ist eine radikale TSH-Unterdrückung 0,00 nicht sinnvoll, sondern birgt unnötige Risiken.

Zu Beginn empfehlen die Leitlinine zu Schilddrüsenkrebs eine TSH-Unterdrückung kleiner 0,1.

Wenn Dein TSH-Wert jetzt 0,08 ist, dann ist es ok.

Jedoch kann man auch schon früher zu einem höheren TSH-Wert (weniger Schilddrüsenhormon) übergehen, wenn das Rezidivrisiko gering ist und vor allem wenn man unter TSH-Unterdrückung leidet.

Haarverlust tritt meist vertöger auf siehe Forenthema: Exkurs: Haarverlust und Schilddrüsenkrankheiten

Viele Grüße,

Harald

Anonym
Gast

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